DEC0003955MA - - Google Patents
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Description
-3- Aktenzeichens C 3955. 23a, 4.
forderlich ist, ein beigefügtes Reinigungsmittel zu verwenden, so
verhindert eine vollständige Reaktion des ionischen ßeinigungsnittals,
auf die Eide zu reagieren und auf diese //eise unwirksam
zu wenden. Die leichte Ausscheidung; des 01s schwankt mit der .N atur
desselben.
V'-n alkaliscnen Metallverbindungen, deren wässrige Lösungen in
Bezug auf -t'hen^lphthaleine alkalisch reagieren, ist Natriumkarbonat
vorzuziehen. Natriumkarbonat übt nicht nur eine schnelle Zersetzung
der Erde aus, sondern es fault oder neutralisiert zu
gleicher Ztit die reaktionsfanigen Ionen und hindert auf diese
weise die elektrolytischen reinigungsmittel daran, niedergeschlagen
dc3er unwirksam gemacht zu wenden,
In ein-er Vorzugspreisen ausführuncsfo^jh des erfindungsgemässen ^er··
f^LIlVxIs .vird JNatriumkarbonat einer siedenden Mischung von Erde und
wasser beigegeben, bis eine bestimmte Alkalitat in Bezug auf -fhenolphthalein
eintritt. Die Menge hängt von der Natur der zur Behandlung kommende Hirde ab; es ist jedoch zweckmassig, weniger als 10 % wasserfreien Natriumkarbonats, gerechnet auf das Gewicht der anwesenden
Erde, zu verwenden. Üblicherweise ist; die Beifügung eines Reinigungsmittels
bei einer Gewinnun~ nicht νerseifbarer Öle mit geringer
Viskosität nicht erforderlich, bei Ölen mit hoher Viskosität ist
jedoch die Beifügung eines Reinigungsmittels wünschenswert, um eine maximale Ausbeute zu erzielen. Bei Verarbeitung frischer Erde,
nach einem Bleichen neutraler verse if Tracer oie,wird, nach einer
Reaktion mit Natriumkarbonat, kein 01 abgeschieden, bis nicht eine
bestimmte Menge von Seife ala Reinigungsmittel hinzugegeben oder
durch irbeifung erzeugt worden ist.
Die -konzentration des erfotderlichen Reinijun^smittels oder der
Seifenlösung liegt im allgemeinen bej 1 % (als wasserfreie Seife) ;
sie kann aber auch etwas gto^ser oder kleiner sein, wenn es erforderlich/ist,
die notwendige Seife durch Verseifung zu gewinnen, so muss 1 bis 3 % Ätznatron, berechnet auf die Menge der "Erde,
hinzugefügt werden.
Bei einer Bearbeitung von Erde, die genügend Fettsäure oder absorbierte
Seife aufweist, um eine Seifenlösung von erforderlicher
Starke zu ergeben, ist es nicht erforderlich, ein Reinigungsmittel
hinzuzugeben. Das 01 wird abgeschieden5 sobald eine alkalische Reaktion
zu Phenolphthalein eintritt. Sobald die Menge der freien"
Fettsaure in der Erde steigt, verringert sich die Olausbeute, und
Z'.v'ar infolge der Emulgierung in 4er erfcat^ndenen, konzentrierteren
Seifenlösung.
jis können auch synthetische ^einiriuigsinitGel verwendet werden.
Die Menge dieser, zur Verwendung kommenden mittel ändert sich mit
der x'iatur derselben; es ist jedoch vorzuziehen, Seife als Reinigungsmittel
zu verwenden. Das Natriumkarbonat kann durch Alkalien ersetzt werden, so z.B. durch Ätznatron, urd zwar in einer Menge,
die der Menge des Natriumkarbonats entsp^icnt, welche zur Erzeugun
einer alkalischen fieaktion erferde"lieh ist-
nicht verseifbare Öle ausgeschieden werden, kann ein
überschuss des Alkalis in der ./eise verwendet werden, dass es bei
-4- Aktenzeichen.^ 39ί?5· 23a, 4.
10O0C uiiinittelbar beigegeben wird. Bei Ausscheidung von verseifbacen
Ölen muss die berechnete Menge nach und nach bei etwa 60 C, bis zui? vollständigen Zersetzung des erdigen Materials und unter
anwesenheit von "g§g[|r -*-n einer klenge,dia der zwei- bis vierfachen
Gewichtsmenge der entspricht, beigegeben werden. Unter diesen Bedingungen tritt praktisch eine Verseifung nicht ein. Die Temperatur
kann dann bis etwa 100 C gesteigert werden und nach und nach Alkali
zugesetzt werden, um eine genügende Menge von Seife für die Abscheidung des Ols zu erzeugen.
