DE9992C - Neuerungen an Untergestellen der Eisenbahnfuhrwerke - Google Patents
Neuerungen an Untergestellen der EisenbahnfuhrwerkeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F5/00—Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
- B61F5/26—Mounting or securing axle-boxes in vehicle or bogie underframes
- B61F5/30—Axle-boxes mounted for movement under spring control in vehicle or bogie underframes
- B61F5/301—Axle-boxes mounted for movement under spring control in vehicle or bogie underframes incorporating metal springs
- B61F5/302—Leaf springs
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Description
1879.
Klasse 20.
JAMES W. CHISHOLM in BROOKLYN bei NEW-YORK. Neuerungen an Untergestellen der Eisenbahnfuhrwerke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. October 1879 ab.
Vorliegende Neuerungen bestehen in der Verbindungsweise der Federn mit Aufhängungsgelenktheilen,
welche in der Weise die Axbüchsen mit dem Wagengestell und letzteres
mit dem Wagenkasten verbinden, dafs alle auf die Räder einwirkenden Stöfse, sowie diejenigen,
welche beim Anfahren des Wagens entstehen, durch die Federn und durch die Masse des
Wagenkastens aufgehoben werden.
An den über die Räder vorspringenden Axentheilen befinden sich die Axbüchsen c c, in deren
oberen Theilen die Deckel c*cl, Fig. 1, eingesetzt
sind, durch welche Bolzen d d hindurchgehen. Dadurch werden die unter ihnen eingelegten
Federn d' d1 in ihrer Lage erhalten.
An den Enden dieser Bolzen d sind die Gelenkstücke
e e aufgehängt. Dicht an den Axbüchsen c c hängen diese Gelenkstücke herunter,
welche parallel zu den Axen a a' hin- und herschwingen
können.
Das Wagengestell besteht aus dem trogartigen Kasten g, an dessen beiden Seiten die Trägereisen
h und h', Fig. 1 und 2, befestigt sind,
welche von den Gelenkstücken e e getragen werden.
Das Gewicht des Wagengestelles und Wagenkastens hält alle Gelenkstücke e e in verticaler
Richtung, wenn der Wagen still steht.
Durch irgend eine seitliche Unregelmäfsigkeit der Schienen //, gegen welche eines der
Räder b b stöfst, wird Axe a oder a' zeitweise
nach seitlicher Richtung hingetrieben, wobei die Gelenk stücke e e von der verticalen in eine geneigte
Lage übergeführt werden.
Behalten die Gelenkstücke e e diese geneigte Stellung längere Zeit bei, so werden auch das
Wagengestell und der Wagenkasten der Axe folgen müssen; ist dagegen die Unregelmäfsigkeit
schnell überfahren, so wird die Axe mit ihren Rädern in ihre normale Lage zurückgebracht,
ehe das Wagengestell und der Wagenkasten Zeit gehabt hätten, der seitlichen Bewegung
zu folgen. Die Kraft solcher seitlichen Stöfse ist im Wagen unbemerkbar, da dieselbe
durch das Verschieben der Räder auf dem Ge-leise und durch das geringere Heben des
Wagengestelles und Wagenkastens aufgezehrt wird.
Zwei andere Gelenkstücke i und i', Fig. 2
und 4, hängen in der Mitte zwischen den beiden Trägerpaaren k und kl, welche an dem
Querkasten g, Fig. 3, angeschraubt sind. Die unteren Schwingungsbolzen llx sind in Metallblöcken
m m gelagert, an denen die unteren Hälften der Federn befestigt sind. (Auch können
die Blöcke m m direct mit der Planke η des
Wagenkastens verbunden werden.)
Die oberen Hälften der Federn m' ml sind
an der Planke η des -Wagenkastens befestigt. Die Löcher der Gelenkstücke ii* sind an beiden
Seiten nach aufsen erweitert (Fig. 5), damit dieselben auf den Bolzen//1 und //' schwingen
können.
