DEF0010176MA - - Google Patents

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DEF0010176MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. Oktober 1952 Bekanntgemacht am 6. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
F 10176
Es ist bereits bekannt, Fasergut mit wäßrigen Dispersionen von Zirkonverbindungen und Paraffin wasserabstoßend zu machen. Dieses Verfahren ist jedoch in vielen Fällen mit erheblichen Nachteilen verbunden, z. B. beim Imprägnieren von leichtgesteü'ten Geweben oder von konfektionierter Ware, wobei die Stücke im Bad oder beim Trocknen erhebliche Verformungen erleiden.
Es wurde nun gefunden, daß man eine gute Hydrophobierung und einen guten Abperleffekt ohne Verminderung der Luftdurchlässigkeit erhält, wenn man das Fasergut mit Lösungen von Zirkonalkoholaten bzw. von Mischungen von Zirkon- und Aluiminiumalkoholaten und hydrophoben, höhermolekularen organischen'Verbindungen und Carbonoder Sulfinsäuren und/oder in Anwesenheit von komplexbildenden, flüchtigen organischen Verbindungen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt, trocknet und dann gegebenenfalls der Einwirkung erhöhter Temperatur bei An- oder Abwesenheit von Feuchtigkeit aussetzt. An Stelle von Lösungen von Zirkonalkoholaten bzw. Mischungen aus Zirkon- und Aluminiumalkoholaten undi Carbon- oder Sulfinsäuren kann man auch von Lösungen fertiger Umsetzungsprodukte aus Zirkonalkoholaten und Carbon- oder Sulfinsäuren bzw. aus Mischungen von Zirkon- und Aluminiumalkoholaten und den genannten Säuren, ausgehen.
Das Verfahren wird zweckmäßig so ausgeführt, daß man das Fasergut, beispielsweise Garn oder
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Gewebe, mit Lösungen von Zirkonalkoholaten und Carbon- bzw. Sulfinsäuren, die die Komponenten in einem Molverhältnis von ι : 0,2 bis etwa 4, vorteilhaft in einem Verhältnis von 1 : 0,5 bis 2 enthalten, 5 oder mit Lösungen der Umsetzungsprodukte aus Zirkon alkohol at und Carbon- bzw. Sulfinsäuren, wie sie durch Umsetzung der Komponenten, gegebenenfalls in Gegenwart von indifferenten Lösungs- und Verdünnungsmitteln und gegebenenfalls unter Erhitzen des Reaktionsproduktes auf höhere Temperaturen erhalten werden, wobei die Umsetzung auch in der Weise erfolgen kann, daß man das Zirkonalkoholat zunächst nur mit einem
• Teil der Säure umsetzt und den restlichen Teil der Säure beim Erhitzen des Reaktionsproduktes auf höhere Temperaturen zusetzt und unter Zusatz von hydrophoben, höhermolekularen organischen Verbindungen und komplexbildenden, flüchtigen Verbindungen, die zur Stabilisierung der Zirkonalkoholate bzw. der carbonsauren Zirkonalkoholate dienen, in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt und trocknet. Dabei kann ein Teil des Zirkonalkoholats durch Aluminiumalkoholat ersetzt werden. Die Behandlung des. Fasergutes mit' den genannten Lösungen kann bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur erfolgen. Es kann zweckmäßig sein, die Ware nach dem Trocknen: noch der Einwirkung von erhöhter Temperatur, vorteilhaft von 80 bis 200°, gegebenenfalls in Anwesenheit von Feuchtigkeit, auszusetzen.
Als Zirkon- bzw. Aluminiumalkoholate kommen beispielsweise solche in Betracht, die sich von aliphatischen Alkoholen, wie Methylalkohol, Äthylalkohol, Isopropylalkohol, Butylalkohol, Amylalkohol, Cerylalkohol u. ä., ableiten.
