DE969974C - Drahtspulengewindeeinsatz mit Griffende - Google Patents
Drahtspulengewindeeinsatz mit GriffendeInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 7. AUGUST 1958
H 20787 XII j 47 a
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Drahtspulengewindeeinsatz mit ein Außen- und ein Innengewinde
bildenden kreiszylindrischen Windungen und mit einem Griffende für ein zum Einschrauben
des Einsatzes in einen Mutterkörper dienendes Werkzeug.
Ziel der Erfindung ist die Ausbildung eines Drahtspulengewindeeinsatzes derart, daß das Einführen
des Einsatzes in den Mutterkörper ohne. ίο Schwierigkeit vorgenommen werden kann. Ein
weiteres Ziel besteht darin, die zu diesem Zweck dienenden Einrichtungen so zu gestalten, daß die
Drahtspule nach ihrem Einsetzen eine Sicherungswirkung gegen das Lockern im Mutterkörper bzw.
des in den Einsatz einzuschraubenden Teils hervorruft.
Drahtspuleneinsätze mit derartigen Sicherungseigenschaften sind bekannt. Es wurde z. B. ein Gewindeeinsatz
entwickelt, bei welchem durch die konisch zulaufende und oval werdende Form der ao
letzten Windungen der Wicklung eine Sicherungswirkung gegenüber einem in den Einsatz einzuschraubenden
Teillhervorgerufen wird. Ferner ist ein Einsatz bekanntgeworden, dessen Drahtwicklung
nach innen vorstehende Ausbuchtungen aufweist, »5 welche beim Aufschrauben der Mutter auf einen
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Schraubenbolzen od. dgl. eingedrückt werden und dadurch eine Sicherungswirkung hervorrufen. Diese
bekannten Einsätze sind aber nicht mit Einrichtungen ausgestattet, die ihr Einbringen in den Mutterkörper
erleichtern. Dies ist aber gerade bei solchen Einsätzen besonders erforderlich, welche Sicherungseigenschaften
gegen Lockern im Mutterkörper besitzen. Ferner sind Drahtspulengewindeeinsätze bekannt, die an einem ihrer Enden mit einem
ίο diametralen Dorn in einer zur Achse des Einsatzes senkrechten Ebene versehen sind. Dieser Dorn
kann durch ein geschlitztes Werkzeug erfaßt werden, das durch die Drahtspule von ihrer 'unteren
Seite her eingeführt wird. Durch Drehen desWerkzeuges
um die Spulenachse kann die Drahtspule in einen Mutterkörper eingeschraubt werden, wobei
die Spule gleichzeitig zusammengezogen wird, was zur Folge hat, daß die Reibung beim Einsetzen
vermindert wird. Bei diesen mit einem Dorn versehenen bekannten Drahtspulen ist es einerseits bei
kleinem Spulendurchmesser schwierig, ein Werkzeug ausreichend kräftig zu machen, daß es den
Dorn richtig erfassen kann. Andererseits muß in vielen Fällen der Dorn abgebrochen und nach dem
Einsetzen der Drahtspule entfernt werden, da durch den Dorn das Hindurchschrauben eines Bolzens
durch die Drahtspule verhindert werden würde.
Man hat auch schon versucht, ohne den erwähnten Dorn auszukommen, indem man das beim Einbringen
der Spule vorangehende Windungsende an der Innenseite mit einer Nut versieht, so daß das
Spuleneride Hakenform erhält und von einem mit einem radialen Vorsprung zum Eingriff in den
Haken' versehenen Werkzeug erfaßt werden kann. Dabei ergaben sich jedoch Übelstände sowohl in
der Herstellung wie in der Anwendung der Spule. Einerseits mußte man die zu nutende Windung hinreichend
einwärts biegen, und zwar sowohl um die Nut herstellen als auch um später den Haken mit
einem vom anderen Spulenende her eingeführten Werkzeug erfassen zu können. Erhebliche Schwierigkeiten
traten in der Aufrechterhaltung des runden Spulenquerschnitts bei der Erzeugung der
Hakenform auf. Ferner war es bei den vorwiegend verwendeten Spulen kleiner Abmessungen nicht
möglich, die 'Hakenform so tief auszubilden, daß der Haken beim Einbringen sicher erfaßt werden
kann. Andererseits geschieht es leicht bei der Anwendung der Spule in durchgehenden Löchern, daß
das verhältnismäßig weit einwärts ragende Hakenende einen Bolzen beim Einschrauben nicht hindurcMäßt
oder den. Bolzen so umklammert, da"ß die Spule vom Bolzen mitgenommen und durch das
Loch, in dem die Spule gelagert war, hindurchgeschraubt wird. Schließlich verursacht die scharfe
Innenkante des Hakens leicht eine Verletzung des Gewindes an einem Bolzen, der wiederholt ein- und
ausgeschraubt werden muß.
