DE97037C - - Google Patents

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DE97037C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F35/00Cleaning arrangements or devices
    • B41F35/007Cleaning arrangements or devices for supports of workpieces

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Reinigen der Druckunterlagen aus Filz u. dgl. in der Kattundruckerei, Bodenbelagdruckerei, Papierfärberei u. dgl. Bisher ist es bei der Reinigung derartiger Unterlagen üblich, dieselben der Einwirkung von hin- und herlaufenden oder sich drehenden Bürsten auszusetzen, mittelst welcher unter Zuhülfenahme von Wasser oder einer anderen Flüssigkeit die von Farben verunreinigte Oberfläche der Bekleidung mehr oder weniger gereinigt wird.
Dieses Reinigungs-Verfahren hat gewisse Mangel, insofern die Bürsten, um die sä'm'mtliche dem Gewebe anhaftende Farbe zu entfernen, sehr kräftig auf die Unterlage einwirken müssen und dabei ein Einreiben der Farbe in den Stoff bezw. ein Ausbreiten oder Vertheilen auf eine gröfsere Fläche herbeiführen. Aufserdem verschmieren sich die Bürsten auch schnell mit Farbe und Faserstoff der Bekleidung, so dafs sie weniger wirksam arbeiten können.
Zweck vorliegender Erfindung ist die Beseitigung dieser Mängel dadurch, dafs der gröfste Theil der Farbe und des Faserstoffes von der Druckunterlage, ehe dieselbe in der Waschvorrichtung behandelt wird, mittelst einer gut polirten bezw. geglätteten umlaufenden WTalze abgenommen wird, die derart eingestellt ist, dafs sie sich mit der von Farbe verunreinigten Fläche der Bekleidung in leichter Berührung befindet. Die Walze läuft in einer Richtung, entgegengesetzt der Richtung um, in welcher die Bekleidung bewegt wird, und zwar mit einer gröfseren Geschwindigkeit als diese. Der gröfsere Theil der Farbe und des Faserstoffes, mit welchem die Bekleidung versehen ist, wird auf diese Weise auf die Oberfläche der umlaufenden Walze übertragen. Eine in gleicher Weise wirkende, jedoch kleinere und schneller umlaufende Walze kann ferner hinter dem Wäscher angeordnet sein, um die noch an dem Gewebe haftenden Unreinigkeiten zu entfernen.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht:
Fig. ι die Vorrichtung in Vorderansicht.
Fig. 2 ist eine Stirnansicht derselben.
Fig. 3 veranschaulicht die Einstellung des Abstreichers zwecks Ausgleichs von Abnutzungen.
Fig. 4 bildet die Ansicht einer Vorrichtung, bei welcher zwei Reinigungswalzen mit einem Wäscher zusammen arbeiten.
Fig. 5 stellt eine Ausführungsform dar, bei welcher die Walze auf den Filz einwirkt, sobald derselbe den Wäscher verläfst, um die letzten Spuren von Schmutz und Faser zu beseitigen.
Eine Walze a, zweckmäfsig aus Gufseisen mit polirter »Oberfläche, läuft in Lagern der Böcke b. Erforderlichenfalls kann die Oberfläche der Walze a mit einem geeigneten Metall, das durch Farben chemisch nicht angegriffen wird, bekleidet oder z. B. galvanisch überzogen werden. Die Welle a1 der. Walze α ist in Lagerblöcken c gelagert, welche in den Trägern d mittelst Schraubenspindeln d1, die durch Handräder oder Griffe d2 bewegt werden, verstellbar sind. Auf der Welle al ist ein Ketten-
rad α2 angeordnet, welches den Antrieb der Walze von einer geeigneten Kraftquelle vermittelt. Die Walze α kann natürlich der Breite des zu behandelnden Filzes entsprechend jede passende Länge erhalten.
Die Unterlage, welche in der Zeichnung durch die punktirte Linie e angedeutet ist, wird unter die Walze α und über die Walze/ fortgeleitet. Die Walze α wird mittelst des Handrades d2 so eingestellt, dafs der Walzenumfang mit der zu reinigenden Oberfläche des Filzes e in leichte Berührung kommt; die auf derselben abgelagerte Farbe und Faser haftet an der Umfläche der umlaufenden Wralze a. Ein Abstreicher g sorgt für die Reinigung der Walze bezw. die Entfernung der Farbe u. dgl., so dafs die Walzenoberfläche stets blank und rein erhalten wird. Die Anordnung der Abstreicher kann in geeigneter Weise erfolgen und bildet keinen Theil der Erfindung.
Nach der Zeichnung ist der Abstreicher g in Klemmen g1 eingespannt, von denen die untere Drehzapfen g2 erhält und mittelst Schrauben h in Winkelschlitzen i der Halter j verstellt werden kann, die an den Trägern d befestigt sind (Fig. 3). Die Zapfen g2 des Abstreichers g werden von Lagerstücken k aufgenommen, welche mittelst der Schrauben h gegen die Walze α gehoben und gesenkt werden können.
