DE97451C - - Google Patents
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- DE97451C DE97451C DENDAT97451D DE97451DA DE97451C DE 97451 C DE97451 C DE 97451C DE NDAT97451 D DENDAT97451 D DE NDAT97451D DE 97451D A DE97451D A DE 97451DA DE 97451 C DE97451 C DE 97451C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/46—Electrically-operated clockwork meters; Oscillatory meters; Pendulum meters
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Vorrichtung soll dazu dienen, die Differenz der Geschwindigkeiten von Uhroder
Laufwerken, z. B. in Benutzung für Elektricitätszähler zur directen Anzeige zu bringen,
ohne dafs die Functionen des Anzeigewerkes auf die Gangwerke selbst eine störende Beeinflussung
ausüben.
Das Princip der Einrichtung liegt darin, dafs das eine Uhrwerk, z. B. I, während es einen
bestimmten Weg, z. B. eine halbe Umdrehung, zurücklegt, die ' Kuppelung des anderen Uhrwerkes
II mit dem Zählwerk bewirkt, und nachdem dieses Uhrwerk II das Zählwerk um ein gewisses Stück nach einer Richtung, z. B.
nach links, vorgedreht hat, diese Kuppelung des Uhrwerkes II unterbricht und sich selbst
während einer gleich langen Wegperiode, z. B. Y2 Umdrehung, mit dem Zählwerk kuppelt und;
dieses wiederum um ein bestimmtes Stück, ,z. B. nach rechts, zurückdreht, so dafs demnach'
nur die Differenz der beiden von den Uhrwerken I und II zurückgelegten Wege am
Zählwerk angezeigt wird. Die während der ersten Periode durch Uhrwerk II bewirkte
Linksdrehung braucht am Zählwerk aufsen nicht sichtbar zu werden, so dafs nur die
Differenz markirt bleibt.
Die Kuppelung der Uhrwerke kann entweder durch elastische Sperrung, durch Mitnehmer
oder Zahnräder und dergl. in verschiedener Art bewirkt werden.
Anstatt ein Uhrwerk nach dem anderen während ■ gleicher Wegintervalle des einen Uhrwerkes
auf das Zählwerk einwirken zu lassen, kann diese Einwirkung des einen Uhrwerkes auch nur momentan geschehen, während die
Verbindung" des anderen Werkes mit dem Zählwerk alsdann fast dauernd bestehen kann
und nur während der momentan entgegengesetzten Einwirkung des ersteren Werkes aufgehoben
wird.
Die Functionen der beiden Uhrwerke lassen sich natürlich beliebig vertauschen und auch
die Perioden nach Erfordern beliebig wählen.
Das Eigenartige der Construction besteht darin, dafs die beiden Uhren nach einander
und nicht gleichzeitig auf das Zählwerk wirken, indem während der Einwirkung der einen Uhr,
also z. B. während nur eines Momentes die Einwirkung der anderen Uhr auf das Zählwerk
aufgehoben wird; der Gang der beiden Uhrwerke wird durch die Bewegung des Zählwerkes
nicht merklich beeinflufst.
Dieser Constructionsgedanke läfst sich je nach dem Anwendungszweck in mannigfacher
Art ausführen.
Bei der Einfachheit des Grundprincips erübrigt sich eine schematische Darstellung des
allgemeinen Systems dieses Differentialwerkes.
Es sollen daher in der Zeichnung nur einige besondere praktische Ausführungsformen des
Beispiels halber specieller erläutert werden.
Es ist hierbei die Verbindung des einen Uhrwerkes mit dem Zählwerk eine fast dauernde,
die des anderen eine nur momentane und die Kuppelung wirkt mit elastischer Sperrung.
Diese Anordnung ' bietet vor den anderen Ausführungsformen nämlich besondere prak-
tische Vortheile, die nachher näher erläutert werden sollen.
