DEC0000028MA - Verfahren zur Erhöhung des Netzvermögens von Mercerisierflotten - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung des Netzvermögens von Mercerisierflotten

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DEC0000028MA
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DE
Germany
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alcohols
weight
mercerising
liquors
ether
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Otto Dr. Albrecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
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Description

Es ist bereits bekannt, die Netzfähigkeit von Mercerisierflotten durch Zusatz von Schwefelsäureestern aliphatischer Alkohole 4-12 Kohlenstoffatomen zu erhöhen. Man hat auch schon vorgeschlagen, diese Schwefelsäureester zusammen mit wasserlöslichen Alkoholen oder mit Monoäthyl- oder Monobutylenäthern des Aethylenglykols zu verwenden. Mercerisierflotten, die diese Zusätze enthalten, netzen zwar gut, besitzen aber den Nachteil, stark zu schäumen, was insbesondere beim Arbeiten auf Garnmercerisiermaschinen stark stört.
Es wurde nun gefunden, dass man die Netzwirkung von Mercerisierflotten erheblich steigern und gleichzeitig die Neigung zur Schaumbildung stark vermindern kann, wenn man den Mercerisierflotten Alkylschwefelsäuren mit 4-12 Kohlenstoffatomen im Alkylrest oder deren Salze, in Wasser wenig lösliche Alkohole oder Ketone und solche Aether von Alkoholen, die mindestens 2 Aetherbrücken und mindestens eine freie Hdroxylgruppe aufweisen, zusetzt.
Unter den für das vorliegende Verfahren geeigneten Alkylschwefelsäuren seien die folgenden genannt: Butylschwefelsäuren, Amylschwefelsäuren, Hexylschwefelsäuren, wie der saure Schwefelsäureester des 2-Aethylbutanols-(1), Octylschwefelsäuren, beispielsweise der saure Schwefelsäureester des 2-Aethylhexanols-(1), ferner Undecylschwefelsäuren. Unter den angeführten Alkylschwefelsäuren zeichnet sich der saure Schwefelsäureester des 2-Aethylhexanols-(2) durch leichte Zugänglichkeit und hohe Wirksamkeit aus.
Als in Wasser wenig lösliche Alkohole können für das vorliegende Verfahren beispielsweise die folgenden herangezogen werden: aliphatische Alkohole, wie Amylalkohole, Hexylalkohole, z.B. 2-Aethylbutanol-(1), Octylalkohole, z.B. 2-Aethylhexanol-(1), ferner handelsübliches Undecanol; cycloaliphatische Alkohole, wie Mehtylcyclohexanole, Trimethylcyclohexanole, weiterhin Terpenalkohle , wie (Alpha)-Terpineol oder Terpenalkohle in wesentlichen Mengen enthaltenden Mischungen, wie Pineöl. Unter den verfahrensgemäss heranzuziehenden Alkoholen zeichnet sich das 2-Aethylhexanol-(1) durch hohe Wirksamkeit und leichte Zugänglichkeit aus. Unter den Ketonen sei Diisobutylketon angeführt.
Als Aether der oben gekennzeichneten Art eignen sich insbesondere Monoäther von Polyäthylenglykolen, z.B. des Di- Tri- oder Tetraäthylenglykols. Es seien genannt: Aethyl-. Butyl-, Hexyl- oder Octyläther des Di- oder Triäthylenglykols, die noch eine freie Hydroxylgruppe aufweisen. In Betracht kommen auch Aether des Polyglycerins mit freien Hydroxylgruppen. Die erfindungsgemäss heranzuziehenden Aether können sich ausser von aliphatischen auch von cycloaliphatischen Alkoholen, also z.B. von Metyhlcyclohexanolen oder Terpenalkoholen, ableiten.
