DE98431C - - Google Patents

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DE98431C
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Germany
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diamidodiphenylamine
hair
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gray
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/30Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts
    • D06P3/305Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts with oxidation dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdruck und Appretur.
Dr. ERNST ERDMANN in HALLE a. S. Verfahren zum Färben von Haaren mittels ρ-Diamidodiphenylamin.
Zusatz zum Patente JVl 92006 vom 28. Oktober 1896.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juli 1897 ab. Längste Dauer: 27. Oktober 1911.
Zum Färben von Haaren nach dem Verfahren des D. R. P. Nr. 92006 läfst sich an Stelle von ρ -Amidodiphenylamin auch das p-Diamidodiphenylamin
NH, (4) C6 H1 (1) - NH- (1) C0 H, (4) NH2
vom Schmelzpunkt 158° (Beilstein, Handbuch der organischen Chemie, 2. Aufl., III. S. 1093) mit Vortheil verwenden.
Diese Base, deren wässerige Lösung sich mit Oxydationsmitteln vorübergehend grün färbt, giebt auf Haaren hellgraue bis dunkelgraue Oxydationsfarben, welche für die Pelzfärberei praktisches Interesse haben.
Solche rein grauen Nuancen lassen sich mit Monoamidodiphenylamin nicht erzielen, weil diese Base bei gleicher Concentration der Lösungen weit dunklere Farben, bei starker Verdünnung hingegen ein ins Violette spielendes Grau liefert, welches geringen praktischen Werth hat. Aufserdem läfst sich das Diamidodiphenylamin durch Nitrirung des Diphenylamine und Reduction des entstandenen Dinitrodiphenylamins viel glatter und billiger herstellen, als dies bei den Darstellungsmethoden des Monoamidodiphenylamins (Beilstein, 2. Aufl., III. S. 903) der Fall ist; die Verwendung der letzteren Base ist infolge mangelhafter Ausbeuten und des dadurch bedingten hohen Herstellungspreises nur eine beschränkte.
Diamidodiphenylamin oxydirt sich bereits an der, Luft so leicht, dafs die Base im freien Zustande nicht haltbar ist; sie wird daher aus ihren Salzen, dem Sulfat oder Chlorhydrat, erst kurz vor dem Färben durch Zusatz von essigsaurem Natron oder Soda in Freiheit gesetzt.
Auch in Mischung mit den Basen, welche Gegenstand der Patente Nr. 47349, 51073, 80814 und 92006 sind, namentlich mit p-Phenylendiamin, p-Amidophenol, Methyl-pamidophenol und ρ-Amidodiphenylamin läfst sich ρ - Diamidodiphenylamin zum Pelzfärben und Haarfärben verwenden. Die Base ist physiologisch unschädlich.
Beispiel 1.
Die zu färbenden Felle werden mit
2 g chromsaurem Kali und
ι g Weinstein auf r 1
12 Stunden lang vorgebeizt, dann wird gespült und mit
2 g p-Diamidodiphenylaminsulfat,
2 g Natriumacetat und
50 g Wasserstoffsuperoxyd auf 1 1 Flotte
während etwa 12 Stunden ausgefärbt. Die Felle werden dann wieder gespült, centrifugirt und geläutert. Die so erzielte Farbe ist hellgrau.
Beispie 1 2.
Eine filtrirte Lösung von
30 g Diamidodiphenylaminsulfat, 30 g Natriumacetat und
20 g p-Amidophenol
in ι 1 5oproc. Alkohol wird mit dem gleichen Volumen 3 proc. Wasserstoffsuperoxydlösung versetzt. Mit dieser Mischung wird Angorahaar durchtränkt, dann an der Luft getrocknet. Die entstehende Färbung ist hellbraun.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Färben von Haaren oder Pelzwerk durch Behandlung mit einer Lösung von p-Diamidodiphenylamin (Schmelzpunkt 1580) mit.oder ohne Zusatz derjenigen Basen, deren Anwendung zum Färben von Haaren geschützt ist durch die Patente Nr. 47349, 51073, 80814, 92006, und nachfolgende Oxydation.
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