DE99403C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21G—MAKING NEEDLES, PINS OR NAILS OF METAL
- B21G3/00—Making pins, nails, or the like
- B21G3/18—Making pins, nails, or the like by operations not restricted to one of the groups B21G3/12 - B21G3/16
- B21G3/26—Making pins, nails, or the like by operations not restricted to one of the groups B21G3/12 - B21G3/16 by cutting from strip or sheet material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch die neue Vorrichtung soll die Herstellung von Hufnägeln mit nur geringem Abfall
erreicht werden. Die erhaltenen Nagelwerkstücke sind gratlos und vollkommen.
Fig. ι zeigt den Werkzeughalter (Messerkopf) in Vorderansicht mit den eingespannten
beiden Stanzmessern und der Patrize (Druckstempel), Fig. 2 die Matrize mit darauf befindlichem
Metallstreifen von vorn gesehen, Fig. 3 den Messerkopf mit den Messern in Seitenansicht.
Fig. 4 zeigt die Matrize von der Seite gesehen, mit dem Profileisenband im Schnitt, Fig. 5 die Unteransicht des Messerkopfes,
Fig. 6 das kurze Stanzmesser in zwei Ansichten, Fig. 7 das längere Stanzmesser im
Auf- und Grundrifs, zugleich dessen Wirkungsweise erläuternd, Fig. 8 den Druckstempel von
der Seite und von vorn, zugleich dessen Arbeitsweise an der verdickten Nagelspitze.
Fig. 9 erläutert eingehender die Bedeutung des konisch verdickten Endes des längeren
Messers und die Wirkungsweise der Hohlkehle im Messer zur Aufnahme der niedergequetschten
Nagelspitze bei Beginn des Stanzens.
Fig. 10 und ioa sind Oberansicht und
Schnitt des Profilbandeisens und zeigen die Art und Weise, wie die Nagelwerkstücke aus
dem Eisenstreifen erhalten werden.
Fig. 11 und 1 ia sind zwei Ansichten eines
kürzeren Nagelwerkstückes, Fig. 12 und 12a zwei Ansichten eines längeren Nagelwerkstückes,
Fig. 13 und 13a zwei Ansichten des Abfallstückes, das beim Herausstanzen der
Nägel entsteht.
Fig. 14 zeigt den kleinen Abfall, der bei der weiteren Verarbeitung des kurzen Nagelwerkstückes
(Fig. 11 und iia) zum fertigen
Hufnagel (Fig. 17 und 17a) entsteht. (Die
Herstellung des fertigen Hufnagels ist nicht in den Gegenstand der Erfindung einbegriffen;
Fig. 14 und 15 sollen nur zeigen, wie, bei der
weiteren Verarbeitung der mit der neuen Vorrichtung hergestellten Nagelwerkstücke nur ein
sehr geringer Materialabgang stattfindet.) Fig. 1 5 zeigt den Abfall, der bei Fertigstellung des
Nagelwerkstückes (Fig. 12 und 12a) zum fertigen Hufnagel (Fig. 16 und 16 a) erhalten
wird.
Fig. 16 zeigt den aus dem Nagelwerkstück
nach Fig. 11 und 11 a erzeugten fertigen Hufnagel,
Fig. 17 den aus dem Werkstück nach Fig. 12 und 12 a erhaltenen fertigen Hufnagel.
Der Arbeitsgang ist folgender: Der Stanzenhalter (Messerkopf) (Fig. ι, 3 und 5) wird
durch den Mechanismus einer Stanze auf- und abbewegt, so dafs die Messer das Eisen durchschneiden
und am Hubende auch der Druckstempel noch zur Wirkung kommt. Nachdem der Messerkopf wieder nach oben gegangen
ist, so dafs das Eisen frei liegt, wird durch eine Schaltvorrichtung das Profileisen um den
nöthigen Betrag auf der Matrize (Fig. 2 und 4) vorgeschoben, worauf die Messer wieder nach
unten gehen. Die beiden Stanzmesser, der Druckstempel und die Matrize sind einzeln in
Fig. 2, 4, 6, 7 und 8 dargestellt; wie aus Fig. 5 leicht ersichtlich, sind die Messer L und L',
sowie die Patrize Zl'' zwischen den mit entsprechenden Ausschnitten versehenen Blöcken
qq'q" mit der Druckschraube m zusammengespannt,
r ist eine kleinere Klemmschraube, welche insbesondere die Patrize L" festhält.
Die Matrize M hat den beiden Stanzmessern entsprechende Oeffhungen und oben eine
breite, dem Profil entsprechende Rinne, worin das Eisen vorwärts geschoben wird. Das
kürzere Messer L schneidet den kürzeren Nagel α (Fig. 11 und iia) englischer Form heraus,
der, wie aus Fig. 10 zu ersehen ist, nur von der diesseitigen Randverstärkung bis zum
Beginn der rückseitigen Randanschwellung reicht. Das über die ganze Breite des Profileisenbandes
reichende längere Stanzmesser JJ erzeugt den längeren Nagel (Fig. 12 und 12 a),
dessen Länge gleich der Breite des Eisenbandes ist; aufser der Verdickung η am Kopf
müfste derselbe noch eine weitere Verdickung am Stammende zeigen, da dieser Theil aus
der diesseitigen Randverstärkung des Eisens geschnitten ist (in Fig. 12a punktirt angedeutet).
Die verdickte Nagelspitze ist aber bei dem vorgehenden Niedergang'der Messer durch den
Druckstempel L" etwas niedergequetscht und abgeplattet worden, so dafs die Nagelklinge
auch an ihrem Ende ungefähr dieselbe Dicke wie in der Mitte hat; dagegen ist nun das
Ende etwas breiter und auch länger geworden und sieht ungefähr aus, wie Fig. 12 und 12a
zeigen.