Um einheitlich günstige Ergebnisse zu erzielen, ist es^ichtig,
dass jedes Teilchen der Erde in Verbindung mit dem alkalischen Keakti-iusmittel tritt. -Uas Erhitzen der Erde mit einer gewichtsmässig
zwei- bis viermal so grossen Menge von Wasser wird unter Beifügung von Alkali odet alkalischem Metallsalz fortgesetzt, bis
die '".lkalinität durchweg vorliegt und alle Teile der "Erde eine
helle Farbe angenommen haben. Das Erhitzen kann durch Dampf, oder durch äussere 's/ärme, unter Umrühren mit Hilfe eines mechanischen
Verfahrens, durchgeführt werden, das Seifenwasser wird vom dicken
Erdschlamm abgeschieden und, zur Gewinnung seines Fettgehaltes, an·*·
gesäuert. Das Seifenwasser ist in allgemeinen stark gefärbt. Tm
weiteren kann dann das zurückgewonnene Ol verhältnismässig leicht
gebleicht werden.
Die vorliegende Erfindung ist im weiteren, unter -Bezugnahme auf die
folgenden Beispiele, erläutert, wobei alle Mengen Gewichtsteile sind.
I. Beispiels
100 x'eile, Schmieröl von geringer Viskosität enthaltende, Erde
wurden mit 200 teilen wasser und 8 Teilen wasserfreiem Natriumkarbonat
gesiedet, bis der endgültige Zerfall eingetreten war und eine rtlkalinität zu -tiienolphthalein bestand, ,«enn man eine Klärung
der Mischung zulässt, so scheidet das 01 meist augenblicklich aus. Etwa 3 % von auf Trockengewicht berechnetem Öl verblieben in dar
Erde.
II. Beispiel;
100 -L'eile, zähflüssiges Schmieröl enthaltende. Erde wurden mit 200
Teilen //asser und 8 Teilen wasserfreiem Natriumkarbonat, wie im
I. Beispiel ange^e^en, gesiedet. Das Ausscneiden von 01 erfolgte
langsam und unvollständig, i^ach Hinzufügen von etwa 0,1 fo eines
Fatriuoisalzes eines Schwefelsäureesters hochmolekularer ungesättigter
ivohlcnwasserstoffe, wie unter dem Handelsnamen l! Terpol"
bekannt, erfolgte die Ausscheidung von öl schnell. Jtfur 5 % von
ajf Trockeagewicht berechneten Ölen verblieben in der Erde.
III. Beispiel:
100 -i-'bile Jirde aus der Talgbleiche wurden mit 300 Teilen Wasser
und 8 Teilen wasserfreiem ^atriumkacb^nat gesiedet. Die Anwesenheit
-5- Aktenzeichen:C 3955· 23a, 4.
von 3 % freier Fettsäure in der Erde erzeugte genügend Seife, um
als wirksames Reinigungsmittel zu dienen, wann eine geringe Alkalinität
zu Phenolphthalein vorhanden war. Die Ausscheidung von Ol
evf^ij/tü schnell. In der Seife waren 2 '/o fettstoffe enthalten und
33 % des Gesamtgewichts der verbrauchten Erde wurden als Fett zurückgewonnen.
IV. Beispiels
100 ^eile -Erde aus der Bleiche von neutralem Schmalz wurden gemäss
dem ersten Beispiel gesiedet. 01 wurde nur nach Hinzufügung von 2 % .Fettsäure berechnete Seife abgeschieden. Die Eide war nach
dem Waschen frei von Öl.
V. Beispiel:
100 Teile, neutralen Lebertran enthaltende, Erde wurden mit 300 Teilen
Wasser und 7 Teilen wasserfreiem Natriumkarbonat gesiedet, öl wurde
nicht abgeschieden,bei nach und nach vorgenommener Hinzufügung von
etwa 2 % Natronlauge trat das ganze Öl innerhalb wenigerJViinuten
an die Oberfläche, -^as bei der partiellen Hydrolyse des Öls durch
die Natronlauge gebildete Seifenwasser enthielt 2 % Fettstoffe. Die Erde war nach dem Waaschen f^ei von ül.
VI, Beispiel:
100 Teile, neutrales Rüböl enthaltende, Erde wurden mit 300 !'eilen
Nasser und 6 Teilen Katronhydrat bis zu 60vC erhitzt. Die Erde
wurde vollkommen zersetzt, aber das 01 wurde nicht vollständig ausgeschieden, bevor die Mischung zum Sieden gebracht und dabei
inch und nach 2 Teile ätznatron hinzugefügt wurden, Das entstandene
Seifenwasser enthielt 3 % Fettstoffe. Die Erde war nach, dem
v;sschan frei von 01.