Daher wird gemäß der Erfindung bei einem Drahtspulengewindeeinsatz mit einem Griffende
dieses so ausgebildet, daß es durch ein Werkzeug erfaßt werden kann, das ein volles Ende hat statt
eines geschlitzten oder radial vorspringenden arbeitenden Endteils und daß das Griffende nach
dem Einsetzen, statt abgebrochen zu werden, für den Gewindeekrgriff mit: einem in die Spule eingeschraubten
Bolzen oder einer Stiftschraube verformt werden kann.
Für diesen Zweck ist der Drahtspulengewindeeinsatz gemäß der Erfindung mit mindestens zwei
aneinander anschließenden, im wesentlichen geraden Teilen als Fortsetzung einer Endwindung
der Drahtspule versehen. Diese Teile schließen einen Winkel, miteinander ein, so daß die Spulenachse
zwischen diesen Teilen hindurchgeht, deren Enden auf einer Schraubenlinie liegen, deren
Steigung gleich derjenigen der Spule ist. Die erwähnten, ein Vieleck bildenden Teile können so
verformt werden, daß sie nach dem Einsetzen der Spule in Gewindeeingriff mit einem Bolzen oder
einer Stiftschraube gebracht werden können.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung an Hand einiger beispielsweiser
Ausführungsformen näher beschrieben. Es zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
eines Einsatzes gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Vorderansicht des Einsatzes, Fig. 3 eine Vorderansicht des Einsatzes nach
Fig. i, mit nach dem Einsetzen der Spule in eine go
Mutter oder Nabe zurückgeformtem Griffende,
Fig. 4 und 5 Vorderansichten ähnlich der Fig. 2 zweier anderer Ausführungsformen,
Fig. 6 eine Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-J der
Fig. 6 und
Fig. 8, 9 und ro drei weitere Ausführungsformen.
Fig. ι und 2 zeigen einen Schraubengewinde- loo
einsatz 10, der aus einem Draht von rautenförmigem Querschnitt so gewickelt ist, daß er einen
zylindrischen Spulenkörper 11 bildet, dessen Außenteile 12 ein Außengewinde bilden, durch
welches die Spule in eine Gewindebohrung von 10_
entsprechender Form und Steigung und von einem entsprechenden Durchmesser eingeschraubt werden
kann. Die Innenteile 13 der Spule bilden ein Innengewinde für einen Bolzen oder eine Stiftschraube.
Obwohl in der Zeichnung ein Draht mit einem rautenförmigen Querschnitt dargestellt ist, können
auch andere Drahtquerschnitte für das Erzielen anderer gewünschter Gewindeformen verwendet
werden. Die Einsatzspulen der hier beschriebenen Art sind mit einem Durchmesser gewickelt, der
;rößer ist als derjenige der Bohrung, für welche ie bestimmt sind. Sie müssen vor oder während
des Einsetzens zusammengezogen werden, so daß sie fest im Gewinde des Mutterkörpers infolge der
Federwirkung des schraubenförmig gewundenen Drahtes sitzen, wenn dieser nach dem Einsetzen lao
freigegeben wird. Dieses Zusammenziehen ist notwendig, da sonst eine hohe Reibung auftreten
würde, die das Einschrauben der Drahtspule unmöglich machen würde.
Um ein Drehmoment auf dasjenige Ende der la5
Drahtspule ausüben zu können, das beim Einsetzen
das vordere ist, ist dieses so geformt, daß es einen Griff für ein geeignetes Werkzeug bildet. Diese
Form -ist gemäß der Erfindung derart, daß ein Werkzeug mit einem vollen Arbeitsende für das
Einsetzen der Drahtspule durch Ausübung eines Drehmoments auf den Griff verwendet werden
kann und daß das Griffende nach dem Einsetzen leicht so auseinandergedrückt werden kann, daß
ein in die Spule von ihrem hinteren Ende her eingeschraubter Bolzen durch das verformte vordere
Ende hindurchtreten kann.
