DE974745C - Nockenschaltgeraet - Google Patents
NockenschaltgeraetInfo
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- DE974745C DE974745C DE1949P0003456 DEP0003456D DE974745C DE 974745 C DE974745 C DE 974745C DE 1949P0003456 DE1949P0003456 DE 1949P0003456 DE P0003456 D DEP0003456 D DE P0003456D DE 974745 C DE974745 C DE 974745C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H19/00—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand
- H01H19/54—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand the operating part having at least five or an unspecified number of operative positions
- H01H19/60—Angularly-movable actuating part carrying no contacts
- H01H19/62—Contacts actuated by radial cams
Landscapes
- Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 13. APRIL 1961
p 3456 VIIIb j 2IC B
ist als Erfinder genannt worden
Nockenschaltgerät
Die Erfindung betrifft Nockenschaltgeräte, bei denen stockwerkartig übereinander angeordnete
Schalter durch Nocken einer parallel zur Längsrichtung des Befestigungsrahmens der übereinanderliegenden
Schalter verlaufenden Nockenwelle gesteuert werden. Solche Nockenschaltgeräte werden vornehmlich
für elektrische Bahnfahrzeuge als Fahr- und Bremsschalter verwendet. Die bekannten für diese
Zwecke benutzten Nockenschaltgeräte sind in der Regel so ausgebildet, daß der Schalter jedes Stockwerkes
lediglich eine einzige, aus Schaltkammer, Blasspule und Steuerhebel bestehende Baueinheit
bildet. Bei einer Vielzahl von Schaltern besitzen diese Nockenschaltgeräte eine große Bauhöhe und haben
daher einen großen Raumbedarf. Es sind auch einstöckige Nockenschaltgeräte bekanntgeworden, bei
denen von einer Nockenwelle über ein gemeinsames Steuerglied eine Vielzahl von in einer Ebene angeordneten
Schaltern gesteuert wird, die mit einer gemeinsamen Blaseinrichtung ausgerüstet sind. Bei
diesen Nockenschaltgeräten können die Schalter nur in einer elektrisch und mechanisch festgelegten
Folge ein- und ausgeschaltet werden. Ferner sind Nockenschaltgeräte bekannt, bei denen die Schalter
auf zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Nockenwelle angeordneten Schienen versetzt befestigt sind;
dabei befinden sich alle Schalter in verschiedenen Ebenen bzw. Stockwerken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Nockenschaltgerät so auszubilden, daß der Raumbedarf
und das Gewicht weitgehend vermindert und zugleich eine einfache und starre Befestigung der
109 552/15
Schalter im Verhältnis zur Nockenwelle und eine völlige Unabhängigkeit in der Steuerung der einzelnen
Schalter erzielt werden. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jede Baueinheit aus
mehreren unabhängig voneinander steuerbaren, in einer Ebene derart angeordneten Schaltern besteht,
daß jede Baueinheit radial zur Nockenwelle abziehbar ist und daß die Betätigung der in einer Baueinheit
liegenden Schalter durch innerhalb der Höhe einer ίο Baueinheit in versetzten Ebenen angeordnete Rollen
od. dgl. der Steuerhebel erfolgt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Nockenschaltgerätes gemäß der Erfindung dargestellt.
Die Fig. ι bis 5 geben die in einem Stockwerk des Nockenschaltgerätes befindliche Baueinheit mit zwei
Schaltern in schematischer Darstellung wieder, wobei die einzelnen Figuren verschiedene Schaltungen im
Innern des Schaltgerätes zeigen. Die Fig. 6 bis 9 zeigen eine konstruktive Ausbildung des Schaltgerätes.
In der Figur 6 ist die Draufsicht des Schaltgerätes mit Offenlegung der Einzelteile wiedergegeben. Die Fig. 7
bis 9 stellen die Draufsicht der Baueinheit und zwei Teilschnitte davon dar.
