DE97013C - - Google Patents

Info

Publication number
DE97013C
DE97013C DENDAT97013D DE97013DA DE97013C DE 97013 C DE97013 C DE 97013C DE NDAT97013 D DENDAT97013 D DE NDAT97013D DE 97013D A DE97013D A DE 97013DA DE 97013 C DE97013 C DE 97013C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitrochlorobenzene
fractions
pure
distillation
fractionated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT97013D
Other languages
English (en)
Publication of DE97013C publication Critical patent/DE97013C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/16Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 12: c4e:
hemi
erfahren und Apparate.
CHEMISCHE FABRIK GRIESHEIM in FRANKFURT a. M.
Verfahren zur Darstellung von reinem ο - Nitrochlorbenzol aus einem Gemisch von
o- und p-Nitrochlorbenzol.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Mai 1897 ab.
Das ο-Nitrochlorbenzol ist in reinem Zustande zuerst von Beilstein und Kur b a tow (Liebig's Ann. 182. Bd. [1876], 107) aus p-Nitro-m-chloranilin mittelst salpetriger Säure und Alkohol mit einem Schmelzpunkt von 32,5° und einem Siedepunkt von 243° erhalten worden. Von Engelhardt und Latschinoff (Zeitschrift für Ch. 1870, 230) wurde es durch Einwirkung von Phosphorpentachlorid auf o-Nitrophenol erhalten. Diese beiden Methoden sind für eine technische Herstellung unzweckmäfsig und kostspielig.
Die directe Methode durch Nitriren von Chlorbenzol, wobei bekanntlich neben p-Nitrochlorbenzol auch ο-Nitrochlorbenzol erhalten wird, hat bisher zur Darstellung eines reinen Productes nicht geführt, weil es nicht möglich war, das nach dem Auskrystallisiren des Paraproductes hinterbleibende, aus einem Gemisch von ungefähr gleichen Theilen Ortho- und Paraderivat bestehende OeI in seine Bestandtheile zu zerlegen.
Die Methode von Jungfleisch (Jahresber. d. Chemie 1868, 343) — Umkrystallisiren des Gemisches aus Alkohol — führt nur zu einem Product vom Schmelzpunkt 150 (vergl. Beilstein, Handbuch der org. Chemie, 3. Aufl., II. Bd., S. 83). Das nach dieser Methode dargestellte »gewöhnliche käufliche ο-Nitrochlorbenzol« enthält nach P. Fischer (Ber. d. d. ehem. Ges. 24. Bd. [1891], 3187) über 15 pCt. von p-Nitrochlorbenzol. An Versuchen, dieses Gemisch zu trennen, hat es nicht gefehlt; so beschreibt P. Fischer (a.a.O.) eine Methode zur Trennung von o- und p-Nitrochlorbenzol· mittelst rauchender Schwefelsäure, womit das Orthoderivat eine Sulfosäure bildet, während das Paraderivat als in Wasser unlösliches Product zurückbleiben soll. Allein man erhält auf diesem Wege nur eine parahaltigev Sulfosäure und nicht das ο-Nitrochlorbenzol. Die Destillation mit Wasserdampf ist von V. von Richter (Ber. d. d. ehem. Ges. 4. Bd. [1871 ], 463) versucht worden. Er erhielt neben gewöhnlichem festen Paraderivat »nur sehr wenig von dem flüssigen Product«, welches er für Orthoderivat hielt. Da aber das o-Nitrochlorbenzol nicht flüssig, sondern fest ist, so erhielt er wiederum nur das flüssige Gemisch von beiden und kein reines Orthoderivat.
Uebrigens haben Beilstein und Kurbatow (Liebig's Ann. 176. Bd. [1875], 36) nachgewiesen, dafs dabei stets beide Isomere zugleich übergehen und eine Trennung daher nicht zu erzielen ist. Auch durch directe Destillation ist--ihnen die Trennung nicht nur nicht gelungen, sondern sie erklären a. a. O. diese Art der Trennung absolut für ausgeschlossen, weil nach Jungfleisch das Paraderivat bei 2420, das Orthoderivat aber (nach Beilstein und Kurbatow) nur um einen Grad höher, nämlich bei 243 ° siede. »Eine Trennung der beiden Körper durch Destillation, sagen sie, ist daher unmöglich.«
Es wurde nun gefunden, dafs die vorige Angabe falsch ist. Unsere Untersuchungen haben nämlich ergeben, dafs die Differenz der Siede-
punkte nicht einen Grad, sondern 6 bis beträgt, indem p-Nitrochlorbenzol unter einem Drucke von 753 mm bei 238,5° C. und unter einem Drucke von 8 mm bei 1 13° C, dagegen o-Nitrochlorbenzol unter einem Drucke von 753 mm bei 245,5° C. und unter einem Drucke von 8 mm bei iig,o°C. siedet.
Weiter wurde festgestellt, dafs diese Differenz an sich zu einer technischen Trennung durch fractionirte Destillation zwar nicht genügend ist, weil selbst durch sehr oft wiederholte Fractionirung dadurch reines Ortho- und Paraproduct nicht erhalten werden kann, dafs es aber durch die Combination einer fractionirten Destillation mit einer fractionirten Krystallisation in der That gelingt, ganz reines p- und o-Nitrochlorbenzol aus dem öligen Gemisch zu gewinnen und so. das Gemisch schliefslich in diese beiden Isomeren vollkommen zu zerlegen.
Zur Ausführung des Verfahrens werden 1000 kg des flüssigen Gemisches von o- und p-Nitrochlorbenzol in einem guten Fractionsapparat entweder bei gewöhnlichem Luftdruck über freiem Feuer oder bei vermindertem Luftdruck unter Beheizung mit indirectem gespannten Dampf der fractionirten Destillation unterworfen. Die ersten Fractionen geben beim Abkühlen eine erste Krystallisation von reinem p-Nitrochlorbenzol, die letzten Fractionen von reinem o-Nitrochlorbenzol, welche durch Centrifugiren von der Mutterlauge ge
trennt werden; bei weiterem Abkühlen eine zweite Krystallisation von orthohaltigem Parabezw. von parahaltigem Orthoproduct u. s. w. Die einander entsprechenden Fractionen der Destillation und Krystallisation werden gesammelt und die noch unreinen Fractionen, wenn sie auf 1000 kg angewachsen sind, von neuem fractionirt. Durch fortgesetzte systematische Destillation und Krystallisation gelingt es schliefslich, trotz der geringen Differenz der Siedepunkte die beiden isomeren Derivate völlig zu trennen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur technischen Darstellung von reinem o-Nitrochlorbenzol unter gleichzeitiger Gewinnung von reinem p-Nitrochlorbenzol, darin bestehend, dafs man das bei der Fabrikation von p-Nitrochlorbenzol zurückbleibende Gemisch von o- und p-Nitrochlorbenzol einer fractionirten Destillation bei gewöhnlichem Luftdruck oder im Vacuum unterwirft, wodurch das p-Nitrochlorbenzol in den ersten, das o-Nitrochlorbenzol in den letzten Fractionen angereichert wird, alsdann die beiden Isomeren aus diesen Fractionen durch fractionirte Krystallisation abscheidet und durch Absaugen oder Centrifugiren von der öligen Mutterlauge trennt, welche ebenso wie die zuerst erhaltenen Mittelfractionen durch erneute fractionirte Destillation und fractionirte Krystallisation weiter getrennt werden.
DENDAT97013D Active DE97013C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE97013C true DE97013C (de)

