DE708684C - Nitrocelluloselackemulsionen - Google Patents

Nitrocelluloselackemulsionen

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Publication number
DE708684C
DE708684C DEW101415D DEW0101415D DE708684C DE 708684 C DE708684 C DE 708684C DE W101415 D DEW101415 D DE W101415D DE W0101415 D DEW0101415 D DE W0101415D DE 708684 C DE708684 C DE 708684C
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DE
Germany
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emulsions
parts
weight
nitrocellulose
nitrocellulose lacquer
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Expired
Application number
DEW101415D
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English (en)
Inventor
Dr Alfred Kraus
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WESTF ANHALTISCHE SPRENGSTOFF
Original Assignee
WESTF ANHALTISCHE SPRENGSTOFF
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D101/00Coating compositions based on cellulose, modified cellulose, or cellulose derivatives
    • C09D101/08Cellulose derivatives
    • C09D101/16Esters of inorganic acids
    • C09D101/18Cellulose nitrate

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Nitrocelluloselackemulsionen Die bisher bekannten Nitrocelluloselackemulsionen bestehen alle aus Lack als einer Phase und Wasser- als der anderen Phase. Das Wässer stellt bei ihnen einen Hauptbestandteil dar, der zur Bildung der Emulsion unbedingt notwendig ist.
  • Die Erfindung betrifft Emulsionen von N itrocelluloselacken, die kein Wasser enthalten. Zur Herstellung derartiger :Emulsionen sind eine Lösung von Nitrocellulose und eine Flüssigkeit notwendig, die mit den zum Aufbau der Nitrocelluloselösung verwendeten Lösungsmitteln nicht mischbar ist. Die Flüssigkeit kann .ein flüchtiges oder ein filmbilden es Lösungsmittel, wie z. B. ein flüchtiger Weichmacher sein.
  • Zur Stabilisierung der fertigen Emulsion können weiterhin noch gewisse als Emulgierungsmittel wirksame Stoffe zugesetzt werden. Diese müssen wenigstens in einer der beiden Phasen löslich sein. Auch können solche Emulsionen durch Homogenisieren mit den bekannten Hömogenisiermaschinen in feinste Verteilung gebracht werden.
  • Emulsionen gemäß der Erfindung bringen gegenüber homogenen Lacken anstrichtechnisch erhebliche Vorteile mit sich. Bei homogenen Anstrichmitteln ist die Menge der zuzusetzenden filmbildenden Bestandteile abhängig von der VIscosität dieser Bestandteile. Man kann z. B. in Nitrocelluloselacke nicht mehr als gewisse Mengen von Collodiumwolle einverleiben. Überschreitet man diese Grenze, so wird die Lösung so dickflüssig, daß sie sich nur schlecht oder gar nicht auftragen läßt. Demgegenüber können Emulsionen bedeutend mehr Filmbildner enthalten, da bei einer genügend feinen Verteilung die Viscosität der Emulsion nicht abhängig ist von der Viscosität der dispergierten Phase, sondern nur abhängig von der Viscosität der dispergierenden Phase.
  • Gegenüber Emulsionen mit einer wäßrigen Phase weisen Emulsionen gemäß der Erfin dung verschiedene Vorteile auf. Der Wassergehalt in wäßrigen Emulsionen ist in vielen Fällen unerwünscht, da er Anlaß zu Störungen beim Auftrocknen geben kann und oft auf den Untergrund schädlich, z. B. quellend reinwirkt. Von solchen Nachteilen sind die nach der Erfindung hergestellten wasserfreien Emulsionen frei. Die in ihnen. verwendeten Lösungsmittel sind alle flüchtig und können als normale Lackbestandteile angesehen werden. Beispiel i Man stellt sich durch Auflösen der Bestandteile einen Lack folgender Zusammensetzung her:
    Alkohollösliche Collodium-
    wolle (niedrigviscos) ... 2o Gewichtsteile
    Äthylalkohol............ 65 -
    n-Butanol ............. =5 -
    1oo Gewichtsteile
