DE970245C - Schmiervorrichtung mit drehbar aufgehaengtem, auf Schmiermittelfoerderkolben einwirkendem Gewicht, fuer Wellen u. dgl. sich drehende Koerper, insbesondere fuer Gelenkspindeln von Walzwerken - Google Patents
Schmiervorrichtung mit drehbar aufgehaengtem, auf Schmiermittelfoerderkolben einwirkendem Gewicht, fuer Wellen u. dgl. sich drehende Koerper, insbesondere fuer Gelenkspindeln von WalzwerkenInfo
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Description
- Schmiervorrichtung mit drehbär aufgehängtem, auf Schmiermittelförderkolben einwirkendem Gewicht, für Wellen u. dgl. sich drehende Körper, insbesondere für Gelenkspindeln von Walzwerken Das Schmieren der Lager von Wellen u. dgl. sich drehenden Körpern bereitet Schwierigkeiten, wenn die Lagerstellen schlecht zugänglich sind, wie etwa bei Schiffswellen. Besonders groß werden die Schwierigkeiten bei Lagerstellen, die nicht ortsfest sind, sondern sich drehen und gegebenenfalls noch heben und senken, wie beispielsweise bei Gelenkspindeln von Walzwerken. Hier liegen zwischen den Spindelköpfen und den Zapfen der Arbeitswalzen und der Kammwalzen in den Kuppelmuffen Gelenksteine u. dgl. Kraftübertragungsteile, die- unter dauernder Bewegung gegenüber ihren Lagerstellen bzw. Gleitflächen große Kräfte übertragen müssen. _ Die Lagerstellen und Gleitflächen der Steine usw. bewegen sich mit der Spindel, so daß sie von einer festen Stelle aus nicht geschmiert werden können.
- Von der einfachen Handschmierung, die von der Aufmerksamkeit des Bedienungsmannes abhängig ist und zudem nur während des Stillstandes einwandfrei durchgeführt werden kann, ist man bereits zu einer automatischen Schmierung übergegangen, die selbsttätig während des Betriebes die Schmierstellen versorgen soll. Bekannt ist es, an der Welle bzw. der Spindel eine Fettpumpe anzubringen, die das Fett oder auch C51 durch Leitungen oder Bohrungen den Schmierstellen zwangsweise zuführt. Nicht einfach ist dabei der Antrieb der mitumlaufenden Pumpe. Man hat zu diesem Zweck beispielsweise bei Walzwerksspindeln den ortsfesten Spindelstuhl, der die Spindel etwa in ihrer Mitte unterstützt, mit einem feststehenden, die Spindel umfassenden schrägen Ring versehen, der gegenüber der sich drehenden Pumpe wie eine Taumelscheibe wirkt und den Pumpenkolben hin-und herbewegt. Es sind aber auch ähnlich wirkende mechanische Antriebe der Pumpe über Zahnräder od. dgl. Mittel denkbar bzw. kann dar Antrieb über einen mit der Pumpe zusammengebauten Elektromotor erfolgen, dem der Strom durch Schleifringe zugeführt wird. Dieses alles ist jedoch umständlich und nicht immer oder nur schwer durchführbar, da die Spindel dauernd ihre Schräglage entsprechend der wechselnden Walzenstellung, ändert.
- Selbst bei Vorhandensein eines brauchbaren einfachen Antriebes für die Fettpumpe ist die an der Welle oder Spindel angebrachte Pumpe an sich immer noch ein Nachteil, da sie als hinausragender Teil stört, viel Platz beansprucht sowie besonders bei schnell laufenden Wellen oder Spindeln als Unwucht und schwungmomentvergrößernd wirkt.
- Auch die Anwendung einer Fettkammer innerhalb der Spindel, aus der das Fett etwa unter Federdruck zu den Schmierstellen gepreßt wird, löst allein das Problem nicht, da ein Angleich an die jeweiligen betrieblichen Umstände, wie Drehzahl und Belastung, nicht gut möglich ist und zudem sogar während des Stillstandes Fett durchgepreßt werden kann.
