DE99646C - - Google Patents

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DE99646C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
    • G07F17/08Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for seats or footstools

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
964
¥34-.
KLASSE -4St' Instrumente.
/Γ3
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. September 1897 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen selbstkassirenden Klappstuhl.
"Der Auslösungsmechanismus - mittelst einer Münze beruht auf der Wirkung einer Art Zange, welche mit ihren Schenkeln gewissermafsen Sperrklinken zu der als eine Art Sperrscheibe ausgebildeten Drehachse des Klappsitzes bildet und letztere bei versuchter Drehung sperrt, falls keine Münze eingeworfen ist. Wird dagegen ein Geldstück eingeführt, so gelangt dieses (infolge entsprechender Führung) gerade in das Maul der Zange, und indem es so dessen Schliefsung unmöglich macht, verhindert es zugleich das Einsinken der Zangenschenkel in die erwähnte Sperrscheibe, so dafs nunmehr das Bethätigen des Klappsitzes möglich und der Sitz benutzbar wird. Nach Freigabe des Sitzes klappt dieser bezw. eine Hülfsklappe unter Feder oder Gewichtswirkung selbsttätig wieder in die Sperrlage zurück, wobei das Geldstück aus dem Maul der Zange herausgestofsen, die Sperrvorrichtung selbst also in ihre Ruhelage zurückversetzt wird.
Der Mechanismus kann natürlich bei Klappsitzen jeder Art, deren Benutzung von der Entrichtung eines Betrages abhängig ist, Anwendung finden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die gekennzeichnete Vorrichtung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch dieselbe, während die Fig. 2 bis 4 ■ Einzelheiten zu einem Ausführungsbeispiel, die Fig. 5 und 6 je die kennzeichnenden Bestandtheile weiterer Ausführungen veranschaulichen.
Die Drehachse α (Fig. 1 bis 4) des in die Stellung I emporgeklappt gedachten Klappsitzes b ist mit einem Sperrsector c verbunden, welcher durch entsprechende Keilschubbahnen C1 die Schenkel J1 einer in einem Wandkasten dahinter angeordneten Zange J1 J2 so aus einander gedrängt hält (Fig. 2), dafs die Backen J2 ihres Maules offen sind. Diese Backen greifen in einen Geldeinwurfkanal e derart hinein, dafs sich dessen Vorder- und Hinterwandung innig an sie anschmiegen und ein eingeworfenes Geldstück in das geöffnete Zangenmaul geleitet wird.
Denkt man sich zunächst kein Geldstück eingeworfen und den Versuch gemacht, den Klappsitz b herunterzuklappen, so gleiten dabei die Zangenschenkel U1 unter entsprechender Wirkung einer Feder J3 an den mit dem Sitze bewegten Keilbahnen C1 herab und gelangen endlich, sobald der Sitz etwa in die Lage II gekommen ist, mit passenden Sperrdornen oder Zähnen di in entsprechende Sperreinschnitte c2 des Sperrsectors c (Fig. 3 und 4), wodurch jede Weiterbewegung des Sitzes gehindert, also dessen Benutzung unmöglich gemacht wird. Der Klappsitz mufs also losgelassen werden, worauf er unter Wirkung einer passend angeordneten Feder in die Stellung I zurückkehrt. Dabei findet auch unter Wirkung der Keilbahnen C1 auf die Zange die Rückkehr dieser in die in Fig. 2 gegebene Ruhestellung statt. Anders stellt sich die Wirkung nach Einwurf eines Geldstückes. Indem dieses, wie beschrieben, zwischen die Backen J2 des Zangenmaules gelangt (Stellung x, Fig. 2), verhindert es dessen Schlufs und damit auch eine Bewegung der Schenkel J1. .Diese können also bei Niederbewegung des Sitzes nicht in Sperr-
eingriff mit dem Sperrsector c gelangen und das völlige Niederklappen verhindern, sondern die Benutzung des Sitzes wird möglich.
