DE968264C - Verfahren zur Wiederherstellung der urspruenglichen Frequenzlage der Sprache bei verlangsamt ablaufenden Sprachspeichern - Google Patents
Verfahren zur Wiederherstellung der urspruenglichen Frequenzlage der Sprache bei verlangsamt ablaufenden SprachspeichernInfo
- Publication number
- DE968264C DE968264C DEB28066A DEB0028066A DE968264C DE 968264 C DE968264 C DE 968264C DE B28066 A DEB28066 A DE B28066A DE B0028066 A DEB0028066 A DE B0028066A DE 968264 C DE968264 C DE 968264C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- speech
- filters
- case
- tones
- band
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 230000015654 memory Effects 0.000 title claims description 7
- 238000002955 isolation Methods 0.000 claims 1
- 210000001260 vocal cord Anatomy 0.000 description 2
- 238000013475 authorization Methods 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000002123 temporal effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B27/00—Editing; Indexing; Addressing; Timing or synchronising; Monitoring; Measuring tape travel
- G11B27/10—Indexing; Addressing; Timing or synchronising; Measuring tape travel
Landscapes
- Circuit For Audible Band Transducer (AREA)
Description
In vielen Fällen erweist es sich als notwendig, eine Zeitdehnung von gespeicherter Sprache vorzunehmen.
Dies ist z. B. bei den sogenannten Diktiergeräten erforderlich, die das mit normaler Sprachgeschwindigkeit
auf den Band- oder Platten- oder Drahtspeicher aufgenommene Diktat in langsamer Weise, d. h. unter Zeitdehnung, zur leichteren Aufnahme
in die Schreibmaschine wiedergeben sollen. Die Aufgabe tritt besonders auf, wenn der Diktierende
gewohnt ist, schnell zu sprechen.
Läßt man nun einen solchen Sprachspeicher, z. B. einen Plattenspieler, mit der halben Drehzahl
ablaufen, so wird zwar die Zeit auf das Doppelte gedehnt, doch wird die Sprache dabei praktisch
unverständlich, da sich die gesamten Formatbereiche verschoben haben. Alle Vokale erhalten
einen dumpfen Charakter.
Es sind schon verschiedene Verfahren bekanntgeworden, die z. B. bei Bandgeräten mit mehreren
rotierenden Abtastköpfen bei langsamerem Ablauf des Gerätes die ursprüngliche Frequenzlage angenähert
wiederherstellen. Doch wirkt die hierbei notwendige zeitliche Zerhackung in Teilabschnitte
sehr stark störend und mindert die Verständlichkeit
wesentlich. Auch ist ein solches Verfahren nur bei Bandgeräten anwendbar. Dazu tritt eine stärkere
Abnutzung des Bandes.
Läßt man den Sprachspeicher mit halber Geschwindigkeit ablaufen, so könnte versucht werden,
durch eine Frequenzverdoppelung die ursprüngliche Frequenzlage wiederherzustellen. Dies gelingt
jedoch nicht durch eine Frequenzverdoppelung des gesamten nicht unterteilten Bandes. Es treten dann
ίο durch die physikalisch bedingte nichtlineare Verzerrung
bei der Frequenzverdoppelung Klirrtöne, d. h. Differenztöne, Summentöne und Obertöne,
auf, die eine wesentliche Herabsetzung der Silbenverständlichkeit bewirken.
In der Literatur ist ein Verfahren beschrieben worden, das eine Zeitdehnung von gespeicherter
Sprache durch langsameren Ablauf des Sprachspeichers mit halber Geschwindigkeit ermöglicht
und die ursprüngliche Klangfarbe durch Frequenz-Verdoppelung dadurch wiederhergestellt, indem es
die Sprache durch ein Eingangsaggregat von Bandfiltersätzen in mehrere Teilbänder aufteilt und die
bei der anschließend erfolgenden Frequenzverdoppelung entstehenden Klirrtöne (Differenztöne,
Summentöne und Obertöne) durch einen Ausgangsfiltersatz unterdrückt. Dieses Verfahren soll für ein
Sprachband von 50 ... 2500 Hz angewendet werden und benutzt für diesen Frequenzbandumfang
zehn Filterbereiche. Diese verhältnismäßig große Zahl teuerer Filter wird unter dem Gesichtspunkt
gewählt, möglichst wenige Störungen durch unerwünschte Summen- und Differenztöne in den einzelnen
Filterbereichen zu erhalten.
Es ist dort eine Bandeinteilung getroffen, die nach höheren Frequenzen hin verhältnismäßig
wenig ansteigende Filterbreiten aufweist. Um bei der großen, nach diesem Verfahren notwendigen
Filterzahl den Aufwand für die Ausgangsfilter herabzudrücken, wird das Superhetprinzip angewandt,
so daß man mit einem Ausgangsfilter auskommt. Man muß allerdings einen großen Aufwand
für die Modulation und Demodulation des Gesamtbandes treiben, der sich nur bei einer großen Anzahl
von Teilbereichen, d. h. von Filtern, bezahlt macht. Dem Vorteil des Superhetprinzips, zu leichteren
Filtern zu gelangen, steht der Nachteil der außerordentlichen Anforderungen an die relative
Flankensteilheit dieser Filter (z. B. ± 50 Hz Durchlaßbreite bei 17600 Hz Mittenfrequenz)
gegenüber.
