DE99447C - - Google Patents

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DE99447C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B11/00Machines or devices designed for grinding spherical surfaces or parts of spherical surfaces on work; Accessories therefor
    • B24B11/02Machines or devices designed for grinding spherical surfaces or parts of spherical surfaces on work; Accessories therefor for grinding balls
    • B24B11/04Machines or devices designed for grinding spherical surfaces or parts of spherical surfaces on work; Accessories therefor for grinding balls involving grinding wheels
    • B24B11/06Machines or devices designed for grinding spherical surfaces or parts of spherical surfaces on work; Accessories therefor for grinding balls involving grinding wheels acting by the front faces, e.g. of plane, grooved or bevelled shape

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bisher wurde bei Weiterbearbeitung der roh vorgebildeten Kugeln danach gestrebt, dieselben in kreisförmigen Nuthen festzuhalten und unter Beschreibung stets derselben Kreislinie entweder auf einer ebenen Schleifscheibe abzuarbeiten oder diese Bearbeitung durch die Wände der Führungsnuthen zu bewirken, sei es, dafs dieselben mit feinen Zähnen (Feilenhieb) versehen waren, oder dafs die Kugeln zwischen den glatten Wänden der Nuth, z. B. in OeI und Schmirgel abgeschliffen wurden. Die Regel war, dafs die selbst genutheten oder diejenigen Scheiben, welche die genutheten Führungsplatten einschlossen, einander entgegengesetzt sich bewegten, und es mufsten die Nuthen der Kugelgröfse entsprechen.
Bei anderen Maschinen sind kegelförmige Schleif- oder Mahlscheiben benutzt worden (s. beispielsweise die amerikanische Patentschrift Nr. 214659).
Bei der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Construction werden ebenfalls konische Schleifscheiben ohne Rinnen benutzt, und ist hierbei die untere Schleifscheibe infolge ihrer eigenthümlichen Lagerung nach allen Seiten hin frei beweglich, jedoch nicht drehbar angeordnet, während die obere Schleifscheibe sich um ihre Achse dreht und aufserdem gehoben und gesenkt werden kann. Die Kugeln werden bei dieser Construction nicht continuirlich abgeführt, sondern bleiben eine bestimmte Zeit zwischen den Schleifscheiben, worauf dieselben, nachdem sie die genaue Kugelform erreicht haben, herausgenommen und durch neu zu bearbeitende Kugeln ersetzt werden.
Bei der vorliegenden, den Gegenstand der Erfindung bildenden Kugelbearbeitungsmaschine, welche auf der beiliegenden Zeichnung in Seitenansicht, theilweise im Schnitt dargestellt ist, trägt der Ständer A den beweglichen Napf C, welcher mittelst des unten halbkugelförmigen gehärteten und geschliffenen Stahlfufses D in dem entsprechend ausgehöhlten Stahlsockel B spielt und in seiner Rundbewegung durch die Knaggen EE1 des Napfes sowie FF1 der Ständerplatte begrenzt ist.
In die Höhlung des Napfes C senkt sich der Stempel J bis zur event, völligen gegenseitigen Anlage der beiderseitig im Winkel von 450 abgeschrägten Flächen, so dafs grofse und kleine Kugeln mit derselben Maschine bearbeitet werden können. Bei angehobenem Stempel werden die zu bearbeitenden Kugeln in den entstandenen Zwischenraum geschüttet und eine nach Gröfse der Kugeln verschieden starke Bodenplatte H oder ein Ring verhindert, dafs dieselben zwischen die horizontalen Bodenflächen von Napf C und Stempel J gerathen. Dabei bleibt jedoch zwischen J und H unter allen Umständen Luft, so dafs eine. Reibung zwischen diesen Theilen ausgeschlossen ist.
