DE54813C - Controleinrichtung für Eisenbahnsignale - Google Patents
Controleinrichtung für EisenbahnsignaleInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L7/00—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
- B61L7/06—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission
- B61L7/08—Circuitry
- B61L7/10—Circuitry for light signals, e.g. for supervision, back-signalling
- B61L7/103—Electric control of the setting of signals
- B61L7/106—Electric control of the setting of signals for form signals
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Bei jeder Einschaltungsweise von elektrischen Controleinrichtungen ist es möglich, dafs diese
Einrichtungen infolge von Leitungsstörungen falsche Angaben machen können.
Es sollen einige Fälle solcher Störungen, insbesondere bei Einrichtungen für Eisenbahnzwecke
, näher betrachtet und sodann die Controlvorrichtung beschrieben werden.
Ein Semaphor oder eine Haltscheibe sei durch eine Drahtleitung mit der Station in
Verbindung gebracht und die Haltstellung solle in der Station durch ein Klingelwerk oder
durch ein sichtbares Zeichen a'ngezeigt werden.
Die elektrische Batterie befindet sich in solchen Fällen immer in der Station und kann
daher durch Zerreifsen der Drahtleitung der Fall eintreten, dafs das abgerissene Drahtstück,
auf der Erde liegend, den Stromkreis der Batterie schliefst, wodurch die Controlvorrichtung
bethätigt würde, ohne dafs das Signal bewegt worden ist.
Wäre aber, wie dies neuerer Zeit Brauch ist, anstatt der rückleitenden Erde eine besondere
Drahtrückleitung vorhanden, so kann wieder der Fall eintreten, dafs diese Rückleitung durch Stürme oder Beschädigung der
die Drähte tragenden Stangen mit der Hinleitung in Berührung kommt, so dafs die Controlvorrichtungen in der Station in Thätigkeit
treten und zu Täuschungen über den wirklichen Stand des Signals Anlafs gegeben
wird.
Um solchen Täuschungen vorzubeugen, wird in oder an dem Signal ein periodischer
Leitungsunterbrecher, vortheilhaft ein langsam arbeitender, angebracht, welcher die Aufgabe
hat, die in der Station befindlichen Controlvorrichtungen (Klingeln, sichtbare Zeichen
u. s. w.) von Zeit zu Zeit in Bewegung zu setzen.
Das in der Zeichnung dargestellte Leitungsschema veranschaulicht den Vorgang und läfst
zugleich das Schaltungsschema eines elektrischen Distanzsignals mit der Station erkennen.
Der Stromkreis beginne bei 1 (+ Pol der
Batterie a) gehe bei 2 und 3 zum Controlzeichen b, von hier nach 4 und 5 am Klingelwerk
c und endlich mittelst Luft- oder Kabelleitung nach 6, 7, 8, 9, 10 am Unterbrecher d
im Signal, ferner nach dem Stromschliefser 11 und 12, der durch das Umstellen des Signals
bethätigt wird, und endlich mittelst Rückleitung nach dem negativen Pol der Batterie
zurück. Auf der Zeichnung ist noch die sogenannte Stelllinie für das Signal ersichtlich,
welche sich bei χ und bei \ an die Rückleitung anschliefst.
Wird das Signal in eine Controlstellung gebracht, bei welcher durch die Stromschliefser 11
und 12 der Stromkreis der Batterie α geschlossen
wird, so treten die in denselben geschalteten Vorrichtungen in Thätigkeit.
Es ist hier hervorzuheben, dafs das Controlklingelwerk
nicht mit der üblichen Selbstunterbrechung versehen sein darf, weil die Unterbrechungen
der Leitung von dem Unterbrecher im Signal bewirkt werden.
Der Unterbrecher im Signal besteht im wesentlichen aus einem Neef'schen Hammer,'
der aber im vorliegenden Falle behufs langsamen Arbeitens eigenthümlich ausgeführt ist.