An den Zapfenenden des Abstreichers sind Hebel / angebracht, an welche Federn angreifen, die andererseits an Stiften η der Tragestücke j befestigt sind. Hierdurch wird der Abstreicher g gegen die Walze a mit geeignetem Druck angelegt gehalten. Die vorstehend beschriebene Lagerung und Anpressung der Abstreicher ist nur eine beispielsweise, die durch jede andere geeignete Vorrichtung ersetzt werden kann, und ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Die durch den Abstreicher g von der Walze α entfernte Farbe oder dergleichen gelangt in einen Behälter 0 an den Haltern j der Böcke b (Fig. 2); diese Behälter können in Untersatzgefäfse entleert werden. Nach dem Verlassen der Walze a wird die Filzbekleidung einer geeigneten Waschvorrichtung zugeführt. Der auf diese Weise von dem gröfsten Theil der Farbe u. s. w. befreite Filz . kann durch die Bürsten des Wäschers leichter gereinigt werden, und da die Nothwendigkeit der längeren und rauheren Behandlung des Filzes durch die Bürsten entfällt, wird hierdurch auch die Brauchbarkeit des Filzes verlängert. Aufserdem ist, da der gröfsere Theil der Farbe beseitigt ist, ehe der Filz in der Waschvorrichtung behandelt wird, ein Verpacken der Bürsten nicht möglich und das Abwasser des Wäschers auch weniger verunreinigt, und es bietet die Weiterbehandlung desselben ' beim Absetzenlassen und Filtrireri j weniger Schwierigkeiten, ehe das Wasser Flufs- \ laufen u. s. w. wieder zugeführt werden kann. '
Erforderlichenfalls kann die Walze α durch Gas, Dampf oder dergleichen von innen geheizt werden, um ihre Fähigkeit, die Farben; aufnehmen zu können, zu erhöhen. ' \
In Fällen, wo die Filzunterlage für eine; einzige theuere Farbe zur Verwendung gelangte,' wird bei Benutzung der beschriebenen Vor-1 richtung eine erhebliche Ersparnifs durch die^ Wiedergewinnung eines Theiles dieser Farbe erzielt.
Fig. 4 veranschaulicht eine Ausführungform der Vorrichtung, bei welcher zwei Reinigungswalzen in Verbindung mit einem Wäscher auftreten. Die Filzunterlage e wird aus der Druckmaschine über die Leitwalze f geführt und gelangt von hier zu der ersten Reinigungswalze, welche die verunreinigte Fläche des Filzes bearbeitet und einen grofsen Theil der Farbe u. s. w. abnimmt. Darauf gelangt der Filz zu der zweiten Reinigungswalze, um auch von dieser in derselben Weise bearbeitet zu werden, ehe er dem Wäscher zugeführt wird. In letzterem untersteht der Filz, wie üblich, der Bearbeitung der umlaufenden Bürsten ρ q und der Trockenbürste r und wird schliefslich nach dem in der Zeichnung nicht dargestellten Trockencylinder geleitet.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, bei welcher eine polirte umlaufende Walze nach dem Waschen und Reinigen das überschüssige Wasser und die letzten Farbenreste von der Oberfläche des Filzes beseitigt. Der Filz e wird, nachdem er durch die. Bürsten ρ q bearbeitet worden ist, von der Walze s in leichte Berührung mit der polirten Walze t gebracht. Diese Walze t hat einen kleinen Durchmesser und läuft mit grofser Geschwindigkeit um. Ein Abstreicher u, . dessen Halter ux seitlich am Wäscher befestigt sind, dient zur Entfernung der Farbreste von der Oberfläche der Walze t und Zuführung nach dem Waschtroge. Die Walze t läuft in Lagern in den Stirnwänden des Wäschers und ist ebenso wie der Abstreicher gegen den Filz e einstellbar. Anstatt einer Walze aus Gufseisen kann anderes Material Verwendung finden, das eine glatte, polirfähige Fläche erhalten kann, wie Holz, Glas oder dergleichen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Reinigen von Druckunterlagen in der Kattundruckerei u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dafs die Druckunterlage, bevor oder nachdem dieselbe in den bekannten Wäschern mittelst rotirender oder hin- und hergehender Bürsten gereinigt wird bezw. worden ist, der Wirkung
    oder mehrerer blank polirter, nach Bedarf geheizter Walzen ausgesetzt wird,' welche, sich entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung der Unterlage sowie mit gröfserer Umdrehungsgeschwindigkeit drehend, die Farbe bezw. Farbe und Waschwasser von der Druckunterlage abnehmen.
    Eine Vorrichtung der unter ι. gekennzeichneten Art, bei welcher die mittelst der polirten Walzen von dem Drucktuch abgenommene Farbe u. dgl. durch gegen die Walzen anliegende einstellbare Schaber oder Abstreicher (g) in besondere Behälter (o) geleitet wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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