DEE0007404MA - - Google Patents

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DEE0007404MA
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Description

BUNDKSREPUBLrE DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. Juni 1953 Bekanntgeniacht am 16. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein mittels Federlaufwerks angetriebenes Fahrspielzeug als Flugzeugmodell für Bodenfahrt, das zwei quer zur Fahrtrichtung liegende angetriebene Laufräder und ein vorzugsweise nicht angetriebenes vorderes oder hinteres Laufrad, z.B. als Schlepprad, aufweist.
Derartige dreiräderige Fahrspielzeuge können beispielsweise als Dreiräderfahrzeuge, dreiräderige Autos oder insbesondere als Flugzeugmodelle. für Bodenfahrt ausgebildet sein. Die bekannten Dreiradfahrzeuge haben den Nachteil, daß, falls nicht das dritte Rad lenkbar ist, mit ihnen allgemein nur eine: Geradeausfahrt erfolgen kann, so daß das spielende Kind das Spielzeug entweder nur im Leerlauf oder für eine Geradeausfahrt einschalten kann. Dies ist besonders nachteilig bei Flugzeugmodelle für Bodenfahrt, bei denen die beiden Fahrwerke und zwei oder vier Propeller gemeinsam von dem Federläufwerk angetrieben werden.
Die Nachteile können gemäß Erfindung dadurch vermieden werden, daß das Fahrspielzeug, also Flugzeugmodell, zur wahlweisen Einstellung einer Leerlaufstellung, einer Geradeausfahrt und einer Kurvenfahrt nach links oder rechts Einrichtungen aufweist, durch welche die Antriebsverbindung von Federlaufwerk und angetriebenen Laufrädern einzeln und gemeinsam abschaltbar vorgesehen ist. Durch die nach der Erfindung vorgeschlagene Einrichtung wird die Möglichkeit erhalten, mit dem Flugspielzeug eine Links- oder Rechtskurve auszuführen, was den erzielbaren Spielreiz wesentlich erhöht.
509 658/472
E 7404XI177f
Die Wirkung einer Kurvenfahrt nach links oder rechts kann nach der Erfindung mit einfachen Mitteln erzielt werden, indem die zum Antrieb der Fahrwerke bzw. der Laufräder dienenden Antriebswellen mittels Langloch in dem Laufwerksrahmen lagern und durch vorzugsweise am Laufwerksrahmen schwenkbar vorgesehene Schalthebel von dem Laufwerk an- und abkuppelbar ausgebildet sind.
ίο Die Erfindung eignet sich für alle dreiräderigen Spielfahrzeuge, insbesondere Flugmodelle, bei denen die nebeneinanderliegenden Laufräder von . dem Federlaufwerk angetrieben werden. Eine besonders reizvolle Spielmöglichkeit ergibt sich bei Anwendung der Erfindung an einem zwei- oder viermotorigen Flugzeugmodell für Bodenfahrt, bei dem die Propeller-zusammen mit den Fährwerken von dem Federlaufwerk angetrieben werden.
Weitere Merkmale der. Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und aus den Patentansprüchen.
In den Zeichnungen stellt dar:
Fig. ι den vorderen Teil eines Flugzeugrumpfes in der Nachbildung eines viermotorigen Verkehrsflugzeuges mit Bugrad mit eingebautem Federlaufwerk im Flugzeugbug,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den mittleren Teil des Flugzeugmodells gemäß Fig. 1 bei teilweise aufgeschnittener. Flugzeugoberseite,
Fig. 3 eine Ansicht von Fahrwerk und Federlaufwerk des Modells gemäß Fig. 1 und 2 von hinten,
Fig. 4 eine Ansicht von dem hinteren Teil des
v Federlaufwerks und dem Fahrwerk von oben gemaß Schnitt III-III in Fig. 3 und
Fig. 5 eine perspektivische Gesamtansicht des Flugzeugmodells gemäß Fig. 1 bis 4.
Nach den Zeichnungen handelt es sich um das Modell eines viermotorigen Verkehrsflugzeuges, das mit angedeuteten Einziehfahrwerken. 1 und 2 unterhalb der Tragflügel und einem Bugfahrwerk 3 unterhalb der Flugzeugkanzel versehen ist. Der Laufwerksrahmen 4 ist in dem Flugzeugbug 5 untergebracht, so daß der Schwerpunkt des Flugzeuges zwischen den Fahrwerken 1 bzw. 2 und 3 liegt. Im hinteren Teil des Federlaufwerks befindet sich in bekannter Weise eine um die Welle 6 drehbare exzentrische Masse 7, die als Ablaufbremse dient. An dieser Schwungmasse 7 greift der umgebogene »Lappen, 8 eines zweiarmigen Hebels 9 an, der um dieAchse 10 schwenkbar an dem Lauf werksrahmen 4 vorgesehen ist und dessen unterer Hebelarm am Ende mit einem Bedienungsknopf 11 aus Kunststoff versehen ist, der an der Unterseite aus dem Flugzeugmodell herausragt. Durch Verschwenken des Hebels 9 kann das Laufwerk ein- und ausgeschaltet werden. Zum Aufziehen des Laufwerks dient in bekannter Weise die Vierkantwelle 12.
