DEC0007610MA - - Google Patents

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DEC0007610MA
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acid
hydrogen
diacetone alcohol
methyl isobutyl
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Ammeidung: 22. Mai 1953 Bekanmtgemacht am 18. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, daß sich Diacetonalkotiol durch Wasserabspaltung in Mesityloxyd und dieses durch Hydrierung in Gegenwart von Katalysatoren in Methylisobutylketon überführen läßt. Beide Verfahren lassen sich in guten Ausbeuten durchführen und bereiten keine besonderen Schwierigkeiten.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Aceton in Gegenwart von Katalysatoren mit Wasserstoff zu Methylisobutylketon umzusetzen. Dieses Verfahren hat sich nicht durchsetzen können, weil man bei einem niedrigen Umsatz nur schlechte Ausbeuten an Methylisobutylketon neben verhältnismäßig großen Mengen an unerwünschtem Diisobutylketon erhält.
Es wurde gefunden, daß man Methylisobutylketon vorteilhafter herstellen kann, wenn man Diacetonalkohol in Gegenwart von Hydrierungskatalysatoren und einer freien anorganischen oder organischen Säure bei erhöhter Temperatur und beliebigem, zweckmäßig erhöhtem Druck mit Wasserstoff behandelt. Auf diese Weise läßt sich das wertvolle Methylisobutylketon, das als Lösungsmittel und als Ausgangsstoff für eine Reihe weiterer chemischer Produkte von großem Interesse ist, in einer einzigen Reaktion aus dem Diacetonalkohol herstellen. Die Hydroxylgruppe wird abhydriert, wobei entweder eine Wasserabspaltung eintritt und das ungesättigte Keton gleichzeitig weiterhydriert wird oder aber eine direkte Substitution der Hydroxylgruppe durch ein Wasserstoffatom erfolgt. Diese Reaktion gelingt besonders gut mit sauren Kontakten, die in Berührung mit Wasser ein pH
609 65«/47<t
C 7610 IVb/12 ο
von 7 bis 5 oder weniger besitzen. Es handelt sich dabei um die üblicherweise verwendeten Metalle der VIII, und I. Nebengruppe des Periodensystems, die auf Trägermaterial mit. oder ohne Aktivatoren in Gegenwart einer nicht flüchtigen Säure aufgebracht worden sind. Man kann auch SO1 verfahren, daß man einen fertigen Trägerkontakt mit der nicht flüchtigen Säure tränkt. Als nicht flüchtige Säure kommt vor allem Phosphorsäure, aber auch P'hosphor-Molybdän-Säure, Phosphor-Wolfram-Säure, Bor-Wolfram-Säure in Betracht.
Ebenso ist es jedoch auch möglich, statt der auf einen Träger aufgebrachten Kontaktsäure den ,Diacetonalkohol zwischen 150 und 3000 im Gemisch mit einer die Hydrierung nicht störenden anorganischen oder organischen Säure zu versetzen. Als organische Säure können die aliphatischen Fettsäuren, wie Ameisensäure,' Essigsäure, Propionsäure, fettaromatische Carbonsäuren, eingesetzt werden. Als anorganische Säure kommen im wesentlichen Phosphorsäure und Borsäure in Frage.
Der Wasserstoff kann bei beliebigem Druck zudosiert werden. Das Verfahren kann diskontinuierlich oder vorteilhafter kontinuierlich im Druckrohr durchgeführt werden. Der Wasserstoff kann im Gleichstrom oder im Gegenstrom und bei größeren Anlagen im Kreis geführt werden.
B e i s ρ i e 1. ι
857 Teile Diacetonalkohol wurden in Gegenwart von 17 Teilen Essigsäure und 18 Teilen trägerfreiem Cu - Cr - Kontakt bei 2000 und 270 atü Wasserstoff 4 Stunden in einem i-1-Schüttelautoklav behandelt. Der Austrag enthielt 36,5 % Aceton, 20,7% Isopropanol, 19,2% Hexon, 4% Methylpentanol und 10% höhersiedende Anteile, Rest ■ Wasser.
Beispiels"
857 Teile Diacetonalkohol, 430 Teile Wasser, 18 Teile trägerfreier Cu-Cr-Kontakt und 17 Teile Essigsäure wurden bei 2000 mit 270 atü Wasserstoff 4 Stunden behandelt. Der Austrag enthielt 45 % Spaltprodükte und Wasser neben 48% Hexon.
Beispiel 3
In einem Hochdruckrohr, das mit einem Trägerkontakt gefüllt war, der 17,3% Cu, 16,6 °/o H3PO4 . * und 0,41% Cr auf Kieselgel enthielt, wurden 0,2 I Diacetonalkohol je Liter Kontakt und Stunde bei 200° und 300 atü mit Wasserstoff umgesetzt. Das Reaktionsprodu'kt bildete eine wäßrige und eine organische Phase. Die organische Phase enthielt 12,4% Aceton, 6,6% Isopropanol, 72% Hexon und 7,9% Mesityloxyd. Die Bilanz, auf eingesetzten Diacetonalkohol bezogen, ergab unter Berücksichtigung des in der wäßrigen Phase noch gefundenen Isopropanols' 13,9% Wasser, 10,4% Aceton, 7,4%. Isopropanol, 60,6% Hexon (das sind rund 70% der Theorie) und 6,6% Mesityloxyd.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Methylisobutylketon, dadurch gekennzeichnet, daß man Diacetonalkohol in Gegenwart von Hydrierungskatalysatoren und einer freien anorganischen oder organischen Säure bei erhöhter Temperatur und beliebigem, zweckmäßig erhöhtem Druck mit Wasserstoff behandelt.
    609 668/470' 10'. 56

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