Das eine Uhrwerk I dreht, wie Fig. ι und 2 zeigen, während seines Ganges dauernd eine
Scheibe 2, welche auf der Achse 1 dieses Gangwerkes befestigt ist. Mit dieser Scheibe 2 wird
ein auf ihr excentrisch im Punkt 3 gelagerter Sperrzahn 4 mit herum bewegt, welcher durch
die Blattfeder 5 in das Sternrad 6 hineingedrückt wird. Durch diese elastische Sperrkuppelung
wird während des Umlaufs des Uhrwerkes I auch das lose auf der Achse 1
sitzende Sternrad 6 ζ. B. nach links mit herum gedreht. Mit diesem Kuppelungsrade 6 ist ein
Sperrrad ig fest verbunden und aufserdem ein Zahnrad 7, welches letztere mit dem Rad 8 in
Verbindung steht. An diesem Zahnrad 8 sitzt excentrisch ein Mitnehmerstift 9, welcher sich
in einem Ausschnitt 10 des mit dem Rade conachsial gelagerten, aber selbstständig drehbaren
Rad 11 mit Spielraum bewegen kann. Das Rad 11 steht durch die Zahnräder 12 und 13
mit der Achse 14 in Verbindung, auf welcher aufser der ersten Zählwerksscheibe 17 noch ein
Steigrad 16 angeordnet ist, dessen Bewegung in der üblichen Weise durch einen Anker 15
geregelt ist. Die weiteren Zählwerksscheiben 18 u. s. w. stehen durch entsprechende Zehnerübertragung
mit der ersten Achse 14 in Eingriff.
Durch diese Anordnung ist zunächst die Art der Einwirkung des Uhrwerkes I auf das Differentialzählwerk
gekennzeichnet.
Dieselbe vollzieht sich demnach in der Weise, dafs während des Umlaufs des Uhrwerkes I
durch die geschilderte Sperrkuppelung vermittelst der Räderübertragung von 7 auf Rad 8
dieses letztere bei Linksdrehung der Achse r nach rechts umläuft.
Der an dem Rad 8 sitzende Mitnehmerstift 9 bewegt sich nun unter normalen Verhältnissen
leer in dem Schlitz 10 des gegenüberstehenden, gesondert gelagerten Rades 11, so dafs keine
Verschiebung an der Zählwerksscheibe 17 u. s. w. markirt -wird.
Wenn aber der Mitnehmerstift 9 bereits gegen die Wand des Ausschnittes 10 drückt und diese
sowie das Zählwerk bei seiner Bewegung mit weiter zu schieben sucht, so ist durch das Gesperre
15 und 16 eine solche entgegengesetzte
Verschiebung des Zählwerkes (nach rückwärts) unmöglich gemacht, da der Anker 15 das
Steigrad 16 nur in einem Sinne (nach vorwärts) passiren läfst.
Das andere Uhrwerk II läfst man nun im Gegensatz zu I am zweckmäfsigsten nur für
einen Augenblick auf das Zählwerk einwirken, und zwar in entgegengesetztem Sinne wie Uhrwerk
I, also z.B. rechtsdrehend.
Diese plötzliche Einwirkung kann entweder mechanisch oder elektromagnetisch bewirkt
werden. Vortheilhaft ist es, unmittelbar das Aufzugsorgan des Uhrwerkes zum Vortrieb
des Zählwerkes zu benutzen. Diese Anordnung ist in den Fig. 1 bis 5 in Verbindung
mit elektromagnetisch aufgezogenen Uhrwerken, und zwar in Fig. 1 und 2 schematisch dargestellt,
wobei z. B. auf der Achse 20 des Uhrwerkes II eine .Daumenscheibe 21 sitzt, welche
nach einer bestimmten Anzahl von Schwingungen, z. B. regelmäfsig bei jeder Umdrehung
der Achse 20, einen Contact 22 momentan schliefst und dabei einen Elektromagneten 23 .
erregt, welcher seinen Anker 24 anzieht. Der Contact für den Aufzugselektromagneten kann
auch durch eine ablaufende Zwischentriebfeder oder ein Treibgewicht periodisch gegeben werden,
wie -in Fig. 3 und 4 gezeigt ist.
Die Contacteinrichtung und der Aufzugselektromagnet sind in Fig. 1 und 2 nur schematisch
angedeutet, dagegen in Fig. 3 und 4 für hin- und hergehende und in Fig. 5 für drehende
Ankerübertragung detaillirter dargestellt.
Die elektromagnetische Anordnung besitzt deshalb besondere Vorzüge, weil sich mit derselben
gröfsere Kraftäufserungen erzielen lassen und das die Auslösung bewirkende Uhrwerk
hierbei nicht merkliche Arbeit zu verrichten hat.
