DE976368C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Beschicken von Gluehoefen, insbesondere Induktionsgluehoefen - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttaetigen Beschicken von Gluehoefen, insbesondere InduktionsgluehoefenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B9/00—Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity
- F27B9/30—Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
- F27B9/38—Arrangements of devices for charging
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Description
- Vorrichtung zum selbsttätigen Beschicken von Glühöfen, insbesondere Induktionsglühöfen Für das wirtschaftliche Arbeiten eines Glühofens ist es von Wichtigkeit, daß die Leerzeiten beim Beschicken des Ofens möglichst kurz gehalten und die technisch erforderlichen Glühzeiten genau eingehalten werden. Von besonderer Bedeutung ist dies vor allem bei Induktionsglühöfen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hinsichtlich ihrer konstruktiven Gestaltung einfache, aber zuverlässig arbeitende Beschickungsvorrichtung für derartige Zwecke zu schaffen, die die vorgenannten Bedingungen erfüllt.
- Es sind Vorrichtungen zur selbsttätigen Beschickung von Glühöfen bekannt, bei denen vor der Öffnung des Glühraumes ein Magazin angebracht ist, in dem die zu glühenden Werkstücke gespeichert sind und aus dem sie jeweils einzeln in der Reihenfolge der Speicherung durch eine Stoßvorrichtung in den Glühraum transportiert und nach Ablauf der Glühzeit ebenfalls mittels der gleichen Stoßvorrichtung wieder ausgestoßen werden. Hierbei kann das Magazin, wie bereits vorgeschlagen worden ist, als ein ringförmiges Drehmagazin ausgebildet sein, in dessen freiem Innenraum die Stoßvorrichtung angeordnet ist, deren Stößel nach jeder Drehung des Magazins um eine Teilung der Werkstückaufnahmen ein oder mehrere Werkstücke aus der jeweiligen Werkstückaufnahme in radialer Richtung in den Glühofen hineinschiebt. Es sind aber auch Ausführungsformen bekannt, bei denen im Gegensatz hierzu die zu glühenden Werkstücke aus einem seitlich vor der Öffnung des Glühraumes angeordneten, gegebenenfalls schwenkbar ausgebildeten Magazin unter Ausnutzung der Schwerkraft der Stoßvorrichtung zugeleitet werden. Hierbei werden die Werkstücke in einem an das glühraumseitige Ende des ?Magazins .anschließenden senkrechten Schacht gesammelt und das jeweils unterste Werkstück durch einen Stößel in den Glühraum eingebracht. Diese Ausführungsformen sind konstruktiv einfacher, räumlich kleiner und in den Herstellungskosten geringer als die Ausführungen mit Drehmagazin. Sie sind jedoch insofern nachteilig, als bei ihnen für das Ausstoßen des jeweils untersten Werkstückes verhältnismäßig große Kräfte erforderlich sind, insbesondere dann, wenn es sich um Werkstücke mit hohem Eigengewicht handelt, da auf dem jeweils unteren Werkstück der Druck aller nachfolgenden Werkstücke ruht und dadurch während des Ausstoßvorganges erhebliche Reibungskräfte auftreten. Es ist auch bekannt, den Druck der nachfolgenden Werkstücke durch einen besonderen, mit dem Stößel der Stoßvorrichtung konstruktiv vereinigten Schieber aufnehmen zu lassen.