Als Carbonsäuren eignen sich beispielsweise aliphatische Carbonsäuren, wie Ameisensäure, Essigsäure; cycloaliphatische Carbonsäuren, wie Cyclohexancarbonsäure; aromatische Carbonsäuren, wie Benzoesäure, Naphtoesäure. Als Sulfinsäuren seien beispielsweise genannt: aliphatische Sulfinsäuren, wie Äthansulfinsäure, Butansulfinsäure, ferner Cyclohexansulfinsäure, Benzolsulfinsäure und Naphthalinsulfinsäure. Insbesondere eignen sich höhere aliphatische und cycloaliphatische Carbon- und Sulfinsäuren, wie z. B. Ölsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Oxydationsfettsäuren sowie ihre Gemische, Naphthensäure, Harzsäuren, Montansäure, Spermölfettsäure und Sulfinsäuren, die nach bekannten Verfahren aus SuIf ochlorierungsprodukten aus fossilen und synthetischen Dieselölen u. ä. hergestellt werden.
Als hydrophobe, .höhermolekulare organische Verbindungen eignen sich beispielsweise feste bis halbfeste Paraffinkohlenwasserstoffe, . natürliche oder synthetische Wachse, dickölige bis feste höhermolekulare polychlorierte Kohlenwasserstoffe, die für sich allein oder in Mischung miteinander verwendet werden können.
Als feste bis halbfeste Paraffinkohleniwasserstoffe eignen sich beispielsweise die verschiedenen festen Paraffinsorten, z. B. die vom Erstarrungspunkt 52 bis 54°, ferner höhermolekulare synthetische Paraffinkohlenwasserstoffe oder ihre Gemische, ferner Ceresin. Auch Gemische von festen 6g Paraffinen mit anderen .höhermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen, z. B. Paraffingatsch, können verwendet werden.
Als natürliche oder synthetische Wachse seien z.B. genannt: Carnaubawachs, Candelillawachs, Ester von Montansäuren mit aliphatischen PoIyalkoholen, Ester aus höheren Fettsäuren und höheren Fettalkoholen. Durch die Verwendung oder Mitverwendung von Wachsen wird im allgemeinen die Reibechtheit der Imprägnierung verbessert und die Anschmutzbarkeit des Fasergewebes beträchtlich herabgesetzt.
Als höhermolekulare, polychlorierte Kohlenwasserstoffe kommen beispielsweise in Betracht: die Chlorierungsprodukte von fossilen oder synthetischen aliphatischen Kohlenwasserstoffölen vom Siedebereich von etwa 200 bis 400°; von fossilen oder synthetischen, festen Paraffinkohlenwasserstoffen . im Erstarrungsbereich von\ etwa 50 bis ioo°, von fossilen oder synthetischen, halbfesten Paraffingatschen, ferner Chlorierungsprodukte von aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Naphthalin. Der Chlorgehalt der Verbindungen kann je nach dem Anwendungszweck innerhalb weiter Grenzen variieren und kann bis zu 8o°/o betragen.
Bei der Verwendung von hochchiorierten Chlorkohlenwasserstoffen bei Abwesenheit wesentlicher Mengen von Paraffinen oder Wachsen, wobei man zur Imprägnierung vorteilhaft Umsetzungsprodukte von ι Mol Zirkonalkoholat mit weniger als 0,8 Mol Carbonsäure als andere Imprägnierungskomponente verwendet, erhält das imprägnierte Fasergut neben den wasserabweisenden Eigenschaften eine bemerkenswerte Flammsicherheit.
Als komplexbildende flüchtige organische Verbindungen seien beispielsweise genannt: solche Verbindungen, die eine schwach saure Gruppe enthalten, wie z. B. aliphatische Oxycarbonsäureester, wie Weinsäurediäthylester, oder Oxime, wie beispielsweise Acetonoxim, Acetaldoxim; ferner solche Verbindungen, die eine zur desmotropen Umlagerung in die aci-Form befähigte Gruppe enthalten, wie z. B. Acetylaceton, Acetessigester, Malonsäuredinitril, Nitromethan, Nitropropan u. ä.; ferner solche Verbindungen, die eine reaktionsfähige Methylengruppe enthalten, wie z. B. Malonsäureester; außerdem kommen auch Oxyoxoverbindungen, wie z.B. Butyroin, und aliphatische Nitrile, wie Acetonitril, in Frage. ■
Als organische Lösungsmittel kommen z. B. niedrigsiedende Kohlenwasserstoffe oder Chlorkohlenwasserstoffe, wie Benzin, Benzol, Tetrachlorkohlenstoff, Trichloräthylen, Perdilorärhylen oder Gemische dieser Stoffe, in Betracht.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann zur Hydrophobierung von pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Faserstoffen, wie Baumwolle, Leinen, Viskosefasergut, Kupferseide, Wolle, Seide, Caseini'asern, Zelluloseacetatfasern, Polyamidfasern, PoIyacrylnitrilfasern, Polyesterfasern bzw. von Ge- 125. mischen aus diesen Materialien, venvendet werden.