Der Aufzug wird in Fig. 3 und 4 durch das ablaufende Uhrwerk II periodisch, z'. B. alle
Minuten in Gang gesetzt. Er ist derartig eingerichtet, dafs von dem Aufzugselektromagneten
periodisch sowohl bei Uhrwerk II als auch bei Uhrwerk I je eine Zwischentriebfeder nachgespannt
wird, so dafs während der Periode das Uhrwerk II durch die Zwischenfeder 46, das
Uhrwerk I durch die Zwischenfeder 53, und zwar unabhängig vom Aufzugselektromagneten
getrieben werden. Der Antrieb des Gangwerkes erfolgt durch Differentialgetriebe oder
dergleichen, von welchem in Fig. 3 und 4 der Einfachheit halber nur das um die Achse 47
sich bewegende und gleichzeitig auf dem Doppelhebel 45 drehbare Kegelrad abgebildet ist.
Mit dem ablaufenden Uhrwerk sinkt nun der Arm 45 und auch der um 43 drehbare Doppelhebel
42, an welchen die Zwischenfeder 46 angreift und welcher sich mit dem Stift 44 auf
den Arm 45 legt, auf einer Seite herab. Gleichzeitig wird der andere Arm des Döppelhebels 42,
welcher am Ende eine Nase 41 trägt, etwas gehoben Und hierdurch der Stift 40 freigegeben.
Der Stift 40 sitzt auf einem um die Achse 37 drehbaren Doppelhebel 38, welcher mittelst des
Triebes 36 durch eine in einem fliegenden Federhause 34 befindliche Spiralfeder durch
das Zahnrad 35 um einen halben Umgang in der Pfeilrichtung herumgeschnellt wird, nachdem
eben die Sperrung 40, 41 momentan ausgelöst ist. Alsdann legt sich der ebenfalls,
aber in anderem Abstand vom Drehpunkte auf dem Doppelhebel 38 sitzende Sperrstift 39 gegen
die Nase 41 des Hebels 42, so dafs nach erfolgter halber Umdrehung der Doppelarm 38
wiederum gesperrt ist. Die Feder des Federhauses 34 wird ebenfalls durch den Elektromagnetanker
24 periodisch mittelst des das Stofsrad 32 jedesmal um einen Zahn vortreibenden
Stofsstiftes 31; welch letzterer am Hebel
30 sitzt, nachgespannt. Mit dem Doppelarm 38 ist nun eine isolirte, runde Platte 55
fest verbunden, welche ein Metallsegment 54 trägt. Gegen dieses drückt die Contactfeder 22,
so dafs bei dem Herumschnellen der Scheibe 55 durch den Contact 22 und 54 der Stromkreis
des Elektromagneten periodisch geöffnet bezw. geschlossen wird. Dies geschieht in der Weise,
dafs nach erfolgtem Stromschlufs der Anker 24 des Elektromagneten 23 in Fig. 3 nach rechts
bewegt wird und hierbei sowohl mittelst des Stöfsers 31 und Stofsrades 32 die Feder des
Contactwerkes nachspannt, als auch durch den an ihm sitzenden langen Hebel 25 mittelst des
an demselben befindlichen Stöfsers 49 das Sperrrad 48 und damit die Zwischentriebfeder
4Ö des Uhrwerkes II und mittelst des Stöfsers 50 und Sperrrades 51 die Zwischenfeder
53 des Uhrwerkes I wieder nachspannt. Durch die hierdurch bedingte Aufwä'rtsbewegung
des Hebels 45 am Uhrwerk II, welcher durch Anheben des.am Hebelarm 42 sitzenden
Stiftes 44 die Feder 46 nachspannt, wird nun die Nase 41 des anderen Armes von 42 nach
unten bewegt und nunmehr der durch die Nase 41 gesperrte Stift 39 freigegeben, wodurch
der Doppelarm 38 nebst Contactscheibe wiederum einen halben Umgang herumschnellt
und der S'tromkreis des Elektromagneten wieder unterbrochen ist.. Dieses Spiel des Contactwerkes,
welches sich aus den momentan auf einander folgenden Perioden des Stromschlusses
und der Stromöffnung zusammensetzt, wiederholt sich somit in regelmäfsigen Aufzugsintervallen
von z. B. einer Minute.
