DE98570C - - Google Patents
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- DE98570C DE98570C DENDAT98570D DE98570DC DE98570C DE 98570 C DE98570 C DE 98570C DE NDAT98570 D DENDAT98570 D DE NDAT98570D DE 98570D C DE98570D C DE 98570DC DE 98570 C DE98570 C DE 98570C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche elektrische Zähler, bei denen ein Hülfsfeld
vorgesehen ist, welches in Verbindung mit dem Hauptstromkreis eine Armatur zum
Drehen bringt, welche Drehung in bekannter Weise den Stromverbrauch angiebt.
,Der Zweck des Hülfsfeldes besteht bekanntlich darin, den Anker mit solcher Kraft zu
drehen, dafs die Reibungswiderstände des Zählers überwunden werden. Das Hülfsfeld
selbst kann entweder aus einem Magneten oder aus einem Elektromagneten bestehen; es kann
auf den Anker oder in dem Feld des Zählers angeordnet sein. Das Hülfsfeld ist regelbar,
so dafs es auf Ausgleich der Reibungswiderstände genau eingestellt werden kann.
Ein derart eingestellter Zähler ist naturgemäfs sehr empfindlich und, was die Hauptsache ist,
seine Angaben sind dem Stromverbrauch direct proportional.
Es besteht jedoch bei derartigen Zählern die Gefahr, dafs, sofern sie auf ihre maximale
Empfindlichkeit eingestellt sind und die Reibung durch Temperatureinflüsse geringer wird
oder die Spannung der Verbrauchsstellen um ein Geringes gröfser wird, ein Arbeiten des
Zählers eintritt, ohne dafs die von dem Zähler überwachte Verbrauchsstelle Strom verbraucht.
Um dies zu verhindern, wird nun ein Elektromagnet vorgesehen, welcher unter dem
Einflufs des Verbrauchshauptstromes steht und bei offenem Hauptstrqm den Anker festhält,
ihn aber freigiebt, sofern in der Verbrauchsstelle der Strom geschlossen wird, also der
Hauptstrom des Zählers diesen durchkreist.
Das Festhalten des Ankers kann auf verschiedene Weise geschehen. Als einfachste
Construction empfiehlt es sich, den unter- der "-Controle
des Hauptstromes stehenden Elektromagneten eine auf die Drehwelle des Zählers wirkende Bremse beeinflussen zu lassen.
Eine andere Ausführungsform besteht dann,
dafs man die %.ulev,_,dei_.„HU!fsfelde&; kurz.,,,-
schliefst oder auch dafs man den Anker des Zählers 'ausschaltet ocler kurz' schliefst. ■_
Die Fig. Ί beiliegender Zeichnung stellt die einfachste Form der mechanischen Bremsung
dar.
Es sei 0 die drehbare Welle des elektrischen Zählers, auf welcher der Anker A befestigt ist.
Diesem Anker wird unter Vermittelung der Bürsten — S und -f- 5 ein Nebenschlufsstrom
von den Klemmen der Verbrauchsstelle zugeleitet, so dafs der Anker A und somit die
Welle 0 sich dann drehen mufs, wenn die feststehende Spule B vom Hauptstrom durchflossen
wird. Es seien α die Strafsenleitungen und X die Verbrauchsstelle. Es geht dann
aus der Figur ohne Weiteres hervor, dafs die Spule B direct in dem Verbrauchshauptstrom
liegt, während der Anker A zur Verbrauchsstelle im Nebenschlufs liegt. Das Hülfsfeld
soll in diesem Falle durch eine Spule b gebildet werden, die neben oder auf der Spule B
angeordnet ist ,und im Nebenschlufs zur Verbrauchsstelle
liegt. Die das Hülfsfeld b bil-
dende Wickelung ist nun derart bemessen, dafs sie auf den Anker A genügend Kraft ausübt,
um die Reibung des Apparates zu überwinden. Auf der Welle ο ist noch eine Bremsscheibe q
befestigt, gegen welche eine Bremse ρ sich anlegt. Diese Bremse ρ ist auf einem Hebel r
gelagert, der durch ein Gegengewicht so beschwert ist, dafs die Bremse ρ sich gegen die
Scheibe q legen mufs. Die Bremse ρ besteht aus Schmiedeisen und steht unter dem Einfiufs
der Spule B. Wenn diese stromdurchflossen ist, so zieht sie ρ an, so dafs somit die
Scheibe q nicht mehr gebremst ist. Es folgt hieraus ohne Weiteres, dafs, sofern der Hauptstromkreis
X nicht geschlossen ist, also durch die Spule B kein Strom hindurchfliefst, die
Scheibe q und somit die Welle ο gegen Drehung gesperrt sein mufs, dafs also in diesem
Falle keine Bewegung des Zählers eintreten kann, selbst wenn eine höhere Spannung in
den Leitungen α eintreten sollte oder das Hülfsfeld
b so justirt sein sollte, dafs es den Anker A auch ohne Mitwirkung der Spule B drehen
könnte.
Fig. 2 zeigt im Wesentlichen dieselbe Anordnung. Der Hauptstrom tritt bei -f- in den
Apparat ein, bildet eine Elektromagnetwickelung P, hierauf die Feld Wickelung B, geht
dann in die Verbrauchsstelle Xzur—Klemme;
der Anker A dagegen erhält seinen Strom durch die Bürste + S und — S. Diesen aber
wird der Strom durch eine Nebenschlufsleitung von den Klemmen des Apparates zugeführt.