Für diesen Zweck wird ein an die Endwindung der Spule anschließendes Drahtstück, das beim
Einsetzen das vordere Ende bildet, so gebogen, daß es mindestens zwei aneinander anschließende,
im wesentlichen gerade oder leicht gekrümmte Teile bildet, die einen Winkel zwischen sich einschließen
und so angeordnet sind, daß sie mit Bezug auf eine Schraubenlinie von der gleichen
ao Steigung wie die Schraubenlinie der Spulenkörperwindungen annähernd die Lage von Sehnen haben
und daß die Enden dieser Teile sich auf dieser Schraubenlinie befinden. In- der Vorderansicht der
Drahtspule bilden die im wesentlichen geraden Drahtteile ein Vieleck, und zwar entweder allein
oder zusammen mit einem Bogen der Endwindung der Spule zwischen dem äußersten freien Ende
und dem Punkt, an welchem diese Endwindung an einen der erwähnten Teile anschließt. Das Vieleck
liegt dabei so, daß es die Achse der Spule umgibt. Bei den in Fig'. 1 und 2 gezeigten Ausführungsformen
ist das hintere Spulenende mit 14 und die vordere Endwindung mit 15 bezeichnet.
Der an diese Windung anschließende Draht ist so gebogen, daß er in der Vorderansicht der Fig. 2
ein Dreieck mit den Seiten 16, 17 und 18 bildet.
Die Ecke 19 zwischen der Endwindung 15 und der anschließenden Seite 16 kann so gelegt werden,
daß sie sich auf dem Außenumfang des Spulenkörpers 1 r in dessen freiem, d. h. nicht zusammengezogenen
Zustand befindet. Die Ecke 20 zwischen den Seiten 16 und 17 und die Ecke 21 zwischen
den Seiten 17 und 18 liegen auf kleineren Durchmessern. Diese kleineren Durchmesser haben vorzugsweise
eine Größe zwischen dem Kerndurchmesser dx und dem Gewindedurchmesser d2 (Fig. 7)
der Gewindebohrung eines Mutterkörpers b, für welchen der Einsatz bestimmt ist. Das freie Ende
22 des letzten Seitenteils 18 kann in ähnlicher Weise so gelegt werden, daß beim Einsetzen der
zusammengezogenen Spule das Ende 22 in die Nut der erwähnten Gewindebohrung eingreift, vorzugsweise
jedoch, ohne daß es auf dem Grund dieser Nut aufliegt, um die Möglichkeit zu vermeiden,
daß beim Einsetzen Grate entstehen oder die Gewindebohrung in anderer Weise beschädigt wird.
Ferner ist zu erwähnen, daß die Ecken 19, 20 und 21 und das äußerste Ende 22 auf einer einzigen
Windung einer Schraubenlinie mit einer Steigung Hegen, die im wesentlichen gleich der Steigung
der Schraubenlinie des Spulenkörpers 11 ist. Die Seiten 16, 17 und 18 des dreieckigen Griffendes
befinden sich daher annähernd in der Lage von Sehnen mit Bezug auf die Schraubenlinie, auf
welcher die vorerwähnten Ecken liegen, und umgeben die Achse α-σ des Spulenkörpers 11.
