DE98479C - - Google Patents

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DE98479C
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B39/00—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
    • F04B39/0005—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons
    • F04B39/0011—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons liquid pistons

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Dr. GEORG W. A. KAHLBAUM in BASEL.
nach Sprengel'schem System.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Dezember 1897 ab.
Das Erreichen eines weitgehenden Vacuums ist in neuerer Zeit von erheblicher Bedeutung geworden: einmal in der Grofstechnik für die Fabrikation der Glühlampen und. in der wissenschaftlichen Technik für die Herstellung der Vacuum-Röhren, die für die Erzeugung der Röntge η-Strahlen heute eine so grofse Rolle spielen.
. Zwei Systeme sind bei Quecksilber-Luftpumpen im Gebrauch: das Verdrängungs-System, wie es in der Geifsier'sehen und der Töbler'schen Pumpe zur Anwendung gelangt, und das sogenannte Sprengel'sche System, nach welchem die Luft durch Fallen des Quecksilbers mitgerissen wird, wie es z. B. bei der unter Nr. 63631 patentirten Pumpe verwendet wird. Der Theorie nach gestattet das letztere, Princip jede beliebige Verdünnung zu erreichen (vergl. Bessel-Hagen, Wiedemänn's Annalen, Bd. 12, 1881, S. 426), und da bei dem Sprengel'schen Princip continuirlich gearbeitet wird, so sind die Pumpen nach diesem Princip den anderen überlegen. Jedoch haben dieselben ausnahmslos einen Mangel, der in der Sache selbst begründet ist und bisher nicht behoben werden konnte. Durch die Reibung des fallenden Quecksilbers an den Glaswandungen treten elektrische Erscheinungen in der Pumpe auf; dieselben führen dahin, dafs an der Aufschlagstelle des fallenden Quecksilbers auf das das Fallrohr verschliefsende die Glaswandung durch die elektrischen Funken in ganz feinen Kanä'lchen durchbohrt wird, so dafs an dieser Stelle endlich das Fallrohr springt, wodurch die Pumpe unbrauchbar wird und das Glasrohr durch ein neues ersetzt werden mufs. Der Zeitpunkt des Springens hängt ab von dem Grade der Verdünnung und natürlich auch von der Dauer des Betriebes; je weiter die Verdünnung getrieben, um so eher springen die Pumpen. Mit Sicherheit läfst sich der Zeitpunkt des Springens nicht voraussagen. Krafft hat die Brauchbarkeit eines Fallrohres auf etwa 50 Stunden geschätzt (vergl. Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft Bd. 29, 1896, S. 1316). Jedenfalls springen endlich alle Fallrohre. Dafs darin ein wirklicher Mangel für den sonst aufserordentlich leistungsfähigen Apparat liegt, braucht nicht besonders betont zu werden. Versuche, die angestellt worden sind, das gläserne Fallrohr durch ein metallisches zu ersetzen, haben sich nicht bewährt, dagegen funetionirt die folgende Einrichtung zur vollständigsten Zufriedenheit.
An der Stelle, an welcher das fallende auf das das Fallrohr verschliefsende Quecksilber fällt, wird das Fallrohr in einer Länge von etwa 80 mm um etwa 1,5 mm erweitert und in diese Erweiterung ein Schutzrohr, ζ. Β. aus Stahl, dessen lichte Weite genau der des Fallrohres entspricht, frei beweglich hineingepafst. Das Fallrohr kann dann entweder unmittelbar an die Pumpe angeschmolzen werden oder aber, was nach den gemachten Erfahrungen ■ vortheilhafter sein soll, mittelst Schliffs und
Quecksilberverschlusses dicht über dem Stahlrohr an dem oberen Theil des Fallrohres luftdicht befestigt werden.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht, bei welcher diese letztere Befestigungsweise des Fallrohres an der Pumpe angenommen worden ist.
Fig. 2 ist eine Einzeldarstellung in gröfserem Mafsstabe.
In der Erweiterung α des unteren Theiles des Fallrohres A ist das innen und aufsen polirte Schutzrohr B (z. B. aus Stahl) eingepafst, das oben in einen trichterförmigen Wulst b ausläuft und dessen lichte Weite genau der des Fallrohres entspricht. Der untere Theil A des Fallrohres ist an den oberen Theil A1 desselben in bekannter Weise, bei C mittelst Schliffs und Quecksilberverschlusses befestigt, und die beiden Fallrohrtheile AA1 sind durch über Ansätze cc1 derselben geschobene Gummibänder D mit einander verbunden.
Diese Anordnung hat den Vortheil, dafs das Schutzrohr B behufs Reinigung leicht mittelst des Wulstes b aus dem Fallrohr genommen werden kann. Die Verwendung eines Stahlrohres hat sich nach den bisherigen Versuchen am besten bewährt; immerhin kann dasselbe auch durch Röhren aus anderen Metallen, Glas, Porcellan, Hartgummi oder sonst irgend einem anderen geeigneten Material ersetzt werden. Die neue Einrichtung hat sich vollkommen bewährt. Die Leistungsfähigkeit der Pumpe wird durch diese Neuerung in keiner Weise beschränkt, und bei einem ausdrücklich angestellten Versuche zeigte sich das Fallrohr, nachdem 400 Stunden ununterbrochen fortgepumpt worden war, durch die neue Vorrichtung so vollkommen geschützt, dafs es auch nicht im mindesten angegriffen erschien, während sich sonst schon bei gleich weit getriebenem Vacuum (es wurde bis 0,00012 mm Druck evacuirt) schon nach etwa 2 Stunden die ersten Spuren des Angegriffenwerdens des Glases an der Aufschlagstelle zeigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Verhinderung des Springens der Fallröhren bei Quecksilber - Luftpumpen nach Sprengel'schem System, bestehend in einem herausnehmbaren Schutzrohr aus Metall oder anderem geeigneten Material, welches in das Fallrohr der Quecksilber-Pumpe, und zwar an der Stelle, an der das fallende Quecksilber auf das verschliefsende aufschlägt, eingeschoben ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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