Während dieser Benutzung bleibt die Münze (Stellung x) in der Zange eingeklemmt und befindet sich dabei gerade hinter einem Schauloch / (Fig. i) des Mechanismusgehäuses, um in bekannter Weise als ein für die Dauer der Benutzung fortbestehender Ausweis über die geleistete Zahlung zu dienen. Erst wenn der Sitz freigegeben wird und unter Wirkung der erwähnten Feder emporklappt, findet ein Ausstofsen der Münze statt, indem dabei ein vom Sector c aus mittels Stange g gesteuerter Hebel h aus der Stellung III' (entsprechend der Sitzstellung III) in die Stellung Γ (entsprechend der Sitzstellung I) gelangt, in welcher ein Arm Zz1 des Hebels auf die im Zangenmaul befindliche Münze χ trifft und sie ausstöfst (siehe die diesen Vorgang wiedergebende Fig. i), worauf die herabfallende Münze durch einen zwischen den Backen d.2 der Zange nach hinten hindurchführenden Schenkel ex des Einwurfkanals nach einem irgendwo passend angeordneten Sammelkasten hin abgelenkt wird.
Da der Stöfserarm hx für die Stellung IIP in das Maul der Zange ragt, so fällt eine eingeworfene Münze zunächst auf diesen Arm (siehe Stellung y in Fig. 2), um erst bei der infolge Abwärtsklappung des Sitzes sofort eintretenden Zurückweichung des Armes hx gänzlich in das Maul der Zange zu sinken (Stellung x). Dafs das Zurückweichen des Armes hx und die Klemmbewegung des Zangenmaules im Einklang stehen, kann durch entsprechende Anordnung der Schubbahnen Cx und Abmessung der Steuergestänge des Ausstöfsers leicht erreicht werden.
Eine etwa für die Sperrstellung II des Sitzes eingeworfene Münze bleibt oben auf den Zangenbacken liegen (siehe Stellung ^, Fig. 4), bis sie nach selbsttätiger Rückkehr des Sitzes in die Ausgangslage I ihren Weg in das sich dabei öffnende Zangenmaul nehmen kann (Stellungen y, x).
Die Schenkel der Zange können auch ungekreuzt angeordnet sein (Fig. 5), wobei sie sich für die Herbeiführung der Sperrung aus einander bewegen, weshalb für jeden besonders eine Sperrscheibe c angeordnet sein mufs. Auch könnte der eine Zangenschenkel fest (unbeweglich) liegen oder theilweise wegfallen, d. h. die Zange einseitig ausgebildet sein, da die Sperrung durch einen einzigen Schenkel vollkommen genügt.
Die Steuerung der Zange (und des Ausstofsmechanismus) braucht auch nicht vom Klappsitze selbst auszugehen, sondern kann beispielsweise von einer den Sitz versperrenden Hülfsklappe bx (s. Fig. 6) abgeleitet werden. Der Sitz b selbst kann dann fest sein.
Hierbei mufs die Klappe bx aus der den Sitz b versperrenden Neigungslage I in die Lage III emporgeklappt werden, wobei das Verhalten zwischen einem mit dem Drehzapfen α der Klappe verbundenen Sperrsector c und gemäfs der obigen Beschreibung angeordneten Zangenschenkeln dx dasselbe bleibt wie bei der Ausführung nach den Fig. 1 fl bis 4. Die Klappe bx (Fig. 6) kann man sich auch ausgeführt als Bügel denken, welcher zur Versperrung von Stehplätzen (z. B. auf Omnibussen, Strafsenbahnen u. dgl.) dient. Der Stellung I entspricht dann zweckmäfsigerweise die horizontale. Ferner können die Klappen oder der Bügel bx in allen Fällen so eingerichtet sein, dafs sie in der aufrechten Stellung III als eine elastische (federnde) Rückenlehne wirken.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Selbstkassirender Klappstuhl, dadurch gekennzeichnet, ■ dafs zwei zangenartig gestaltete Schenkel (dx d2) durch die !eingeworfene Münze an ihren unteren, als Sperrzapfen (dj ausgebildeten Enden aus einander gespreizt und dadurch beim Vorziehen des Klappsitzes (b) an dem ohne Münzeneinwurf erfolgenden Eingriff in die als Sperrscheibe (c) ausgebildete Drehachse^ des Klappsitzes gehindert werden.
2. Vorrichtung nach -Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die zangenförmig gestalteten Schenkel (dx d2) an einer den eigentlichen Sitz (b) sperrenden Klappe (bx) angreifen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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