Durch den Aufzugselektrdmagneten 23 wird nun aber auch gleichzeitig bei jeder Aufzugsperiode
das Zählwerk in Gang gesetzt. Dies geschieht, wie in Fig. 1, 2 und 3 für die hin-
und hergehende Ankerbewegung dargestellt ist, vermittelst des Stöfsers 27, welcher durch eine
Feder 2O1 ebenfalls an dein langen Hebel 25
des Ankers 24 elastisch befestigt ist. Wenn nun nach stets gleichbleibenden Intervallen der
Anker 24 und mit diesem der Sperrkegel 25 nach rechts bewegt wird, so stöfst letzterer das
vielgezahnte Sperrrad 19 um einen bestimmten Weg vorwärts, z. B. nach rechts. Gleichzeitig
wird' die elastische Kraft der Sperrfeder 5 durch den Stöfs überwunden und das Sternrad
6 schlüpft um einen Zahn unter dem Sperrkegel 4 nach rechts hindurch.
Statt der hin- und hergehenden Bewegung mit Stöfsereinrichtung des Ankers kann nun
auch die Beeinflussung der Zwischentriebfeder, des Contactwerkes, der Uhrwerke I und II und
des Zählwerkes vom Anker aus durch Räder-Übertragung erfolgen.
Diese Anordnung ist in Fig. 4 und .5 dargestellt,
wobei in diesem Falle der Elektromagnet 23 hufeisenförmig, und sein Anker 24 doppel-T-förmig gestaltet ist. Der Anker 24
legt nun beim jedesmaligen periodischen Stromschlufs etwa Y8 Rechtsdrehung zurück (in
Fig. 4 punktirt angedeutet) und treibt hierbei vermittelst Zahnradübertragung die verschiedenen
Organe an, während er durch die auf seiner Achse 56 mit ihrem inneren Ende befestigte
Spiralfeder 28 nach erfolgter Stromunterbrechung wieder in seine schräge Ruhelage
zurückgeführt wird. Zu diesem Behufe ist auf der Ankerachse 56 ein Sperrrad 57 befestigt,
welches mittelst des Sperrhakens 58 die diesen Sperrhaken tragende und um die Achse 56
'lose drehbare Scheibe 59 um einen gleichmäfsigen Winkel (nach rechts) vortreibt, während,
der Anker 24 nach erfolgter Stromunterbrechung durch die Kraft der Feder 28 leer
in seine Ruhelage zurückkehrt. Mit der Mitnehmerscheibe 59 ist nun ein Trieb 60 verbunden,
welcher durch die Zahnräder 61, 62 und 63 die Ankerbewegung auf die verschiedenen
Werke überträgt. Dies geschieht für das Contactwerk dadurch, dafs das Zahnrad 63
in das mit dem fliegenden Federhaus 34 verbundene Rad 64 eingreift und hierbei die Feder
im Fedefhaus 34 um ein stets gleichmäfsig grofses Stück nachspannt, während das Contactwerk
gegen Rückwärtsgang gesperrt ist. Die weitere Uebertragung durch das Getriebe 35
und 36 auf das Contactstück sowie der Auslösungsmechanismus erfolgt in der bereits vorher
beschriebenen Weise.
Das periodische Nachspannen der Zwischenfedern des Uhrwerkes II und des Uhrwerkes I
geschieht, wie aus Fig. 4 ohne Weiteres er-^
sichtlich ist,, durch den Eingriff des Zahnrades 63 in das Rad 65 für das Uhrwerk II
und weiter durch den Eingriff vom Rad 65 in Rad 66 und von diesem in Rad 67 für das
Uhrwerk I.
Von dem Zwischenrade 66 aus erfolgt nun auch endlich der Antrieb des Zählwerkes in
folgender Weise: ■ ' '
Auf der Achse 83 des Rades 66 sitzt ein kronradförmiges Sperrrad 69. Ferner kann
sich um diese Achse 83 ein Doppelarm 70 lose drehen, welcher zwei Mitnehmerstifte 68 trägt
und aufserdem mit: einem Zahnrad 75 fest verbunden ist. Das Zahnrad 75 greift dauernd in
das Rad 76 ein, welches mit dem Sternrad 6 verbunden ist. Wie bereits an Hand der Fig. 1
und 2- früher erläutert, ist auch bei dieser Anordnung
der Fig. 4 und 5 das Sternrad 6 mit der Scheibe 2 dadurch elastisch gekuppelt
dafs der auf der Scheibe 2 um den Stift 3 bewegliche Sperrkegel 4 durch die bogenförmige
Feder 5 in das Sternrad 6 hineingedrückt wird. Die Scheibe 2 ist in Fig. 4 und 5 , mit einer
Sperrverzahnung versehen und wird durch den Sperrhaken 78 gegen Rückwärtsgang (nach
rechts) gesperrt, während sie auf der Achse r des Uhrwerkes I befestigt ist und mit dieser
Uhrachse dauernd (nach links) gedreht wird. Hierbei wird also durch den Gang des Uhrwerkes
I vermittelst der genannten, durch Sperrzahn 4 und Sternrad 6 gebildeten elastischen
Kuppelung auch das Sternrad 6 und das mit diesem verbundene Zahnrad 76 (nach links) gedreht.