Family

ID=368096

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT97013D Active DE97013C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE97013C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE97013C (de)
DE2143253A1 (de) Verfahren zur abtrennung von 1,5und 1,8-dinitroanthrachinon aus anthrachinon-nitrierungsgemischen
EP0799813B1 (de) Destillationsverfahren zur Verbesserung der Reinproduktengewinnung aus Rohanthracen
DE2524747B2 (de) Verfahren zur Isolierung von 1,5-/1,8-Dinitroanthrachinon mit einem hohen Gehalt an a , a '-Dinitroverbindungen
DE376634C (de) Verfahren zur Trennung von o- und p-Chlortoluol
DE2719997C2 (de) Verfahren zum Abtrennen von 4,4'-Diaminodiphenylmethan in praktisch reiner Form aus Mischungen desselben mit dem entsprechenden 2,4'-Isomeren
DE2019835A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Solanesol
DE2656182B2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Extraktion von Caprolactam aus Wasser enthaltendem Rohlactam
DE10063973A1 (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem Mannitol
DE254716C (de)
DE438329C (de) Verfahren zum Reinigen von Phosphatiden
EP0291642B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von 3,4-Dimethylphenol
DE886457C (de) Verfahren zur Gewinnung von Phenolen aus OElen
EP0077537A2 (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Chlor-3-toluidin-4-sulfonsäure
DE670762C (de) Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigem p-Kresol aus den aus einem technischen Kresolgemisch durch wasserfreie Oxalsaeure abgeschiedenen Additionsverbindungen
DE1812820C (de) Verfahren zur Abtrennung von Tetra= fluorathylen
DE585162C (de) Verfahren zur Isolierung des Eucalyptols aus Gemischen
DE973761C (de) Verfahren zur Reinigung von Naphthalin ohne Warmpressen
DE840393C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Naphthalin
DE3223067C2 (de)
DE736885C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Rueckstaenden der Glycerindestillation
DE964235C (de) Verfahren zur Trennung von Gemischen aus 3, 5- und 3, 4-Dichlortoluol
DE939809C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Benzolvorlaeufen unter gleichzeitiger Gewinnung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln
DE2303863C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von hochgereinigtem Isopren aus Kohlenwasserstoffgemischen
DE914004C (de) Verfahren zur Gewinnung von Anthracen aus technischen Anthracenfraktionen