Das als Ausführungsbeispiel gezeigte Nockenschaltgerät besteht aus einer Vielzahl von stockwerkartig
übereinander angeordneten Baueinheiten mit je zwei Schaltern. In den Fig. 1 bis 5 ist der grundsätzliche
Aufbau einer solchen Baueinheit zu erkennen. Jede Baueinheit enthält zwei selbständige, in einer Ebene
angeordnete Schalter, die unabhängig voneinander von der Nockenwelle 1 gesteuert werden. Jeder
Schalter hat einen ortsfesten Kontaktteil 2 bzw. 3 und einen beweglichen Kontaktteil 4 bzw. 5. Jedes
Kontaktteilpaar steht für sich unter Wirkung einer Blasspule 6 bzw. 7. Die beweglichen Kontaktteile 4,
5 sind unter Zwischenschaltung von Isolierstücken 8 an Steuerhebeln 9 bzw. 10 befestigt. Diese Steuerhebel,
die um die Achsen 11 drehbar sind, werden durch die Nocken 12 der Nockenwelle 1 gesteuert.
Eine Mittelwand 13 trennt die Schaltkammern, in denen die Kontaktpaare 2, 4 bzw. 3, 5 enthalten sind,
voneinander. Zweckmäßig liegt in jeder Schaltkammer der ortsfeste Kontaktteil 2 bzw. 3 an der Mittelwand
13, während der bewegliche Kontaktteil 4 bzw. 5 und der zugehörige Steuerhebel 9 bzw. 10 in der Nähe
der Randseite des Schalters angeordnet sind. Die Blasspulen 6, 7 befinden sich in dem Raum zwischen
den Steuerhebeln 9,10. Die beiden aus Kontaktteilen, Blasspule und Steuerhebel bestehenden selb-
-ständigen Schalter liegen in einer Ebene in der Baueinheit, während die Betätigungsorgane der
Schalter, also die Rollen 25 der Steuerhebel, jeder Baueinheit innerhalb der Bauhöhe gegeneinander in
der Höhe versetzt angeordnet sind.
Dadurch, daß jeder der beiden Schalter einer Baueinheit mit einem Steuerhebel 9 bzw. 10 und
mit jeweils in der Höhe versetzten Rollen 25 oder dergleichen Betätigungsorganen versehen ist, die von
den Nocken 12 der Nockenwelle 1 betätigt werden, ist eine völlige Unabhängigkeit in der Steuerung der
einzelnen Schalter durch die Nockenwelle gewährleistet. Das Nockenschaltgerät kann somit in behebigen
Schaltungen Verwendung finden. Insbesondere eignet es sich für verwickelte Schaltungen, in denen es
besonders auf eine völlige Unabhängigkeit der Steuerung der einzelnen Schalter ankommt.
Zu dieser Freizügigkeit in der Steuerung der Schalter jeder Baueinheit kommt noch hinzu, daß im Innern
jeder Baueinheit die elektrischen Teile in beliebiger Weise geschaltet werden können, je nachdem es die
Schaltung verlangt, für die das Nockenschaltgerät bestimmt ist. Die Fig. 1 zeigt eine innere Schaltung
der Baueinheit, die sehr oft bei Fahr- und Bremsschaltern von Straßenbahnen verwendet wird. Dabei
sind die beiden Blasspulen 6,7 elektrisch parallel geschaltet. Die einen Enden der Blasspulen sind an die
Leitungszuführung 14 angeschlossen, während die anderen Enden der Blasspulen mit je einem ortsfesten
Kontaktteil 2, 3 in Verbindung stehen. In der Fig. 2 ist eine innere Schaltung der Baueinheit wiedergegeben,
die im wesentlichen der Schaltung der Fig. 1 gleicht. Es sind lediglich noch die ortsfesten Kontaktteile 2, 3
miteinander verbunden. Die Fig. 3 zeigt eine innere Schaltung der Baueinheit, bei der die Blasspulen 6, 7