Das Rad 76 steht endlich in Eingriff mit dem Trieb yj^ welcher den Mitnehmerstift
79 gemäfs dem Gang der Uhr I mit herumbewegt. Dem Mitnehmer 79 gegenüber ist auf
der Achse 81 die entsprechend ausgeschnittene Mitnehmerscheibe 80 sowie eine Zifferscheibe 82
gelagert, welch erstere somit beim Anliegen des Mitnehmerstiftes 79 an Scheibe 80 eine
continuirliche Linksdrehung erfährt. Diese Mitnehmeranordnung entspricht der in Fig. 1
und 2 mit anderen Nummern bezeichneten Mitnehmerübertragung 9, 10 u. s. w. vom Uhrwerk
auf das Zählwerk. Während, der Gangperiode wird nun durch den Rädereingriff 76, 75
der die Sperrstifte 68 tragende und mit dem Rad 75 verbundene Doppelarm 70 lose um die
Achse 83 gedreht. Ein Ansatz der Scheibe 70 wird von dem gabelförmigen Arm eines um
die Achse 72 drehbaren Doppelhebels 71 umfafst. Der andere Arm des Doppelhebels 71
trägt eine Nase 73, welche einer auf der Elektromagnetankerachse 56 sitzenden halbkreisförmigen
Scheibe 74 gegenübersteht. Bei unterbrochenem Stromkreis, also während der Gangperiode, wird der Arm 70 durch eine
kleine Spiralfeder 84 von dem Sperrrad 69 weggedrückt, so dafs die Stifte 68 sich aufser
Eingriff mit dem Rade 69 beönden. Wenn hingegen der Anker 24 vom Elektromagneten 23
angezogen ist, wird das Scheibensegment 74 gedreht und stöfst gegen die Nase 73 des
Doppelhebels 71, welcher somit den Arm 70 nach links bewegt und die Mitnehmerstifte 68
mit dem Kronrad 69 in Eingriff bringt. Dadurch wird für den Moment der Aufzugsankerbewegung
durch die Sperrkuppelung 68, 69 eine Kuppelung des Zwischenrades 66 mit dem
Rade 75 und von diesem aus durch das Rad 76 auch mit dem Sternrad 6 u. s. w. bewirkt.
Hierbei wird, wie vorher dargelegt, während das Sternrad 6 im Moment des Aufzuges um
einen Zahn unter dem Sperrkegel 4 hindurchschlüpft, weiterhin durch die Zahnradübertragung
76, jj eine Rechtsdrehung des Mitnehmers 79 um ein stets gleichbleibendes Stück
bewirkt; dabei erfolgt endlich durch die Mitnehmerscheibe 80 eine Weiterdrehung des Zählwerkes
um . denjenigen Betrag, um welchen während der verflossenen Periode der von dem
Uhrwerk II zurückgelegte Weg denjenigen des Uhrwerkes I übertraf.
In dieser Weise kann sonach der Antrieb des Zählwerkes vom Aufzug aus durch Räderübertragung
(Fig. 4 und 5) oder durch Stöfsereinrichtung (Fig. 1 bis 3) erfolgen. In der
weiteren Darstellung wird nun, da beide Anordnungen nur in der Ausführungsform von
einander abweichen, der Einfachheit halber nur die bei hin- und hergehender Ankerbewegung
anzuwendende Stöfseranordnung zu Grunde gelegt werden.
Die durch das Uhrwerk II periodisch bewirkte Vorschiebung des Stöfsers . und damit
des Sperrrades besitzt jedesmal, wie ersichtlich, gleiche Weglänge, jedoch würden diese periodischen
Rechtsdrehungen natürlich innerhalb um so kürzerer Zeiträume auf einander erfolgen,
je gröfser die Geschwindigkeit des Uhrwerkes II ist.
Es ist also während der momentanen Einwirkung des Uhrwerkes II auf das Zählwerk
die elastische Kuppelung des letzteren mit dem Uhrwerk I unterbrochen bezw. überwunden.
An Stelle der hier dargestellten sternförmigen Gestalt des Sperrorgans kann natürlich auch
irgend eine andere eckige .oder unrunde Form angewendet werden.
