DE986C - Selbstthätiger Bogen-Einführungsapparat - Google Patents

Selbstthätiger Bogen-Einführungsapparat

Info

Publication number
DE986C
DE986C DE986DA DE986DA DE986C DE 986 C DE986 C DE 986C DE 986D A DE986D A DE 986DA DE 986D A DE986D A DE 986DA DE 986 C DE986 C DE 986C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
rollers
roller
sheet
vessel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE986DA
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
A Haab
Original Assignee
A Haab
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication of DE986C publication Critical patent/DE986C/de
Application filed by A Haab filed Critical A Haab
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H3/00Separating articles from piles
    • B65H3/02Separating articles from piles using friction forces between articles and separator
    • B65H3/06Rollers or like rotary separators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)

Description

1877.
Klasse 15.
A. HAAB in EBNAT (Schweiz). Selbsttätiger Bogeneinführungsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. September 1877 ab.
Dieser Apparat ist dazu bestimmt, bei Liniirmaschinen, Schnellpressen, Satinirmaschineri etc. angewendet zu werden, um die Papierbogen selbstthätig in die Maschine einzuführen, welche Arbeit seither durch Einleger (Mädchen oder Kinder) besorgt werden mufste.
Der Apparat beruht auf folgendem Princip: Die vorher rechtwinklig beschnittenen Papierbogen werden auf einer Tafel von Holz oder Eisen in einem regelmäfsigen Stofse aufgeschichtet. Drei verstellbare Lineale, eins hinten und eins auf jeder Seite, erhalten die Regelmäfsigkeit des Stofes. Die Tafel balancirt wie eine Waage um einen Zapfen in der Mitte. Am hmteren Ende ist sie durch ein verschiebbares Gegengewicht schwerer gemacht, so dafs sie an der vorderen Seite nach oben gedrängt wird. Die Bogen liegen näher an dieser Vorderseite, und ihre Kante schneidet ungefähr mit der vorderen Tafelkante ab. Nahe der vorderen Kante der Bogen befindet sich über ihnen eine in festen Lagern liegende Walze, welche mit Kautschuk überzogen ist. Das Uebergewicht an der hinteren Seite der Tafel bedingt das stete Anliegen des obersten Papierbogens an diese Kautschukwalze. Durch das Gegengewicht ist die Stärke des Druckes genau regulirbar. Wenn die Walze mit der Unterseite sich in der Richtung gegen das Vorderende der Tafel dreht, so wird sie Bogen für Bogen von dem Stofse Papier wegziehen, weil bei Auswahl der passenden Gummisorte die Reibung zwischen diesem und dem Papier gröfser ist, als zwischen den Bogen unter sich.
In Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnung ist A der Tisch oder die Tafel, welche auf den Zapfen α α ruht. Die Lager b der Zapfen stehen auf einer passenden Console, welche mit einer Liniirm aschine, Schnellpresse oder Satinirmaschine B verbunden ist. C ist das in der Nuth c verschiebbare hintere Lineal, D D sind die in der Nuth d verschiebbaren Seitenlineale; alle drei sind durch Flügelmuttern festzustellen, wie es die Gröfse des Papiers erfordert. E ist das in einem Stofse aufgeschichtete Papier. F ist die mit Gummi überzogene Gufswalze. Der Ueberzug bedeckt entweder den ganzen Umfang, oder er liegt in Gestalt von drei oder mehreren Ringen um die Walze. Diese läuft in festen, an. der betreffenden Liniirmaschine oder Schnellpresse befestigten Lagern /. G ist das auf der1 Stange g verstellbare Gegengewicht. Der Antrieb der W'alze F erfolgt von der zugehörigen Maschine aus durch eine Gummischnur, welche über die kleine Stufenrolle H geschlagen ist, die so viel Einkehlungen besitzt, dafs man die Umdrehungsgeschwindigkeit der Walze nach Bedürfnifs bestimmen kann. Die von der Walze kommenden Bogen gelangen sogleich in die Leitschnüre einer Liniirmaschine oder einer Schnellpresse etc.
Damit die Walze ganz sicher nur einen Bogen um den anderen vom Stofse abziehe,. ist am hmteren Lineale C noch folgende Vorrichtung angebracht. / ist. ein am Lineal befestigter aufrecht stehender flacher Metallstab. An diesem läfst sich der gufseiserne, etwas schwere Körper K leicht auf- und abschieben. Der Körper ist aus zwei gleichförmigen Theilen zusammengesetzt, die das schief gestellte, dolchartige Messerchen L zwischen sich fassen. Die Spitze desselben berührt möglichst nahe an der hinteren Papierkante den obersten Bogen, und weil es durch das Gewicht des Körpers K belastet ist, durchdringt die scharfe Spitze den obersten Bogen, und dringt in den zweiten, auch wohl dritten und vierten Bogen ein. Die hintere sehr scharfe Schneide der Spitze dieses Messers hindert aber nicht, dafs der obere Bogen sich leicht ablöse, wenn die Walze sich dreht. Es wird nämlich dadurch an der hinteren Kante in jedem Bogen ein ganz kleines Schnittchen gemacht, fast unbemerklich und um so kleiner, je näher sich die Spitze an der Kante befindet. Die Entfernung läfst sich sehr leicht reguliren.
Damit man beciuem die Bogen auf der Tafel aufschichten kann, ist dieselbe so eingerichtet, dafs man sie zurückziehen kann. Man hebt sie von hinten aus "dem Balancierlager und legt sie in den Einschnitt bl b1. Ein seitlich angebrachter, vorzuschiebender kleiner Riegel verhindert auf weiteres jede Bewegung der Tafel.
Fig. 3 zeigt die Anwendung des Bogeneinlege-Apparates für eine Schnellpresse. Da hierfür das Papier angefeuchtet werden mufs, aber die Gummiwalze nur trockenes Papier sicher abzieht, so hat der Erfinder eine Papierfeuchtvorrichtung damit verbunden. A ist der Tisch, E der Papierstofs, F die Gummiwalze. Diese letztere liefert die Bogen zwischen zwei mit

