DE974372C - Numerierlocher fuer Zaehlkarten - Google Patents
Numerierlocher fuer ZaehlkartenInfo
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- B42F—SHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
- B42F21/00—Indexing means; Indexing tabs or protectors therefor
Landscapes
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Numerierlocher für Zahlkarten.
Es sind Registriermaschinen für Zählbelege bekannt, bei welchen der Registriereinrichtung Zählbelege nacheinander
zugeführt werden und unter der Steuerung eines in Übereinstimmung mit der Zählbelegzuführung
schrittweise weitergeschalteten Zählwerks derart Zählmarkierungen registriert werden, daß aufeinanderfolgende
Belege Markierungen erhalten, die in der Zahlenreihe aufeinanderfolgende Zahlen darstellen.
Die Registriereinrichtung kann dabei verschiedene Gestaltung erhalten, ebenso wie die Zählmarkierungen
und der Zählbeleg selbst. Eine besondere Ausführung dieser Maschinengattung sind die sogenannten
Numerierlocher, bei denen der Locheinrichtung Zählkarten nacheinander zugeführt werden und unter der
Steuerung eines in Übereinstimmung mit der Zählkartenzuführung schrittweise weitergeschalteten Zählwerks
derart gelocht werden, daß aufeinanderfolgende Karten Lochzeichen erhalten, die in der Zahlenreihe
aufeinanderfolgende Zahlen darstellen.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß in einem Numerierlocher der angedeuteten Art die
Zählkarten von einem nach dem dezimalen System und einem nach dem binären System aufgebauten
Lochwerk gelocht und die beiden Zählwerke in Übereinstimmung mit dem Kartendurchgang weitergeschaltet
werden, so daß ein Stapel von durchlaufend numerierten Lochkarten gewonnen wird, von denen
jede die laufende Nummer sowohl in dezimaler als
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auch in binärer Lochschrift trägt. Die Erfindung liefert also zu jeder Zahl, die entweder dezimal oder
binär gegeben ist, die dazugehörige binäre oder dezimale Zahl.
Diese Möglichkeit gestattet es wiederum, durch maschinelle Vergleichsmethoden zu gegebenen dezimalen
Zahlen die dazugehörigen binären Zahlen und zu gegebenen binären Zahlen die dazugehörigen dezimalen
Zahlen maschinell zu übertragen,
ίο Wesentliches Merkmal der Erfindung ist der Aufbau eines solchen Numerierlochers, indem zur Vereinfachung der Steuerung die Lochstempel der dezimalen Lochereinheit in einer Reihe angeordnet sind und ebenso die Lochstempel der binären Lochereinheit in einer Reihe liegen. Die Lochfelder der Karten werden in bekannter Weise schrittweise unter den Lochstempelreihen vorbeigeführt.
ίο Wesentliches Merkmal der Erfindung ist der Aufbau eines solchen Numerierlochers, indem zur Vereinfachung der Steuerung die Lochstempel der dezimalen Lochereinheit in einer Reihe angeordnet sind und ebenso die Lochstempel der binären Lochereinheit in einer Reihe liegen. Die Lochfelder der Karten werden in bekannter Weise schrittweise unter den Lochstempelreihen vorbeigeführt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, eine Registriermaschine für Zählbelege in
Form von Lochkarten, schematisch veranschaulicht.
Fig. ι zeigt die Gesamtansicht einer Registriermaschine
für Zählbelege;
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Lochereinheit mit der Anordnung der dezimalen und binären Lochwerte;
Fig. 3 ist ein Schnitt durch die Lochereinheit nach Fig. 2 mit dem weiter nicht veranschaulichten Schrittschaltwerk
des Locherwagens;
Fig. 4 zeigt eine Lochkarte, wie sie im vorliegenden Ausführungsbeispiel für die Registrierung der Zählbelege
zur Anwendung kommt;
Fig. 5 a und 5 b sind untereinanderzulegen und aneinanderzufügen. Sie zeigen das gesamte Schaltbild
der Maschine.
Bevor die als »Registriermaschine für Zählbelege« ausgebildete Ausführungsform der Erfindung im einzelnen
erläutert wird, soll zunächst in allgemeinen Umrissen ihre Wirkungsweise skizziert werden.