in Reihe geschaltet sind. Das eine Ende dieser Reihenschaltung ist an die Leitungszuführung 14 angeschlossen,
während das andere Ende an den unter sich in Verbindung stehenden ortsfesten Kontaktteilen
2, 3 liegt. In der Fig. 4 ist eine innere Schaltung der Baueinheit wiedergegeben, bei der nicht nur die
Blasspulen 6,7 in Reihe hintereinandergeschaltet sind, sondern auch die Kontaktpaare 2, 4 und 3, 5. Bei
dieser Schaltung entsteht eine zweifache Stromunterbrechung innerhalb der Baueinheit. Während in
den Schaltungen der Fig. 1 bis 4 die Blasspulen 6, 7 einer Baueinheit elektrisch miteinander in Verbindung
stehen, sind sie bei der Schaltung der Fig. 5 elektrisch voneinander getrennt. Auf diese Weise erhält die
Baueinheit eines Stockwerkes zwei elektrisch völlig unabhängige Schalter, die wie die Schalter der Fig. 1
bis 4 mechanisch völlig unabhängig voneinander gesteuert werden. Bei dieser Schaltung der Baueinheit
ist somit die größte Freizügigkeit bei der Verwendung der Schalter in den Schaltungen gegeben, für die das
Nockenschaltgerät bestimmt ist.
In welcher Weise die in je einem Stockwerk des Nockenschaltgerätes befindliche Baueinheit konstruktiv
ausgebildet sein kann, zeigt das Ausführungsbeispiel der Fig. 6 bis 9. Auf einer gemeinsamen Platte 15 als
Grundplatte ruhen sämtliche Einzelteile der Baueinheit. Dadurch erhält die Baueinheit die Form
eines einheitlichen Ganzen, das beim Ein- und Ausbau aus dem Nockenschaltgerät zusammenbleibt. Etwa in
der Mitte der Grundplatte befindet sich ein Isolierstoffherz 16, an dem die ortsfesten Kontaktteile 2 und 3
befestigt sind. Von dem Isolierstoffherz 16 geht die Mittelwand 13 aus, durch die zwei Schaltkammern 17,
18 für die beiden Kontaktpaare entstehen. Die Schaltkammern 17,18 sind keramisch ausgekleidet.
Die Mittelwand 13 ist zweckmäßig mit Metallstreifen iao
19, 20 belegt, die mit den ortsfesten Kontaktteilen 2, 3 in Verbindung stehen und als Lichtbogenhörner
dienen. Neben dem Isolierstoffherz 16 befinden sich die beiden Blasspulen 6,7. An dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 bis 9 ist die in Fig. 1 dargestellte 1*5
innere Schaltung der Baueinheit verwirklicht. Je ein
Ende der Blasspulen steht in Verbindung mit dem ortsfesten Kontaktteil 2 bzw. 3. Die anderen Enden
der beiden Blasspulen sind miteinander verbunden und an die Leitungsschiene 21 angeschlossen. Mit
32 und 33 sind die an den Blasspulen sitzenden Blasbleche bezeichnet.
Wie die Fig. 6 zeigt, hat die Baueinheit einen symmetrischen Aufbau. Für die Schalter einer Baueinheit
sind weitgehend gleiche Einzelteile verwendet.
So sind die Steuerhebel, Kontaktteile, Blasspulen mit Blasblechen und die Schaltkammern für beide
Schalter gleich ausgebildet.
An der Baueinheit liegen die Leitungszuführungen zweckmäßig an den Randseiten. 14 ist die Leitungszuführung
zu den beiden Blasspulen 6, 7. Sie befindet sich entfernt von den Schaltkammern. 22 und 23 sind
die Leitungszuführungen zu den beweglichen Kontaktteilen 4, 5, die unter Zwischenschaltung der Isolierstücke
8 an den Steuerhebeln 9, 10 sitzen. Diese Leitungszuführungen bilden zugleich Lichtbogenhörner
in den Schaltkammern 17, 18.
