DE98188C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L23/00—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
- B61L23/08—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only
- B61L23/10—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only manually operated, e.g. block arrangements
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20 ^Eisenbahnbetrieb. ■ ^- &
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 22. August 1897 ab.
Führt man einer Anzahl hinter einander geschalteter elektrischer Einrichtungen, wie sie
für die Eisenbahnsignalsicherungen üblich sind (Blockeinrichtungen, Läutevorrichtungen), Strom
zu, so werden die einzelnen Einrichtungen bei wechselnder Stromstärke nicht immer gleichzeitig,
sondern je nach ihrer Empfindlichkeit bei. gröfserer oder geringerer Stromstärke in Thätigkeit
gesetzt werden. Die Gröfse der Stromstärke hängt aber bei den allgemein für diese
Zwecke verwendeten Stromsendern (Inductoren) von der Umdrehungszahl ihres Ankers ab.
Hieraus ergiebt sich der Uebelstand, dafs eine sichere Wirkung aller Einrichtungen abhängig
ist von der Einhaltung einer geringsten Geschwindigkeit, mit welcher der betreffende
Beamte den Stromsender in Umdrehung versetzt.
Sind gleichartige Einrichtungen hinter einander geschaltet, so sind, vorausgesetzt, dafs
bei ihrer Herstellung die erforderliche Sorgfalt verwendet ist, die Unterschiede zwischen ihren
Empfindlichkeiten so gering, dafs irgend welche Störungen nicht zu befürchten sind.
Anders liegt der Fall, wenn ungleichartige Apparate zusammenarbeiten. Nehmen wir
beispielsweise den Fall, dafs für die Freigabe der Signale eines durch elektrische Blockwerke
gesicherten Bahnhofes die Zustimmung eines Beamten erforderlich ist, der sich nicht am Ort,
wo die Freigabeeinrichtung aufgestellt ist, aufhält. Die hierfür notwendigen Abhängigkeiten
werden vermittelst der Zustimmungseinrichtung nach D. R. P. Nr. 78933 erreicht (s. Fig. 2).
Hierbei haben die Inductorströme gleichzeitig die Wechselstromauslösungen e1 e2 der Blockeinrichtungen
A und B und die Auslösung e der Zustimmungseinrichtung zu bedienen. Hierbei
ist der Fall nicht ausgeschlossen, dafs bei einer Stromstärke, bei welcher die beiden
gleichartigen Blockeinrichtungen in Thätigkeit gesetzt werden, die Auslösung der Zustimmungseinrichtung noch nicht anspricht. Die Folge
hiervon würde sein, dafs der leitende Betriebsbeamte von der Freigabe der Signale durch
die Station nicht benachrichtigt würde, da die Scheibe s dem Einflufs der Feder F nicht
folgen und so den nöthigen Farbenwechsel hervorbringen kann.
Ganz ähnlich liegt der Fall, wenn Blockeinrichtungen verschiedener Bauart zusammenarbeiten
sollen.
Es kommt also nach dem Gesagten darauf an, zur Bedienung der Apparate nur Ströme
von einer Mindeststärke zu verwenden, welche erfahrungsgemäfs für alle vorkommenden Fälle
mit Sicherheit ausreicht. Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, dafs der Stromkreis
des Inductors nicht früher geschlossen wird, als bis der Anker eine Drehgeschwindigkeit erreicht
hat, wie sie zur Hervorbringung von Strömen von der gewünschten Stärke erforderlich ist.
Dieser Zweck wird durch Einschaltung eines durch Fliehkraft betriebenen Stromschliefsers
erreicht.
Der durch D. R; P. Nr. 91135 geschützte
Schwungkraftregler zur selbstthätigen Bedienung
der Anlafsvorrichtung nach D. R. P. Nr. 82016
kann hierfür vortheilhafte Verwendung finden.
Die Fliehkraft der Schwungmasse M (Fig. 1)
überwindet bei Ueberschreitung einer Mindestumdrehungszahl des Stromsenders die- Federkraft
F und schliefst hierbei den Contact C, welcher in dem Stromkreis des Stromsenders liegt.
Die Strbmschliefsung erfolgt plötzlich und mit grofsem Ueberschufs an Energie, da infolge
der gewählten Verhältnisse das Moment der Fliehkraft der Masse M weit schneller wächst
als das Moment der Federspannung. Infolge dessen wird eine Funkenbildung, welche ein
rasches Zerstören der Contacte herbeiführen würde, vermieden.
Durch Anwendung eines derartigen Stromschliefsers werden aber noch andere Vortheile
erreicht. Es ist häufig vorgekommen, dafs ein Wärter durch kurzes Hin - und Herrücken an
der Inductorkurbel bei gleichzeitigem Niederdrücken der Wecktaste in der Weckerleitung
Wechselströme erzeugte, welche die Blockeinrichtung des Nachbarwärters frei gaben, und
so letzterem die Möglichkeit verschaffte, einen Zug in die Blockstrecke einfahren zu lassen,
obwohl dieselbe von einem vorausgefahrenen Zug noch besetzt war. Zur Beseitigung- dieses
Uebelstandes sind bereits mannigfache Vorkehrungen , wie z. B. eine Walzensperre für
die Rückwärtsbewegung der Inductorkurbel getroffen. . Dieselben werden jedoch überflüssig,
sobald obiger Stromschliefser in die Leitung eingeschaltet ist. Es ist nämlich gänzlich ausgeschlossen,
die Kurbel so schnell hin und her zu bewegen, dafs die zum Stromschlufs erforderliche
Geschwindigkeit des Inductorankers erreicht wird.
Gleichzeitig dient aber auch der Stromschliefser dadurch, dafs er in die zur Erde
geführte Ankerwickelung des Inductors gelegt wird, als Ersatz für die in vielen Fällen gebräuchlichen
Contacte, weiche bestimmt sind, den Erdanschlufs des Inductors während der Nichtbenutzung aufzuheben.
Claims (2)
1. Sicherungseinrichtung für elektrische Eisenbahnsignalanlagen
, gekennzeichnet durch mittels Fliehkraft betriebene Stromschliefser an den Stromsendern der elektrischen
Eisenbahnsignalapparate, zu dem Zwecke, erstens nur elektrische Ströme von bestimmter
geringster Stärke zu verwenden, und zweitens die Erdleitung des Stromsenders so lange, bis,diese Stromstärke erreicht
ist, unterbrochen zu halten.
2. Die Verwendung des durch D. R. P. Nr. 91135 geschützten rasch umschlagenden
Schwungkraftreglers für den Verwendungs-. zweck unter 1.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE98188C true DE98188C (de) |
Family
ID=369177
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT98188D Active DE98188C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE98188C (de) |
-
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