Bei der Ingangsetzung des Wagens werden die unteren Enden der Gelenkstücke / i' nach
vorn bewegt, und wird der Wagenkörper gehoben, bis seine Schwerkraft im Stande ist,
das Beharrungsvermögen des Wagengestelles und der Räder zu überwinden. Die Wirkung der
Stöfse wird infolge des zu überwindenden Beharrungszustandes des Wagens aufgezehrt, indem
letzterer bei seinem Zurückfallen die Gelenkstücke i i '* wieder in ihre verticale Lage zurückzubringen
sucht, und so das Wagengestell veranlafst ist, seine richtige Stellung in Beziehung
auf den Wagenkasten nach der Ueberschreitung solcher Unebenheit wieder anzunehmen.
Die Bremsvorrichtung besteht aus den beiden viereckigen Stangen 0 o, Fig. 3, an deren Enden
die Bremsschuhe pp, Fig. 2, befestigt sind, welche gegen die Räderumfänge pressen und
den Rädern zu folgen gezwungen sind, sobald dieselben eine seitliche Bewegung ausführen,
dadurch, dafs die Stifte p'p1, Fig. 2, an den
Bremsstangen ο ο angebracht sind.
In dem mittleren Theil des Kastens g ist der Kniehebel r r, Fig. 2 und 3, angeordnet,
dessen beide Enden durch Oeffhungen mit den Stangen ο ο verbunden sind, so dafs beim
Heben des Mittelgelenkes des Kniehebels mittelst Kette die Stangen ο ο nach aufsen geschoben
und die Bremsschuhe gegen die Räderumfänge geprefst werden.
Die Fig. 5 stellt die Stellungen dar, welche die Gelenkstücke i und z'1 annehmen, wenn der
Wagen in die Bahn einer Curve eintritt oder eine solche passirt. Das äufsere Gelenkstück i
ist mit seinem oberen Ende und dem Bolzen /, welcher am Wagengestell befestigt ist, nach vorn
geworfen infolge der zusammengesetzten Wirkung
Claims (2)
- der Räder auf das Wagengestell vermittelst der quer zum Schienenweg schwingenden Gelenkstücke e e und der Richtungslinie des Zuges auf den Wagen, welcher das Steigen der unteren Enden des Gelenkstückes i hervorbringt. Der Wagen wird dabei nach dem Centrum der Bahncurve hinüberhängen, während das innere Gelenkstück il in seiner verticalen oder wenig davon abweichenden Lage verbleibt.Dieses Ueberhängen des Wagens äufsert seine Wirkung auf das Wagengestell und sucht dasselbe in der entgegengesetzten Richtung zum Vordertheil des Wagengestelles zu drehen. Dieses erfolgt, sobald die Vorderräder in die Curve treten, denn der Zug in dem äufseren Aufhängungsstück i ist gröfser als der in dem inneren Gelenkstück V. Dieser Zug, welcher an dem unteren Ende des Gelenkstückes i wirkt, veranlafst die Mittellinie des Wagengestelles, eine radiale Richtung zur Curve anzunehmen, wie dieses bei dem Vordergestell in Fig. 6 der Fall ist.Durch diese Mittel soll die Abnutzung des Betriebsmaterials und der Schienen beträchtlich vermindert und alle Stöfse durch die Masse des Wagens ausgeglichen werden.Paten τ-Ansprüche:ι . An Eisenbahnwagen der Kasten g, versehen mit den Trägern h h ', welche von den Axbüchsen durch die Gelenkstücke e e' getragen werden, wie in Bezug auf die Zeichnung beschrieben.
- 2. An Eisenbahnwagen der Kasten g, versehen mit den Bolzen//1,- welche durch die Gelenkstücke z'z'1 die an dem Wagenkasten befestigten Federn m' tragen, wie in Bezug auf die Zeichnung beschrieben.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9992C true DE9992C (de) |
Family
ID=287316
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9992D Active DE9992C (de) | Neuerungen an Untergestellen der Eisenbahnfuhrwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9992C (de) |
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