Besonders wirksam sind die Monoäther des Diäthylenglykols, insbesondere die Monobutyläther.
Die angeführten Alkylschwefelsäuren, Alkohole und Aether können den Mercerisierflotten in beliebiger Reihenfolge zugesetzt werden. Mit Vorteil werden den Mercerisierflotten jedoch Mischungen der Bestandteile zugesetzt. Solche Mischungen können neben Wasser z.B. 25-35% Alkalisalz der Alkylschwefelsäure, 2-10% des Alkohols oder Ketons und 2-10% des Aethers enthalten. Von diesen Mischungen kann man den Mercerisierflotten z.B. 2-20 Vol.Teile pro 100 Vol.Teile Flotte zufügen.
Ausser den angeführten Bestandteilen kann man den Mercerisierflotten auch noch andere, als Zusätze zu Mercerisierflottenbädern übliche Hilfsstoffe, z.B. Phenole, zufügen.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teilen Gewichtsteile, falls nichts anderes bemerkt wird.
Beispiel 1
Einer zur Verwendung auf einer Garnmercerisiermaschine bestimmten Natronlauge von 28-32°Bé fügt man je Liter 5-10 ccm einer Mischung zu, welche aus einer wässrigen Lösung, enthaltend 29,3 Gew.-% des Natriuimsalzes des sauren Schwefelsäureesters des 2-Aethylhexanols-(1), 4,9 Gew.-% 2-Aethylhexanol-(1) und 4,9 Gew.-% Diäthylenglykolmonobutyläther, besteht. Rohes, nicht abgekochtes Baumwollgewebe wird von dieser Mercerisierflotte rasch benetzt und eine störende Schaumbildung tritt nicht auf.
Beispiel 2
Man verfährt nach Angaben des Beispiels 1, verwendet aber 5-10 ccm einer wässrigen Lösung, enthaltend 29,3 Gew.-% Natriumsalz des sauren Schwefelsäureesters des 2-Aethylhexanols-(1), 4,8 Gew.-% 2-Aethylhexanol-(1) und 4,8% handelsüblichen Triäthylenglykolmonobutyläther. Rohes, nicht abgekochtes Baumwollgewebe wird von dieser Mercerisierflotte rasch benetzt und eine störende Schaumbildung tritt nicht auf.
Beispiel 3
Man verfährt nach den Angaben des Beispiels 1, verwendet aber 5-10 ccm einer wässrigen Lösung, enthaltend 30 Gew.-% Natriumsalz des sauren Schwefelsäureesters des 2-Aethylhexanols-(1), 2,9 Gew.-% 2-Aethylhexanol-(1) und 4,86 Gew.-% des mit 2-Aethylhexanol-(1) einseitig verätherten Triäthylengylcols. Rohes, nicht abgekochtes Baumwollgewebe wird von dieser Mercerisierflotte rasch benetzt und eine störende Schaumbildung tritt nicht auf.
Der oben verwendete Aether des Triäthylenglykols kann durch Einleiten von 3 Mol Aethylenoxyd bei 135-140° in 1 Mol
2-Aethyhexanol-(1), enthaltend etwa 0,5-1,5% Natrium, erhalten werden.
Beispiel 4
Einer Mercerisierflotte werden je Liter 5-10 ccm einer wässrigen Lösung zugesetzt, welche 30 Gew.-% des Natriumsalzes des sauren Schwefelsäureesters des 2-Aethylhexanols-(1), 4 Gew.-% Diisobutylcarbinol und 3,5 Gew.-% handelsüblichen Diäthylenglykolmonobutyläther enthält. Diese Flotte benetzt rohes Baumwollgewebe in kurzer Zeit und besitzt eine sehr geringe Neigung zum Schäumen.
Beispiel 5
Man verfährt nach den Angaben im Beispiel 4, verwendet aber je Liter 5-10 ccm einer wässrigen Lösung, enthaltend 29,3 Gew.-% Natriumsalz des sauren Schwefelsäureesters des 2-Aethylhexanols-(1), 3,4 Gew.-% Diäthylenglykolmonoäthyläther, 3,9 Gew.-% Diäthylenglykolmonobutyl-äther und 2,4 Gew.-% Diisobutylenketon. Diese Mercerisierlauge besitzt ein hohes Netzvermögen und eine geringe Neigung zum Schäumen.