Die Spule nach Fig. 1 und 2 kann in einen Mutterkörper, z.B. mit Hilfe eines stabähnlichen
Werkzeugs T eingesetzt werden, dessen vorderer Teil t einen dreieckigen Querschnitt hat und in
den dreieckigen Innenraum innerhalb des Griffendes der Spule paßt. Das Werkzeug ist mit einem
kurzen verjüngten freien' Endteil p ausgebildet,
das als Führungsende dient. Der dreieckige Teil t geht mit weicher Rundung t' in einen zylindrischen
Teil s über. Der Durchmesser des Teils s ist im wesentlichen gleich dem Innendurchmesser des
Spulenkörpers, wenn der letztere für das Einsetzen zusammengezogen ist. In allen Querschnitten
dieser dreieckigen Teile liegen die Mittelpunkte der Dreiecke auf der Achse des Werkzeugteils s,
das an seinem freien Ende mit einem Handgriff h oder anderen Mitteln für das Ausüben eines Drehmoments
entweder von Hand oder durch Kraft versehen ist
Für das Einsetzen der Spule in eine Gewindebohrung eines Mutterkörpers b wird das Werkzeug
in die Spule zuerst von deren Ende 14 her eingeführt, so daß der Teil t in das Griffende der
Spule eintritt, welche dann mittels des Werkzeugs in die Gewindebohrung eingeschraubt werden
kann. Hierbei treten zuerst das Spulenende 22 und dann die Ecken 21, 20 und 19" in der angegebenen
Reihenfolge in die Gewindebohrung ein, worauf die Windungen des Spulenkörpers folgen, da das
durch das Werkzeug auf das Griffende der Spule ausgeübte Drehmoment ein Zusammenziehen der
letzteren beim Einsetzen bewirkt. Wenn die Wirkung des Drehmoments aufhört, dehnen sich die
Schraubenwindungen aus, so daß sie fest in der Gewindebohrung sitzen. Wenn dann das noch im
Eingriff mit dem durch die Seitenteile 16, 17 und 18 gebildeten Griffende befindliche Werkzeug in
der entgegengesetzten Richtung gedreht wird, versucht dieses, die Spule noch weiter auszudehnen.
Hierdurch wird die Spule so fest in die Gewindebohrung gepreßt, daß sie nicht mehr gedreht
werden kann. Wenn das am Werkzeug ausgeübte . Drehmoment groß genug ist, dreht sich
das Werkzeug innerhalb des dreieckigen Griff- no endes und drückt die Seiten 16, 17 und 18 nach
außen. Hierdurch wird die Form der Seiten des ursprünglichen Dreiecks mehr und mehr verändert, bis schließlich annähernd die in Fig. 3 gezeigte
Form erzielt ist. In Fig. 3 ist der Spulenkörper 11 zusammengezogen gezeigt, und die auseinandergedrückten
Griffendenteile sind mit 16'. 17' und 18' bezeichnet. Wenn auch die neue durch
das Werkzeug gebildete Form bleibend ist, ist jedoch die endgültige Form des Griffendes nicht iao
genau kreisförmig, sondern es bleibt eine gewisse Abflachung der ursprünglich das Dreieck bildenden
Teile, so daß Lücken 23, 24 und 25 zwischen
den auseinandergedrückten Seiten und dem Außenumfang der Spule vorhanden sind. Die öffnung 26 »»5
zwischen den Teilen 16', 17' und 18' ist jedoch
groß genug, daß ein Bolzen oder eine Stiftschraube, die in die Spule von deren Ende 14 her
eingeschraubt wird, in diese öffnung eintreten kann und die auseinandergedrückten Teile noch
weiter spreizt, so daß die letzteren mit dem Bolzen- oder Stiftschraubengewinde in Eingriff
kommen. Wenn ein Bolzen in das auseinandergedrückte Griffende eingeschraubt wird, kann die
Gefahr bestehen, daß der Bolzen den Einsatz tnitnimmt, wenn die Reibung zwischen dem Bolzen
und dem Griffende sehr hoch ist. Dieser Gefahr kann dadurch begegnet werden, daß das freie
Ende 22 so weit zum Umfang der Spule nach außen gedrückt wird, daß nach dem Auseinanderdrücken
der eingesetzten Spule die äußerste Endecke 29 sich auf diesem Umfang befindet. Hierbei
gräbt sich die Ecke 29 in das Material der Nabe, in welche die Spule eingesetzt ist, ein und verhindert
das Drehen der letzteren durch den Bolzen. Selbstverständlich ist jedoch die Reibung zwischen
den Teilen 16', 17' und 18' und dem mit diesen in
Eingriff stehenden Gewinde wesentlich höher- als diejenige der inneren Windungen des Gewindekörpers.
Das auseinandergedrückte Spulenende hat daher infolge seiner Elastizität eine gewisse
Sicherungswirkung auf den Bolzen bzw. auf die Stiftschraube. Gleichzeitig wird, wenn die Wirkungsrichtung
de? Drehmoments umgekehrt wird, eine Spreizwirkung auf die Spule ausgeübt, wodurch
die letztere in der Gewindebohrung noch fester verankert wird. Es ist natürlich nicht notwendig,
daß das gleiche Werkzeug, das für das Einsetzen der Spule verwendet wird, auch für das
Auseinanderdrücken der ursprünglichen Grifform benutzt wird. Für das Einsetzen und Auseinanderdrücken
kann jedes andere brauchbare Werkzeug bzw. jede andere geeignete Vorrichtung verwendet
werden.