Claims (1)

  1. J? j;' O &
    Flanell überzogene Walzen M und JV. Die obere wird mittelst eines saugenden Flanellstreifens aus dem Gefäfs R mit Wasser benetzt, die -untere taucht in ein Gefäfs R1, welches mit Wasser bis zu einem gewissen Niveau gefüllt ist, und welches Niveau durch eine beliebige Vorrichtung stets auf gleicher Höhe gehalten v/Ίΐά. In Fig. 4 ist eine solche Vorrichtung angedeutet: Q ist ein luftdicht verschlossenes Gefäfs voll Wasser. Die Röhre q taucht in das Wasser, welches in der kleinen Vertiefung des unteren Gefäfses enthalten ist. Sinkt das Niveau darin, so tritt etwas Luft in das Gefäfs Q und dafür etwas Wasser aus diesem heraus. Auf diese Weise ist der Wasserstand so zu reguliren, dafs die Walze M nur etwas Wasser vom Boden aufnimmt oder etwa von einem Schwamm aufsaugt. Der Erfinder behält sich vor, diese Einrichtung zu ändern, wie es das Bedürfnifs für verschiedene Zwecke erfordert. Nachdem der Bogen die Walzen M und N verlassen hat, gelangt er zwischen die Walzen O und P. Dieselben sind ebenfalls mit Flanell überzogen und haben den Zweck, das überflüssige Wasser von dem Bogen aufzunehmen.
    Der Antrieb der Walzen erfolgt durch eine Riemscheibe oder Stufenscheibe von der Maschine aus. Es ist klar, dafs die Umfangsgeschwindigkeiten der Walzen O und JP, sowie M und N unter sich gleich sein müssen, und eher, etwas kleiner, als gröfser sein dürfen, als die Geschwindigkeit der Walze F. Im ersteren Falle wird der Bogen sich etwas biegen, im letzteren Falle aber leicht reifsen. Es ist ferner nöthig, dafs die Walze F möglichst nahe der Papierkante sitze, da sonst die Bogen um die Entfernung der Papierkante von der Berührungslinie mit der Walze übereinandergelegt, die Walzen passiren. Es ist daher gut, wenn die kleinen Schnurwalzen s s ein klein wenig schneller vorwärts speisen, als die Flanellwalzen. Alsdann wird der übereinandergelegte Thei1 der Bogen von einander entfernt.
    Die Räder 1, 2, 3, 4, ■ 5 und 6 sind in ihrem Durchmesser so gewählt, dafs diese Bedingung erfüllt wird.
    Patent-Anspruch: Der oben beschriebene Bogeneinführungs-Apparat, bestehend aus der Gummiwalze, dem balancirenden Tische mit den Linealen, dem kleinen Messerchen, und, wenn der Apparat bestimmt ist für Schnellpressen, die oben beschriebene Vorrichtung, um das Papier zu feuchten.
    Hierzu I Blatt Zeichminijen.
DE986DA 1877-09-22 1877-09-22 Selbstthätiger Bogen-Einführungsapparat Expired - Lifetime DE986C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE986T 1877-09-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE986C true DE986C (de)

