DE703152C - Verfahren zur Herstellung von Emulsionen pigmentierter Nitrocelluloselacke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Emulsionen pigmentierter Nitrocelluloselacke

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DE703152C
DE703152C DE1937W0100510 DEW0100510D DE703152C DE 703152 C DE703152 C DE 703152C DE 1937W0100510 DE1937W0100510 DE 1937W0100510 DE W0100510 D DEW0100510 D DE W0100510D DE 703152 C DE703152 C DE 703152C
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DE
Germany
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emulsions
pigmented
production
parts
pigment
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Expired
Application number
DE1937W0100510
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English (en)
Inventor
Dr Otto Koscielski
Dr Alfred Kraus
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WESTF ANHALTISCHE SPRENGSTOFF
Original Assignee
WESTF ANHALTISCHE SPRENGSTOFF
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D101/00Coating compositions based on cellulose, modified cellulose, or cellulose derivatives
    • C09D101/08Cellulose derivatives
    • C09D101/16Esters of inorganic acids
    • C09D101/18Cellulose nitrate

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Emulsionen pigmentierter Nitrocelluloselacke Die Herstellung von Emulsionen aus pigmenthaltigen Nitrocelluloselacken bietet Schwierigkeiten, die sich von vornherein nicht voraussehen lassen,. In vielen Fällen gelingt es nämlich nicht, die gewünschte Emulsion auf dem gewöhnlichen Weg zu erhalten, beispielsweise durch intensives Schütteln oder Rühren des pigmentierten Lackes mit Wasser unter Zusatz eines Emulgiermittels. Man erhält hierbei statt der erstrebten Emulsion oft nur zwei miteinander nicht mischbare Phasen, bestehend aus einer wasserhaltigen Lackpaste einerseits und aus der Hauptmenge des vom Lack nicht aufgenommenen Wassers andererseits. Auch werden statt homogener Emulsionen oft nur uneinheitliche, grießlige, das Wasser abstoßende Massen erhalten.
  • Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß die Herstellung von Emulsionen pigmentierter Nitrocelluloselacke auf folgendem Wege sicher und mühelos gelingt: Man gibt den pigmentierten Nitrocelluloselack mit einem bereits emulgierten, nichtpigmentierten Nitrocelluloselack zusammen und erreicht durch einfaches Schütteln eine homogene Mischung, den emulgierten, pigmenthaltigen Nitrocelluloselack. Hierbei können der pigmenthaltige Nitrocelluloselack und der emulgierte, pigmentfreie Nit:rocellttloselack, abgesehen vom Pigmentanteil, dieselbe öder auch eine unter sich völlig verschiedene Zusammensetzung aufweisen. Beide Nitrocelluloselacke können ferner die üblichen Weichmacher und Harze sowie gegebenenfalls andere Zusätze, wie z. B. Mattierungsmittel, enthalten. Die fertige Emulsion des pigmentierten Lackes, die sowohl vom Typus öl-in-Wasser als auch vom Typus Wasser-in-Öl sein kann, kann in der üblichen Weise noch homogenisiert werden. Ein technischer Fortschritt der Erfindung besteht darin, daß der Verbraucher von Emulsionen pigmentierter Nitrocelluloselacke bisher gezwungen war, jeden einzelnen von ihm verwendeten Farbton in Form eines besonderen emulgierten Lackes vorrätig zu halten.", Nun ist aber die Haltbarkeit auch der besten Etnulsionen eines pigmentierten Nitrocelltiloselackesnur beschränkt. Sie ist jedenfalls geringer als diejenige einer Emulsion .eines nichtpigmentierten Lackes. Die ErFindtnig ermöglicht es dem Lackverbraucher. mit nur einer einzigen und dazu sehr stabilen Emulsion auszukommen und bei Bedarf von Fall zu Fall durch Zugabe eines pigmentierten, nichtemulgierten Lackes die jeweils gewünschte Emulsion auf einfache und schnelle Weise herzustellen. Sowohl für den Lackhersteller als auch für den Lackverbraucher bedeutet dies eine Vereinfachung der Fabrikation und der Lagerhaltung.