- Allen bekannten Beschickungsvorrichtungen der gekennzeichneten Art ist gemeinsam, daß der Vorschub der Werkstücke im Glühraum und ihr Ausstoß aus diesem durch das Nachschieben neuer Werkstücke erfolgt. Das hat zwangläufig zur Folge, daß die Werkstücke verhältnismäßig lange im Glühraum verbleiben, insbesondere dann, wenn es sich um kurze Teile handelt. Dies ist aber in vielen Fällen nicht erforderlich, mitunter sogar schädlich, vor allem wenn die Aufheizung sich in kurzer Zeit vollzieht, wie es beispielsweise bei der Induktionserhitzung der Fall ist. Ferner bedingt diese Ausführungform, daß die Stoßvorrichtung sehr kräftig gebaut sein muß, da der Stößel die ganze Reihe der vor ihm liegenden, bis zum Ofenaustritt sich erstreckenden Werkstücke vorschieben muß.. Außerdem sind besondere Maßnahmen erforderlich, um die letzten Werkstücke durch den Glühraum hindurch- und aus diesem herauszubevegen, wenn keine weiteren Teile mehr zu glühen sind. Es ergibt sich daher die Forderung, die Beschickungsvorrichtung derart auszubilden, daß jeweils nur ein Werkstück für eine bestimmte Zeit in den Glühraum eingebracht und dieses nach Ablauf der Zeit vor dem Einführen eines neuen Werkstückes aus dein Ofen ausgestoßen wird. An sich könnte dieser Forderung ohne weiteres durch Ändern der Stößelhublänge entsprochen werden, doch besteht die Schwierigkeit, daß während des Ausstoßhubes für das Werkstück ein unbeabsichtigtes Nachrutschen weiterer Werkstücke verhindert werden muß. Die Erfindung löst diese Schwierigkeit mit besonders einfachen und zweckmäßigen Mitteln. Sie besteht bei einer Vorrichtung zum selbsttätigen Beschicken von Glühöfen, insbesondere Induktionsglühöfen., mit einem seitlich vor der Öffnung des Glühraumes angebrachten, um eine horizontale Achse schwenkbar angeordneten Werkstück-Magazin und einer an .das glühraumseitige Ende des Magazins anschließenden Aufnahmevorrichtung, aus der die zu glühenden Werkstücke jeweils einzeln durch eine Stoßvorrichtung in den Glühraum transportiert und nach Ablauf der Glühzeit durch den Glühraum hindurch ausgestoßen werden, darin, daß das Werkstück-Magazin zusammen mit der Aufnahmevorrichtung für das jeweils in den Glühraum zu transportierende Werkstück um eine vom Glühraum entfernt liegende horizontale Achse aus einer Lage, in der die Aufnahmevorrichtung koaxial zum Glühraum liegt und vom Magazin nicht beschickt wird, in eine Lage schwenkbar ist, in der die Aufnahmevorrichtung und ein in sie nachgleitendes Werkstück außerhalb des Bereiches der Stoßvorrichtung liegt, und daß die Bewegung des Stößels der Stoßvorrichtung aus einem kurzen Hub bei koaxialer Lage der Aufnahmevorrichtung zum Glühraum, durch den das Werkstück in die Mitte des Glühraumes eingebracht wird, und einem langen Stößelhub bei Lage der Aufnahmevorrichtung außerhalb des Bereiches der Stoßvorrichtung, durch den das Werkstück aus dem Ofen ausgestoßen wird, zusammengesetzt ist.
- Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung.
- Fig. i zeigt in der Stirnansicht eine Beschikkungsvorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. z desgleichen in der Ansicht von oben. Wie in Fig. i dargestellt, werden die zu glühenden Werkstücke i in einem um eine horizontale Drehachse 2 schwenkbaren Magazin 3 gespeichert. Die Einführung der Werkstücke in das Magazin geschieht z. B. von Hand aus, wobei sich das Magazin in der gezeichneten Schräglage befindet. Die einzelnen Werkstücke rutschen infolge ihres Eigengewichtes bis zur Endlage, wobei das erste in die Aufnahmevorrichtung-. fällt.
- Zur Einbringung des Glühgutes in den Glühraum wird das Magazin mittels des beispielsweise durch Druckluft betätigten Kolbens 5 um die Drehachse2 in die horizontale Lage geschwenkt, so daß das erste, in der Aufnahrnev orrichtung d. befindliche Werkstück vor die Öffnung des Glühraumes 6 zu liegen kommt. An Stelle des gezeichneten pneumatischen Antriebs kann auch ein anderer, beispielsweise ein elektromagnetisch arbeitender Antrieb, vorgesehen werden.
- Gemäß Fig. z wird nunmehr das vor der Glühraumöffnung liegende Werkstück durch einen in der gezeichneten Pfeilrichtung vorstoßenden Stößel 7 in den Glühraum 6 befördert. Der einstellbare Vorschub des Stößels wird dabei so gewählt, daß sich das hineingeschobene Werkstück etwa in der Mitte des Glühraumes befindet. Der Stößel geht anschließend in -die Ausgangslage zurück, -und das Werkstück-Magazin wird wieder nach unten geschwenkt, wobei das nächste zu glühende Werkstück infolge seines Eigengewichtes in die Aufnahnievorrichtung .4 (Fig. i) fällt. Die untere Grenzlage der Schwenkung des Magazins wird so gewählt, daß die Einführungsöffnung des Glühraumes 6 vollkommen frei ist.