Wie bereits erwähnt wurde, bleiben Lücken, beispielsweise die Lüdken 23, 24 und 25, zwischen
den auseinandergedrückten Seiten des Griffendes und dem Außenumfang der eingesetzten Spule.
Diese Lücken sind jedoch nicht nur ein zufälliges Ergebnis, sondern wesentliche Merkmale des Griff endes,
da sie die elastische Verformung der Seitenteile 16', 17' und 18' beim Einführen eines Körpers
mit einem Außengewinde ermöglichen. Wenn die erwähnten Lücken nicht vorhanden sind, kann das
auseinandergedrückte Griffende zu streng für eine Schraube von großem Durchmesser sein, oder es
kann, wenn es für eine Schraube von großem Durchmesser groß genug gemacht wird, zu locker
für eine Schraube von kleinem Durchmesser sein. Diese Lücken ermöglichen daher eine wünschenswerte
Nachgiebigkeit des Griffendeeinsatzes.
Aus der Zeichnung ergibt sich, daß die Seite 16 des Dreiecks geringfügig langer ist als die Seite 17
und daß die Ecke 19 sich auf dem Durchmesser des freien'Spulenkörpers 11 befindet. Dies muß nicht
unbedingt der Fall sein; vielmehr kann es in manchen Fällen" wünschenswert sein, daß diese
Ecke sich zwischen dem Spulenendteil und der anschließenden Seite des Griffvielecks auf einem kleineren
Durchmesser befindet. Dies ist in Fig. 4 gezeigt, in welcher das Ende der Spulenwindung 27
einen sich allmählich verringernden Durchmesser hat und die Ecke 19' mit Bezug auf den Außendurchmesser
des Spulenkörpers 11 nach innen versetzt ist. Gleichzeitig ist die Seite 16" auf die
Größe der Seite 17" verkürzt.
Es wurde bereits in Verbindung mit Fig. 2 erwähnt, daß in den meisten Fällen das Ende 22 des
Griffendes auf dem Ende eines Durchmessers von einer Länge liegen soll, die annähernd gleich der
Länge der Durchmesser ist, auf welchen die Ecken 20 und 21 liegen. Unter gewissen Bedingungen
kann es jedoch wünschenswert sein, daß der letzte Schenkel bzw. die letzte Seite des Griffendevielecks
kurzer ist, wie z. B. durch die Seite 18" in Fig. 4
dargestellt. Die Seite 18" befindet sich im wesentliehen
in der Lage einer Sehne der Schraubenlinie, auf welcher die Vieleckecken liegen, ist jedoch
kürzer. Diese kürzere letzte Seite kann vorgesehen werden, um das Einführen des Einsatzes und einen
nachfolgenden Arbeitsvorgang, durch welchen der Einsatz in der Gewindebohrung, in der er eingesetzt
ist, zu einem festeren Sitz gebracht werden kann, zu erleichtern. Dies trifft besonders auf Feingewindeeinsätze
zu, bei welchen die lange letzte Seite als Haken wirken kann, der das Einsetzwerk- go
zeug zu erfassen versucht und dann ermöglicht, daß . der Einsatz bei der Bewegung des Werkzeugs mitgenommen
wird. Es muß jedoch selbst unter den erwähnten Umständen darauf geachtet werden, daß
die letzte Seite nicht zu kurz ist. Sie muß ausreichend lang sein, damit sie durch ein Einsetzwerkzeug
bleibend, verformt werden kann, so daß sie nach dem Einsetzvorgang einwandfrei in der
Gewindebohrung sitzt. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß, wenn die letzte Seite zu kurz ist, die Gefahr
besteht, daß sie nicht in Berührung mit dem Einsetzwerkzeug kommt oder durch das Einsetzwerkzeug
kein ausreichender Druck ausgeübt werden kann, um die erforderliche bleibende Verformung
zu bewirken. Die richtige Länge kann durch Versuch leicht festgestellt werden. Was vorangehend
hinsichtlich eines kurzen letzten Schenkels des Vielecks gesagt worden ist, trifft ebenso auf
Griffenden zu, die eine andere als die in Fig. 4 gezeigte dreieckige Form haben. Ein entsprechendes
Ausführungsbeispiel ist bei S1 in Fig. 8 gezeigt.