Vor einem Elektromagneten e, Fig. 2, ist ein von einer Blattfeder getragener Anker f
angebracht, welcher an seiner unteren Fortsetzung einen unter einem rechten Winkel angesetzten
Metallstift g mit Plalincontact gl trägt.
Wenn die Vorrichtung in Ruhe ist, liegt Contact g1 an den an einer Pendelstange h angebrachten
Contact h] an. Sobald Schlufs der Leitung erfolgt, werden sämmtliche Anker der
in den Stromkreis geschalteten Magnete angezogen, also auch der Anker f des Unterbrechers.
Dieser wirft die Pendelstange nach auswärts, wodurch die Contacte gl hl getrennt
werden, so dafs die Leitung unterbrochen ist.
Beim Zurückschwingen des Pendels h erfolgt wieder Schliefsen des Stromkreises und Anziehen
der Anker.
Es ist einleuchtend, dafs das sichtbare Controlzeichen und das Klingelwerk in der
Station der Thätigkeit des ^Unterbrechers im Signal gemäfs arbeiten müssen, weil sie in
demselben Stromkreise eingeschaltet sind und, wie schon erwähnt, keine selbstthätigen Unterbrechungsvorrichtungen
besitzen.
Demnach wird eine Controlstellung nicht, wie bisher üblich, durch das einmalige Erscheinen
einer rothen Scheibe bei der sichtbaren Controle oder durch das rasche Klingeln des bisher üblichen Läutewerkes, sondern
durch eine mit längeren Zwischenpausen . erscheinende und verschwindende Scheibe oder
durch das in gleichen Pausen ertönende Läutewerk angegeben.
Angenommen, es trete eine Störung in der Luftleitung ein, z. B. an der Stelle y der Leitung,
Fig. i, so wird der Leitungsabschnitt a, 2, 3, 4, 5,^, α kurz geschlossen und die
Anker in der Controlklingel c und in dem Controlzeichen b werden angezogen und verharren in dieser Lage, weil die den Anstofs
zum Schwingen gebende Vorrichtung, der Unterbrecher d, im Distanzsignal nicht arbeitet,
weil derselbe keinen Strom erhält. ·
Durch die beschriebene Einrichtung ist also ermöglicht, nicht allein Halt- und Freistellung,
sondern auch Leitungsstörungen selbstthätig anzuzeigen.
Der langsam wirkende Selbstunterbrecher kann auch in anderer Weise, als wie dargestellt,
hergestellt werden.
Bei dem dargestellten Selbstunterbrecher ist der Stromlauf folgender: Der elektrische
Strom tritt bei 6 ein, durchfliefst die Spulen des Elektromagneten e, geht bei 8 in den
Anker f, über den Metallstift g und die Contacte ^1Zj1 in das Pendel h und dessen Aufhängepunkt
9, wo er an der Klemme 10 die Vorrichtung verläfst und zur Batterie zurückfliefst.
Da sich ein Eisenanker beim Angezogenwerden dem Elektromagneten mit wachsender Geschwindigkeit nähert, so wird
anfangs das Pendel h mitgenommen, dann aber beim Anschlag des Ankers infolge der
Trägheit weiter geschleudert, wodurch die Contactunterbrechung eintritt. Nach dem Zurückschwingen
des Pendels wiederholt sich das Spiel von neuem.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Controleinrichtung für Eisenbahnsignale, gekennzeichnet durch einen in die Leitung eingeschalteten und am Signal angeordneten Selbstunterbrecher, zu dem Zweck, bei regelrechtem Betriebe unterbrochene Zeichen und bei etwaigen Kurzschlüssen in der Leitung ein ununterbrochenes Zeichen zu geben.Hierzu l Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54813C true DE54813C (de) |
Family
ID=329384
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54813D Expired - Lifetime DE54813C (de) | Controleinrichtung für Eisenbahnsignale |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54813C (de) |
-
0
- DE DENDAT54813D patent/DE54813C/de not_active Expired - Lifetime
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