An Rohrnieten 24, die an der Grundplatte 15 sitzen, sind die Steuerhebel 9, 10 der Schalter der Baueinheit
gelagert. Die Steuerhebel tragen Rollen 25, mit denen sie von den Nocken 12 der Nockenwelle 1 gesteuert
werden.
Infolge der Isolierung der beweglichen Kontakt-
, teile 4, 5 gegenüber den Steuerhebeln 9, 10 ist es
möglich, die Nocken 12 unisoliert auf der Nockenwelle ι zu befestigen. Auf diese Weise wird die Ausbildung
der Nockenwelle innerhalb des Nockenschaltgerätes wesentlich vereinfacht. Zum Betätigen
der Steuerhebel jeder Baueinheit gehören zwei Nocken. Diese Nocken befinden sich nicht in gleicher
Ebene, sondern sind innerhalb der Bauhöhe der Baueinheit stockwerkartig angeordnet, um die Steuerhebel
unabhängig voneinander betätigen zu können. Aus diesem Grunde liegen die Rollen 25 der Steuerhebel
9, 10, wie die Fig. 7 zeigt, innerhalb der Baueinheit in verschiedenen Höhen über der Grundplatte
15.
Die Steuerhebel 9, 10 selbst stehen unter Wirkung von Druckfedern 26, die die Steuerhebel in die
Schließstellung der Kontakte zu führen suchen. Vorteilhaft sind die Druckfedern derart angeordnet, daß mit
größer werdendem Öffnungsweg der beweglichen Kontaktteile die Rückstellkraft der Steuerhebel
abnimmt. Zu diesem Zweck sind die Druckfedern 26 in länglichen Federtöpfen 27 untergebracht, die mit
Hilfe einer Schneidenlagerung 28 an den Steuerhebeln aufgehängt sind. Die Druckfedern selbst
stützen sich an Widerlagern 29 ab, die an Böckchen 30 der Grundplatte sitzen. Durch diese Anordnung der
Druckfedern wird erreicht, daß der Arbeitsaufwand für die Bedienung des Nockenschaltgerätes verringert
ist. Trotzdem ist die durch das Zusammenwirken der Steuerhebel mit den Nocken gegebene Selbstrastung
im Vergleich zu den bekannten Nockenschaltgeräten nicht verschlechtert, da die Rückstellkraft der Druckfedern
beim Einrasten der Rollen der Steuerhebel in die Lücken zwischen den Nocken nach wie vor groß ist.
Während sich auf der einen Breitseite der Baueinheit die Grundplatte 15 befindet, ist die Baueinheit
auf der anderen Breitseite nur teilweise durch eine in der Nähe der Lagerstellen der Steuerhebel 9, 10
befindliche Platte 31 abgedeckt. Diese Platte reicht
aus, um der Baueinheit zusammen mit der Grundplatte 15 eine große mechanische Festigkeit zu geben.
Dadurch, daß die über den Lagerstellen der Steuerhebel befindliche Platte 31 klein gehalten ist, ist die
Möglichkeit gegeben, sie in der gleichen Höhe über der Grundplatte anzuordnen wie die Blasbleche 32, 33 der
beiden Blasspulen 6, 7. Auf diese Weise wird die Bauhöhe des Schaltgerätes oberhalb der Grundplatte
verkleinert.
Die Befestigung jeder Baueinheit in dem Nockenschaltgerät erfolgt vorteilhaft an drei Stellen, und zwar
durch Halterung an zwei Leistenpaaren 34, 35 und einer Säule 36. Während die Baueinheit an dem
Leistenpaar 35 nur durch Einhängen in Einkerbungen 37 gehalten wird, ist sie vorteilhaft an dem anderen
Leistenpaar 34 und der Säule 36 durch Schraubverbindungen 38 bzw. 39 befestigt. Diese Befestigungsart
gestattet eine seitliche Verschiebung der Baueinheit bei der Einstellung des ordnungsgemäßen
Zusammenwirkens der Nocken mit den Schaltern und damit der ordnungsgemäßen Kontaktöffnung.
In dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung enthält jede Baueinheit zwei selbständige, voneinander unabhängig
steuerbare Schalter. Statt dessen kann die Baueinheit auch drei oder mehr solche Schalter
enthalten.
Infolge der Unterbringung von zwei oder mehr Schaltern in einer Baueinheit jedes Stockwerkes wird
die Bauhöhe des Nockenschaltgerätes im Vergleich zu den bekannten Nockenschaltgeräten mit je einem
Schalter in jedem Stockwerk wesentlich verkürzt. Diese Verkürzung der Bauhöhe hat auch eine große
Verminderung des Materialaufwandes und des Gewichtes zur Folge, wodurch die Herstellungskosten
des Nockenschaltgerätes weitgehend herabgesetzt werden. Das Nockenschaltgerät mit den Baueinheiten
gemäß der Erfindung läßt sich infolge seines verringerten Raumbedarfes günstig an dem Aufstellungsort
unterbringen. Vor allem ist es vorteilhaft zu verwenden als Fahr- und Bremsschalter für Straßenbahnen,
da es auf der Plattform des Wagens bei weitem nicht soviel Platz beansprucht wie die bekannten
Fahr- und Bremsschalter. Insbesondere wirkt sich dies aus, wenn die Straßenbahnen mit Viermotorenschaltung
oder Zwillingswagenschaltung versehen sind. Bisher war man bei diesen verwickelten Schaltungen
gezwungen, als Fahr- und Bremsschalter Nockenschaltgeräte zu verwenden, die jeweils aus zwei Reihen
von Schaltern bestehen, die von einer gemeinsamen Nockenwelle gesteuert werden. Bei solchen doppelten
Nockenschaltgeräten ist die Zugänglichkeit, Beaufsichtigung und Wartung erschwert, so daß eine klare
Gesamtübersicht über die mechanischen und elektrischen Vorgänge verlorengeht. Auch müssen die
einzelnen Schalter mechanisch sehr stark bemessen und befestigt sein, um die harten Stöße durch die
Nockenwelle bei der Betätigung der Schalter aushalten zu können.
Diese Nachteile der doppelten Nockenschaltgeräte sind durch das Nockenschaltgerät gemäß der Erfindung
beseitigt worden, bei dem in jedem Stockwerk eine aus zwei oder mehr Schaltern bestehende Baueinheit
vorgesehen ist, die infolge ihres Aufbaues und der vorgesehenen Befestigung im Gerätrahmen schon bei
geringer bemessenen Materialstärken eine genügende Festigkeit und Starrheit der Schalter in bezug auf die
Nockenwelle gewährleistet.
Claims (11)
1. Nockenschaltgerät mit einer Mehrzahl von in parallelen Ebenen hintereinander auf einem durchgehenden
Befestigungsrahmen aufgereihten Nokkenschaltern, die jeweils aus einer Schaltkammer,
einer Blasspule und einem Steuerhebel bestehen, als einzeln lösbare Baueinheiten ausgebildet sind
und durch eine parallel zur Längsrichtung des Befestigungsrahmens verlaufende Nockenwelle gesteuert
werden, dadurch gekennzeichnet, daß jede Baueinheit aus mehreren unabhängig voneinander
steuerbaren, in einer Ebene derart angeordneten Schaltern besteht, daß jede Baueinheit
radial zur Nockenwelle abziehbar ist und daß die Betätigung der in einer Baueinheit liegenden
Schalter durch innerhalb der Höhe einer Baueinheit in versetzten Ebenen angeordnete Rollen
od. dgl. der Steuerhebel erfolgt.
2. Schaltgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blasspulen der einzelnen, in einer Ebene liegenden Schalter einer Baueinheit elektrisch
voneinander getrennt oder in Parallel- bzw. Reihenschaltung miteinander verbunden sind.
