DE96861C - - Google Patents

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DE96861C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 26: Gasbereitung und -Beleuchtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1897'ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gaszündvorrichtung, bei welcher die Druckkraft des Gases zum Schliefsen bezw. Oeffnen der Gaszuleitung benutzt wird.
Die erste Construction stellt den Apparat an einer GlUhlichtlampe in der Anordnung dar, dafs das den Zutritt zur Nebenflamme beeinflussende Abschlufsorgan von einem Schwimmer gebildet wird.
Zwei seitlich' des Zwischenstückes A (Fig. 1) angeordnete, als communicirende Röhren wirkende Gefäfse B und C sind zum Theil mit einer Flüssigkeit gefüllt, weiche im Gefäfs B den mit dem Verschlufsstab ο verbundenen leichten Schwimmer g trägt. Das Gefäfs B ist durch die Nebengasleitung r mit der Hauptgasleitung verbunden, vermittelt also von hier aus die Gaszufuhr zum Zündflämmchen, während der Flüssigkeitszuflufs durch das Verbindungsstück ρ der beiden communicirenden Gefäfse B und C durch eine Schraube ν regulirt werden kann.
Der Apparat wirkt folgendermafsen:
Das nach Oeffnen des Gashahnes in den Haupt- und Zündbrenner strömende Gas drückt auf den Flüssigkeitsspiegel in B und hebt dadurch denjenigen im Gefäfs C. Der Schwimmer g sinkt danach mit dem Flüssigkeitsspiegel und verschliefst das Leitungsrohr zur Nebenflamme. Dieser Vorgang kann aber nur ein langsam fortschreitender sein, da die Regulirschraube ν nur ein allmähliches Uebergehen der Flüssigkeit von B nach C gestattet, so dafs sich in dieser Zeit vermittelst der Zündpille die Nebenflamme, und durch diese die Hauptflamme entzünden kann.
Aehnlich wirkt der nach Fig 2 construirte Apparat. Die bei oben beschriebener Anordnung seitlich des Zwischenstückes angewendeten Gefäfse sind hier über einander gestellt; das untere ist mit Flüssigkeit gefüllt, die durch den Gasdruck langsam in das obere getrieben wird und ebenfalls vermittelst eines Schwimmers η die Gas-Nebenleitung abschliefst.
Die zweite Vorrichtung stellt den Apparat in der Anordnung dar, dafs das den Zutritt zur Nebenflamme beeinflussende Ventil von einer Membran geschlossen wird.
Zwecks Zwischenschaltens des Apparates an einer Gaslampe ist derselbe mit einem Gufsstück A (Fig. 3) in Verbindung gebracht, von wo aus er auch mit Gas gespeist wird. Das Innere der mit einer Luft-Regulirschraube b versehenen Kapsel c enthält die Membran m. ' Der Vorgang ist folgender:
Nachdem die Gasleitung geöffnet ist, strömt das Gas durch den Haupt- und Nebengang, tritt unter die Membran und hebt dieselbe, wodurch die Nebenleitung abgesperrt wird. Da aber die Regulirschraube b nur eine langsame Hebung der Membran m gestattet, so kann in diesem Zeitraum die Zündung der Hauptflamme erfolgen. Würde die Regulirschraube b nicht angeordnet sein, so würde die Membran m emporschnellen und das Leitungsrohr verschliefsen, ehe überhaupt eine Entzündung der Hauptflamme möglich wäre. Vermittelst dieser Schraube, welche mit einem

Claims (1)

  1. nach oben spitz zulaufenden Schlitz bl versehen ist, kann, nachdem das Gas unter die Membran m getreten ist, die über derselben befindliche atmosphärische Luft nur langsam durch den Schlitz der Schraube b entweichen und mithin sich die Membran auch nur langsam heben. Die Regulirschraube b bildet also einen wesentlichen Theil des Apparates. Je mehr dieselbe zugedreht wird (die Luftaustrittsöffnung verkleinert sich dadurch), desto langsamer erfolgt das Heben der Membran und umgekehrt.
    Dieser Apparat kann auch direct unterhalb der Gaslampe angeordnet sein, wobei das Gas des Hauptbrenners nicht unmittelbar zur Leuchtflamme , sondern erst zwischen die beiden Kapseln k und k1 geführt wird. Die genauere Ausführung ist aus der Zeichnung (Fig. 4) ersichtlich.
    Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R ο c η :
    Gaszündvorrichtung mit selbsttätig sich entzündender und erlöschender Zündflamme, dadurch gekennzeichnet, dafs das den Zutritt zur Nebenflamme beeinflussende Abschlufsorgan von einer Membran oder einem Schwimmer in dem Mafse geschlossen wird, als eine hinter der Membran bezw. unter dem Schwimmer befindliche, gleichzeitig unter Gasdruck gesetzte Luft- bezw. Flüssigkeitsmenge durch eine Oeffnung von regulirbarem Querschnitt entweicht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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