DE99500C - - Google Patents

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DE99500C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F11/00Preparation of French polish

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Seit vielen Jahren hat man sich besonders in der Pianofortefabrikation vergeblich bemüht, den häfslichen Oelausschlag an polirten Gegenständen zu vermeiden. Dafs man dabei bis jetzt zu keinem Erfolg gelangte, erklärt sich dadurch, dafs man der irrigen Ansicht war, das beim Poliren verwendete OeI verursache den Ausschlag.
Es hat sich nun herausgestellt, dafs dieser von dem im Schellack in gröfserer Menge enthaltenen Pflanzenwachs herrührt. Dieses Pflanzenwachs geht beim Poliren mit dem OeI eine innige Verbindung ein und bildet dann eine weiche schmierige Masse, welche verhindert, dafs die Politur wirklich hart wird; sie ist infolge dessen sehr empfindlich gegen Temperaturwechsel, sowie gegen Stofs und Reibung. Diese weiche schmierige Masse tritt nach längerer oder kürzerer Zeit als sogen. Oelausschlag hervor.
Das Uebel läfst sich also nur dadurch völlig beseitigen, dafs man dem zum Poliren dienenden Schellack das darin enthaltene Pflanzenwachs vollständig entzieht.
Dies geschieht nach vorliegendem Verfahren dadurch, dafs eine starke weingeistige Schellacklösung mit frischem Stock- oder Körnerlack geschüttelt oder über diesen Lack filtrirt wird. Hierbei wird dem frischen Lack das darin enthaltene leicht lösliche Harz nebst geringen Mengen" von Farbstoffen entzogen, während gleichzeitig das schwerer lösliche Pflanzenwachs aus der Lösung ausgeschieden wird. Durch ein- oder mehrmaliges Behandeln der concentrirten Schellacklösung mit frischem Körnerlack wird somit eine wachsfreie,' klare, alkoholische Lösung der Schellackharze erzielt, was durch einfaches gemeinsames Auflösen von Schellack und Körnerlack in einer zur vollständigen Lösung ausreichenden Menge Alkohol (vergl. Andes, Die technischen Vollendungsarbeiten der Holzindustrie, 2. Auflage, 1888, Seite 168) nicht erreichbar ist.
Eine solche, vom Pflanzenwachs befreite Schellackharzlösung ist bisher als Möbelpolitur nicht benutzt worden, ist auch hierzu nicht geeignet, da sie zu »kurz« ist, sich also nicht geschmeidig, leicht und gleichmäfsig in das Holz einreiben läfst. Zur Beseitigung dieser Schwierigkeit wird der vom Pflanzenwachs befreiten Schellackharzlösung ein Mittel zugesetzt, welches das Pflanzenwachs in Bezug auf Geschmeidigkeit und Polirfähigkeit völlig ' ersetzt, jedoch nicht dessen ungünstige Nebenwirkungen aufweist.
Ein derartiges Mittel wurde in den ätherischen Oelen, besonders dem Rosmarinöl gefunden.
Die Herstellung der neuen Politur gestaltet sich beispielsweise wie folgt:
20 kg Schellack und 4 kg Benzoegummi werden in möglichst wenig Spiritus (95 bis 96 pCt.) unter Zusatz von 1 kg Rosmarinöl gelöst. Die erhaltene concentrirte Lösung wird nun wiederholt über frischen Stocklack filtrirt, bis das in der Lösung enthaltene Pflanzenwachs
vollständig entzogen und die Lösung ganz klar geworden ist.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung einer von Pflanzenwachs vollkommen befreiten alkoholischen Schellacklösung, darin bestehend, dafs eine weingeistige Schellacklösung wiederholt mit frischem Stock- oder Körnerlack geschüttelt öder über denselben filtrirt wird.
    Verfahren zur Herstellung einer Politurflüssigkeit durch Versetzen der nach Anspruch ι erhaltenen entsprechend verdünnten Schellacklösung mit ätherischen Oelen, wie RosmarinöL
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