3. Schaltgerät nach Anspruch 1 mit zwei Schaltern je Baueinheit, dadurch gekennzeichnet,
daß die ortsfesten Kontaktteile (2, 3) der beiden Schalter an einer die Schaltkammern (17, 18)
voneinander trennenden Mittelwand (13) liegen, während die beweglichen Kontaktteile (4, 5) mit
ihren Steuerhebeln (9, 10) in der Nähe der Randseiten der Baueinheit hegen.
4. Schaltgerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasspulen (6, 7)
in dem Raum zwischen den Steuerhebeln (9, 10) angeordnet sind.
5. Schaltgerät nach Anspruch 1 mit zwei Schaltern je Baueinheit, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitungszuführungen (22, 23) zu den beweglichen Kontaktteilen (4, 5) unmittelbar, die
Leitungszuführung (14) zu den ortsfesten Kontaktteilen (2, 3) über die Blasspulen (6, 7) von den zu
beiden Seiten der Schaltkammern (17,18) liegenden Randseiten der Baueinheit erfolgen.
6. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Steuerhebeln (9, 10) die beweglichen Kontaktteile (4, 5) isoliert angeordnet
sind.
7. Schaltgerät nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schaltkammern
(17, 18) trennende Mittelwand (13) mit
als Lichtbogenhörner dienenden Metallbelägen (19, 20) ausgekleidet ist.
8. Schaltgerät nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungszuführungen
(22, 23) zu den beweglichen Kontaktteilen (4,5) Lichtbogenhörner in den Schaltkammern
(17, 18) bilden.
9. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Druckfedern (26), die in länglichen, mit Hilfe einer Schneidenlagerung (28) an den
Steuerhebern aufgehängten Federtöpfen untergebracht sind, derart auf die Steuerhebel (9, 10)
einwirken, daß mit größer werdendem Öffnungsweg der beweglichen Kontaktteile (4, 5) die Rückstellkraft
der Steuerhebel abnimmt.
10. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Baueinheit eine gemeinsame Platte (15) zum Tragen der Einzelteile hat,
während sie auf der gegenüberhegenden Breitseite nur teilweise durch eine in der Nähe der Lagerstellen
der Steuerhebel (9,10) befindliche Platte (31) abgedeckt ist.
11. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Baueinheit an drei Stellen im Befestigungsrahmen gehaltert ist, von denen
zwei Stellen (34,36) nut Schraubverbindungen
(38, 39) versehen und die dritte Stelle (35) als Einhängstelle ausgebildet sein können.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 490 171 ;
schweizerische Patentschrift Nr. 247 846; französische Patentschrift Nr. 773 452;
USA.-Patentschriften Nr. 2 243 566, 2 355 457; Zeitschrift »Elektrische Bahnen«, 1939, Heft 10,
S. 229 bis 233; 1935, Heft 7, S. 204.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 552/15 4.61
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1949P0003456 DE974745C (de) | 1949-07-09 | 1949-07-09 | Nockenschaltgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1949P0003456 DE974745C (de) | 1949-07-09 | 1949-07-09 | Nockenschaltgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE974745C true DE974745C (de) | 1961-04-13 |
Family
ID=582792
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1949P0003456 Expired DE974745C (de) | 1949-07-09 | 1949-07-09 | Nockenschaltgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE974745C (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE490171C (de) * | 1926-11-17 | 1930-01-28 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Stromschlussvorrichtung mit magnetischer Blasung |
| FR773452A (fr) * | 1934-05-19 | 1934-11-19 | Perfectionnements aux appareils de manoeuvre électriques | |
| US2243566A (en) * | 1939-04-13 | 1941-05-27 | Gen Electric | Electric switch |
| US2355457A (en) * | 1943-02-04 | 1944-08-08 | Gen Electric | Mechanism for electric switches |
| CH247846A (fr) * | 1944-03-09 | 1947-03-31 | Gardy Particip App | Interrupteur à double rupture par pôle et à au moins un étage. |
-
1949
- 1949-07-09 DE DE1949P0003456 patent/DE974745C/de not_active Expired
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