Jedesmal, wenn das Kartenmesser eine neue Karte der Lochereinheit zuführt, wird je ein Impuls in den
dezimalen und in den binären Zähler gesendet. Die Karte durchläuft zuerst den dezimalen Locher, wobei
die neue Zahl, die um Eins höher ist als die vorhergehende, in dezimaler Darstellungsweise in den linken
Teil der Lochkarte gelocht wird. Anschließend durchläuft die Karte den binären Locher, wobei dieselbe
Zahl in binärer Darstellungsweise in den rechten Teil der Karte gelocht wird. Durch eine Rollenablage
wird die Lochkarte abgelegt, während bereits wieder eine neue Karte der Lochereinheit zugeführt wird.
Bevor die allgemeine Wirkungsweise der »Registriermaschine für Zählbelege« beschrieben wird, werden
zum besseren Verständnis zunächst die einzelnen Teile der Maschine, die Lochereinheit, der binäre Zähler
und der dezimale Zähler nacheinander beschrieben.
Die Registrierkarte, in Fig. 4 dargestellt, ist in einen dezimalen Teil D und in einen binären Teil B
zur Aufnahme derselben Zahl in den zwei verschiedenen Darstellungsweisen eingeteilt. Die Registrierkarten
werden so in das Kartenbett 201 gelegt, daß der dezimale Teil D dem dezimalen Locher 221
gegenüber zu liegen kommt und die abgeschnittene Kartenecke dem Lochmagneten zugekehrt ist. Das
justierbare Kartenmesser 202, das auf dem Kartenwagen befestigt ist, führt die Karte aus dem Kartenbett
201 der Lochereinheit zu, wobei die Kartenanschläge 203 die Karte in einer genau fixierten Lage
festhalten.
Der Kartenwagenist verschiebbar über die Rollen 205,
die in den Führungsschienen 206 an den Seiten des Kartenbettes gelagert sind, und steht unter der
Steuerwirkung eines an sich bekannten Schrittschaltwerkes 204, das die zu lochenden Lochfelder unter
der Lochereinheit festhält und nach der Lochung weitertransportiert.
Während die Karte unter dem dezimalen Locher 221 vorbeigeführt wird, wird über eine Kontaktleiste 300
die im dezimalen Zähler 301 stehende Zahl positionsweise abgefühlt und nacheinander auf die Lochmagnete
DI bis DYII übertragen. Die Lochmagnete erhalten dadurch Strom und ziehen ihren Kern 223 an, die
beweglich gelagerten Hebel 224 drücken die Stempel 225 herunter, wodurch die Löcher in die Karte
gestanzt werden. Nachdem die Karte den dezimalen Locher durchlaufen hat, gelangt sie in den binären
Locher. Bedingt durch die Schaltung auf der Kontaktleiste, führt der Locherwagen so viele Leerschritte
aus, bis er auf die Spalte kommt, in die die binäre Zahl gelocht werden soll. Die binäre Zahl wird, wie noch
später beschrieben wird, gleichzeitig aus dem binären go Zähler auf die Lochmagnete übertragen und in die
Karte gestanzt. Anschließend wird die Karte von dem Kartenwagen aus dem binären Locher 226 heraustransportiert.
Hat der Kartenwagen seinen linken Anschlag erreicht, so kuppelt der Kupplungsmagnet
das Kupplungsrad 210 ein, welches mittels der Zahnstange 209 den Kartenwagen wieder aufzieht. Die
Karte aber, die bis zwischen die Ablagerollen 213 transportiert wurde, wird von den Rollen, die von der
Zahnstange 209 angetrieben werden, erfaßt und in die Ablage 214 transportiert. Schlägt der Kartenwagen
an seinen rechten Anschlag, so wird das Kupplungsrad mechanisch ausgekuppelt. Durch den
Wagenaufzug wurde die Wagenrückzugfeder 208 gespannt, die mittels der Zahnstange 207 den Kartenwagen
wieder nach links befördert, nachdem das Kartenmesser eine neue Registrierkarte erfaßt hat
und dem Zähler ein Impuls zugeführt wurde.
Es sollen zunächst der Aufbau und die Wirkungsweise des Rechenrelais der ersten Stelle beschrieben
werden. Die Rechenrelais in den höheren Stellen arbeiten in entsprechender Weise.
Zu j eder Seite des hin und her beweglichen Ankers τ Α
sind zwei Spulen vorgesehen. Die an entgegengesetzten Seiten des Ankers liegenden äußeren Spulen Ho bzw.
