DE968154C - Verfahren zum Erschmelzen von legierten Staehlen unter Verwendung mehrerer Schmelzoefen - Google Patents

Verfahren zum Erschmelzen von legierten Staehlen unter Verwendung mehrerer Schmelzoefen

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DE968154C
DE968154C DED833D DED0000833D DE968154C DE 968154 C DE968154 C DE 968154C DE D833 D DED833 D DE D833D DE D0000833 D DED0000833 D DE D0000833D DE 968154 C DE968154 C DE 968154C
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DE
Germany
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furnace
furnaces
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melting
melts
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Expired
Application number
DED833D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Edmund Pakulla
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Deutsche Edelstahlwerke AG
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/52Manufacture of steel in electric furnaces
    • C21C5/5252Manufacture of steel in electric furnaces in an electrically heated multi-chamber furnace, a combination of electric furnaces or an electric furnace arranged for associated working with a non electric furnace
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • C21C2007/0093Duplex process; Two stage processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/005Manufacture of stainless steel

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  • Metallurgy (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Erschmelzen von legierten Stählen unter Verwendung mehrerer Schmelzöfen Die Erfindung befaßt sich mit einem Schmelzverfahren für legierte Stähle, bei welchem zwei Schmelzöfen nebeneinander verwendet werden. An sich ist es bekannt, mit zwei oder mehr Schmelzöfen nebeneinander zu arbeiten, und zwar sind solche Maßnahmen aus den verschiedensten Gründen durchgeführt worden.
  • Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die in einem Hochfrequenzofen herrschenden günstigen Schmelzbedingungen für eine umfangreichere Schmelzführung auszunutzen, als dies bisher möglich war. Bekanntlich ergeben sich bei Hochfrequenzöfen Schwierigkeiten, wenn sie über eine verhältnismäßig geringfügige Kapazität hinaus basisch erstellt werden sollen. Viele Stahlarten lassen sich aber im sauer zugestellten Ofen nicht mit den gewünschten Eigenschaften erschmelzen, und für die Erzeugung dieser Stähle wäre mithin der Hochfrequenzofen in größerem Stile nicht verwendbar, weil Hochfrequenzöfen mit großem Fassungsvermögen praktisch nicht basisch zugestellt werden können.
  • Versuche haben wider Erwarten ergeben, daß ein sauer zugestellter Hochfrequenzofen und ein basisch zugestellter Elektro-Lichtbogenofen zu gemeinsamer Erzeugung von Stählen zusammengefaßt werden können, die die Eigenschaften von ausschließlich im basisch zugestellten Ofen erzeugten Stählen aufweisen. Es wird zu diesem Zweck eine im sauren Hochfrequenzofen erzeugte Schmelze in eine im basischen Elektro Lichtbogenofen erzeugte Charge eingegossen, und zwar durch die Desoxydationsschlacke hindurch, die sich auf dem basisch erschmolzenen Stahl befindet. Die Mischung beider Chargen erfolgt vorzugsweise in der Gießpfanne. Die saure Schlacke der Hochfrequenzschmelze wird bei diesem Zusammengießen zweckmäßigerweise zurückgehalten.
  • Abgesehen von den Vorzügen metallurgischer Art, die das Verfahren bietet, ergibt sich auch die Möglichkeit, bisher vielfach brachliegende Kapazität an Hochfrequenzöfen auszunutzen und in die Großerzeugung einzuschalten.