- Zum Stand der Technik sei weiterhin bemerkt, daß es bei Schienenfahrzeugen bekannt ist, für die Schmierung der Spurkränze von Radsätzen ein pendelnd aufgehängtes Gewicht vorzusehen, dessen Pendelbewegungen, die insbesondere beim Durchfahren von Kurven entstehen, auf Kolben übertragen werden, welche das Schmiermittel zu den Spurkränzen fördern.
- Die Erfindung beseitigt die genannten Nachteile. Sie- schafft eine Schmiervorrichtung, welche keinen besonderen Antrieb von außen sowie keinen zusätzlichen Raum erfordert. Sie, kann leicht den jeweiligen betrieblichen Bedingungen angepaßt werden und arbeitet nur dann, wenn sich die Welle oder Spindel dreht. Selbst an Stellen, die sonst für die bekannten Schmiervorrichtungen unzugänglich sind, ist sie ohne weiteres anwendbar.
- Nach der Erfindung wird vorgeschlagen, innerhalb der Spindel ein Gewicht pendelnd aufzuhängen. Das Gewich; bleibt in Ruhe, auch wenn sich die Spindel dreht. Die Relativbewegung zwischen dem ruhenden Gewicht und der sich. drehenden Spindel wird dazu ausgenutzt, eine oder mehrere Fettpumpen anzutreiben, die in der Spindel liegen und sich mit dieser drehen. Die Fettpumpen entnehmen das Fett einem Speicherraum und drücken es zu den Schmierstellen.
- Zweckmäßig liegt das Gewicht mit seiner Achse zentrisch innerhalb der Spindel in einer Bohrung, die zu einem Fettraum verlängert ist. Das Fett steht in diesem Raum unter Federdruck, so daß es selbsttätig der Pumpe zugeführt, jedoch von dieser nur dann weitergefördert wird, sobald sich die Spindel dreht.
- Vorteilhafterweise liegt das pendelnde Gewicht in einem beidseitig geschlossenen Zylinder, der als Einsatzstück drehfest in der Spindelbohrung angeordnet ist, die Fettpumpen trägt und als Abschluß des Fettraumes dient.
- Nach einem weiteren Vorschlag gemäß der Erfindung kann ein Getriebe, vorzugsweise ein Schneckengetriebe, zwischen der Pendelachse des Gewichtes und den Fettpumpen vorgesehen sein. Die Relativbewegung zwischen dem ruhenden Gewicht und den sich mit der Spindel drehenden Fettpumpen wird mit großer Untersetzung über Exzenter od. dgl. auf die federbelasteten Förderkolben der Fettpumpen übertragen. Durch entsprechende Wahl des Getriebes kann die günstigste Untersetzung für die normale Drehzahl der Spindel erreicht werden. Die Untersetzung hat außerdem den Vorteil, daß man durch ein verhältnismäßig kleines Pendelgewicht, welches aus einem schweren Metall, wie Blei, gefertigt wird, mit einer verhältnismäßig geringen Spindelbohrung auskommen kann.
- Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann außerdem der Fettpumpenkolben in einen Abschlußdeckel tauchen, dessen Öffnung auf der anderen Seite von einem federbelasteten Gegenkolben abgeschlossen wird. Dieser Gegenkolben ist in seiner oberen Endlage einstellbar, so daß zwecks Regulierung der Fördermenge je Hub der Raum zwischen Förder- und Gegenkolben vergrößert oder verkleinert werden kann. Unter dem Druck des zwischengepreßten Fettes, den der Pumpenkolben erzeugt, weicht der Gegenkolben nach unten aus und gibt das Fett zu den Schmierstellen frei.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung schematisch dargestellt.
- Abb. i zeigt einen Gesamtschnitt durch eine Walzwerksspindel, Abb. a eine entsprechende Vergrößerung des rechten Spindelteiles mit Einzelheiten der Schmiervorrichtung; Abb. 3 und q. geben Querschnitte hierzu wieder; Abb.5 zeigt ebenfalls, im Schnitt vergrößert, den Aufbau der eigentlichen Fettpumpe; Abb. 6 zeigt vergrößert einen Teil der Abb. i. Mit i ist die Spindel bezeichnet, deren Köpfe über Gelenksteine a gelenkig an die Kuppelmuffen 3 der nicht näher dargestellten Arbeits-bzw. Kammwalzen angeschlossen sind. Mit q. ist der Spindelstuhl angedeutet.