Hi sind die Haltespulen für die »Null«-Stellung bzw.
die »Eins«-Stellung. Beide Spulen sind hintereinandergeschaltet, sie liegen im Stromkreis der Leitung 1H,
d. h. der Leitung für die erste Zählwerkstelle, die die Haltespulen enthält. Im Betriebszustand sind die
beiden Haltespulen dauernd unter Strom. Da jedoch die Haltespule Ho eine etwas größere Windungszahl
als die Haltespule H τ aufweist, wird der Anker iA
des Rechenrelais in der Ausgangsstellung immer in der aus Fig. 5 b ersichtlichen linken Stellung, d. h. in
der »Nulk-Stellung des Rechenrelais, gehalten.
Die beiden anderen, an entgegengesetzten Seiten des Relaisankers liegenden inneren Spulen /o und Jx
sind die Impulsspulen, die jedoch nur in dem Augenblick eines über die Impulsleitung χ L ankommenden
Rechenimpulses Strom erhalten. Jede Impulsspule hat einen Kontakt Ko bzw. Kx, an dem der Anker χ Α
in der zugeordneten Stellung anliegt, der damit eine Verbindung zwischen der Leitung χ L, der zugeordneten
Impulsspule und der Rückleitung R über die Umschaltkontakte PUjo bzw. PU/x herstellt.
Wesentlich ist noch für die Wirkungsweise, daß die beiden Spulen Ho und /o sowie andererseits die
beiden Spulen Hi und Jx sich derart entgegenwirken,
daß sich ihre magnetischen Kraftfelder bei gleichzeitiger Erregung beider Spulen aufheben.
In der Ausgangsstellung wird der Anker xA durch die etwas größere Haltewicklung Ho nach links
gezogen und stellt mit seinem unteren Ende eine Verbindung von dem Impulskontakt RK 2 über
Relais xC, Leitung χ L, Kontakt Ko, Umschaltkontakt PfJ/o zu dem Impulsmagneten /0 her. Der
letztere Magnet wird aber erst wirksam, wenn ein Rechenimpuls über die Bürste 11 ankommt. Wird
nun durch Zuführung einer neuen Karte das Relais RR erregt, so erfolgt ein Impuls von Stromquelle, Hauptleitung
20, Leitung 10, geschlossener Kontakt RK 2, Abreißrelais xC, Leitung xL, Anker τA, Kontakt Ko,
Kontakt PUjo, Impulswicklung /0, Leitung R und über Rückleitung 30 zur anderen Seite der Stromquelle.
In diesem Augenblick hebt aber die magnetische Wirkung der Spule /o die magnetische
Wirkung der Spule Ho auf den Anker τ Α auf. In diesem kurzen Augenblick wird daher die Haltespule
Hi wirksam und legt den Anker nach rechts um. Durch die Umschaltung wird auch die Impulszuleitung
durch den sich öffnenden Kontakt Ko zu der Spule /0 unterbrochen, und der Anker wird jetzt
von der Spule Hi in der rechten Stellung gehalten, trotzdem die Spule Hi schwächer ist als Ho. Aber
der größere Luftspalt zwischen Ho und iA läßt die Überlegenheit der Spule H 0 nicht zur Geltung kommen.
Um zu verhindern, daß nun gleich wieder derselbe Impuls nochmals vermöge der Erregung der Spule /1
ein Zurückschalten des Ankers veranlaßt, ist das Abreißrelais χ C in die Impulszuleitung eingeschaltet,
so daß ein Rechenimpuls, gleichgültig, wie lange er dauert, nur jeweils eine einmalige Umlegung des
Relaisankers bewirken kann und die nächste Umlegung immer einen neuen Impuls erfordert. Kommt
nun ein zweiter Impuls, so wird infolge des nach rechts umgelegten Ankers τA die Impulsspule /1
Strom erhalten und den Einfluß der Spule Hi auf den Relaisanker aufheben. In diesem Augenblick
kann aber die Spule Ho wirksam werden, weil zur rechten Seite des Relaisankers überhaupt keine magnetischen
Kräfte angreifen. Der Relaisanker wird durch den zweiten Impuls wieder nach links in seine Ausgangsstellung
zurückgelegt.