  • Es ist zwar schon vorgeschlagen worden. pigmentierte Emulsionen von Nitrocelluloselacken durch einfaches Mischen und Einulgieren der Bestandteile herzustellen (vgl. z. B. die britischen Patentschriften 328 657 und ,;28 934.). Auch hierbei wurde aber schon die Beobachtung gemacht, daß nach diesem Verfahren hergestellte Emulsionen nicht stabil sind und in kurzer Zeit zum Entmischen neigen. Infolgedessen soll die Emulsion sofort nach dem Zugeben des Wassers in einer Kolloidmühle o. dgl. weiterbehahdelt werden.
  • Demgegenüber liegt ein weiterer Vorteil der Erfindung darin, daß es mit Sicherheit gelingt, gute Emulsionen zu erhalten, die zwar ebenfalls in einer Kolloidmühle nachbearbeitet werden können, wenn man eine noch feinere Verteilung wünscht, die aber ein,- derartige Nachbehandlung nicht notwendigerweise voraussetzen. Beispiel 1
    Man emulgiert ioo Gewichtsteile des fol-
    genden pigmentfreien Nitrocelluloselackes:
    Kollodiumwolle, niedrig-
    viscos .............. 25 Gewichtsteile.
    Dlbutylpllthalat . . . . . . . . 12 -
    Danunarharz, entwachst . to -
    13tityläcetat ........... 25
    "1'oluol ............... 15
    Butanol .............. 13 -
    too Gewichtsteile
    mit 35 Gewichtsteilen Wasser unter Zusatz von 1,5 Gewichtsteilen Türkischrotöl durch intensives Schütteln. Zur so erhaltenen Emulsion gibt man 136.5 Teile pigmenthaltigen Nitrocelluloselack von folgender Zusammensetzung: Kollodiumwolle, niedrig-
    viscos .............. 9 Gewichtsteile.
    3 Dibutylphthalat . .. . . . . . q. -
    Danunarharz. entwachst . io -
    Butylacetat . . . . . . . . . . . 15 -
    Essigester ............ 7 -
    Toluol ............... 37 -
    Butanol .............. 9 -
    Eisenoxydrot .......... 9 -
    i oo Gewichtsteile
    und bewirkt durch kräftiges Schütteln die Vereinigung. Die so erhaltene Emulsion läßt sich mit Wasser verdünnen und ergibt z. B. auf Holz einen gut deckenden, glänzenden Lacküberzug.
  • Beispiel 2 Man emulgiert 1 oo Teile eines pigmentfreien Nitrocelluloselackes nachstehender Zusammensetzung:
    Kollodiumwolle, mittelviscos . 15o;o.
    Dibutylphthalat . . . . . . . . . . . 5 0'0
    Rizinusöl, geblasen ........ io%
    Cyclohexanolacetat . . . . . . . . 50/0
    Butylacetat ............... 20010
    Toluol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 300,/o
    Butanol . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 0/0
    1000/0
    in 4o Teilen Wasser, das 1,5 Teile Türkischrotöl enthält. Zu der so erhaltenen Emulsion gibt man 5o bis 3oo Teile eines pigmentierten Lackes nachstehender Zusammensetzung:
    Kollodiumwolle, niedrigviscos . . t t, 5 %
    Trikresylphosphat ............ 11,5%
    Harnstoff-Formaldehyd-Harz . . . t 1,5%
    Butylacetat . . . . . . . . . . . . . . . . . 20,50/0
    Alkohol ... . . . . . . . . . . . . . . . . . 18,o%
    Toluol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20,00/0
    Chromgrün . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70/0
    1000/0
    und erhält durch kräftiges Schütteln eine Emulsion eines pigmentierten Lackes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Emulsionen pigmentierterNitrocelluloselac'ke, dadurch gekennzeichnet, daß man den pigmenthaltigen Lack mit einem bereits emulgierten, pigmentfreien Lack durch einfaches Schütteln, Rühren o. dgl. vereinigt und gegebenenfalls nach Fertigstellung homogenisiert.
DE1937W0100510 1937-02-18 1937-02-18 Verfahren zur Herstellung von Emulsionen pigmentierter Nitrocelluloselacke Expired DE703152C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900482C (de) * 1943-04-13 1953-12-28 Roehm & Haas G M B H Verfahren zur Herstellung von stabilen, beliebig mit Wasser verduennbaren Lackemulsionen vom OE/W-Typ

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900482C (de) * 1943-04-13 1953-12-28 Roehm & Haas G M B H Verfahren zur Herstellung von stabilen, beliebig mit Wasser verduennbaren Lackemulsionen vom OE/W-Typ

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