DEF0016736MA - - Google Patents

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DEF0016736MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. Februar 1955 Bekanntgemacht am 5. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Patentanmeldung F 15476 IVb/i2p ist ein Verfahren zur Herstellung von 2, 5-Bis-(alkylenimino)-benzochinonen-(i, 4), das dadurch gekennzeichnet ist, daß man 2,5-Dialkoxy-benzochinone-(1, 4) mit a, /?-Alkyleniminen umsetzt.
Gemäß Patent 943 166 gewinnt man aus Halogenäthylenimino-chinonen durch Einwirkung von Alkalimetallalkoholaten oder -mercaptiden solche Chinone, welche gleichzeitig Alkyleniminogruppen und Alkoxy- bzw. Alkylmercaptoreste im Molekül enthalten.
Es wurde nun gefunden, daß man in einfacher Weise zu Alkyleniminochinonen mit Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppen gelangt, indem man p-Chinone, die mindestens zwei benachbarte Alkoxy- oder Alkylmercaptoreste enthalten, mit a, ß-Alkyleniminen umsetzt.
Chinone mit benachbarten Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppen sind beispielsweise 2, 3-Dimethoxybenzochinon-(i, 4), 2, 3-Diäthoxy-benzochinon-(1,4), 2, 3-Dimethoxy-naphthochinon-(i, 4), 2, 3-Diäthoxy-naphthochinon-(i, 4), 2,3,5, 6-Tetramethoxybenzochinon-(i, 4), 2, 3, 5, 6 -Tetraäthoxy-benzochinon-(i, 4), 2, 3-Dimethylmercapto-naphthochmon-(1, 4), 2, 3, 5, 6 - Tetramethyknercapto -benzochinon-(1, 4) und 2, 3, 5, ö-Tetraäthylmercapto-benzochinon-(i, 4)·
609 518/4»
F 16736 IVb/12p
Es können auch Chinone verwendet werden, die höhere Alkoxy- oder Alkylmercaptoreste enthalten oder in denen gleichzeitig Alkoxy- und Alkylmercaptogruppen vorhanden sind.
α, ^-Alkylenimine sind z. B. Äthylenimin, 2-Methyläthylenimin, 2,2-Dimethyl-äthylenimin und Cyclohexenimin.
Bei der Einwirkung eines a, /J-Alkylenimins auf ein Chinon der vorgenannten Art tritt der Alkyleniminrest an die Stelle einer Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppe, aus der sich dann der entsprechende Alkohol oder das Mercaptan bildet. Der im Chinonmolekül verbliebene Substituent wird durch überschüssiges Alkylenimin nicht ersetzt. Im Falle des 2, 3, 5, 6-Tetra-alkoxy- und des 2, 3, 5, 6-Tetra-alkylmercaptobenzochinons-(i, 4) werden stets 2 p-ständige Reste gegen a, /3-Alkylenimine ■> ausgetauscht. Man gelangt auf diese Weise zu denselben oder ähnlichen Verbindungen, deren Herstellung den Gegenstand des Patents 943 166 darstellt.
Zur praktischen Ausführung läßt man auf das umzusetzende Chinon — vorteilhaft in einem inerten Verdünnungsmittel, wie Methanol, Äthanol oder Benzol — entweder bei Raumtemperatur oder schwach erhöhter Temperatur das Alkylenimin einwirken.
Ein Überschuß des Alkylenimins ist oft sehr vorteilhaft. Meistens kristallisiert das Endprodukt nach beendeter Reaktion und Erkalten oder bei geringer Löslichkeit auch schon während der Umsetzung in großer Reinheit aus. Die Bildung von Nebenprodukten wird kaum beobachtet.
Die erfindungsgemäß hergestellten Alkyleniminochinone sind cytostatisch wirksam und eignen sich daher als Heilmittel zur Bekämpfung von Tumoren.
Beispiel 1
i, 14 g 2, 3, 5, 6-Tetramethoxy-benzochinon-(i, 4), das nach der im Journal of the Chemical Society, 1941,
S. 662, beschriebenen Arbeitsweise hergestellt werden kann, kocht man in 25 ecm Methanol mit 2 ecm Äthylenimin rückfließend 30 Minuten lang. Die Lösung färbt sich rasch dunkel. Gegen Ende der Umsetzung scheiden sich dunkle, nadeiförmige Kristalle aus, die bei Raumtemperatur abgesaugt und mit Methanol gewaschen werden; die Ausbeute beträgt 1,04 g. Die Verbindung stellt rohes 2, 5-Dimethoxy-3, 6-bis-(äthylenimino)-benzochinon-(i, 4) vom F. 182 bis 1830 (Zersetzung) dar. Durch Umkristallisieren aus Glykolrnonomethyläther-acetat läßt sich der Schmelzpunkt auf 191 bis·1191,5° steigern. Die Mischprobe mit dem gemäß Patent 943 166 hergestellten 2,5-D1-methoxy-3, 6-bis-(äthylenimino)-benzochinon-(i, 4) ergibt keine Depression.
Beispiel 2