Ferner kann statt dieser Aufhebung einer elastischen Kuppelung von Uhrwerk I mit dem
Zählwerk natürlich auch eine Unterbrechung z. B. in der Weise bewirkt werden, dafs der
Hebel 25 für einen Moment das Gesperre ganz auslöst und dafs sich dieser Mitnehmer, welcher
die Verbindung zwischen dem Uhrwerk I und dem Zählwerk bilden soll, erst wieder einlegt, nachdem das Vorstofsen des Zählwerkes
durch das Uhrwerk II bereits vollzogen ist.
Endlich kann man auch die Einwirkung des Uhrwerkes II auf das Zählwerk darauf beschränken
, dafs das Uhrwerk II nur die Auslösung eines Spannwerkes in regelmäfsigen Wegperipden -zu vermitteln hat. Hierbei
würde z. B. eine Feder oder ein Gewicht von dem einen Uhrwerk während der Periode
gespannt bezw. gehoben und von dem anderen periodisch um ein · bestimmtes Stück ausgelöst
werden; die Einwirkung der Uhrwerke auf das Zählwerk wäre also eine indirecte, aber im
Princip gleiche, wie die vorstehend näher beschriebene Ausführungsform einer directen Einwirkung
auf das Zählwerk., .
Es erübrigt nur noch die Darlegung der Wirkungsweise des Differentialzählwerkes.
Nachdem das Uhrwerk I, wie beschrieben, eine Linksdrehung des Mitnehmerstiftes 9 in
dem Ausschnitt 10 (Fig. 1 und 2) bewirkt hat, stöfst das Uhrwerk II, wie geschildert, das
Sperrrad 19 in entgegengesetztem Sinne, z.B.
nach rechts, und bewegt dadurch auch den Stift 9 um ein bestimmtes Stück nach rechts.
Die Weglänge dieses Vorstofses mufs stets die gleiche sein, da jedesmal ein Zahn von 6 unter
dem Sperrzahn 4 hindurchschlüpft, während die Linksbewegung durch das Uhrwerk I verschieden
grofs sein kann.
Es sei angenommen, dafs das Uhrwerk II einen schnelleren Gang habe als I, z. B. während
II 240 Schwingungen zurücklegt, möge I nur 210 Schwingungen machen. Es eilt demnach
das Uhrwerk II dem Uhrwerk I in jeder Minute um 30 Schwingungen vor.
Während nun das Uhrwerk I den Stift 9 entsprechend seinem Intervall von 210 Schwingungen
nur um z. ß. 7 mm nach rückwärts in dem Ausschnitt 10 bewegt hat, wird gleich
darauf das schneller laufende Uhrwerk II entsprechend seinen während derselben Zeit zurückgelegten
240 Schwingungen den Stift 9 mit
240
8 mm nach vor-
einem Ruck um —-— · 7
210
210
wärts stofsen.
Dieser Wegunterschied des Stiftes, d. h. seine Verschiebung um 1 mm entspricht also nach
obigem Beispiel einer Gangdifferenz der beiden Uhren von 30 Schwingungen pro Minute.
Würde der Stift 9 am Ende dieses seines Vorstofses um gegen vorher 1 mm (30 Schwingungen)
noch nicht die Wand des Ausschnittes 10 erreicht haben, so würde demnach
das Zählwerk 17 u. s. w. noch nicht vorwärts gedreht werden; diese 30 Schwingungen
Uhrdifferenz werden also noch nicht markirt, es hat jedoch der Stift gegen seine Stellung
am Anfang der Periode sich bereits um 1 mm der Wand genähert. Während der darauf
folgenden Periode des Spieles der beiden Uhrwerke würde sich hierzu noch eine weitere
Verschiebung von 1 mm addiren, da wiederum, vorausgesetzt, dafs die frühere Gangdifferenz
der beiden Uhrwerke bestehen bleibt, der Vorstofs des Mitnehmers 9 durch Uhrwerk II die
Rückwärtsbewegung desselben durch Uhrwerk I während derselben Periode^ um 1 mm übersteigt.
So addiren sich allmälig die Vorwärtsbewegungen des Mitnehmerstiftes 9 entsprechend
dem Auflaufen der. Ganggeschwindigkeitsdifferenzen· Die Vorwärtsdrehung des Zählwerkes
tritt stets ein und geschieht um so viel, wie der, Mitnehmerstift 9, nachdem er bis an die
Wand des Ausschnittes 10 herangekommen, durch Gegendrücken gegen diese Wand die
Räder 11, 12 u. s. w. und damit die Zählwerksscheiben 17 u. s. w. nach vorwärts schiebt.
