DEE0005857MA - - Google Patents

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DEE0005857MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. August 1952 Bekanntgemacht am 22. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Erzeugung von Gebläsewind für Hochofen und Stahlwerke, bestehend aus einem durch eine Großgasmaschine angetriebenen Windkolbengebläse, welche auf größere Leistung durch Spülen und Aufladen der Gasmaschine mittels eines Zusatzkolbengebläses umgebaut wird. Moderne Hochofen- und Stahlwerksgebläsemaschinen werden zur Steigerung ihrer Leistung mit Spülung und Aufladung ausgeführt. Für die Beschaffung der Spül- und Aufladeluft sind dabei verschiedene Ausführungsarten gebräuchlich, z. B. ein an die Gasgebläsemaschine angehängtes Kolbenspülgebläse oder ein unabhängig von der Gasgebläsemaschine aufgestelltes Turbogebläse. Ausführungsschwierigkeiten für eine solche moderne Gebläsemaschine gibt es nicht; das Windgebläse wird von vornherein in der richtigen, der Gasmaschinenleistung angepaßten Größe ausgelegt.
Anders liegen die Verhältnisse dort, wo es sich um einen nachträglichen Umbau von Gasgebläsemaschinen auf Spülung handelt. Bei der großen Zahl älterer Gasgebläsemaschinen ohne Spülung in den Hüttenwerken und bei dem Wunsch und auch der Notwendigkeit, mit einfachsten Mitteln entsprechend der dadurch erzielbaren Leistungssteige-
509 698/132
E 5857 Ia/27b
rung der Gasmaschinen auch die Windmengen zu steigern, stellt sich die Aufgabe, eine solche Lösung zu finden, sehr häufig.
Der Umbau einer solchen älteren Gasgebläsemaschine erfordert zunächst die Beschaffung der erforderlichen Spül- und Ladeluft. Man hat dafür bisher allgemein den gleichen Weg beschritten, wie er bei neuen Maschinen üblich ist, ein Kolbenspülgebläse zusätzlich Sn die Gasgebläsemaschine anzuhängen oder ein Turbogebläse daneben aufzustellen.
Zur Vergrößerung der mit der gesteigerten Gasmaschinenleistung erreichbaren Windmenge war man bisher gezwungen, entweder das vorhandene Windgebläse durch ein neues, größeres zu ersetzen oder aber zusätzlich noch ein weiteres, die Steigerung der Gasmaschinenleistung entsprechendes Zusatzkolbengebliäse anzuhängen.
Die Kosten eines solchen Umbaues waren dadurch bisher sehr hoch, ganz abgesehen von den Schwierigkeiten, die sich hinsichtlich .der baulichen Länge der Maschine der vorhandenen Fundamente und der vorhandenen Gebäude ergaben. Eine' wesentliche Vereinfachung des Umbaues, die sich sowohl auf die Kosten als auch auf die bisherigen Schwierigkeiten hinsichtlich der vorhandenen Fundamente und Gebäude auswirkt, bringt die nachstehend beschriebene Lösung, die den Gegenstand der Erfindung bildet.
( 30 Da die durch Umbau mögliche Leistungssteigerung der Großgasmaschine, maximal etwa 25 °/o der ursprünglichen Leistung, eine zusätzliche Windmenge ergibt, die bei den bei Hochofen- und Stahlwerksgebläsen üblichen Winddrücken etwa der Menge entspricht, die als Spül- und Aufladeluft für die Gasmaschine gebraucht wird, wird erfindungsgeniäß vorgeschlagen, daß zwecks Vermeidung eines Umbaues des Windkolbengebläses das Zusatzkolbengebläse so groß ausgelegt wird, daß es sowohl die Spül- und Ladeluft als auch den zusätzlichen Gebläsewind erzeugt, und zwar in an sich vorwiegend bei Flugkolben-Brennkraftverdichtern bekannter Weise, derart, daß auf der einen Kolbenseite des Zusatzkolbengebläses die Spül- und Ladeluft der Großgasmaschine und auf der anderen Kolbenseite der zusätzliche Gebläsewind erzeugt wird. Diese neue Umbaulösung läßt trotz Leistungssteigerung das vorhandene Windkolbengebläse völlig unangetastet; an Stelle des sowieso für den Umbau notwendigen ausschließlichen Spülgebläses wird ein nicht wesentlich größeres kombiniertes Zusatzkolbengebläse eingebaut.
Da die Spülluft zur Vermeidung von Schwierigkeiten für den Betrieb der Gasmaschine ölfrei sein muß, eine Forderung, die bei der für neue Maschinen üblichen Lösung eines gesondert angeordneten ausschließlichen Spülgebläses ohne Schwierigkeit erfüllt werden kann, müssen im vorliegenden Fall, wo Spül- und Windgebläse im gleichen Zylinder mit demselben Kolben vereinigt sind, Maßnahmen in dieser Richtung getroffen werden, z. B. Anwendung eines Kolbens mit Labyrinthdichtung oder mit Spezial-(Kohle) -kolbenringen.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung zur Durchführung des Verfahrens schematisch dargestellt. Es bezeichnen 1 und 2 die Zylinder der Großgasmaschine, die als Tandem-Maschine gedacht ist, mit den Kolben 11 und 12. 3 ist der Zylinder des Windkolbengebläses, 4 der des Zusatzkolbengebläses. Die Gebläsekolben sind mit 13 und 14 bezeichnet.
Sämtliche Kolben sitzen in bekannter Weise auf einer gemeinsamen Kolbenstange S, die über den Kreuzkopf 15 und die Lenkstange 25 an die Kurbel angelenkt ist.
Das Hauptkolbengebläse saugt durch die Leitungen 16/26 aus der Hauptluftleitung 6 an und drückt die verdichtete Luft durch die Leitungen 17/27 in die Windleitung 7. Die beiden Großgasmaschinenzylinder erhalten ihre Spülluft über die Zweigleitungen 18/28 und 38/48 aus der Hauptspülluftleitung 8 und schieben ihre Abgase durch die Leitungen 19/29 und 39/49 in die Abgasleitung 9 aus.
Das Zusatzkolbengebläse saugt durch die Leitungen 20/30 aus der Ansaugleitung 10 an. Die eine Seite des Zusatzkolbengebläses dient als Spülgebläse mit der Druckleitung 31, die in die Hauptspülluftleitung 8 führt. Die andere Seite des Zusatzkolbengebläses dient als Zusatzwindgebläse mit der Druckleitung 21, die in die Windleitung 7 führt.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Anlage zur Erzeugung von Gebläsewind für Hochofen und Stahlwerke, bestehend aus g5 einem durch eine Großgasmaschine angetriebenen Windkolbengebläse, welche auf größere Leistung durch Spülen und Aufladen der Großgasmaschine mittels eines Zusatzkolbengebläses umgebaut wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Vermeidung eines Umbaues des Windkolbengebläses das Zusatzkolbengebläse so groß ausgelegt wird, daß es sowohl die Spül- und Ladeluft als auch den zusätzlichen Gebläsewind erzeugt, und zwar in an sich bekannter Weise, derart, daß auf der einen Kolbenseite des Zusatzkolbengebläses die Spül- und Ladeluft der Großgasmaschine und auf der anderen Kolbenseite der zusätzliche Gebläsewind erzeugt wird.
2. Anlage zur Erzeugung von Gebläsewind nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzkolbengebläse durch an sich bekannte Maßnahmen ölfreie Spülluft liefert.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 715 237;
österreichische Patentschriften Nr. 167223,
121 878.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 698/132 3. 56

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