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Das Fasergut kann in verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand vorliegen.
Man erhält bereits beim Arbeiten in verdünnten Lösungen sehr gute Effekte. Zweckmäßig verwendet man i- bis io°/oige Lösungen. Man kann die Lösungen so herstellen, daß man die einzelnen Komponenten für sich auflöst und dann mischt. Im Falle des Mischens der Lösungen von Zirkonalkoholat und Carbonsäuren bzw. Sulfinsäuren tritt
ίο bereits in der Kälte die zu den carbonsauren bzw. sulfinsäuren Zirkonalkoholaten führende Umsetzung ein, die bei der üblichen Wärmebehandlung der Fasergebilde dann zu Ende geführt wird.
Man kann aber auch die Komponenten gemeinsam in Lösung bringen. Ferner kann man aber auch durch Mischen oder Zusammenschmelzen der hydrophoben, höhermolekularen organischen Verbindungen und der carbon- bzw. sulfinsäuren Zirkonalkoholate Präparate herstellen, die für den Gebrauch in organischen Lösungsmitteln aufgelöst werden. Nach dem Behandeln des Fasergutes mit der Imprägnierungsflüssigkeit wird der Überschuß derselben durch Ablassen, Abquetschen u. ä. entfernt und anschließend getrocknet. Bei Kleidungsstücken kann man vorteilhaft in der Weise arbeiten, daß man die Imprägnierung in den für die chemische Reinigung üblichen Maschinen vornimmt und anschließend den Überschuß der Imprägniierungsflotte abläßt. Dann wird das imprägnierte Gut in der Maschine abgeschleudert und der größte Teil des Lösungsmittels bei erhöhter Temperatur abdestilliert. Die restlichen Anteile des Lösungsmittels werden durch Einblasen von warmer Luft, die gegebenenfalls noch, einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt besitzen kann, entfernt. Das trockene Gut kann zur Verbesserung des Hydrophobiereffektes noch einer Wärmebehandlung in Trockenschränken, und/oder durch Bügeln bzw. Heißpressen unterzogen werden, wobei es von Vorteil sein, kann, auch, diese Wärmebehandlung in Gegenwart von. Wasserdampf vorzunehmen.
Die abgelassene bzw. ausgeschleuderte Imprägnierflüssigkeit kann nach dem Auf stärken mit dem Hydrophobiermittel erneut verwendet werden.
Im allgemeinen wird die Ware zur Imprägnierung lufttrocken eingesetzt. Man kann aber auch den normalen Feuchtigkeitsgehalt des Fasergutes vor der Imprägnierung durch Trocknen herabsetzen,.
Man kann, das Verfahren auch, mit anderen Ausrüstungsverfahren,, vorzugsweise solchen, die im organischen. Lösungsmittel vorgenommen werden, kombinieren,, z. B. mit. dem Mottenechtmachen oder mit einer Nachappretur mit in organischen Lösungsmitteln löslichen thermoplastischen Kunststoffen, z. B. Polyvinylacetat oder Polyacrylsäureestern. Das Verfahren, eignet sich besonders für die Hydrophobierung von Oberbekleidung im Anschluß an die chemische Reinigung.