Family

ID=70976402

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE986DA Expired - Lifetime DE986C (de) 1877-09-22 1877-09-22 Selbstthätiger Bogen-Einführungsapparat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE986C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2503423B2 (de) Fadenkabeloeffnungsvorrichtung fuer die zigarettenfilterherstellung
DE986C (de) Selbstthätiger Bogen-Einführungsapparat
DE2404563B2 (de) Vorrichtung zum bremsen der wickelwelle einer wickelvorrichtung
DE2262663A1 (de) Transportvorrichtung fuer stoffteile
DE662769C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Fuehren von Geweben in Schermaschinen, Rauhmaschinen,Kalandern und aehnlichen Gewebebearbeitungsmaschinen
DE282446C (de)
DE493270C (de) Maschine zum Absondern von Blaettern und blattartigen Gegenstaenden von einem Stapelmittels einer Walze
DE684647C (de) Laengenmessvorrichtung fuer Textilstoffbahnen o. dgl.
DE574360C (de) Verfahren zum Falzen von Papierbogen
DE458455C (de) Schaelmaschine fuer Weidenruten u. dgl. Schalenhoelzer
DE494007C (de) Bogenausleger an Liniiermaschinen
DE573125C (de) Vorrichtung zum Pressen und Aufbuegeln
DE154399C (de)
DE110833C (de)
DE714835C (de) Bogenablage fuer Falzmaschinen
DE601135C (de) Vorrichtung zur Entwicklung von Lichtpausen
DE92049C (de)
DE1916714A1 (de) Vorrichtung zum Einfuehren von Bahnen flexiblen Materials
DE497172C (de) Naehmaschine zum Verschliessen von Papiersaecken
DE807089C (de) Vorrichtung zum dehnungsfreien Laengenmessen von Textilstoffbahnen
DE599141C (de) Vorrichtung zum Herstellen des Huelsenstranges an Zigarettenhuelsenmaschinen
DE609621C (de) Vorrichtung zum Zerschneiden von Papier- oder Stoffbahnen und zum Abfuehren der abgeschnittenen Blaetter
DE626376C (de) Vorrichtung zum Messen der Schluepfrigkeit kontinuierlich bewegter Gespinstfaeden
AT33561B (de) Randfalz- und Klebevorrichtung für Papierbogen und -säcke.
DE16543C (de) Selbstregulirender Speise-Apparat für Maschinen, zum Oeffnen, Egreniren und Schlagen von Faserstoffen