Es ist also ersichtlich, daß nach jedem zweiten Impuls der Anker wieder seine »Null«-Stellung einnimmt.
Da aber nun in der Zwischenzeit zwei Einheiten in die betreffende Zählerstelle eingeführt
worden sind, so muß beim Zurückgang des Ankers in die »Null«-Stellung ein Zweier-Übertrag in die
nächsthöhere Rechenstelle erfolgen.
Wenn dieser zweite Impuls ankommt, erregt er nicht nur die Spule /1 des ersten Rechenrelais,
sondern er wird auch über den Kontakt FUx, Leitung 2L, Anker 2A, Kontakt Ko, Kontakt PUjo
auf die Impulswicklung /0 des zweiten Rechenrelais wirksam, so daß in diesem Augenblick die magnetische
Wirkung der Spule /0 des zweiten Rechenrelais aufgehoben wird. Die Haltespule Hi kommt zur
Wirkung und legt den Anker 2 A nach rechts um. Erfolgt nun der dritte Impuls, so stellt sich der Anker
des ersten Rechenrelais wieder nach rechts, wie bei dem ersten Rechenimpuls, ohne daß sich die Wirkung
weiter fortpflanzt. Anders ist es bei dem vierten Impuls. Die Anker des ersten und zweiten Rechenrelais
befinden sich in der rechten Lage, der »Eins«- Stellung. Erfolgt nun ein Impuls, so wirkt er sich bis
zum dritten Rechenrelais aus und legt den Anker der dritten Stelle von der »Null« in die »Eins«-Stellung
um, während gleichzeitig die Anker der ersten beiden Stellen von der »Eins«- in die »Nulk-Stellung umgelegt
werden.
Es ist ersichtlich, daß jeder Impuls, der in die erste
Stelle geleitet wird, als »Eins« registriert wird und daß durch jeden zweiten Impuls, der den Anker des
ersten Rechenrelais in seine »Nulk-Stellung zurückstellt, ein Einer-Übertrag auf das zweite Rechenrelais
erfolgt, der sich, wenn der Anker dieses Rechenrelais bereits in der »Eins«-Stellung befindet, auf die dritte
Stelle fortpflanzt, d. h. sich über alle hintereinanderliegenden Rechenrelais fortpflanzt, dessen Anker in
der »Eins«-Stellung stehen, bis er auf ein Relais stößt, dessen Anker sich in der »Nulk-Stellung befindet.
Dieser Anker wird von der »Nulk-Stellung in die »Eins«-Stellung umgeschaltet, während gleichzeitig
alle davorliegenden Anker von der »Eins«- in die »Null«- Stellung umgeschaltet werden.
Um die Einstellung der Rechenrelais durch Lochung wiedergeben zu können, ist eine besondere Umschaltvorrichtung
vorgesehen. Durch Umschaltung der Kontakte P U kann man die Relaiseinstellung abfühlen und L05
auf die Lochmagnete übertragen, wobei der zugehörige Lochmagnet erregt wird, wenn der Relaisanker in der
»Eins«-Stellung steht, dagegen erfolgt keine Erregung des Lochmagneten, wenn der Anker in der »Nulk-Stellung
steht.
Angenommen, es sind fünf Karten den Locheinheiten zugeführt worden, dann hat durch fünfmaliges
Schließen des Kontaktes RK 2 der Binärrechner fünf Impulse erhalten. Wie aus der vorhergehenden Beschreibung
hervorgeht, steht der Anker χ A der in »Eins«-Stellung, der Anker 2 A in der »Nulk-Stellung,
der Anker 3 A in der »Eins«-Stellung, der Anker 4 A und alle folgenden Anker in der »Nulk-Stellung.
Schließt jetzt der Kontakt LOKx, so werden die Lochmagnete auf folgendem Weg erregt.
Von der Stromquelle, Hauptleitung 20, Leitung 51, geschlossener Kontakt LOKx, Leitung 52, Leitung 1L,
Anker χ A in der »Eins«-S,tellung, geschlossener Kontakt Kx, umgeschalteter Kontakt PUx, Leitung 61,
Lochmagnet Bx. Außerdem von Anker χ A über Leitung
2 L, Anker 2 A in der »Nulk-Stellung, Kontakt Ko
der zweiten Rechenwerkstelle, umgeschalteter Kontakt PZJo, Leitung 42, Leitung 3 L, Anker 3 A in der
»Eins«-Stellung, geschlossener Kontakt Kx, umgeschalteter Kontakt PiJi, Leitung 63, Lochmagnet B3.