Die Theile C und J können aus gehärtetem Stahl mit feilenartig gehauenen schrägen Flächen, aus Gufseisen oder ganz aus gebundenem Schmirgel bestehen, je nachdem die Kugeln bearbeitet werden sollen. Der Stempel J ist an der Arbeitsspindel K be-
festigt. Dieselbe hängt vertical verschiebbar in der Spindelbüchse L, ist zur Erzielung des nöthigen Arbeitsdruckes mit den event." auswechselbaren Gewichten MM1 M2 belastet und kann durch den Hebel N gehoben werden, dessen Griff auf Punkt O des Ständers A gestützt wird. Der Antrieb der Spindel K erfolgt mittelst der Riemscheibe P, welche auf der Spindelbüchse L befestigt ist. Bei Q, wo die Riemscheibe auf dem Gestell A aufliegt, kann zur Verminderung der Reibung event, ein Kugellager eingeschaltet werden. Damit die Kugeln bei der Bearbeitung nie zu klein werden, wird die Senkung der Spindel durch eine Mutter R begrenzt, deren Umfang in z. B. ioo Theile getheilt ist, so dafs die beabsichtigte Verringerung des Durchmessers der zu bearbeitenden Kugeln durch Verstellung der Mutter R gegen den Zeiger S (nachdem der Stempel auf die unbearbeiteten Kugeln völlig heruntergelassen worden) auf Y100 mm genau bestimmt werden kann. Die Stellmutter R kommt in ihrer tiefsten Stellung auf der vorstehenden oberen Kante der rotirenden Spindelbüchse L zur Auflage.
Die in die Maschine geschütteten Kugeln vertheilen sich rasch gleichmäfsig um den rotirenden Stempel/, müssen nicht, wie früher, auf umständliche Weise in die Nuthen gelegt werden und haben nach zwei Seiten freies Spiel zwischen den breiten arbeitenden Flächen von C und J, so dafs nicht nur eine einzelne Reihe von Kugeln, sondern mehrere Reihen zugleich bearbeitet, geschliffen u. s. w. werden. Die Erreichung der möglichst genauen Kugelform ergiebt sich bei vorliegender Maschine durch folgende, die mannigfaltigsten Bewegungen der Kugeln hervorrufenden: Umstände, welche bei dem bisherigen Verfahren nicht in dieser vollkommenen Weise bezw. überhaupt nicht und nicht alle zugleich in Wirksamkeit treten:
1. die horizontal wirkende Drehung des Stempels,
2. die vertical wirkende Belastung der Spindel,
3. die, eine mahlende Drehung der Kugel veranlassende verschiedene Länge des Weges, welchen die Kugel zwischen den bearbeitenden Flächen von ungleichem. Umfange erhält,
4. die Centrifugalkraft, welche die Kugeln in dem schrägen Spalte nach aufsen treibt, bis sie den über den Stempel / geschobenen Ring T berühren,
5. die besonders beim Schleifen höchst wichtige Reibung der Kugeln unter einander,
6. die Vervielfachung der Mannigfaltigkeit dieser Einwirkungen dadurch, dafs durch zwei Nasen U und V, welche auf einer event, für mehrere Maschinen gemeinsam angetriebenen Welle W und dem Hebelarm N sitzen, die Arbeitsspindel und mit ihr der Stempel J von Zeit zu Zeit gehoben wird, so dafs die emporgestiegenen Kugeln immer wieder herunterfallen, um ihren Kreislauf bei nach oben stetig steigender Geschwindigkeit aufs Neue zu beginnen.
Schliefslich sei noch betont, dafs die durch Abnutzung u. s. w. entstehenden Ungleichheiten der arbeitenden schrägen Flächen durch die stete Anschmiegung des in seinem Halbkugellager frei spielenden Napfes möglichst ausgeglichen werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Kugelbearbeitungsmaschine, bei welcher die Kugeln zwischen zwei konischen Schleifflächen bearbeitet werden und dabei einen von dem Wege der beiden Schleifflächen verschiedenen Weg durchlaufen^ gekennzeichnet durch die Anordnung eines auf einem halbkugeligen Stahlzapfen (DJ ruhenden, nach allen Seiten hin spielenden, jedoch nicht drehbaren Napfes (CJ in Verbindung mit einem vertical auf- und abschiebbaren Werkzeug (JJ, welche beiden Theile die zu bearbeitenden Kugeln zwischen sich aufnehmen und mit Feilenhieb versehen Oder auf andere Weise angriffsfähig gemachte Bearbeitungsflächen besitzen.
2. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Bodenplatte (HJ im Napf (C), um zu verhindern, dafs die Kugeln zwischen die horizontalen Flächen des Napfes (CJ und Stempels (JJ gelangen. :
3. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Nasenscheibe (VJ auf der Welle (WJ, um unter Vermittelung . eines Gabelhebels (UJ den Stempel (J) von Zeit zu Zeit zu heben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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