Beispiel 1
Lufttrockene Popelinemäntel aus Baumwolle werden bei 6o° mit einer Lösung von. 10 g stearinsaurem Zirkonäthylat, welches durch Umsetzung von ι Mol Zirkonäthylat mit 1 Mol technischem Stearin (E. P. 52°, Molgewicht 275) hergestellt wird, und von 10 g Paraffin (E. P. 52°) pro· Liter Tetrachlorkohlenstoff, welche mit 1 g Acetonylaceton gegen Zersetzung durch Feuchtigkeit stabilisiert ist, 15 bis 20 Minuten im Flottenverhältnis 1:10 in, einer für die chem.is.che Reinigung geeigneten Waschmaschine imprägniert. Dann wird die Flotte abgelassen, die Ware abgeschleudert und das Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur abdestilliert. Schließlich wird mit Warmluft von, 30 % relativer Luftfeuchtigkeit 1A Stundet bei 900 getrocknet und anschließend durch. Bügeln fertiggestellt. Man. erzielt auf diese Weise einen vorzüglichen Abperleffekt und erhält auch bei der Muldenprobe sehr gute Resultate.
An, Stelle des stearinsauren Zirkonäthylats läßt sich ebensogut öl saures Zirkonäthylat oder eine Mischung aus 5 g stearinsaurem Zirkonäthylat und 5 g stearinsaurem Aluminiumäthylat verwenden.
B e i s ρ i el 2
Ein lufttrockener Mattkrepp ans regenerierter Zellulose wird bei 500 in einem Foulard durch, eine Lösung von, 15 g stearinsaurem Zirkonäthylat, welches durch Umsetzung von 1 Mol Zirkonäthylat mit 2 Mol technischem Stearin hergestellt, ist, pro Liter Tetrachlorkohlenstoff, welche mit ι g Acetonylaoeton gegen, Zersetzung durch Feuchtigkeit stabilisiert ist, geführt, danach abgequetscht und bei erhöhter Temperatur mit Luft getrocknet. Dann wird die Ware 30 Minuten, in einem Trockenschrank bei 8o° mit Luft von etwa 20 °/o relativer Feuchtigkeit erhitzt. Das Gewebe hat durch diese Behandlung gute wasserabweisende Ίου Eigenschaften, erhalten.
Verwendet man eine Lösung von ;io.g Zirkonäthylat und von 20 g Paraffin· pro Liter Tetrachlorkohlenstoff, welche mit 1 g Acetonylaceton gegen Zersetzung durch Feuchtigkeit stabilisiert ist, und, arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so; erzielt man das gleich© Ergebnis.
Beispiel 3
Gabardinegewebe aus Wolle wird bei etwa 200 mit der nachstehend beschriebenen .Lösung des Kondensationspnxtuktes aus Zirkonisopropylat und Stearinsäure und Essigsäure im Flottenverhältnis 1:12 10 Minuten getränkt, anschließend auf etwa 100 °/o Gewichtszunahme abgequetscht und mit Warmluft bei etwa 1200 getrocknet. Man erzielt auf diese Weise einen vorzüglichen Abperleffekt und erhält auch, bei der Muldeinprob© sehr gute Resultate sowie eine bemerkenswerte Flammsicherheit. :
Die Imprägnierlö-sung wurde durch Auf lösen von iog Zirkonisopropylat, 8 g Stearin, (E. P. 520), 2 g Eisessig, 10 g Paraffin und von1 20 g Chlo<rparaffin (40 % Chlorgehalt) pro Liter Perchloräthylem hergestellt. Der Eisessig kann teilweise
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oder ganz durch die äquivalente Menge Ameisensäure ersetzt werden.
In der gleichen Weise kann auch Gewebe aus Polyamidfasergut und aus Polyesterfasergut wasserabstoßend, imprägniert werden.
Beispiel 4
Popelinegewebe aus Baumwolle wird bei etwa 20° mit einer Lösung von dodecylsulfinsaurem .Zirkonisopropylat und Paraffin, in, Testbenzin nach der Arbeitsweise von Beispiel 2 imprägniert und fertiggestellt. Das Gewebe hat durch diese Behandlung gute wasserabweisende Eigenschaften erhalten.
Die Imprägnierlösung wurde durch Auflösen von 20 g des Umsetzungsproduktes aus Zirkonisopropylat und 0,8 Mol Dodecylsulfinsäure und von 20 g Paraffin (E. P. 540) pro· Liter Testbenzin erhalten. Die so· erhaltene Lösung kann, durch Zugabe von 5 g Acetessigester gegen Zersetzung durch Feuchtigkeit bei gewöhnlicher Temperatur stabilisiert werden. Verwendet man, statt Dodecylsulfinsäure die äquivalente Menge Laurinsäure
«5 oder Benzoesäure und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so kommt man, zum gleichen. Ergebnis. ■ . .