Es ist nicht erforderlich, daß das Dreieck des Griffendes gleichwinkelig ist, wie in Fig. 2 und 4
gezeigt. Ferner kann eine oder mehr als eine der Seiten des Dreiecks, und das gleiche gilt auch für
andere Vieleckformen, bogenförmig sein. Daher ist der in der Beschreibung verwendete Ausdruck »im
wesentlichen gerader Drahtteil« so zu verstehen, daß er jeden Drahtteil umfaßt, der sich zwischen
zwei Ecken erstreckt und eine Verbindung zwisehen zwei Ecken bildet, unabhängig davon, ob
diese Verbindung mit einer geraden Linie zwischen diesen Ecken zusammenfällt oder nicht. Ein solcher
Fall liegt beispielsweise bei dem gleichschenkeligen Griffende eines Spulenkörpers 30 der in Fig. 5 gezeigten
Art vor, bei welchem die beiden Seiten 31
und 32 geradlinig sind und die dritte bogenförmige Seite 33 durch den Endteil der vordersten Spulenwindung
gebildet wird. Hinsichtlich der Ecken des Griffendes gilt das gleiche, was in Verbindung mit
der Form nach Fig. 1 bis 3 gesagt worden ist. Das Einsetzwerkzeug für diese Spule muß natürlich
Dreieckteile aufweisen, die der besonderen Form des Griffendes der Fig. 5 entsprechen.
Das Griffende nach Fig. 5 wird für Spulen von sehr kleinem Durchmesser und sehr geringer Drahtdicke empfohlen. Für etwas größere Durchmesser und Drahtdicken sind die Griffenden gemäß den vorangehenden Figuren zu bevorzugen. Im allgemeinen läßt sich sagen, daß, je größer der Spulendurchmesser und die Dicke des Spulendrahtes ist, desto mehr Seiten das vieleckige Griffende der Spule bilden sollen, um nach dem Einsetzen der Spule die Veränderung der ursprünglichen Form des Griffendes in eine annähernd kreisförmige Form zu erleichtern. In Fig. 6 ist beispielsweise ein viereckiges Griffende 40 gezeigt. In dieser Figur ist angenommen, daß der Spulenkörper 41 so stark zusammengezogen worden ist, daß er richtigen Sitz in der Gewindebohrungsnut g des Nabenkörpers b hat, in welchen die Spule in Fig. 7 eingesetzt gezeigt ist. Wie sich aus der Zeichnung ergibt, ist der Durchmesser, auf welchem die Ecken 42, 43 und 44 und das äußerste Ende 45 liegen, größer als der Kerndurchmesser d± und kleiner als der Gewindedurchmesser d2 der Gewindebohrung.
Das Griffende nach Fig. 5 wird für Spulen von sehr kleinem Durchmesser und sehr geringer Drahtdicke empfohlen. Für etwas größere Durchmesser und Drahtdicken sind die Griffenden gemäß den vorangehenden Figuren zu bevorzugen. Im allgemeinen läßt sich sagen, daß, je größer der Spulendurchmesser und die Dicke des Spulendrahtes ist, desto mehr Seiten das vieleckige Griffende der Spule bilden sollen, um nach dem Einsetzen der Spule die Veränderung der ursprünglichen Form des Griffendes in eine annähernd kreisförmige Form zu erleichtern. In Fig. 6 ist beispielsweise ein viereckiges Griffende 40 gezeigt. In dieser Figur ist angenommen, daß der Spulenkörper 41 so stark zusammengezogen worden ist, daß er richtigen Sitz in der Gewindebohrungsnut g des Nabenkörpers b hat, in welchen die Spule in Fig. 7 eingesetzt gezeigt ist. Wie sich aus der Zeichnung ergibt, ist der Durchmesser, auf welchem die Ecken 42, 43 und 44 und das äußerste Ende 45 liegen, größer als der Kerndurchmesser d± und kleiner als der Gewindedurchmesser d2 der Gewindebohrung.
