DEF0001200MA - Elektromotor mit selbsttätiger Bremse - Google Patents
Elektromotor mit selbsttätiger BremseInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Elektromotor mit Bremse, die es ermöglicht, den Motor alsbald nach dem Ausschalten des Stromes selbsttätig zum Stillstand zu bringen.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass durch die in den Statorwicklungen eines Motors bei Stromfluss gebildeten magnetischen Felder, die die Pole des Motors anziehen bzw. abstoßen und dadurch die Drehbewegung des Rotors verursachen, eine Reaktion auf den Stator ausgeübt wird. In Verfolgung dieser Erkenntnis wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, das Magnetgestell (Stator) des Motors konzentrisch zur Läufer-(Rotor-)Welle begrenzt drehbar zu lagern und die bei Stromfluss im Stator auftretende Rückstoßkraft zur Betätigung einer Bremsvorrichtung nutzbar zu machen. Infolge der beweglichen Lagerung des Stators ist diesem die Möglichkeit gegeben, dem Rückstoß des Rotors auszuweichen und im begrenzten Rahmen eine dem Drehsinn des Rotors entgegengerichtete Bewegung auszuführen. Erfindungsgemäß wird diese Bewegung zum Lösen einer bei Stromunterbrechung auf den Rotor hemmend wirkenden Bremse benutzt, indem ein als gelenkiger Winkelhebel ausgebildetes Bremsgestänge, welches einerseits am Motorgehäuse und andererseits am beweg-
lichen Stator gelagert ist, eine Bremsbacke anhebt. Bei Stromlosigkeit wird der Stator durch eine Rückzugsfeder in die Grundstellung zurückgebracht und die Bremsvorrichtung in Tätigkeit gesetzt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. 1 die Vorderansicht eines Elektromotors mit selbsttätiger Bremse (der vordere Lagerschild ist fortgelassen) und
Abb. 2 einen Schnitt nach A-B der Abb. 1.
Das Motorgehäuse 3 nimmt in an sich bekannter Weise die Feldmagnete (Stator) 4 und den Läufer (Stator) 5 auf, dessen Welle 6 in den beiderseits an den Stirnseiten des Motorgehäuses 3 befestigten Schilden 7 gelagert ist. Im Gegensatz zu den bekannten Motortypen ist beim Erfindungsgegenstand der Stator 4 um den Rotor 5 konzentrisch drehbar angeordnet. Durch einen Anschlagnocken 8, der sich am Stator 4 befindet und mit Spielraum in eine Ausdehnung 9 des Gehäuses 3 eingreift, ist die Bewegungsfreiheit des Stators 4 begrenzt. Auf die Läuferwelle 6 ist eine Bremsscheibe 10 aufgekeilt, an die bei Stromlosigkeit des Motors die Bremsbacke 11 zur Anlage kommt. Die Bremsbacke 11 ist an dem längeren Arm eines gelenkigen Doppelwinkelhebels 12, 13 befestigt, der einerseits bei 15 am Gehäuse 3 und andererseits bei 14 am Stator 4 angelenkt ist. Unter dem Einfluss einer Zugfeder 16, die zwischen einem Festpunkt 17 am Motorgehäuse und dem kürzeren Arm 12a des Winkelschenkels 12 angebracht ist, wird der Stator in seiner Ruhelage gebracht und die Bremsbacke 11 gegen die Bremsscheibe 10 gedrückt.
Bekanntlich entstehen beim Einschalten des Stromes in den Statorwicklungen 4 magnetische Felder, die die Pole des Läufers 5 anziehen bzw. abstoßen und diesen in eine drehbare Bewegung versetzen. Die Reaktion der dynamischen Kraft, d.h. der durch die Bewegungen des Läufers auftretende Rückstoß, wirkt sich auf den Stator 4 dahingehend aus, dass dieser auszuweichen versucht und sich in einem der Drehrichtung des Rotors 5 entgegengesetzten Sinne dreht, bis der Anschlagnocken 8 an der (auf der zeichnung) rechten Seite der Ausnehmung 9 im Gehäuse zur Anlage kommt. Die Rückstoßbewegung des Stators 4 wird über das Gestänge 13, 12 auf die Bremsbacke 11 übertragen, sodass sich diese entgegen der Zugwirkung der feder 16 von der Bremsscheibe 10 abhebt und den Rotor 5 freigibt.
Bei Stromunterbrechung fällt die Rückstoßbewegung des Stators 4 fort, sodass nunmehr wieder die Zugkraft der Feder 16 wirksam wird, indem diese den Stator 4 mit Hilfe des Gelenkwinkels 12a, 13 in seine Ruhelage zurückbringt und die Bremsbacke 11 auf die Scheibe 10 drückt. Der Rotor kommt dann alsbald zum Stillstand.
Claims (3)
1.) Elektromotor mit selbsttätiger Bremse, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetgestell (Stator) des Motors konzentrisch zur Läufer-(Rotor-)Welle begrenzt drehbar gelagert ist und bei Stromfluss eine dem Drehsinn des Rotors entgegengerichtete Bewegung ausführt, durch die eine bei Stromlosigkeit auf den Rotor hemmend wirkende Bremse gelöst wird.
2.) Elektromotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich am Stator (4) ein Anschlagnocken (8) befindet, der mit Spielraum in eine Ausnehmung des Motorgehäuses (3) eingreift.
3.) Elektromotor nach Anspruch 1 und2, dadurch gekennzeichnet, dass ein als gelenkiger Winkelhebel ausgebildetes Bremgestänge (12, 13) einerseits am Motorgehäuse (3) und andererseits am beweglichen Stator (4) gelagert ist und bei Stromlosigkeit des Motors eine Bremsbacke (11) unter dem Einfluss einer Feder (16) gegen eine auf der Läuferwelle (6) festsitzende Bremsscheibe (10) drückt.
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