Die Lochmagnete Bx und B 3 sind erregt worden, weil
die Anker der ersten und dritten Rechenstelle auf »Eins« standen.
Der Dezimalzähler 301 besteht aus einem Elektromagnet
302 und einem Anker 303. Jedesmal, wenn der Elektromagnet einen Impuls bekommt, wird der
Anker angezogen und dreht dadurch in bekannter Weise die erste Zählerstelle um eine Einheit weiter,
wobei beim Überschreiten der Zählposition »Neun« die nächsthöhere Zählstelle um eine Einheit weitergedreht
wird. Solche Impulszähler, bei denen man die Impulse durch die Stellung der Schauräder ablesen
kann, sind bekannt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Schaurad durch zwei gegenüberliegende
Bürsten 304 und 305 ersetzt.
Während die eine Bürste auf einer der Kontaktschienen »0« bis »9« Kontakt gibt, die über alle Zählersteilen
reichen und die über das zugehörige Relais TR 0 bis TRg mit der entsprechenden Stelle auf der Kontaktleiste
300 verbunden sind, steht die gegenüberliegende Bürste in einem Segment I bis VII. Diese
Segmente, die gegeneinander isoliert sind, sind mit dem zugehörigen Lochmagnet DI bis D VII verbunden.
Es wird angenommen, daß die zweite Karte den
Locher verlassen hat und daß noch mehrere Karten im Kartenkopf vorhanden sind, so daß der Kartenkopfkontakt
KK geschlossen ist.
Der Kartenwagen ist in seiner linken Stellung angelangt und schließt den linken Kartenanschlag LA.
Dadurch bildet sich folgender Stromkreis: Hauptleitung 20, Leitung 350, Relais LR, Kontakt LKz,
geschlossener Anschlagkontakt LA, Leitung 351, Hauptleitung 30. Das Relais LR zieht an und bildet
sich über den eigenen Umschaltkontakt LK 2 und über den geschlossenen Kontakt RK3 einen Haltestrom.
Der Kontakt LKx öffnet und unterbricht die Leitung
für die Kontaktleiste 300. Der Kontakt LKj, schließt
--,.. und schaltet den Motor M ein. Gleichzeitig erhält der -Kupplungsmagnet KM Strom und kuppelt das Kupplungsrad
210 ein, wodurch, wie schon beschrieben, der Kartenwagen nach rechts transportiert wird.
Am rechten Anschlag angekommen, wird der rechte Anschlagkontakt RA geschlossen, wodurch das Relais
RR anzieht, da, wie vorausgesetzt, noch Karten im Kartenkopf vorhanden sind und dadurch der Kontakt
KK geschlossen ist. Durch die Erregung. von Relais RR öffnet der Kontakt RK3, wodurch das
Relais LR abfällt. Über den sich dadurch öffnenden Kontakt LK 3 werden der Motor und der Kupplungsmagnet stromlos, das Kupplungsrad wird, wie bereits
beschrieben, in bekannter Weise mechanisch ausgekuppelt. Durch das Schließen des Kontaktes RKx erhält
der Dezimalzähler 301 einen Impuls und schaltet die erste Stelle um eine Einheit weiter, so daß jetzt,
wie gezeichnet, die Bürste 304 auf der dritten Schiene Kontakt gibt. Gleichzeitig hat über den Kontakt RKz
der Binärzähler seinen dritten Impuls erhalten. Dadurch, daß die Zahnstange 207 in ihrem ersten Teil
keine Zähne hat, in die das Schrittschaltwerk 204 eingreifen
kann, wird die Karte, die vom Kartenmesser 202 ergriffen wurde, sofort der dezimalen Lochereinheit
221 zugeführt, bis die Lochposition »0« unter der Matritze ist. In dieser Stellung fällt das Schrittschaltwerk
in den ersten Zahn. In dieser Stellung steht auch der Kontaktpimpel 306, der mit dem Kartenwagen
fest verbunden ist, auf der Kontaktleiste auf dem Kontakt »0«.