Da es nun unter Umständen wünschenswerth ist, dieses allmälige Vorrücken der Zählwerksscheiben 17 u. s. w. nicht, wie es sonst nach
obiger Darlegung der Fall wäre, in jedem Intervall nur sehr wenig, also gleichsam
»schleichend« eintreten zu lassen, sondern es mehr in ein gleichmäfsiges Vorspringen zu verwandeln,
so ist, wie bereits beschrieben, mit der" ersten Zählwerksachse 14 ein Steigrad 16
verbunden, dessen Drehung durch die Ankerhemmung 15 derart geregelt ist, dafs es nur
nach vorwärts, und zwar jedesmal um einen Zahn, z.B. 40 Schwingungen Differenz ent-'
sprechend, vorspringt.
Der verbleibende Ueberschufs über z. B. 40 Schwingungen Differenz bleibt, wie aus der
Construction ersichtlich, stets erhalten und kommt bei den darauf folgenden Perioden in
Anrechnung, da dieser Ueberschufs durch eine weitere Verschiebung des Mitnehmerstiftes dargestellt
wird und auch der Anker 15 entsprechend weiter dem nächsten durchzulassenden
Zahn des Sperrrades 16 genähert ist.
Wie bereits bemerkt, ist eine Rückwärtsbewegung des Zählwerkes z. B. bei verkehrtem
Gang der beiden Uhrwerke durch diese Steigradhemmung 15, 16 unmöglich gemacht.
Statt des Hemmwerkes kann auch der Vortrieb des Zählwerkes durch einen Windfang
oder dergl. gedämpft und gleichmäfsig gemacht werden.
Das Zählwerk ist aber stets gegen Rückwärtsgang, z. B. durch Sperrrad und Sperrzahn
gesperrt. Es mufs natürlich eine solche Hemmung z. B. durch Ueberwiegen der Geschwindigkeit
des Uhrwerkes Γ gegenüber II anderweitig sich ausgleichen können,- da andernfalls
bei blofser Sperrung das Uhrwerk II event, zum Stillstand gebracht oder Schaden leiden
würde.
Diese Compensation einer verkehrten Voreilung geschieht auf sehr eigenartige Weise,
und zwar durch die Functionen der elastischen Kuppelung folgendermafsen: Da, wie bemerkt,
die Steigradhemmung 15, 16 die Zählwerksräder
und die Zahnräder 12 und 11 gegen Rückwärtsdrehung
sperrt, so sind in diesem Falle diese genannten Organe als unbeweglich fest anzusehen. Infolge dessen wird in dem Falle,
wo dauernd das Uhrwerk I in jeder Periode eine gröfsere Linksdrehung des Sternrades 6
bewirken würde, als die Rechtsdrehung durch das Uhrwerk II beträgt, der dauernd mit der
Scheibe 2 nach links sich weiter drehende Sperrkegel 4 mehr und mehr aus den Zähnen
des, wie ersichtlich, in diesem Falle nach rückwärts unbeweglichen .Sternrades 6 herausgedrängt
werden, bis er über den nächsten Zahn hinweg in die folgende Lücke fällt. Durch dieses allmälige Hinweggleiten des Sperrkegels 4
nach rückwärts über die Zähne des Sternrades 6 wird demnach die nicht zu markirende
verkehrte Voreilung des Uhrwerkes I gegenüber II aufgehoben und unschädlich gemacht,
ohne dafs > bei der geringen, hierbei zu überwindenden
elastischen Kraft der Sperrkegel-
feder 5 eine Störung des Ganges der beiden Uhrwerke eintritt.
In der Praxis würde man auch ferner mit Hülfe dieser Sperrung und Compensation eine
Markirung unbeabsichtigter Gangdifferenzen. der beiden Uhrwerke bequem aufheben können.
Wenn z. B. die beiden Gangwerke unter normalen Verhältnissen die genau gleiche Geschwindigkeit
besitzen sollen, so würde im Laufe langer Zeit allmälig eine merkliche Anzeige am Zählwerk markirt werden, sobald z. B.
infolge mangelhafter Regulirung das Uhrwerk II auch ohne Auftreten äufserer, seine Geschwindigkeit
beeinflussender und zu messender Kräfte eine, wenn auch geringe, Voreilung gegenüber
dem Uhrwerk I erlangt.