- In der Spindel i sind Längsbohrungen 5 angebracht, die als Fettkammern dienen und durch die Schmiervorrichtung 6 abgeschlossen werden. In die Fettkammern 5 ragt jeweils ein Rohr 7. Mit 8 ist eine Feder bezeichnet, die über einen das Rohr 7 umgreifenden Druckkolben 9 das Fett unter Druck setzt und der Schmiervorrichtung 6 zuführt bzw. durch das Rohr 7 in eine Bohrung ro drückt, von der es über eine Zweigbohrung i i und Düse 12 zur Lagerstelle des Zylinderstuhles 4 gelangt. 13 sind Öffnungen zur Belüftung des Raumes hinter dem Druckkolben 9, in welchem die Feder 8 liegt, so daß diese nicht gegen ein Vakuum zu arbeiten braucht.
- Mit 14 sind verschließbare Nachfüllöffnungen für die Fetträume 5 bezeichnet. 15, 16, 17 sind weitere Bohrungen, die zu den verschiedenen zu schmierenden Lagern bzw. Gleitflächen führen.
- Die in der Abb. i mit 6 angedeutete Schmiervorrichtung besteht entsprechend den Abb. 2 bis .4 aus einem Einsatzstück 2o, das durch einen Deckel 21 abgeschlossen ist und in welchem an der Achse 22 -das Gewicht 23 pendelnd aufgehängt ist. Das Einsatzstück 2o sitzt drehfest in der Spindel i und schließt den Fettraum 5 ab. In Richtung auf den Fettraum 5 trägt die Achse 22 eine Schnecke 22Q, die mit dem Schneckenrad 22b ein Getriebe bildet, durch welches über die Schnecken 24 und Schneckenräder 25 die Exzenter 26 bewegt werden.
- Jedem Exzenter 26 ist ein durch eine Feder 27 belasteter Kolben 28 zugeordnet, der auf den Förderkolben 29 wirkt oder auch mit diesem einen Teil bilden kann. Der Förderkolben 29 taucht mit seinem unteren Ende in einen Abschlußdeckel 3o, der Öffnungen 3 i zum Zutritt des Fettes hat. Von unten taucht in den Abschlußdeckel3o ein Gegenkolben 32, der durch eine Feder 33 nach oben gedrückt wird, dessen Höhenlage jedoch durch Schrauben 34 einstellbar ist, so daß der Zwischenraum 35 zwischen dem unteren Ende des Förderkolbens 29 und dem oberen Ende des Gegenkolbens 32 wahlweise eing; stellt werden kann.
- T n der dargestellten oberen Lage des Förderkolbens 29, entsprechend Abb. 5, gelangt Fett aus dem Raum 5 unter dem Druck der Feder 8 durch die Bohrungen 31 in den Raum 35. Wird der Kolben 29 durch den Exzenter 26 nach unten gedrückt, so daß das in dem Raum 35 befindliche Fett nicht mehr ausweichen kann, wird dieses mit dem Gegenkolben 32 entgegen dem Druck der Feder 33 nach unten verschoben, bis es durch Bohrungen 36, 37 in die Bohrung 15 ausweichen kann. Dabei wird unter dem Druck der Feder 33 der Gegenkolben 32 gegen den Förderkolben 29 gedrückt, so daß der Raum 35 bis auf Null verkleinert wird. Das auf diese Art hubweise den Bohrungen 15 zugeführte Fett gelangt über die Bohrungen 16, 17 an die jeweiligen Schmierstellen.
- Der Gegenkolben 32 liegt in einem Einsatzkörper 40, der durch Schrauben 41 in der Spindel i befestigt wird. Mit 42 ist eine weitere Schraube bezeichnet, die nach Entfernen einen Zutritt zu den Schrauben 34 gestattet, um die Größe des Zwischenraumes 35 und damit die jeweils gewünschte Fördermenge einregem zu können. Mit 43 ist ein Fettdruckventil bezeichnet, durch welches der Raum 44 und die anschließenden Bohrungen vor Inbetriebnahme mit Fett aufgefüllt werden können.