    Dann vermischt man-ioo Teile dieses Lackes mit 3o Gewichtsteilen eines Öles, das durch Blasen eines Gemisches von i Teil Leinöl mit q. Teilen Leinölstandöl erhalten wird. Durch inniges Schütteln erzielt man eine äußerst stabile, sich nicht entmischendeEmulsion. Diese ergibt einen klar auftrocknenden Überzug, der sich z. B. als Anstrichmittel für Holz verwenden läßt.
  • Beispiel 2 Man vermahlt beispielsweise in einer Kugelmühle eine Lösung von
    Alkohollösliche Collodium-
    Wolle (niedrigviscos) ... 2o Gewichtsteile
    Alkohol ................ 65 _
    Butanol................. 15 -
    Zoo Gewichtsteile
    mit
    Eisenoxydrot ........... 1o Gewichtsteile
    und vermischt den erhaltenem Farblack durch Schütteln mit 114 bis 1/5 seines Gewichtes an Leinölstandöl. Die so erhaltene Emulsion stellt eine Deckfarbe für Narben- oder Spaltleder dar. -Auf diese Weise ist es möglich, Nitrocelluloselacke und Anstrichmittel aufzubauen, die z. B. Leinölprodukte in größerer Menge enthalten, ohne wie bei entsprechenden nichtemulgierten Nitrocelluldsekombinationslacken das Lösungsmittelgemisch den besonderen Löslichkeits- und Verträglichkeitseigenschaften dieser Leinölprodukte besonders anpassen zu müssen.
  • Beispiel 3
    Eine Lösung von
    Collodiumwolle, hochviscos
    (1x,7 bis 12,31/0 N) ..... 15 Gewichtsteile
    Methanol ................ 85 -
    Zoo Gewichtsteile
    wird mit einer Mischung von
    geblasenem, methanolunlös-
    lichem Rizinusöl. .. .. . .. 1o Gewichtsteile ,
    Türkischrotöl (als Stabilisa-
    tor) . .... .. . . . . . . . . ... 0,5 -
    durch kräftiges Schütteln vereinigt. Die entstandene Emulsion ergibt beispielsweise auf Papier einen klar auftrocknenden biegsamen Überzug.
  • Beispiel q. Eine Lösung, bestehend aus Collodiumwolle, hochviscos
    (11,5 bis 12,3"/() N) ..... 15 Gewichtsteile
    Methylglykol............. 85 _
    Zoo Gewichtsteile
    wird durch Schütteln emulgiert mit einer Lö-
    sung von
    Amylstearat ............. 15 Gewichtsteile
    Diglykollaurat (als Stabilisa-
    tor)................... 1 -
    Man erhält eine trübe Emulsion, die, beispielsweise auf Leder aufgetragen, sich als biegsamer Schutzlack verwenden läßt.
  • Beispiel 5 Eine Lösung von.
    Collodiumwolle, hochviscos
    (11,5 bis 12,3°/o 1T) ..... 2o Gewichtsteile
    Methylglykol............. 8o -
    1oo Gewichtsteile
    wird mit einer Mischung von
    Benzin (7o bis 12o°) ...... 5o Gewichtsteile
    Amylstearat.............. 15 -
    kräftig geschüttelt und dadurch emulgiert. Die so erhaltene Emulsion kann beispielsweise als Überzug für Papier Verwendung finden. -Es mag zwar bei erfindungsgemäßen Emulsionen möglich sein, daß sie bei längerem Stehen aufrahmen, wenn die Unterschiede in dem spezifischen Gewicht der beiden Phasen groß sind. Diese in der Emulsionstechnik bekannte Erscheinung ist aber für den Verbraucher belanglos, wenn hierbei nicht gleichzeitig eine Vereinigung der einzelnen feinsten Tröpfchen zu größeren Komplexen stattfindet. Aufgerahmte Emulsionen lassen sich ohne jede Schwierigkeit durch Schütteln oder Rühren in den früheren Zustand überführen.

Claims (1)

  1. PATCNTANSPRÜCHC: i. Nitrocelluloselackemulsionen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer " Lösung von Nitrocellulose in organischen Lösungsmitteln, die gegebenenfalls Zusäfze von Pigmenten, Füllstoffen, Harzen, Weichmachern u. dgl. enthält, als der einen Phase und aus einer mit diesen Lösungsrüitteln nicht mischbaren, nicht wäßrigen Flüssigkeit als der anderen Phase bestehen. z. Nitrocelluloselackemulsionen gemäß Anspruch i,- dadurch gekennzeichnet, daß sie durch zugesetzte Emulgierungsmittel und bzw. oder durch nachträgliches mechanisches Homogenisieren stäbilisiert sind.
DEW101415D 1937-06-30 1937-06-30 Nitrocelluloselackemulsionen Expired DE708684C (de)

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