Um für diesen Fall allzu subtiler Einregulirung der Uhren auf normal gleiche Geschwindigkeit
überhoben zu sein, würde man unter Zulassung eines für das Resultat an sich kaum
merklichen Fehlers dem Uhrwerk I auch schon bei normalem Gange eine geringe Beschleunigung
gegenüber Uhrwerk II ertheilen.
Diese minimale Voreilung von I würde aber, wie erläutert, von dem Zählwerk infolge der
Sperrung gegen Rückwärtsbewegung und der elastischen Kuppelung nicht markirt werden,
also die Ablesungen nicht irritiren.
Es ist aus dem Vorstehenden ersichtlich, dafs somit durch die wechselweise in bestimmten
Intervallen nicht gleichzeitig, sondern nach einander erfolgende Einwirkung beider
Uhrwerke auf das Zählwerk die Differenzen der Uhren in richtigem Sinne genau summirt
werden und dafs eine verkehrte Anzeige verhütet ist. Der Gang der Uhren selbst wird
durch die Functionen des Zählwerkes nicht merklich alterirt, insbesondere wenn der Vortrieb
des Zählwerkes durch den Aufzugsmechanismus selbst und nicht durch die Gangwerke
bewirkt wird.
Diese Einrichtung kann unter verschiedenen Combinationen und bei beliebiger Vertauschung
der Functionen der einzelnen Organe, wie anfangs erläutert, und zwar sowohl für Uhrwerke
mit elektrischem als auch für solche mit mechanischem Aufzug durch Gewicht, Feder
oder dergl. getroffen werden.
Die in den Figuren dargestellte und vorstehend speciell beschriebene Ausführungsform
mit momentaner und plötzlich erfolgender Einwirkung des einen Uhrwerkes bezw. des
durch dasselbe periodisch ausgelösten Aufzugsorgans auf das Zählwerk bietet endlich noch
insofern einen praktischen Vortheil, als das Zählwerk mit vorspringenden Zahlen eingerichtet
werden kann; das Zahn für Zahn erfolgende Vorspringen ist in der Beschreibung
bereits erläutert worden.
Es ist ersichtlich, dafs bei dieser Anordnung die Kraftaufwendung für Zählwerke mit springenden
Zahlen ohne Weiteres durch den Aufzugsmechanismus geleistet wird, ohne dafs die Gangwerke selbst, wie bei anderen Constructionen
unvermeidlich, bei dieser Function auch nur im Geringsten gestört werden.
Claims (3)
- Paten t- Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zur Anzeige des Geschwindigkeitsunterschiedes zweier Uhr- oder Laufwerke, dadurch gekennzeichnet, dafs das eine Uhrwerk periodisch nach Zurücklegung bestimmter Weglängen eine Kuppelung derartig umschaltet, dafs beide Uhrwerke nach einander, in einander entgegengesetztem Sinne, während bestimmter, gleichbleibender Wegperioden des einen Uhrwerkes auf ein Zählwerk einwirken, wobei die Voreilung des einen Uhrwerkes gegenüber dem anderen am Zählwerk in bestimmten Intervallen angezeigt und die während der verschiedenen Perioden aufgelaufenen Gangunterschiede summirt werden.
- 2. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine die stetige Verbindung des einen Uhrwerkes mit dem Zählwerk herstellende elastische Sperrkuppelung, welche während der kurzdauernden Einwirkung des anderen Uhrwerkes auf das Zählwerk durch die gröfsere Gegenkraft überwunden und damit in ihrer Wirkung aufgehoben wird, zum Zwecke, eine dauernde genaue Anzeige der aufgelaufenen Differenzen ohne Störung des Uhrganges zu ermöglichen und eine verkehrte Einwirkung auf das gegen Rückwärtsgang gesperrte Zählwerk infolge der Nachgiebigkeit der elastischen Kuppelung aufzuheben.
- 3. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1- und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs die plötzlich in bestimmten Zwischenräumen erfolgende Einwirkung des einen Uhrwerkes auf das Zählwerk durch die von diesem Uhrwerk periodisch in Betrieb gesetzte Aufziehvorrichtung der Uhrwerke erfolgt, zum Zwecke, die Fortbewegung des Zählwerkes auch bei ruckweise erfolgendem Antrieb desselben ohne störende Beeinflussung des Uhrganges zu bewirken.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=368501
Family Applications (1)
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0
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