  • Das Verfahren kann so ausgeführt werden, daß die Schmelzen, die in den beiden Ofen erzeugt werden, praktisch gleiche Zusammensetzung aufweisen. Es ist aber auch möglich, in beiden Ofen Schmelzen mit unterschiedlicher Zusammensetzung zu erstellen, und gerade hieraus ergeben sich besondere Vorteile für das Verfahren gemäß der Erfindung, weil auf diese Weise das Gattieren im einzelnen Ofen im Hinblick auf die gewünschte Endzusammensetzung erleichtert wird. Es kann hierbei beispielsweise so vorgegangen werden, daß im einen Ofen Legierungszusätze der einen Art und im anderen Ofen Legierungszusätze einer anderen Art den Chargen zugeführt werden. Es kann auch der eine Ofen, insbesondere der Hochfrequenzofen, so geführt -werden, daß er kurz vor dem Zusammengießen beider Chargen in die gemeinsame Pfanne noch Zuschläge erhält, die die Schmelze auf die Analyse abstimmen, mit der die Schmelze im anderen Ofen eingelaufen ist.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn im Hochfrequenzofen praktisch lediglich ein Legierungsumschmelzen durchgeführt wird. Im Elektro-Lichtbogenofen dagegen wird in diesem Falle eine Flußeisenschmelze erzeugt. Diese Flußeisenschmelze wird im Phosphorgehalt verhältnismäßig niedrig gehalten, -während der Kohlenstoffgehalt in Anpassung an die gewünschte Endzusammensetzung entweder hoch oder niedrig gehalten wird. Auf diese Weise ist es möglich, unter Ausnutzung eines sauer zugestellten Hochfrequenzofens auch Legierungsschrott zu verarbeiten, dessen Phosphorgehalt verhältnismäßig hoch ist, da ein für die Endzusammensetzung zu hoch liegender Phosphorgehalt durch den in der Flußeisenschmelze in einfacher Weise niedrig zu haltenden Phosphorgehalt verdünnt -wird.
  • Mit dem Verfahren gemäß der Erfindung, das außerordentlich anpassungs- und abwandlungsfähig ist, lassen sich mit Vorteil alle niedrig- und hochlegierten Stähle herstellen, die in sauer zugestellten Hochfrequenzöfen nicht die qualitativen Eigenschaften aufweisen, wie sie in basisch zugestellten Lichtbogenöfen ohne weiteres zu erreichen sind; z. B. Schnelldrehstähle, für deren Erzeugung bisher sauer zugestellte Hochfrequenzöfen infolge ungenügender Warmformbarkeit der Rohblöcke beim Walzen praktisch ausscheiden mußten.
  • Das Verfahren eignet sich weiterhin besonders zur Erzeugung hochmanganhaltiger Stähle, die bekanntlich in sauren Ofen nicht hergestellt werden können. Hierbei wird so vorgegangen, daß die Mangan enthaltende Schmelze im basischen Lichtbogenofen und die die restlichen Legierungszusätze enthaltende Schmelze im sauren Hochfrequenzofen erstellt wird, worauf beule Schmelzen in eine gemeinsame Pfanne abgestochen werden, und zwar die aus dem basischen Lichtbogenofen zuerst.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Erschmelzen von legierten Stählen unter Verwendung mehrerer Schmelzöfen, dadurch gekennzeichnet, daß eine im sauren Hochfrequenzofen erzeugte Schmelze durch die Desoxydationsschlacke hindurch in eine im basischen Elektro-Lichtbogenofen erzeugte Charge, vorzugsweise in eine gemeinsame Pfanne, eingegossen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung der Schmelzen in beiden Ofen praktisch gleich gewählt -wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzen in beiden Ofen verschieden eingestellt werden. ,
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Hochfrequenzofen ein I.egierungsumschmelzen durchgeführt wird, während im Elektro-Lichtbogenofen eine Flußeisenschmelze. mit niedrigem Phosphorgehalt und beliebig einstellbarem Kohlenstoffgehalt gegebenenfalls unter Zuschlag an Legierungselementen erzeugt -wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine hochmanganhaltige Schmelze im basischen Lichtbogenofen und die die restlichen Legierungszusätze enthaltende Schmelze im sauren Hochfrequenzofen erstellt wird und beide Schmelzen in eine gemeinsame Pfanne abgegossen werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 418 627, 760 239; Mitteilungen des KW-Institutes für Eisenforschung, 1933, S. 271 fb.; Pollack, Elektrostahl-Erzeugung, 195o, S.239.
DED833D 1944-04-02 1944-04-02 Verfahren zum Erschmelzen von legierten Staehlen unter Verwendung mehrerer Schmelzoefen Expired DE968154C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE418627C (de) * 1923-07-26 1925-09-10 Ferrolegeringar Ab Verfahren zur Darstellung kohlenstoffarmer Eisenchromlegierungen
DE760239C (de) * 1939-07-05 1954-04-22 Stahlwerke Roechling Buderus A Verfahren zum Herstellen von legiertem Stahl

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE418627C (de) * 1923-07-26 1925-09-10 Ferrolegeringar Ab Verfahren zur Darstellung kohlenstoffarmer Eisenchromlegierungen
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