Durch diese Kontaktgabe entstehen folgende Stromkreise: Hauptleitung 20, Leitung 352, geschlossener
Kontakt LKx, Leitung 353, zur Kontaktleiste über Pimpel 306, Kontakt »0« der Kontaktleiste zum zweispuligen
Relais TRo, dessen beide Spulen gegeneinandergeschaltet sind, so daß sich ihre Wirkung aufhebt,
wenn beide Spulen erregt werden. Im vorliegenden Falle werden beide Spulen der Relais TRo erregt.
Die eine Spule ist über Leitung 354 mit der Hauptleitung 30 verbunden, die andere Spule ist mit der
Kontaktschiene »0« verbunden. Da bis jetzt nur drei Karten gezählt wurden, also der Dezimalzähler drei
Impulse erhalten hat, steht die Kontaktbürste der ersten Stelle auf der Schiene »3«, während alle anderen
Bürsten auf der Schiene »0« stehen. Die gegenüberliegenden Bürsten stehen auf den Kreissegmenten.
Dadurch ist für die Stelle II bis VII die Verbindung geschaffen von der Kontaktschiene »0« über die beiden
gegenüberliegenden Bürsten, die miteinander verbunden sind, zu den Kreissegmenten, die wiederum
mit den zugehörigen Lochmagneten DII bis DVII verbunden sind, über die Rückleitung, geschlossenen
Kontakt DKx zur Hauptleitung 30. Die Lochmagnete DII bis DVII ziehen an, wodurch in der
zweiten bis siebenten Dezimalstelle der Karte, die mit der Lochposition »0« unter der Matritze steht, Löcher
gestanzt werden.
Am tiefsten Punkt des Stempelweges wird der Kontakt D geschlossen, wodurch das Relais DR erregt
wird. Der zugehörige Kontakt DKx öffnet und macht die Lochmagnete stromlos, so daß die Stempel in ihre
Ausgangsstellung zurückgehen können. Dadurch wird auch der Strom für eine Spule des Relais RTo unterbrochen,
das Relais kann anziehen, und der Kontakt TKo schließt. Über Leitung 352, Kontakt LKx, Kontakt
TKo erhält jetzt der Transportmagnet des Kartenwagens TrM Strom. Durch den eigenen Unterbrechungskontakt
TrKx wird der Strom wieder unterbrochen, wodurch das Schrittschaltwerk einen Schritt
ausführt und der Kontaktpimpel auf den Kontakt 1 zu stehen kommt. Da im angenommenen Beispiel keine
Bürste auf der Schiene 1 steht, erhält nur eine Spule des Relais TR χ Strom, das Relais zieht an und schließt
den Kontakt TKx. Der Transportmagnet wird wieder erregt, und der Wagen führt einen Schritt aus. Der
Pimpel gelangt dadurch auf den Kontakt 2, wodurch wieder ein Leerschritt ausgeführt wird. Erst wenn der
Pimpel auf dem Kontakt 3 angelangt ist, kann das Relais TR3 nicht anziehen, weü beide Spulen erregt
werden.
Da die Bürste der ersten Stelle auf der Schiene 3 steht, besteht eine Verbindung zum Lochmagnet DI.
Der Lochmagnet zieht an, und es wird in der ersten Dezimalstelle in der Lochposition »3« ein Loch gestanzt.
Wie bereits beschrieben, öffnet nach der
Lochung der Kontakt DKx. Dadurch werden die Lochmagnete stromlos, gleichzeitig wird auch dadurch der
Strom für eine Spule des Relais TR3 unterbrochen,
das Relais zieht an, schließt den Kontakt TK3, und der Wagen kann einen Schritt weiterschalten. Diese
Vorgänge wiederholen sich, bis der Pimpel den Kontakt 9 verlassen hat und auf den ersten Kontakt gelangt,
der direkt mit dem Transportmagnet TrM verbunden ist. Damit ist auch die Lochkarte mit ihrer
ersten Spalte unter die binäre Lochereinheit 226 gelangt. Dadurch, daß die folgenden Kontakte der Kontaktleiste
direkt mit dem Transportmagnet verbunden sind, führt der Kartenwagen so viele Schritte aus, bis
der Pimpel auf den Kontakt gelangt ist, der durch eine Schaltschnur mit dem Lochrelais LOR verbunden ist.