Die Art und Weise, wie das Eisen zerschnitten wird, ist deutlich aus Fig. 10 zu ersehen,
welche das Eisen, nachdem die Messer es durchschnitten, darstellt. Denkt man sich
die Messer nun weggelassen, so sieht man in der Matrize unten die herausgeschnittenen
Nagelwerkstücke α und β (schraffirt angedeutet; das entstehende Abfallstück γ ist schwarz ausgezogen,
in Fig. 13 und 13a noch einzeln dargestellt). Der Zunge ß', welche beim
nächsten Spiel der Messer als Stamm des Nagelwerkstückes β herausgestanzt wird, drückt
die Patrize L" die verdickte Spitze nieder und flacht sie so ab. Es werden also bei jedem
Niedergang des Messerkopfes gleichzeitig die zwei Nagelwerkstücke α und β erzeugt, wodurch
auch der Abfall γ frei wird; zugleich wird die Spitze des bei dem. nächstfolgenden
Niedergang der Messer zu schneidenden längeren Nagels abgeplattet. Dies ist wichtig, denn ohne,
diese Abplattung wäre das Auswalzen des Nagelstückes β . bei dessen weiterer Verarbeitung
sehr schwierig, ja schon beim Ausstanzen von β ergäben sich schwere Uebelstände, da
sich das hohe, aber sehr dünne Ende der Nagelklinge unter dem Druck der Stanze leicht
umlegt, wobei dann Stanze und Matrize zerstört würden.
Dies war mit ein Grund, warum man bisher vorzog, das Material der verdickten. Spitze
zu opfern, d.. h. einen bedeutend stärkeren Abfall in den Kauf zu nehmen, und eben
auch den zweiten Nagel blos bis zur diesseitigen Randanschwellung reichen liefs. Die
Patrize L" hat unten eine längliche Nuth u' (Fig. 8), um zu verhindern, dafs die Nagelspitze etwa blos umgelegt wird, statt in sich
selbst niedergequetscht und abgeplattet zu werden. In Fig. 8 ist der Beginn und das Ende
dieser Arbeit angedeutet; der Einfacheit halber nähern wir dort die Matrize der Patrize, statt
umgekehrt, wie es in Wirklichkeit geschieht.
Die beiden Stanzmesser L und L' sind unten
abgeschrägt (Fig. 6, 7 und 9), so dafs sie zuerst an der Spitze durchschneiden; dabei würde
aber der Kopf des Nagels α etwas verunstaltet. · Um dies zu verhindern, hat die Stanze L einen
Fortsatz /° (Fig. 6), dessen innere sehr steile Fläche sich beim Schneiden gegen die Kopffläche
des.Nagels α legt und den Kopf vor Verunstaltung schützt. Zu demselben Zweck
hat die Stanze JJ auf der Kopfseite eine nasenartige Verlängerung Z0' (Fig. 7). Auf der anderen
vorderen Seite endigt das Stanzmesser JJ mit einer prismatischen Verstärkung, in die
unten die muldenförmige Hohlkehle u eingearbeit ist (Fig. 7 und 9). Beim Stanzen lagert
sich nun die Spitze des Nagels β in diese Hohlkehle, welche verhindert, dafs die Nagelspitze n' etwa unter dem Drucke der Stanze
seitlich ausweicht, was die Zerstörung der Stanze zur Folge hätte. Fig. 9 und 9a (obere
Ansicht) zeigen den Vorgang bei Beginn des Durchschneidens von JJ. Aus dem Nagelwerkstück
β wird nun der bedeutend längere Hufnagel (Fig. 16 und 16a) erhalten,, dabei
entsteht nur der geringe Abfall nach. Fig. 15. Bei Verwendung von Stanzmessern derselben
Form und entsprechendem Profileisen können auch gleichzeitig zwei Nägel derselben Form
erhalten werden (z. , B. beide in englischer Form, wie das Profileisen in Fig. 3 und 4
andeutet); in jedem Falle erhält man immer gleichzeitig zwei Nagelarten von verschiedener
Länge. Bei gleichzeitigem Ausstanzen von je
zwei Nägeln wird nur ein Abfallstück erhalten.
Aus dem Beschriebenen ergeben sich mit der neuen Vorrichtung hauptsächlich folgende
Vortheile: Es werden gleichzeitig zwei verschiedene Nagelgröfsen (bezw. auch Formen)
erhalten, und es entsteht für je zwei Nägel blos ein Abfallstück. Der Abfall wird gegenüber
anderen Vorrichtungen bedeutend vermindert. Die Nagelwerkstücke erhalten keine Unebenheiten und Grate.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum gleichzeitigen Ausschneiden zweier Hufnägel aus Profileisen mit verdickten Rändern, von denen der eine Nagel nur bis zur Randverstärkung, der andere Nagel durchgehend ausgeschnitten wird, dadurch gekennzeichnet, dafs zwischen den beiden gleichzeitig zwei Nägel (einen kurzen und einen langen) ausschneidenden Stanzmessern (L und U) durch einen Prefsstempel (L") die Spitze für den folgenden längeren Nagel niedergedrückt wird.Hierzu ί Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99403C true DE99403C (de) |
Family
ID=370284
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99403D Active DE99403C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99403C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018006948A1 (de) * | 2018-09-03 | 2020-03-05 | Martin Schmidhofer | Kupplungsvorrichtung, faltschliesse und zuschnittvorrichtung |
-
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- DE DENDAT99403D patent/DE99403C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018006948A1 (de) * | 2018-09-03 | 2020-03-05 | Martin Schmidhofer | Kupplungsvorrichtung, faltschliesse und zuschnittvorrichtung |
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