Die Zahl der Filter könnte jedoch wesentlich kleiner gewählt werden, wenn man auf die Harmonie
der eingeschwungenen Sprache stärker eingeht. Hierzu liegt die physikalische Berechtigung
vor, da der eingeschwungene Zustand der Sprache zeitlich überwiegt, wie sich aus den Oszillogrammen
gesprochener Sprache leicht erkennen läßt. Da weiterhin die einzelnen Obertöne der eingeschwungenen
Sprache harmonisch liegen, ergeben sich auch bei breiteren Filtern im oberen Sprachbereich
keine Klirrverzerrungen, sondern höchstens geringe Änderungen der Klangfarbe, die jedoch auf
die Verständlichkeit praktisch ohne Einfluß bleiben.
Die Erfindung geht ebenfalls von den bekannten Verfahren zur Wiederherstellung der Ursprungliehen
Frequenzlage der Sprache bei verlangsamt ablaufenden Sprachspeichern aus, bei denen die
Sprache durch ein Eingangsaggregat von Bandfiltersätzen in mehrere Teilbänder aufgeteilt wird
und die bei der anschließend erfolgenden Frequenz-Verdoppelung entstehenden Klirrtöne (Differenztöne,
Summentöne und Obertöne) durch einen Ausgangsfiltersatz unterdrückt werden. Ausgehend von
der im vorgehenden Absatz dargelegten Erkenntnis wird aber eine abweichende Aufteilung des Sprachbandes
vorgeschlagen, die es erlaubt, mit wesentlich geringerer Filterzahl auszukommen.
Erfindungsgemäß erfolgt die Aufteilung des Sprachbandes in höchstens sieben, vorzugsweise
fünf Teilbänder, wobei die Filter für höchstens die drei unteren Teilbänder eine gleiche Durchlaßbreite,
vorzugsweise von 100 Hz für die Eingangs- und 200 Hz für die Ausgangsfilter, aufweisen, während
die Durchlaßbereiche der Filter der folgenden höherfrequenten Teilbänder sich in annähernd geometrischer
Progression erweitern.
Bei der Bandaufteilung nach der Erfindung sind nur die Bereiche der Vokale, d. h. in den unteren
Teilbändern die Durchlaßbereiche, klein gehalten, in den oberen Bändern steigen sie nach einer geometrischen
Progression an. Durch die erfindungsgemäße Bandaufteilung kann man infolge der wesentlich geringeren Filterzahl von dem Superhetprinzip
absehen und kommt so zu einer verhältnismäßig einfachen Anordnung, bei der das Sprachband
ohne Umsetzung in seiner ursprünglichen Frequenzlage wiederhergestellt wird.
Der Gegenstand der Erfindung ist im folgenden an den in den Abbildungen schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Abb. ι zeigt eine an sich bekannte Frequenzverdoppelungsschaltung
(FVDS), die etwa einer Vollweg-Gleichrichter-Schaltung entspricht;
Abb. 2 gibt die Bandaufteilung durch Bandfilter wieder.
Hierbei wurden folgende Gesichtspunkte beachtet. In die zwei unteren Bereiche BP1 und BP2
fällt bei einer Frauenstimme jeweils nur eine Sprachfrequenz, die Stimmbandgrundschwingung
und die zweite Harmonische, bei einer Männerstimme jeweils nur die zweite und die dritte Harmonische
der Sprache. In den nach der Frequenzverdoppelung folgenden Bandfiltern BP1' und BP2'
können ebenfalls nur je eine Sprachfrequenz mit ihren für das Einschwingen nötigen Seitenbändern
auftreten. Die übrigen Bereiche BPS bis BP6 bzw.
BP3' bis BP6' sind so gewählt, daß bei der Frequenzverdoppelung
unerwünschte Differenztöne nicht entstehen können oder entstehende Summen- und Obertöne im Filtersatz BPζ bis BP6 unterdrückt
werden. Vor und hinter den Filtersätzen sind Verstärker V1 ... V6 bzw. V1 . . . V6 angeordnet,
die zur Entkopplung der einzelnen Pfade dienen. Nach diesem Ausführungsbeispiel ist es möglich,
die vom Schallspeicher kommende, auf das doppelte Zeitmaß gedehnte Sprache in nahezu derselben
Klangfarbe wiederherzustellen. Durch weitgehende Anwendung von Kristalloden (Transistoren) für
die Verstärker und die Frequenzverdoppelstufen läßt sich der notwendige Aufwand niedrig halten.
Auch der Strombedarf wird sehr gering sein, so daß die Anlage auch aus einer Trockenbatterie gespeist
werden kann, wenn keine Netzanschlußmöglichkeit gegeben ist.