- Die Schmiervorrichtung nach der Erfindung ist einfach, zweckmäßig und betriebssicher. Es sind überhaupt keine vorstehenden Teile an der Spindel mehr erforderlich. Ein zusätzlicher Antrieb von außen ist auch nicht mehr notwendig. Die Einregelung bzw. Anpassung an verschiedene Drehzahlen ist leicht möglich. Bei Stillstand der Spindel wird kein Fett mehr gefördert, so daß ein ungewolltes Ausfließen an den Schmierstellen nicht auftritt. Falls die Spindel verhältnismäßig stark von der Horizontalen abweichende Schräglagen während des Betriebes einnehmen muß,.kann es auch zweckmäßig sein, das Gewicht 23 nicht, wie dargestellt, an zwei Punkten an die Achse 22 anzuschließen, sondern an einem Punkt pendelnd aufzuhängen, so daß das Gewicht 23, welches in diesem Falle vorteilhafterweise eine ungefähre Kugel- oder Halbkugelform erhält, in die Senkrechte einpendeln kann. Erforderlich dabei ist lediglich, daß eine drehfeste Verbindung zwischen dem Gewicht 23 und seiner Achse 22 vorhanden ist, um die notwendigen Bewegungen für die Pumpe zu erzeugen. Infolge der möglichst großen Untersetzung kann man durch ein verhältnismäßig geringes Gewicht auch mit einer geringen Bohrung der Spindel auskommen.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schmiervorrichtung mit drehbar aufgehängtem, auf Schmiermittelförderkolhen einwirkendem Gewicht, für Wellen u. dgl. sich drehende Körper, insbesondere für Gelenkspindeln von Walzwerken, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (23) innerhalb der Spindel (i) aufgehängt ist und bei sich drehender Spindel in Ruhe verbleibt und dabei die in der Spindel liegenden, sich mit dieser drehenden Fettpumpen (27, 28, 29, 3o) antreibt, die das Fett von einem Speicherraum (5) zu den Schmierstellen drücken.
- 2. Schmiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (23) mit seiner Achse (22) zentrisch in der Spindel (i) liegt in einer Bohrung (5), die zu einem Fettraum verlängert ist, in dem das Fett unter Federdruck (8, 9) steht.
- 3. Schmiervorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (23) in einem beidseitig geschlossenen Zylinder (20) pendelnd aufgehängt ist, der als Einsatzstück drehfest in der Spindel (i) liegt und als Abschluß des Fettraumes (5) dient.
- 4. Schmiervorrichtung nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Getriebe (22Q, 22b, 24, 25), vorzugsweise ein Schneckengetriebe, zwischen der Pendelachsr (22) des Gewichtes (23) und den Fettpumpen (27, 28, 29, 30) vorgesehen ist, das die Relativbewegung zwischen dem ruhenden Gewicht (23) und den sich mit der Spindel (i) drehen.ien Fettpumpen mit großer Untersetzung über Exzenter (26) od. dgl. auf die federbelasteten Förderkolben (29) der Fettpumpen überträgt.
- 5. Schmiervorrichtung nach Anspruch i, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fetrpumpenkolben (z9) in einen Abschlußdeckel (30) taucht, dessen öffnung auf der anderen Seite von einem federbelasteten, in seiner oberen Endlage einstellbaren Gegenkolben (3a) abgeschlossen wird, der unter dem Druck des in den Raum (35) gepreßten Fe.-tes nach unten ausweicht und dem Fett den Weg zu den Bohrungen (r5, 16, 17) freigibt. In Betracht gezogene Druckschriften: Prospektblatt »Friedmann-Spurkranz-Schmierung« K1. Cp. z953
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| DE102015223641A1 (de) * | 2015-06-10 | 2016-12-15 | Sms Group Gmbh | Vorrichtung zum Übertragen eines Drehmoments von einer Antriebseinrichtung auf eine Walze in einem Walzgerüst |
| IT201800020029A1 (it) * | 2018-12-18 | 2019-03-18 | Green Gear Trasmissioni S R L | Elemento di allungamento a ingranaggi con lubrificazione automatica |
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1954
- 1954-02-13 DE DED17016A patent/DE970245C/de not_active Expired
-
1958
- 1958-12-12 DE DED29576A patent/DE1075905B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
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Also Published As
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