Nach Fig. 4 kämmt das Zahnrad 13 des Federlaufwerks mit einem Ritzel 14, das fest mit einer Welle 15 verbunden ist, die an beiden Enden ein Stück über den Laufwerksrahmen 4 vorsteht. Mit den Enden der Welle 15 sind über elastische Wellen 16 die Wellen 17 der beiden inneren Propeller 18 des Flugzeugmodells verbunden. Mit dem Ritzel 14 kämmen ferner zwei weitere Ritzel 19 und 20, die am Ende der Wellen 21 und 22 vorgesehen sind. In der Nähe ihrer äußeren Enden weisen die beiden Wellen 21, 22 je ein Ritzel 23 bzw. 24 auf, die über je ein Zwischenrad 25 (Fig. 1) mit einem Zahnrad 26 im Eingriff sind, welch letzteres mit der die Laufräder 27 tragenden Welle 28 fest verbunden ist. Die Wellen 21, 22 stehen weiterhin etwas über die Ritzel 23 und 24 vor und sind jeweils ebenfalls über eine elastische Welle 29 bzw. 30 mit den WeI-len 31 der äußeren Propeller 33 und 34 verbunden. Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, sind die Wellen 21 und 22 in der Nähe ihrer äußeren Enden in aufgebogenen Lageraugen 35 und 36 gelagert. Ihre Lagerung in dem Lauf werksrahmen 4 erfolgt mittels Langlöcher 37. Weiterhin ist an jeder Seite des Laufwerksrahmens um eine Achse 39 bzw. 40 schwenkbar je ein Hebel 41 bzw. 42 vorgesehen, die mit einem Anschlag 43 bzw. 44 versehen sind und mit ihrem unteren Ende aus einem Schlitz des Flugzeugrumpfes herausragen. Das herausragende Ende ist mit je einem Kugelgriff 45,46 aus Kunststoff verseilen.
Die Antriebsweise für die Propeller ist den Figuren zu entnehmen. Befinden sich die beiden Schalthebel 41 bzw. 42 in ihrer nach vorn verschwenkten Lage, so werden auf Grund der Federwirkung, der elastischen Wellenteile 29 und 30 die beiden Wellen 21 und 22 in eineLage verschwenkt, bei der die beiden Ritzel 19 und 20 mit dem Ritzel 14 im Eingriff stehen, es werden also bei Freigabe des Federlaufwerks durch den Handgriff 11 beide Fahrwerke und alle vier Propeller angetrieben, so daß das Flugzeugmodell geradeaus fährt. Wird der linke Schalthebel 41 nach rückwärts verschwenkt, so wird die Welle 21 in dem Langloch 37 nach hinten verschoben, so daß das Ritzel 19 außer Eingriff mit dem Ritzel 14 gelangt. Nunmehr wird nur das rechte Fahrwerk angetrieben, wobei ebenfalls außer den beiden inneren Propellern. 18 noch der Propeller 34 rechts außen angetrieben wird. Das Flugzeug führt infolgedessen eine Kurvenfahrt nach links aus. Wird dagegen der rechte Schalthebel 42 nach hinten verschwenkt, so erfolgt in analoger Weise eine Kurvenfahrt nach rechts, wobei jetzt das linke Fahrgestell und der am äußersten links liegende Propeller 33 vom Federlaufwerk angetrieben werden. Werden alle beide Schalthebel 41 und 42 nach hinten verschwenkt, so sind beide Fahrwerke ausgeschaltet. Das Federlaufwerk läuft jetzt ab, ohne daß sich das Flugzeug vorwärts bewegt, wobei lediglich die mit dem Federlaufwerk direkt gekuppelten beiden inneren Propeller 18 mitlaufen.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    .i. Mittels. Federlaufwerks angetriebenes Fahrspielzeug für Bodenfahrt als Flugzeugmodell, das mit zwei quer zur Fahrtrichtung liegenden angetriebenen Laufrädern oder Lauf-
    658/472
    E 7404 Xl 177f
    radpaaren und einem vorzugsweise nicht angetriebenen vorderen oder hinteren dritten Laufrad versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur wahlweisen Einstellung einer Leerlaufstellung, einer Geradeausfahrt und einer Kurvenfahrt nach links oder rechts Einrichtungen vorgesehen sind, durch welche die Antriebsverbindung von Federlaufwerk und angetriebenen Laufrädern einzeln und gemeinsam ein- und abschaltbar ist.
  2. 2. Fahrspielzeug als Flugzeugmodell für Bodenfahrt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Antrieb der Fahrwerke bzw. Lauf räder dienenden Antriebswellen (21, 22) mittels Langloch (37) in dem Laufwerksrahmen gelagert sind und durch vorzugsweise am Laufweirksrahmen schwenkbar vorgesehene Schalthebel (41, 42) von dem Laufwerk an- und abkuppelbar sind.
  3. 3. Fahrspielzeug als Flugzeugmodell nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschalthebel zum An- und Abkuppeln der beiden Fahrwerke zusammen mit einem Hebel zum Ein- und Ausschalten des Federlaufwerks an der Unterseite des Spielzeuges zur Bedienung vorstehen.
  4. 4. Fahrspielzeug als Flugzeugmodell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die über das Spielzeug vorstehenden Enden der Bedienungshebel mit vorzugsweise runden Bedienungsknopfen aus Kunststoff versehen sind.
  5. 5. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4 bei einem vorzugsweise viermotorigen Flugzeugmodell, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden inneren Propeller über elastische Wellen unmittelbar mit dem Federlaufwerk und die beiden äußeren Propeller mit den Antriebswellen für die Fahrwerke verbunden sind.
  6. 6. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Flugzeugmodell mit Bugrad und mit in dem Bug vorgesehenen Federlaufwerk versehen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 509 658/472 2. 56

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