Gleichseitige oder annähernd gleichseitige Formen sind bevorzugt, es können jedoch auch Formen
mit ungleichen Seiten verwendet werden, wie z. B.
die rechtwinkelige Form des Griffendes 50 in Fig. 8. Es wurde im vorangehenden gesagt, daß, je
größer der Spulendurchmesser und die Dicke des Spulendrahtes sind, desto mehr Seiten das vieleckige
GrifFende haben soll. Es müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen vorliegen, da sonst
Schwierigkeiten mit den Werkzeugen auftreten, die, wie bereits erwähnt, Querschnitte haben müssen,
welche den Griffenden der Spulen entsprechen. Es wurde festgestellt, daß ein solches Werkzeug,
wenn es in einer Richtung für das Einsetzen der Spule gedreht wird, im Griffende schlupft oder den
Griff zu verformen beginnt, statt die Spule zusammenzuziehen, wie es für das Einsetzen erforderlich
ist, wenn nicht das Griffvieleck mindestens zwei Ecken aufweist, von denen jede einen Winkel
bildet, der nicht größer ist als 900. Hieraus ergibt sich, daß ein diametraler Dorn der üblichen Form
für die Zwecke der Erfindung nicht brauchbar ist, da er auch in Verbindung mit der anschließenden
Spulenkörperwindung kein Vieleck bildet, das die Achse umgibt, noch das Spulenende zwei Winkel
aufweist, von denen jeder nicht größer als 900 ist. Selbst bei einem Dorn, der sich seitlich der Achse
erstreckt, so daß die letztere zwischen dem Dorn und einem anschließenden Spulenkörperteil 1 liegt,
würde die vorerwähnte Bedingung hinsichtlich der Zahl und der Größe der Eckenwinkel nicht erfüllt
sein.
Die Vorschrift hinsichtlich der Größe der Winkel scheint die Verwendung vieleckiger Griffenden auszuschließen,
die mehr als vier Seiten haben. Solche Griffenden können jedoch brauchbar sein, wenn die
Seiten, die mindestens zwei der Ecken bilden, etwas nach innen gebogen sind. Dies ist in Fig. 9
gezeigt, in welcher das Griffende die Seiten 60, 6i,
62, 63 und 64 aufweist. Wie ersichtlich, sind die Seiten 60, 61, 62 und 63 leicht konkav ausgebildet,
während die Seite 64, die das äußerste Ende bildet, gerade ist. Bei der dargestellten Form sind die einander
gegenüberliegenden Innenwinkel 65 und 66 kleiner als 90°', während die Winkel 67 und 68
etwas größer sind.
Es ist ferner ohne weiteres einleuchtend, daß das Griffendevieleck, das die Spulenachse umgeben soll,
um das Einführen eines Werkzeugs von entsprechender geeigneter Form in die Griffendespule
jederzeit zu ermöglichen, unabhängig von der Zahl seiner Seiten, in Vorderansicht des Einsatzes nicht
als geschlossenes Vieleck erscheinen muß. Es genügt, wenn sich das Griffende um die Spulenachse
um etwas mehr als i8o° erstreckt. In Fig. 10 wird das Griffende z. B. durch drei Seiten 70, 71 und 72,
ähnlich den Seiten 60, 61 und 62 der Fig. 9, gebildet sowie durch eine kurze Seite 73. Die drei
inneren Ecken 74, 75 und 76 schließen je einen Winkel ein, der kleiner als 900' ist, und die Seiten
70, 71, 72 und 73 umgeben die Spulenachse c mit einem Winkel von mehr als i8o°. Was die Lage
der äußeren Ecken 77, 78 und 79 und des freien
Endes 80 anbetrifft, gilt das gleiche, was in Verbindung mit den Ecken 19, 20 und 21 der Fig. 2
gesagt worden ist.
Durch die Erfindung wurde daher ein Drahtspulengewindeeinsatz geschaffen, der ein vieleckiges
Griffende aufweist, welches die Achse der Spule umgibt und in das ein Werkzeug für die
Ausübung eines Drehmoments eingeführt werden kann. Die Außenecken des Vielecks und das äußerste
Ende des Griffendes befinden sich auf einer Windung einer Schraubenlinie, die eine Fortsetzung der
Schraubenlinie der Einsatzspule· bildet, so daß beim Auseinanderdrücken des Vielecks annähernd
in Eingriff mit der Nut einer Gewindebohrung gebracht werden können, in welche die Spule eingesetzt
werden soll.