Beispiel
Regenschutzbekleidung aus Baumwolle, Wolle oder Polyamidfasergut oder aus Mischgeweben aus diesen, Faserarten wird zuerst in üblicher Weise in aliphatischen Kohlenwasserstoffen, oder Chlorkohlenwasserstoffen, chemisch gereinigt und anschließend bei etwa 200 mit der nachstehend beschriebenen, Lösung des Kondensatiotisproduktes aus Zirkonisopropylat und Stearinsäure und Essigsäure und von Paraffin und Testbenzin nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 imprägniert und fertiggestellt. Die Stücke erhalten durch diese Behandlung sehr gute wasserabweisende Eigenschaften. Die verwendete Imprägnierlösung wird, durch Auflösen, von 20 g des Umsetzungsproduktes aus Zirkonisopropylat und 2 Mol Stearin und 2 Mol Eisessig sowie von 10 g Paraffin und 10 g Paraffingatsch pro Liter Testbenzin, bereitet.
Verwendet man an Stelle von 2 Mol Stearin ein Geniisch von 1 Mol Palmitinsäure und 1 Mol Ricinolsäure und arbeitet im übrigen, in gleicher Weise, so kommt man zum gleichen Ergebnis.
Beispiel 6
Zeltbahngewebe aus Baumwolle wird, bei 6o° in einem Foulard durch eine Lösung von 50 g des nachstehend beschriebenen pastenförmigen. Hydrophobiermittels pro Liter Perchloräthylen, oder Testbenzin geführt, danach auf etwa 100 % Gewichtszunähme abgequetscht und bei etwa no0 mit Heißluft getrocknet. Das Gewebe hat durch diese Behandlung sehr gute wasserabweisende Eigenschaften erhalten.
Das pastenförmige Hydrophobiermittel wurde dadurch bereitet, daß 190 kg Zirkonisopropylat in 800 kg Perchloräthylen bei ioo° unter Rühren mit 68 kg Stearin (E. P. 520) zu einer klaren Lösung von stearinsaurem Zirkonisopropylat umgesetzt wurden, in welcher noch 430 kg Paraffin eingeschmolzen wurden. Die Flüssigkeit erstarrt beim Abkühlen zu pastenförmiger Beschaffenheit und ist in Perchloräthylen und Testbenzin löslich,
An Stelle von Zirkonisopropylat kann mit gleichem Ergebnis auch die äquivalente Menge Zirkonisobutylat verwendet werden.
Beispiel 7
Popelinegewebe aus Baumwolle wird bei etwa 20° in einem Foulard durch eine Lösung eines schmalzartigen Imprägniermittels aus stabilisiertem Zirkonisopropylat und Paraffin in Perchloräthylen geführt, danach abgequetscht und bei etwa iio° in einem Trockenschrank mit Luft getrocknet. Das Gewebe hat durch diese Behandlung sehr gute wasserabweisende Eigenschaften erhalten.
Die Imprägnierlösung wird durch Auflösen, von 327 kg Zirkontatraisopropylat in. 1400 kg Perchloräthylen, Einwirkung von 260 kg Acetessigester bei 6o°, Einrühren von 860 kg Paraffin, (E. P. 540) und Auflösen dieses schmalzartig erstarrenden Gemisches in der zwanzigfachen Gewichtsmenge Perchloräthylen erhalten.
Verwendet man bei der Herstellung des schmalzartigen Imprägniermittels noch zusätzlich 135 kg Stearin, so wird die Waschbeständigkeit der Imprägnierung verbessert.
Beispiel 8
Regenschutz bekleidung aus Baumwolle, Wolle, Polyamid- oder Polyesterfasergut oder aus Mischgeweben aus diesen Faserarten wird zuerst in üblicher Weise in aliphatischen Kohlenwasserstoffen oder Chlorkohlenwasserstoffen chemisch gereinigt und anschließend bei etwa 200 mit der nachstehend beschriebenen Lösung des Kondensationsproduktes aus Zirkonisopropylat mit Benzoesäure in. Testbenzin nach der im. Beispiel 1 beschriebenen. Arbeitsweise imprägniert und fertiggestellt. Die Stücke erhalten durch diese Behandlung sehr gute wasserabweisende Eigenschaften.