°)35 g 2. 3; 5» 6-Tetraäthylmercapto-benzochinon-(1, 4), hergestellt nach der im Journal of the American Chemical Society 27, (1905), S. 1122, beschriebenen Arbeitsweise, übergießt man mit 10 ecm Methanol und dann mit 0,52 ecm Äthylenimin. Es tritt sofort der Geruch von Äthylmercaptan auf. Man stellt das lose verschlossene Gefäß 10 Minuten lang auf ein Wasserbad und läßt dann erkalten. Die ausgeschiedenen olivgrünen Nadeln werden abgesaugt und mit Methanol gewaschen. Man erhält 0,13 g reines 2,5-Diäthylmercapto-3, 6-bis-(äthylenimino)-benzochinoii-(i, 4) vom F. 134 bis 1350. Die Mischprobe mit dem gemäß Patent 943 166 hergestellten 2, 5-Diäthylmercapto-3, 6-bis-(äthylenimino)-benzochinon-(i, 4) ergibt keine Depression. Durch Aufarbeitung der Mutterlauge läßt sich die Ausbeute noch steigern.
Beispiel 3
5,7 g (0,025 Mol) 2, 3, 5, 6-Tetramethoxy-benzochinon-(i, 4) werden in 50 ecm Methanol mit 3,1 ecm (0,06 Mol) Äthylenimin 2 Stunden rückfließend gekocht. Es entsteht ein tiefvioletter Kristallbrei, der bei o° abgesaugt, mit Methanol gewaschen und dann getrocknet wird. Man erhält 5,8 g rohes 2,5-Dimethoxy-3, 6-bis-(äthylenimino)-benzochinon-(i, 4) vom Schmelzpunkt 180 bis 1830 unter Zersetzung, was einer Ausbeute von 93 °/0, bezogen auf das Tetramethoxychinon, entspricht. Durch Umkristallisieren aus Glykolmonomethylätheracetat läßt sich der Schmelzpunkt aui 190 bis 1910 (Zersetzung) steigern. Die Mischprobe mit dem gemäß Patent 943 166 hergestellten 2, 5-Dimethoxy-3, 6-bis-(äthylenimino)-benzochinon-(i, 4) ergibt keine Depression.
90 Beispiel 4
21,8 g(o,i Mol) 2, 3-Dimethoxy-naphthochinon-(i,4) löst man heiß in 200 ecm Methanol und kühlt unter Rühren sofort wieder ab. Zur gelben Suspension gibt man 6,2 ecm (0,12 Mol) Äthylenimin und rührt bei Raumtemperatur 20 Stunden. Es entsteht ein dicker roter Brei, den man bis zur Lösung erwärmt; dann läßt man ruhig erkalten. Alsbald scheiden sich dicke rote Nadeln ab, die bei o° abgesaugt und mit Methanol gewaschen werden. Die Ausbeute dieser ersten Kristallisation beträgt 17,2 g; der Schmelzpunkt liegt bei 107 bis io8°. Alle Filtrate werden vereinigt und auf etwa 70 ecm eingeengt. Man gibt.2 ecm Äthylenimin hinzu und läßt 20 Stunden stehen, wodurch eine weitere Kristallisation erhalten wird, die man wie üblich isoliert. Sie wiegt 40 g und schmilzt bei 100 bis' ioi°. Die gesamte Rohausbeute, bezogen auf das Ausgangs-Chinon, beträgt somit 21,2 g (92,5 °/0) der theoretischen Ausbeute. Durch Umkristallisieren aus 300 ecm Cyclohexan erhält man 17,7 g völlig reines 2-Methoxy-3-äthylenimino-naphthochindn-(i, 4) vom Schmelzpunkt 109 bis iio°.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 2, 3-Dimethoxy-naphthochinon-(i, 4) läßt sich nach L.F.Fieser und R. H. Bro.wn, Journal of the American Chemical Society, 71, (1949), S. 3614, aus 2, 3-Dichlor-naphthochinon-(i, 4) und Natriummethylat herstellen.
Beispiel 5
5 g (0,02 Mol) 2, 3-Dimethylmercapto-naphthochi- lao non-(i, 4) werden in 50 ecm Methanol mit 1,2 ecm (0,023 Mol)Äthylenimin 1 Stunde rückfließend gekocht. Die dunkle Lösung scheidet nach einiger Zeit rote Nädelchen aus, die bei 0° abgesaugt und mit gekühltem Methanol gewaschen werden. Sie stellen reines 2-Methylmercapto - s-äthylenimino-naphthochinon- (1, 4)
60» 5+8/499
F 16736 IVb/12 p
dar, das bei 91° schmilzt und mit dem gemäß Patent 943 166 erhaltenen a-Methylmercapto^-äthyleniminonaphthochinon-(i, 4) keine Depression zeigt. Aus der Mutterlauge lassen sich 0,4 g Ausgangsmaterial zurückgewinnen ; unter Berücksichtigung dessen beträgt die Ausbeute jy °/0, bezogen auf das Ausgangs-Chinon. Das als Ausgangsmaterial verwendete 2, 3-Dimethylmercaptonaphthochinon-(i, 4) läßt sich nach L. F. Fieser und R. H. Brown, Journal of the American Chemical Society, 71, (1949), S. 3613, aus 2, 3-Dichlor-naphthochinon-(i, 4)
thylmercaptid herstellen.
und Natrium-me-

Claims (1)

  1. PaT EN TAN S P RU C H:
    Verfahren zur Herstellung von Alkyleniminochinonen mit Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppen, dadurch gekennzeichnet, daß man p-Chinone, die mindestens zwei benachbarte Alkoxy- oder Alkylmercaptoreste enthalten, mit α, /S-Alkyleniminen umsetzt.

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