Das Gerät ist für eine Bandbreite von 200... 3400 und auch für einen Bandbereich bis 6000 Hz unter
Hinzufügung des gestrichelten Pfades mit den Bandfiltern AP6 und BP6' geeignet. Es kann sinngemäß
auch noch herunter bis 100 Hz erweitert werden, um auch die Stimmbandgrundschwingung einer
Männerstimme mit aufzunehmen. Für die Verständlichkeit trägt diese Erweiterung jedoch praktisch
nichts bei und kann daher zur Kostenersparnis im allgemeinen wegfallen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Wiederherstellung der ursprünglichen Frequenzlage der Sprache bei verlangsamt ablaufenden Sprachspeichern, wobei die Sprache durch ein Eingangsaggregat von Bandfiltersätzen in mehrere Teilbänder aufgeteilt wird und die bei der anschließend erfolgenden Frequenzverdoppelung entstehenden Klirrtöne (Differenztöne, Summentöne und Obertöne) durch einen Ausgangsfiltersatz unterdrückt werden, gekennzeichnet durch die Aufteilung des Sprachbandes in höchstens sieben, vorzugsweise fünf Teilbänder, wobei die Filter für höchstens die drei unteren Teilbänder eine gleiche Durchlaßbreite, vorzugsweise von 100 Hz für die Eingangs- und 200 Hz für die Ausgangsfilter, aufweisen, während die Durchlaßbereiche der Filter der folgenden höherfrequenten Teilbänder sich in annähernd geometrischer Progression erweitern.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils vor den Eingangsfiltern und nach den Ausgangsfiltern Trennverstärker vorgesehen sind.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Trennverstärker Kristalloden verwendet werden.In Betracht gezogene Druckschriften:
Electronics, Dezember 1951.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 872/61 1.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB28066A DE968264C (de) | 1953-10-25 | 1953-10-25 | Verfahren zur Wiederherstellung der urspruenglichen Frequenzlage der Sprache bei verlangsamt ablaufenden Sprachspeichern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB28066A DE968264C (de) | 1953-10-25 | 1953-10-25 | Verfahren zur Wiederherstellung der urspruenglichen Frequenzlage der Sprache bei verlangsamt ablaufenden Sprachspeichern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE968264C true DE968264C (de) | 1958-01-30 |
Family
ID=6962551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB28066A Expired DE968264C (de) | 1953-10-25 | 1953-10-25 | Verfahren zur Wiederherstellung der urspruenglichen Frequenzlage der Sprache bei verlangsamt ablaufenden Sprachspeichern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE968264C (de) |
-
1953
- 1953-10-25 DE DEB28066A patent/DE968264C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69131095T2 (de) | Verständlichkeitsverbesserungsanordnung für eine Beschallungsanlage | |
| DE2628626A1 (de) | Amplitudenkompressions- bzw. dekompressionsschaltung | |
| EP0508547B1 (de) | Schaltungsanordnung zur Spracherkennung | |
| DE3733983A1 (de) | Verfahren zum daempfen von stoerschall in von hoergeraeten uebertragenen schallsignalen | |
| DE960732C (de) | Vorrichtung zur elektrischen UEbertragung von tonfrequenten Schwingungen | |
| DE2558491C3 (de) | Bändchenlautsprecher | |
| DE524082C (de) | Lautsprecher mit mehreren nach verschiedenartigen Prinzipien arbeitenden elektrischen Antriebssystemen | |
| DE714123C (de) | Verfahren zur magnetischen Schallaufzeichnung | |
| DE1285760B (de) | Wiedergabevorrichtung fuer Gespraechssignale | |
| DE2904426A1 (de) | Analog-sprach-codierer und decodierer | |
| DE720868C (de) | Verfahren zum Umschreiben von Lichttonaufzeichnungen | |
| DE597699C (de) | Einrichtung zur elektrischen UEbermittlung von Zeichen (Sprache oder Musik), insbesondere fuer Tonfilm- und Schallplattenwiedergabe, mit nur einer Verkehrsrichtung | |
| DE2608984A1 (de) | Elektronisches hoergeraet | |
| DE585453C (de) | Tonaufzeichnungsverfahren | |
| DE564943C (de) | Photographisches Tonaufzeichnungsverfahren zur Erzielung intensitaetsproportionaler Schwaerzung | |
| DE3031667A1 (de) | Signalspektrum-anzeigegeraet | |
| DE730974C (de) | Tonaufzeichnung in Vielfachdoppelzackenschrift | |
| AT166896B (de) | Tonfilm und Einrichtung zu seiner Wiedergabe | |
| DE2354286A1 (de) | Projektor | |
| AT106574B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung stereoakustischer Tonfilme. | |
| DE751442C (de) | Verfahren zur Dynamikregelung bei der Aufzeichnung von Schallereignissen | |
| AT127540B (de) | Verfahren zur Herstellung von Tonfilmen nach dem Amplitudenverfahren. | |
| DE600816C (de) | Verfahren zur Herstellung von Tonfilmen nach dem Amplitudenaufzeichnungsverfahren | |
| DE690520C (de) | Verfahren zum elektrischen Aufzeichnen von Sprachlauten | |
| DE568321C (de) | Einrichtung zur Wiedergabe elektrooptischer Schallaufzeichnungen |