DE648596C - Netz-, Wasch- und Dispergiermittel - Google Patents

Netz-, Wasch- und Dispergiermittel

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DE648596C
DE648596C DEH127615D DEH0127615D DE648596C DE 648596 C DE648596 C DE 648596C DE H127615 D DEH127615 D DE H127615D DE H0127615 D DEH0127615 D DE H0127615D DE 648596 C DE648596 C DE 648596C
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acid
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Bur. lad. Eigerad
13 SEE 1537
AUSGEGEBEN AM
4. AUCUST1937
Die Ester der aliphatischen und aromatischen Sulfonsäuren mit einwertigen Alkoholen, also z. B. Benzolsuliosäureäthylester, sind im Wasser unlöslich oder doch nur sehr schwer löslich.
Es wurde nun gefunden, daß die gleichen Ester mit mehrwertigen Alkoholen wesentlich leichter löslich sind, und zwar vor allem solche, die nur in einer oder zwei Hydroxylgruppen verestert sind. Insbesondere gilt dies für die Mono- und Disulf ensäureester der höheren Alkohole mit 4 bis 6 Hydroxylgruppen und der Kohlehydrate. So sind z. B. die Mono- und Dibenzol- und Tioluolsulfonsäureester des Mannits, Erythrits und Traubenzuckers in Wasser leicht löslich. Derartige Lösungen zeigen eine ausgesprochene Oberflächenaktivität, kenntlich an dem deutlichen Schaumbildungsvermögen.
2t> Die Löslichkeitsverhältnisse ändern sich, nicht wesentlich, wenn in den letztgenannten Estern an Stelle der Benzol-' und Toluolsulfonsäure höhermolekulare Sulfonsäuren treten, wie z. B. die Naphthalin- und Tetrahydronaphthalinsulfonsäure, ferner die Diisobutylnaphthalmsulfohsäure und Cetylsulfonsäure. 'Besonders die beiden letzten Säuren haben, wie bekannt, für sich allein oder in Form ihrer Salze ein starkes Netz-, Schaum- und Waschvermögen.
Es hat sich gezeigt, daß das gleiche auch für ihre Ester mit Zuckern und Alkoholen der obengenannten Art gilt. Doch ergibt sich ein wesentlicher Unterschied. Während z. B. die Natriumsalze der hochmolekularen Sulfonsäuren in wäßriger Lösung durch Elektrolyte, wie Kalksalze und manche Schwermctallsalzc, in größerer Konzentration ausgefällt werden können, sind die wasserlöslichen Ester der gleichen Säuren überhaupt nicht oder doch wesentlich schwerer fällbar. Dies ist für textiltechnische Zwecke von Bedeutung, da derartige Salze zur besseren Durchfärbung den Färbebädern häufig zugesetzt werden müssen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Ester von Carbonsäuren mit mehrwertigen Alkoholen oder Kohlehydraten, deren eine Hydroxylgruppe mit einer Sulfonsäuregruppe verbunden ist, als Emulgierungs-, Reinigungs- und TSietzmittel zu verwenden. Es handelt sich bei diesen Körpern um türkischrotölartige Verbindungen, bei denen'die hydrophile Wirkung auf die eingeführte freie b"zw. mit Alkalisalzen abgesättigte Sulfonsäuregruppe zurückzuführen ist.
Es ist ferner bekannt, daß esterartige Verbindungen, in welchen einwertige Alkoholreste mit einer der beiden sauren Gruppen einer Sulfocarb on säure bzw. des Schwefel säureesters
einer Carbonsäure verbunden sind, Netz- und Dispergiereigenschaften besitzen. Diese Verbindungen haben sämtlich noch eine freie saure Gruppe, und zwar ist es vorwiegend die Sulfonsäuregruppe bzw. die Schwefelsäureestergruppe, die in freier Form vorliegt und die Wasserlöslichkeit der Verbindungen bedingt. Nur in ganz geringer Menge können in diesen Produkten Verbindungen enthalten