Beispiel 6
Man verfährt nach den Angaben im Beispiel 4, verwendet aber je Liter Mercerisierlauge 5-10 ccm einer wässrigen Lösung, enthaltend 30 Gew.-% Natriumsalz der sauren Schwefelsäureester von 7-9 Kohlenstoffatome enthaltenden Oxoalkoholen, 5% 2Aethylhexanol-(1) und 5% Diäthylenglykolmonoäthyläther. Diese Flotte benetzt rohes Baumwollgarn in kurzer Zeit und benetzt eine sehr geringe Neigung zum Schäumen.
Das erwähnte Gemisch von Natriumsalzen von Schwefelsäureestern kann wie folgt hergestellt werden:
1 Teil einer Mischung von 7-10 Kohlenstoffatome enthaltenden "Oxoalkoholen" (eine Mischung von primären aliphatischen Alkoholen, die aus Olefinen mittels Kohlenmonoxyd und Wasserstoff bei der sogenannten Oxoreaktion entstehen; Siedebereich etwa 165-200°; sie enthält etwa 58% C(sub)7-e, 49% C(sub)8-e und 1% C(sub)9-Alkohole) wird mit der gleichen Menge Chlorsulfonsäure bei 5-10° etwa 1 Stunde sulfoniert. Nach kurzem Nachrühren wird das Sulfonierungsgemisch in ein Gemisch aus Eis und einer zur Neutralisierung gerade ausreichenden Menge 39%iger Natronlauge eingetragen, wobei die Temperatur unter 30° gehalten wird.
Beispiel 7
Man verfährt nach den Angaben im Beispiel 4, verwendet aber je Liter Mercerisierlauge 5-10 ccm einer wässrigen Lösung, enthaltend 30 Gew.-% des Natriumsalzes des sauren Schwefelsäureesters des Diisobutylcarbinols, 5 Gew.-% 2-Aethylhexanol-(1) und 5 Gew.-% Diäthylenglykolmonobutyläther. Diese Flotte benetzt rohes Baumwollgarn in kurzer Zeit und besitzt eine sehr geringe Neigung zum Schäumen.
Der Schwefelsäureester kann wie folgt erhalten werden:
35,6 Teile Chlorsulfonsäure werden unter 10° in 60 Teile Pyridin eingetragen, worauf man 40 Teile Diisobutylcarbinol in kleinen Anteilen hinzufügt. Man hält etwa 2 Stunden auf 40-45°, neutralisiert mit 30%iger Natronlauge, lässt etwa 20 Stunden stehen, trennt das abgeschiedene Salz ab und dampft die obere Schicht der sich in 2 Schichten trennenden Reaktionslösung zur Trockne ein. Die untere Schicht besteht im wesentlichen aus anorganischem Salz und wird verworfen.

Claims (5)

1. Verfahren zur Erhöhung des Netzvermögens von Mercerisierflotten mit Hilfe von Salzen von Alkylschwefelsäuren, welche 4-12 Kohlenstoffatome enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man den Mercerisierflotten ausser den Alkylschwefelsäuren oder deren Salzen noch wenig wasserlösliche Alkohole oder Ketone und Aetheralkohole, die mindestens, 2 Aetherbrücken und mindestens eine freie Hydroxylgruppe enthalten zusetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Alkylschwefelsäuren mit verzweigter Kohlenstoffkette verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man in 2-Stellung durch Aethylgruppen substituierte Alkohole mit 6-8 Kohlenstoffatomen verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man als in Wasser wenig lösliche Alkohole solcher der aliphatischen Reihe mit verzweigter Kohlenstoffkette verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Aether Monoäther von Polyäthylenglykolen oder Monoäther des Diäthylenglycols verwendet.

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