Diese Nebenschlufsleitung zweigt einerseits von der + Klemme ab, umströmt
den auf einem Hebel gelagerten Elektromagneten, um von diesem zur + Bürste zu gelangen.
. Fliefst durch die Verbrauchsstelle Strom, so mufs auch die Elektromagnetenwickelung P, welche hinter der Feldspule B
liegt, erregt werden, so dafs der Hebel r die in den Figuren gezeichnete Lage einnimmt,
wobei der Contact s s geöffnet ist. Hierbei mufs der Strom, wie gezeichnet, durch den
Anker A und durch das Hülfsfeld b nach der — Klemme gelangen; Hülfsfeld und Anker
können somit unter vorschriftsmäfsiger Ueberwindung der Reibungswiderstände wirken.
Fliefst jedoch kein Strom durch die Verbrauchsstellen, so schliefst der Hebel r bezw.
das Gegengewicht r1 den Contact ss; der
Strom kann somit nur zum Theil durch den Anker und den Hülfswiderstand hindurchgehen,
denn Armatur, Hülfsfeld und Anker sind nunmehr durch den Widerstand r2 kurz
geschlossen.
Die Fig. 3 zeigt im Wesentlichen dieselbe Anordnung, mit dem Unterschied, dafs das
Anhalten der Welle 0 durch Kurzschlufs des Ankers A geschieht. Dem Anker wird auch
in diesem Falle der Strom durch die Bürsten — S und -f- S und den Collector C zugeleitet.
Die übrigen Bezeichnungen sind genau wie in den Fig. 1 und 2, nur mit dem Unterschiede,
dafs an Stelle der das Hülfsfeld bildenden Nebenschlufswickelung b ein Magnet b1
in der Nähe des Ankers A vorgesehen ist, der auf der Grundplatte des Gestelles verstellbar ist.
. Es bedarf keiner Erwähnung, dafs das Hülfsfeld b in den Fig. 1 und 2 gleichfalls durch
einen solchen Magneten ersetzt sein könnte.
Der Anker A des Zählers liegt wie vorher zu den Klemmen der Verbrauchsstelle im
Nebenschlufs; es ist jedoch ein Vorschaltwiderstand Q. angeordnet. Die Klemmen der beiden
Bürsten — 5 und -j- S führen zu zwei Contacten
— s und + s. Unterhalb dieser Contacte liegt ein Hebel r, der so geleitet ist, dafs
er gewöhnlich die Contacte — s und -f- s
metallisch verbindet. Es folgt hieraus, dafs die Bürsten — S und -|- S mit einander verbunden
sind und somit der Anker A kurz geschlossen ist. Der Hebel r besteht aus Eisen, und dicht unter ihm liegt ein Elektromagnet
P, der in den Hauptstromkreis eingeschaltet ist. Es ergiebt sich hieraus ohne Weiteres, dafs, sofern die Verbrauchsstelle
überhaupt Strom consumirt, auch der Elektromagnet P erregt sein mufs und der Hebel r
von den Contacten —s und -\-.s abgezogen
sein mufs, und dafs somit der Anker A nicht kurz geschlossen ist. Ist jedoch die
Consumstelle stromlos, so mufs der Hebel r infolge seines Gegengewichtes r1 sich gegen
die Contacte — s und + s legen und somit den Anker A kurz schliefsen. Es geht somit
durch den Anker A überhaupt kein Strom durch, und es kann somit auch keine Bewegung
der Welle 0 eintreten für den Fall, dafs event, der Hülfsmagnet b1 zu nahe an den
Anker A herangerückt wäre oder die Spannung höher als normal gestiegen wäre.
Es ist natürlich klar, dafs man den Stillstand der Welle 0 auch noch auf andere Weise erreichen
kann, dafs man beispielsweise das Hülfsfeld b1 allein ganz oder theilweise kurz
schliefsen könnte, sofern in der Stromverbrauchsstelle kein Strom circulirt; ferner kann
man durch den im Hauptstrom liegenden Magneten nur einen Theil der Wickelungen
des Ankers oder des Hülfsfeldes kurz schliefsen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche':i. Ein Elektricitätszähler, bei welchem die Reibungswiderstände durch ein Hülfsfeld aufgehoben werden, dadurch gekennzeichnet, dafs der Hauptstrom auf einen Elektromagneten derart wirkt, dafs dieser beiNichtverbrauch von Strom auf Stillstand ;des rotirenden Theiles des Zählers wirkt.
Ein Zähler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs'das Festhalten des Zählers durch eine von dem Magneten des Hauptstromkreises direct beeinflufste Bremse bewirkt wird.Eine weitere Ausführungsform des Zählers nach Anspruch ι, bei welchem das Anhalten des Ankers dadurch erfolgt, dafs der unter dem Einfiufs des · Hauptstromes stehende Elektromagnet den Stromkreis des Hülfsfeldes oder Ankers oder beider ganz oder theilweise kurz schliefst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE98570C true DE98570C (de) |
Family
ID=369528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT98570D Active DE98570C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE98570C (de) |
-
0
- DE DENDAT98570D patent/DE98570C/de active Active
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