Claims (8)
1. ^erfahren zur Rückgewinnung von 01, Fett und Wachs aus erdigen
Ahsorptionsstoffen, welche zu einer ßaffinierung dieser Öle, Fette
und //achse benutzt wurden, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorptionsstoffe
in Gegenwart eines Reinigungsmittels mit einer wässrigen Lösung eines alkalischen Stoffes oder eines alkalisch
auf Phenο!phthalein wirkenden alkalischen Metallsalzes, oder
einer Kombination aus diesen, erhitzt werden, wobei das abgeschiedene
Öl aus der Mischung er.tf-.-riX wi-cci.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, dass das reinigungsmittel der Mischunr öes Absorptionsstoffes und der wässriger
Lösung eines alkalischen Stoffes oder alkalischen Metallsalzes beigefügt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,_ dadurch gekennzeichnet,
dass ein synthetisches f?einion™smittel verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
d?ss als Reinigungsmittel Seife diont.
5. Vjrfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mischung bis zum öieaon erhitzt wird.
6. Verfahren nach einem dar Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekenn-
-2- Aktenzeichen: C 3955. 23a, 4.
zeichnet, dass als alkalischen Metallsalz Natriumkarbonat verwendet
wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet,
dass als Alkali Ätznatron verwendet wird.
8. V^ifahren nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das ^Is alkali verwende te it znatx· on einer Mischung des erdigen
A^sorptionsstoffes und Wasser in einer Menge beigefügt wird, die
dem z*ei- bis vierfachen Gewicht des Absorptionsstoffes gleichkommt
und dessen Menge dem Anteil des wasserfreien Natriumkarbonats
gleichkommt, welches zur Erzeugung einer alkalischen fieaktion in Gegenwart des Absorptionsstoffes und bei einer Temperatur von 60 0»
s^'iie box einer brhitzund der Mschunr auf I1X)0C erforderlich ist,
nachdem iin Zerfall des Absorptionsstoffes eingetreten ist und
darauf ein zum Ausscheiden des Öls, des Fettes oder des Wachses genügende
:'ienge Reinigungsmittel zugegeben ist, und zwar entweder
im Falle der Verwendung des Absorptionsstoffes, der verseifbares orter nicht verseifbares Ol enthält, oder beim Vorgang selbst durch
eine partielle Verseifung mittels zusätzlichen Ätznatrons im falle der Verwendung eines verse if ungsfähigen 01 enthaltende^. Absorptionsstoffes»
• 9- '/erfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass Alkali oder alkalisches Metallsalz in einer Menge vorhanden ist, die geringer ist, als 10 % des Gewichts des erdigen
Absorptionsstoffes.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Rückgewinnung von Öl, Fett und $achs/4us bereits verbrauchten Absorptionsstoffen>
wie z.B. "»ialkerds, die bei der Saffinierung verbraucht wurde.
-Das Ziel der Erfindung wird durch eine Verwandlung der chemischen
i%tur des erdigen iibsorptionsstoffes erreicht, sodass er nicht
mehr fähig ist, blige Substanzen zu absorbieren. Eine solche Umwandlung
wirrI durch eine Behandlung des erdi_en Ab Sorptionsstoffes
mit Alkali und alkalischen Metallsalzen zustande gebracht, die auf Phenolphthalein alkalisch reagieren.
Demzufolge wird erfindungsgemäss der zur ^affinierung von 01, Fett
und/oder Wachs, wie z.B. v;alkerde, zu*? Verwendung kommende erdige
Absorptionsstoff, der infolgedessen Rückstände von öligen Substanzen enthält, in Gegenwart eines L-teinigungsmittels mit einer wässrigen
Lau^e- oder einem alkalischen Metallsalz behandelt, auf das Phenoljji'ithalein
alkalisch einwirkt. Das Reinigungsmittel kann der Mischung beigefügt, oder aber erforderlichenfalls bei dem Vorgang selbst
durch eine partielle Hydrolyse des Ölgehalts des erdigen Absorptionsstoffes gebildet werden.
Das Alkali oder das alkalische Metallsalz mussnit den reaktionsfähigen
metallischen Bestandteilen der Ei-'de vollständig umgesetzt
werden. Im Falle, dass kein Reinigungsmittel beigefügt zu wenden
braucht, genügt eine vollständige Reaktion mit den metallischen . Bestandteilen der Erde, um das Öl auszuscheiden, wienn. es aber er-
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DEC0003955MA true DEC0003955MA (de) | 1953-02-05 |
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