- Nrach Beendigung der Glühbehandlung stößt der Stößel 7 ein -zweites Mal vor, und Zwar zweckmäßig bis zum Ende des Glühraumes, so daß das. Werkstück in eine angrenzende Auffangvorrichtung gelangt. Daraufhin geht der Stößel wieder in die Ausgangslage zurück, das Werkstück-Magazin wird erneut in die horizontale Lage geschwenkt, und der beschriebene Vorgang wiederholt sich.
- Für die Bewegungen des Stößels 7 kann eine beliebige Antriebsart, z. B. ein pneumatischer, hvdraulischer, elektromagnetischer oder ein Zahnstangen- oder Nockenwellenantrieb gewählt werden. Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung ist es vorteilhaft, diesen Stößelantrieb mit der Schwenkvorrichtung des Werkstück-Magazins über eine an sich bekannte, in der Zeichnung nicht dargestellte Steuervorrichtung zu kuppeln. Als solche kann beispielsweise eine Schaltuhr verwendet werden, bei der die Zeitdauer der einzelnen Vorgänge, insbesondere die Glühzeit, eingestellt werden kann, und die bei ihrem Ablauf elektrische Kontakte in der entsprechenden Reihenfolge schließt bzw. öffnet und dadurch die Antriebsvorrichtungen des -.\lagazins oder Stößels ein- bzw. ausschaltet.
- Die beschriebene selbsttätige Beschickungsvorrichtung ist anwendbar für alle Arten von Glühöfen, vorzugsweise für die Beschickung der Glühspulen von Induktionsglühöfen. An Stelle einer an die Austrittsöffnung des Glühraumes sich anschließenden Auffangvorrichtung kann auch eine Vorrichtung zur Zuführung des erhitzten Werkstückes zu einer Gesenkschmiedeeinrichtung vorgesehen sein.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum selbsttätigen Beschicken von Glühöfen, insbesondere Induktionsglühöfen, mit einem seitlich vor der Öffnung des Glühraumes angebrachten, um eine horizontale Achse schwenkbar angeordneten Werkstück-Magazin und einer an das glühraumseitige Ende des Magazins anschließenden Aufnahmevorrichtung, aus der die zu glühenden Werkstücke jeweils einzeln durch eine Stoßvorrichtung in den Glühraum transportiert und nach Ablauf der Glühzeit durch den Glühraum hindurch ausgestoßen werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück-Magazin zusammen mit der Aufnahmevorrichtung für das jeweils in den Glühraum zu transportierende Werkstück um eine vom Glühraum entfernt liegende horizontale Achse aus einer Lage, in der die Aufnahmevorrichtung koaxial zum Glühraum liegt und vom Magazin nicht beschickt wird, in eine Lage schwenkbar ist, in der die Aufnahmevorrichtung und ein in sie nachgleitendes Werkstück außerhalb des Bereiches der Stoßvorrichtung liegt, und daß die Bewegung des Stößels der Stoßvorrichtung aus einem kurzen Hub bei koaxialer Lage der Aufnahmevorrichtung zum Glühraum, durch den das Werkstück in die Mitte des Glühraumes eingebracht wird, und einem langen Stößelhub bei Lage der Aufnahmevorrichtung außerhalb des Bereiches der Stoßvorrichtung, durch den das Werkstück aus dem Ofen ausgestoßen wird, zusammengesetzt ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück-Magazin im Zustand der Vorbereitung der Beschickung des Glühofens geneigt, im Zeitpunkt der Beschickung horizontal angeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe des Werkstück-Magazins und des Stößels miteinander elektrisch und/oder mechanisch gekuppelt sind.
- 4.. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuervorrichtung vorgesehen ist, durch die die Reihenfolge und die dem gewünschten Glühprozeß entsprechend einstellbare Zeitdauer der einzelnen Beschickungsvorgänge festgelegt sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuervorrichtung eine Schaltuhr angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 285 503, 823 837; französische Patentschrift Nr. 487 5o6; USA.-Patentschrift Nr. 2 404 059. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 863351, 9o7915-
Priority Applications (1)
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| DE976368C true DE976368C (de) | 1963-07-25 |
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Family Applications (1)
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|---|---|
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Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE285503C (de) * | ||||
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-
1952
- 1952-01-23 DE DEL11373A patent/DE976368C/de not_active Expired
Patent Citations (6)
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