DE971252C - Isolationshuelse fuer in Nuten gebettete Kaefigwicklungen - Google Patents
Isolationshuelse fuer in Nuten gebettete KaefigwicklungenInfo
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Description
- Isolationshülse für in Nuten gebettete Käfigwicklungen In der Elektrotechnik benötigt man mitunter neben ausgesprochen hochwertigen Isolierarten auch solche, bei denen die Potentialdifferenz der gegeneinander zu isolierenden Teile verhältnismäßig klein ist, bei denen es aber oft auf besonders hohe mechanische Widerstandsfähigkeit ankommt. Macht man z. B. bei Zentrifugenmotoren mit Rücksicht auf den langdauernden Anlauf den Widerstand der Käfigwicklung entsprechend groß, indem man z. B., um die Wärme gut abführen zu können, die Käfigstäbe an ihren Enden über Widerstandsfahnen miteinander oder mit einem Kurzschlußring verbindet, dann brauchen die Käfigstäbe gegen das Läuferblechpaket nur so hoch isoliert zu werden, daß der überwiegende Teil des Läuferstromes durch die Widerstandsfahnen fließt. Andernfalls würden diese Fahnen durch die Läuferbleche überbrückt werden. Dafür muß aber die Isolation zwischen Käfigstab und Nut mechanisch so widerstandsfähig sein, daß sie der rauhen Beanspruchung beim Hineintreiben der Stäbe in die Nuten standhält. Da bei langem Anlauf mit einer starken Erwärmung der Käfigstäbe zu rechnen ist, muß diese Isolation auch thermisch genügend fest sein. Auf anderen Gebieten der Elektrotechnik liegen ähnliche Aufgaben vor. Es sind schon zahlreiche Nutisolationsarten für solche und ähnliche Zwecke bekannt. Soweit hier aber mit organischen Isolierstoffen gearbeitet wird, sind diese starken mechanischen Beanspruchungen und, von einigen wenigen modernen Isolationsanordnungen abgesehen, auch thermischen Beanspruchungen nicht gewachsen. Man hat z. B. die Nuten mit einer Paste ausgekleidet oder mit Hülsen ausgelegt, oder man hat die Wicklungsstäbe mit Hülsen umgeben. Natürlich kann man auch anorganisches Material, wie Glimmer, für die Isolation verwenden und würde dadurch zwar einwandfreie thermische Verhältnisse erzielen, mechanisch ist aber Glimmer solchen Beanspruchungen nicht oder nur bei Anwendung besonderer Vorsicht gewachsen. Man könnte auch daran denken, zur Isolation oxydierte Aluminiumbleche oder andere Bleche mit glasartigem oder keramischem Überzug zu verwenden. Aber die spröde Oberflächenschicht, die die Isolation bildet, splittert zu leicht ab, so daß sich zumindest stellenweise Kurzschlüsse ergeben.
- Solche und ähnliche Mängel beseitigt die vorliegende Erfindung. Erfindungsgemäß besteht die Isolationshülse für in Nuten gebettete Käfigwicklungen aus phosphatiertem Eisenblech, vorzugsweise aus Tiefziehblech, und ist mittels eines wenigstens mechanisch widerstandsfähigen Lackes fest auf den Läuferstab geklebt. Durch das Phosphatieren ergibt sich eine Oberflächenisolation für die Bleche. Das Phosphatieren ist außerdem billig durchführbar. Natürlich kann die isolierende Oberflächenschicht auch mittels anderer Verfahren hergestellt werden, wenn sich dabei ein in seinen Eigenschaften ähnliches Endprodukt ergibt wie bei der Phosphatbehandlung. Ist der mechanisch widerstandsfähige Lackauftrag nicht genügend hitzebeständig, dann wird man einen Lackkörper verwenden, der bei Erhitzung keine leitenden Kohlestoffbrücken bildet. Am besten ist es natürlich, hitzebeständige Lacke, wie Silicone, Siliziumester, Lacke aus Fluorverbindungen od. dgl., zu verwenden. Die Hauptaufgabe dieses Lackauftrages besteht weniger in der Isolation als in dem Schutze der Phosphatschicht gegen mechanische Beschädigungen. Vor allem wird vermieden, daß es beim Einschlagen des Stabes samt Hülse zu Verschiebungen zwischen Stab und Hülse kommt. Die Phosphatschicht auf' der Innenfläche der Hülse kann daher nicht durch Reibungsvorgänge zerstört werden und behält so trotz rauher mechanischer und thermischer Beanspruchungen ihre Isolierfähigkeit. Hat der Lack diese Aufgabe erfüllt, dann kann man eine allmähliche Zersetzung bei höheren Betriebstemperaturen in Kauf nehmen, insbesondere dann, wenn, wie oben erwähnt, der Lack keine Kohlerückstände bildet.
- Eine besonders vorteilhafte Isolationsart ergibt sich bei zwei- oder mehrschichtiger Anordnung der Bleche, weil dann die zwischen den Schichten liegende Isolation durch die anschließenden Bleche besonders gut mechanisch geschützt ist, und zwar insbesondere dann, wenn die hülsenförmigen Bleche gut ineinandergepreßt sind. Unter Umständen kann man zwischen die Bleche, zwischen Nut und Blech oder Stab und Blech, auch noch zusätzliche Isolierschichten anbringen, z. B. dünne Glimmerfolien. Auch können dem Schutzlack Füllstoffe zugesetzt werden.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Isolationshülse für in Nuten gebettete Käfigwicklungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus phosphatiertem Eisenblech, vorzugsweise aus Tiefziehblech, besteht und mittels eines wenigstens mechanisch widerstandsfähigen Lackes fest auf den Läuferstab geklebt ist.
- 2. Isolationshülse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Lackkörper des Auftrages bei Erhitzung keine leitenden Kohlestoffbrücken bildet.
- 3. Isolationshülse nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen hitzebeständigen Lackauftrag.
- 4. Isolationshülse nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwei- oder mehrschichtige Anordnung der Bleche. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 7I4 022, 881 547; britische Patentschriften Nr. 386 739, 397 179> 652 9i8; Patentanmeldung S 2382 VIIIb,/2z d1; O. M a c c h i a , Fortschritte auf dem Gebiete der Phosphatierung, 2. Ergänzungsband, »Der Phosphatrostschutz«, 1945, S. 218 bis 222.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Applications Claiming Priority (1)
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Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB386739A (en) * | 1931-07-07 | 1933-01-26 | Metal Finishing Res Corp | Production of phosphate coatings on metals |
| GB397179A (en) * | 1931-02-21 | 1933-08-21 | Pyrene Co Ltd | Improvements relating to the application of protective coatings to metals |
| DE714022C (de) * | 1938-07-07 | 1941-11-20 | Bbc Brown Boveri & Cie | Kurzschlusslaeufer mit gegossener Wicklung |
| GB652918A (en) * | 1948-12-17 | 1951-05-02 | Electrolux Ab | Improvements in or relating to laminated iron cores for dynamo-electric machines, transformers and the like |
| DE881547C (de) * | 1950-07-25 | 1953-07-02 | Argillit | Verfahren zum Isolieren von Blechpaketen fuer elektrische Maschinen |
-
1954
- 1954-12-24 DE DES42060A patent/DE971252C/de not_active Expired
Patent Citations (5)
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