Die Imprägnierlösung wird durch Auflösen von 25 g des Umsetzungsproduktes von, 1 Mol Zirkon- ■ tetraisopropylat und 1 Mol Benzoesäure und von iog Paraffin (E. P. 6o°) pro Liter Testbenzin bereitet. Zur Verminderung der Entflammbarkeit der Gewebe können der Imprägnierlösung noch 10 g Chlorparaffin (40 % Chlorgehalt) zugesetzt; werden.
Statt ι Mol Benzoesäure kann auch 0,5 Mol Laurinsäure oder 0,7 Mol Dodecylsulfinsäure oder stufenweise 0,3 Mol Ölsäure sowie 0,3 Mol Ameisensäure für die Umsetzung mit dem Zirkontetraisopropylat verwendet werden.. Zur Stabilisierung gegen, Feuchtigkeit bei normaler Temperatur kann man dem Imprägnierbad auch noch 1 Mol Acet-
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essigester oder Acetylaceton pro Mol Zirkonalkoholat zusetzen. '
Beispiel 9
Popelinegewebe aus Baumwolle wird bei etwa 2o° in einem Foulard durch eine Lösung eines schmalzartigen Imprägniermittels aus stabilisiertem Zirkonisopropylat und Paraffin, in Testbenzin geführt, danach abgequetscht und bei etwa no0 in einem Trockenschrank mit Luft getrocknet. Das Gewebe erhält durch diese Behandlung sehr gute wasserabweisende Eigenschaften.
Die Imprägnierlösung wird durch Auflösen von 327 kg Zirkonisopropylat in 800 kg Testbenzin, Einwirkung von 103 kg Wei ns äurediäthy Ie s te r oder 73 kg 2-Äthymexandiol-(i, 3) bei iio°, Einrühren von 960 kg Paraffin (E. P. 540) und Auflösen dieses schmalzartig erstarrenden Gemisches in der zehnfachen Gewichtsmetige Testbenzin erhalten.
Verwendet man an Stelle von 73 kg 2-Äthylbexandiol-(i, 3) die doppelte Menge hiervon oder 118 kg 4, 5-Octandiol oder setzt den Diolen, noch 135 kg Stearinsäure oder 12-Oxy Stearinsäure oder 60 kg Benzoesäure zu, so wird der Absperreffekt der Hydrophobierung noch verbessert.

Claims (2)

  1. PATENTANSPKÜCHE:
    i. Verfahren zum Wasserabstoßendmachen von Fasergut, dadurch gekennzeichnet, daß man das Fasergut mit Lösungen von Zirkonallkoholaten bzw. von Mischungen von Zirkonr und Alumini um alkoholaten und hydrophoben, höhermolekularen organischen Verb indungen, die keine reaktionsfähigen OH-Gruppen enthalten, und Carbon,- oder Sulfinsäuren und/oder in. Anwesenheit von komplexbildenden, flüchtigen organischenVerbindungen in, wasserfreien, organischen Lösungsmitteln behandelt, trocknet und· dann gegebenenfalls der Einwirkung erhöhter Temperatur bei An- oder Abwesenheit von Feuchtigkeit aussetzt.
  2. 2. Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man. an Stelle von Lösungen; von Zirkonalkoholaten bzw. Mischungen aus Zirkon- und Alutniniumalkoholaten und Carbon- oder Sulfinsäuren Lösungen von Umsetzungsprodukten aus Zirkonalkoholaten. bzw. Mischungen, von Zirkonr und Aluminiumalkoholaten. und Carbon- oder Sulfinsäuren verwendet.
    In Betracht gezogene Druckschriften,:
    F.Wein,, Spezial- und Hochveredelungsverfahren der Textilien aus Zelluilose, 1951, S. 166;
    The Textile Manufacturer, 1950, S. 394/395;
    Weber-Martina, Die neuzeitlichen Textilveredelungsverfahren der Kunstfaseirn, 1951, S. 542.

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