Claims (13)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Drahtspulengewindeeinsatz mit ein Außenr gewinde und ein Innengewinde bildenden kreiszylindrischen Windungen und mit einem GrifFende für ein zum Einschrauben des Einsatzes in einen Mutterkörper dienendes Werkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffende in Form eines Vielecks gebogen ist, das die Zylinderachse über einen Bereich von mehr als i8o'° umgibt, und die Ecken des Vielecks sich auf einer die Fortsetzung der Schraubenlinie des Einsatzkörpers bildenden Schraubenlinie liegen, wobei der Raum zwischen den Seiten des Vielecks für das Einführen des Werk-809 584/6zeugs, dessen Querschnitt dem Innenumfang des Vielecks entspricht, freigehalten ist.
- 2. Drahtspulengewindeeinsatz nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei der Winkel des Vielecks nicht größer als 900 sind.
- 3. Drahtspulengewindeeinsatz nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Ecken des Vielecks sich auf ein und derselben schraubenförmigen Windung befinden.
- 4. Drahtspulengewindeeinsatz nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durch eine Seite des Vielecks und die Endwindung des Einsatzkörpers gebildete erste Ecke des Vielecks auf dem Durchmesser der vorangehenden Windung liegt, während die anderen Ecken des Vielecks auf kleineren Durchmessern liegen.
- 5. Drahtspulengewindeeinsatz nach den An-Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der sich an das Griffende anschließende Windungsteil einen sich allmählich verringernden Durchmesser aufweist und daß die Außenkanten aller Ecken des -Vielecks an den Enden von Durchmessern liegen, die geringfügig kleiner sind als der Gewindedurchmesser, jedoch größer als der Kerndurchmesser des Innengewindes des Mutterkörpers.
- 6. Drahtspulengewindeeinsatz nach den Ansprächen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Ecke des äußersten Griffendes auf dem Ende eines Durchmessers liegt, der geringfügig kleiner ist als der Gewindedurchmesser, jedoch größer - als der Kerndurchmesser des Innengewindes des Mutterkörpers.
- 7. Drahtspulengewindeeinsatz nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehr als eine der Seiten des Vielecks bogenförmig ist oder sind.
- 8. Drahtspulengewindeeinsatz nach den Ansprüchen i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die letzte Seite des Vielecks sich in der Lage einer Sehne der Schraubenlinie befindet, auf welcher die Ecken des Vielecks liegen, und kürzer als die Sehne, jedoch von ausreichender Länge ist, daß sie bleibend so durch Druck von der Innenseite des Vielecks verformbar ist, daß das äußerste Ende am Ende eines Durchmessers liegt, der mindestens ebenso groß ist wie der Kerndurchmesser des Innengewindes des Mutterkörpers.
- 9. Drahtspulengewindeeinsatz nach den Ansprüchen i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten des Vielecks, welche die nicht mehr als 900' betragenden Winkel bilden, geradlinig sind.
- 10. Drahtspulengewindeeinsatz nach den Ansprüchen i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Griff endevieleck sich über einen Winkel von mehr als i8o°, jedoch weniger als 3600 erstreckt.
- 11. Drahtspulengewindeeinsatz nach den Ansprüchen i, 2, 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der nicht mehr als 900 betragenden Winkel durch zwei, von außen gesehen, konkav gekrümmte Schenkel gebildet wird.
- 12. Drahtspulengewindeeinsatz nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ecken und das äußerste Ende des vieleckigen Griffendes auf dem Grund der Nut eines einzigen Ganges des Innengewindes des Mutterkörpers aufsitzen und daß die Seiten des Vieleckgriffs nach außen gebogen sind, diese Seiten jedoch Lücken zwischen sich und dem Grund der Nut des Bohrungsgewindes lassen.
- 13. Drahtspulengewindeeinsatz nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das äußerste freie Griffende eine äußere scharfe Ecke aufweist, die sich in den Mutterkörper eingräbt, wenn auf den Einsatz eine Kraft ausgeübt wird, die das Bestreben hat, den Einsatz tiefer in den Mutterkörper einzuschrauben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©509546/123 8.55 (809 584/6 7.58)
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