ίο sein, in welchen beide sauren Gruppen mit Alkoholresten verestert sind. Diese Verbindungen sind an sich wasserunlöslich und werden nur durch die als Hauptanteil vorhandenen Monoester der Sulfocarbonsäure bzw. der Schwefelsäureester von Carbonsäuren ΐηΛ Dispersion gehalten.
Im Gegensatz dazu handelt es sich in dem neuen Verfahren um esterartige, wasserlösliche Verbindungen, in welchen eine Hydroxylgruppe eines mindestens vier Hydroxylgruppen enthaltenden Polyalkohole bzw. eines Kohlehydrates mit einer echten Sulfonsäure aliphatischen oder aromatischen Charakters verestert ist. Diese Verbindungen sind neutral und besitzen kein Salzbildungsvermögen. Ihre Wasscrlöslichkcit ist nur durch die große Anzahl der im Molekül vorhandenen Hydroxylgruppen bedingt. Es handelt sich also um grundsätzlich andere Vcrbindungen als in den älteren Verfahren. Ihre Vorzüge gegenüber dem Bekannten ergeben sich aus Vergleichs versuchen, die mit dem Schwefelsäureester der mit Monoäthylglykoläther veresterten Ricinolsäure 'Produkt 1) einerseits und mit dem Dodecylsulfonsäurcmannitester (Produkt 11) andererseits angestellt wurden.
Zur Untersuchung der Beständigkeit beider
Produkte wurden je ι ο g, berechnet auf Trockensubstanz, in 1 1 Wasser gelöst und jeweils mit 6<Voigcr Chromisulfat-, Alaun- und Ferrichloridlösung sowie mit ΐο°/ο·{ί«-'Γ ^-a'" cium- und Magncsiumchloridlösung versetzt.
Bei dem Produkt I traten schon nach 20
bzw. 30 ecm Zugabe an Schwermetallsalzlösungen Ausflockungen ein. Von den CaI-cium- und Magnesiumsalzlösungen genügten zur Hervorrufung einer Trübung noch geringere Mengen.
Die Lösung des Produktes II blieb selbst nach Zusatz von je 100 ecm obengenannter Salzlösungen vollkommen klar. Der Dodecylsulfonsäuremannitester ist daher dem Schwefelsäureester, der .mit Monoäthylglykoläther veresterten Ricinolsäure in der Beständigkeit weitaus überlegen, was sich z. B. in der Färberei und in der Lederveredelung, soweit dabei Schwermetallsalze verwendet werden, sowie ganz allgemein bei der Verwendung von hartem Betriebswasser günstig auswirkt. Der technische Fortschritt gegenüber den bekannten Produkten ist hiermit bewiesen.
Das Verfahren kann beispielsweise folgendermaßen durchgeführt werden:
Beispieli g5
Kalkhaltige Wolle, sogenannte Gerbcrwolle, wird mit einer Lösung von ίο g/l Dodecylsulfonsäurcmannitester bei 50 bis 60' gewaschen. Man erhält eine reine, von Kalkseife freie Wolle.
Beispiel 2
In üblicher Weise abgekochte Baumwolle wird mit einer Lösung von essigsaurem Chrom von 20 bis 28' Be, welche 5 g/I Oleylsulfonsäurcsorbitcster enthält, durch ein- oder zweimaliges Durchnehmen geklotzt, in üblicher Weise getrocknet und gedämpft.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung der wasserlöslichen Ester von mehrwertigen Alkoholen mit mindestens vier Hydroxylgruppen oder Kohlehydraten mit echten organischen Sulfonsäuren aliphatischen oder aromatischen Charakters als Netz-, Wasch- und Dispergiermittel.
DEH127615D 1931-07-03 1931-07-03 Netz-, Wasch- und Dispergiermittel Expired DE648596C (de)

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