Das Relais LOR kann anziehen. Über den zugehörigen Kontakt LOK2 wird das Relais PUR erregt und bildet
sich einen Haltestrom über den eigenen Kontakt PUK. Die zugehörigen Kontaktreihen PUo und PUi schalten
um, und die Binär-Rechenrelais werden an die Binär-Lochmagnete geschaltet.
Durch das Schließen des Kontaktes LOKx entsteht
folgender Stromkreis, nachdem, wie angenommen, drei Impulse in die Binärzähler geleitet wurden und dadurch,
wie schon beschrieben, die Anker des ersten und zweiten Rechenrelais in der »Eins«-Stellung stehen.
Von der Hauptleitung 20, Leitung 51, geschlossener Kontakt LOKx, Leitung 52, Leitung χ L, Anker χ A in
der »Eins«-Stellung, geschlossener Kontakt Kx, umgeschalteter Kontakt PiJi, Leitung 61, Lochmagnetspule
Bx, über die Rückleitung und den geschlossenen Kontakt BKx zur Hauptleitung 30. Gleichzeitig vom
Anker χ A über den Kontakt FUx, Leitung zL, Anker 2 A in der »Eins«-Stellung, Kontakt Kx der zweiten
Rechenstelle, umgeschalteter Kontakt PUx, Leitung 62 zum Lochmagnet B 2, wodurch die beiden Lochmagnete
anziehen und in der Spalte Eins und Zwei im binären Teil der Karte in der Reihe, die durch
Schaltung auf der Kontaktleiste ausgewählt wurde, Löcher stanzen. Am tiefsten Punkt des Stempelweges
wird der Kontakt B geschlossen, wodurch das Relais BR anzieht. Der zugehörige Kontakt BKx unterbricht
den Strom für die Lochmagnete. Der Kontakt BK 2 erteilt dem Transportmagnet TrM einen Impuls,
und der Wagen kann wieder einen Schritt ausführen. Die folgenden Kontakte sind wieder direkt mit dem
Transportmagnet verbunden, so daß wieder so viele Leerschritte ausgeführt werden, bis der Wagen den
rechten Anschlag schließt und wieder das Relais LR erregt wird.
Über den Kontakt LK4 fällt das Relais PUR ab,
wodurch die Anker des Binärrelais wieder an die Impulsspulen geschaltet werden. Durch das Schließen
des Kontaktes LKj, wird der Motor wieder eingeschaltet,
und der Kartenwagen wird wieder aufgezogen.
Claims (3)
1. Numerierlocher, bei dem der Locheinrichtung Zählkarten nacheinander zugeführt und unter der
Steuerung eines in Übereinstimmung mit der Zählkartenzuführung schrittweise weitergeschalteten
Zählwerkes derart gelocht werden, daß aufeinanderfolgende Zählkarten Lochzeichen erhalten, die in
der Zahlenreihe aufeinanderfolgende Zahlen darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß die Karten
von einem nach dem Dezimalsystem und einem nach dem Binärsystem aufgebauten Lochwerk gelocht
werden, von denen das erstere unter der Überwachung eines Dezimal-Zählwerkes und das letztere
unter der Überwachung eines Binär-Zählwerkes steht, welche Zählwerke beide in Übereinstimmung
mit der Kartenzuführung zur Maschine und in Übereinstimmung miteinander schrittweise weitergeschaltet
werden, so daß fortlaufend numerierte Lochkarten gewonnen werden, von denen jede die
laufende Nummer sowohl in dezimaler als auch in binärer Lochdarstellung trägt.
2. Numerierlocher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lochstempel sowohl der dezimalen als auch der binären Lochereinheit in je
einer Reihe liegend angeordnet sind.
3. Numerierlocher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochstempel sowohl der
dezimalen als auch der binären Lochereinheit in einer Reihe liegend angeordnet sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 009 655/11 12.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ702A DE974372C (de) | 1950-04-02 | 1950-04-02 | Numerierlocher fuer Zaehlkarten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ702A DE974372C (de) | 1950-04-02 | 1950-04-02 | Numerierlocher fuer Zaehlkarten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE974372C true DE974372C (de) | 1960-12-08 |
Family
ID=7197505
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ702A Expired DE974372C (de) | 1950-04-02 | 1950-04-02 | Numerierlocher fuer Zaehlkarten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE974372C (de) |
-
1950
- 1950-04-02 DE DEJ702A patent/DE974372C/de not_active Expired
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