DEC0001968MA - Verfahren zum Knitterfestmachen von Zellulose enthaltenden Textilien - Google Patents

Verfahren zum Knitterfestmachen von Zellulose enthaltenden Textilien

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DEC0001968MA
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Chemische Fabrik Theodor Rotta, Mannheim
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Knitterfestmachen von Zellulose enthaltenden Textilien mit einer Borate enthaltenden Emulsion hydrophober Stoffe, für das wesentlich ist, dass außer Boraten noch solche anorganischen Salze auf der Faser niedergeschlagen werden, die im kristallinen Zustand wenigstens 1 Mol Kristallwasser enthalten.
Das neue Verfahren beruht auf der Erkenntnis, dass es für knitterfreies Textilgut wesentlich ist, den Wasserhaushalt der Zellulose zu regeln. Dies wird erreicht, wenn man den Behandlungsbädern des Textilgutes, die anorganischen Salze, vorwiegend Borate oder Komplexe von Boraten, und anderen anorganischen oder organischen Salzen enthalten, als "Puffersubstanzen" hygroskopische und hydrophobe Mittel zusetzt und bei Temperaturen trocknet, die eine restlose Austrocknung des Textilgutes hintanhalten und andererseits die Wasserabsorption einschränken und die Kapillarattraktion vermindern. Als Salze kommen alle Salze oder Salzkombinationen in Frage, deren Lösungen im pH-Bereich zwischen 7 und 10 liegen und in diesem Bereich löslich bleiben und die in solchen Konzentrationen zur Anwendung kommen, dass eine Salzauflage von 5-12% eintritt. Die Salzkombinationen sollen immer Borate im Überschuss enthalten, weil diese im pH-Bereich zwischen 7-10 zur Ausbildung labiler Boratbrücken zwischen den Zellulosekristalliten geeignet sind, wodurch sich günstige Bedingungen für die Steigerung der Elastizität ergeben.
Die hygroskopischen Zusätze sollen so gewählt werden, dass zweckmäßig 1-2% hiervon auf der Zellulosefaser zur Abscheidung kommen. Es hat sich gezeigt, dass hierfür mit Kristallwasser kristallisierende Stoffe nur in Frage kommen. Es muss also die Bedingung erfüllt sein, dass im kristallinen Zustand mindestens 1 Mol Kristallwasser gebunden ist. Beispielsweise kann man hierfür Glykol oder alkalibeständige neutrale oder schwach alkalische Salze verwenden. An hydrophoben Mitteln reichen Mengen von 0,25-1,0% auf der Faser aus, um die Hygroskopizität zu puffern. Hierzu geeignet sind Fette, wie Kokosöl, Olivenöl, Talg und deren Fettsäuren, oder Fettsäureester, wie Japanwachs, Walrat, Carnaubawachs, oder Kohlenwasserstoffe, wie Paraffin, Cerosin, Vaselinöl. Alle diese hydrophoben Verbindungen sollen in emulgierter Form zugesetzt werden, und zwar so, dass ihre Dispersionen im pH-Bereich zwischen 7-10 liegen. Die mit den genannten Salzlösungen unter Zusatz hygroskopischer und hydrophober Verbindungen behandelten Textilien sollen einer schonenden Trocknung zugeführt werden, die unter Luftzirkulation bei Temperaturen unterhalb 90°, vorzugsweise bei 60-70°, erfolgt.
Ausführungsbeispiele:
Die Textilien werden mit einer Flotte behandelt, die in 100 Gewichtsteilen Wasser
enthalten. Man quetscht ab oder zentrifugiert so, dass die feuchte Ware das doppelte Gewicht der unbehandelten Ware hat und trocknet unter Luftzirkulation bei 60-80°.

Claims (1)

  1. Verfahren zum Knitterfestmachen von Zellulose enthaltenden Textilien unter Verwendung von Boraten bzw. deren Abkömmlingen, bei Anwesenheit wässriger Emulsionen emulgierbarer hydrophober Stoffe, vorzugsweise bei pH-Werten zwischen 7 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass außerdem solche organische oder anorganische sich auf der Faser niederschlagende Stoffe anwesend sind, die im kristallinen Zustand mindestens 1 Mol Kristallwasser enthalten.

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