DE966491C - Leitungsschutzsicherung mit Glimmlichtanzeige - Google Patents
Leitungsschutzsicherung mit GlimmlichtanzeigeInfo
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Classifications
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Description
Bei den gebräuchlichen Leitungsschutzsicheruingen erfolgt die Anzeige des Durchbrennens des
Sicherungsdrahtes mit Hilfe eines durch eine Spirale gehaltenen sogenannten Kennblättchens. Diese
S Anzeige ist aber, wie die Erfahrung gezeigt hat, nicht immer zuverlässig, -da das Kennblättchen in
vielen Fällen nicht abspringt, beispielsweise wenn die Kennblättchenspiralfeder zu schwach ist. Die
Unzuverlässigkeit dieser Anzeige ist besonders ίο unangenehm bei den zahlreichen bisher schon auf
den Markt gebrachten und auch im Gebrauch gewesenen Mehrfachsicherungen in Erscheinung getreten
und dürfte erheblich dazu beigetragen haben, daß sich die Mehrfachsicherungen nicht durchsetzen
konnten.
Das Durchbrennen einer Sicherung muß aber unbedingt zuverlässig an der Sicherung selbst erkannt
werden können, da Stromlosigkeit eines Verbrauchers (z. B. auch einer Phase in einem Drehstrommotor)
in vielen Fällen nicht sofort erkennbar ist. Zur besseren Sichtbarmachung des Durchschmelzens von Sicherungsdrähten sind deshalb
schon mit Glühlampen ader Glimmlampen versehene Anzeigevorrichtungen verwendet worden,
die nach dem Durchsehmelzen der Sieherungsdrähte aufleuchten. Es sind auch bereits
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Claims (5)
- Vorschläge gemacht worden, solche Glühlampen oder Glimmlampen gleich im Stöpselkopf oder in der Sicherungspatrone mit unterzubringen.Die vorgeschlagenen Konstruktionen hatten aber alle mehr oder weniger große Nachteile und haben sich deshalb auch nicht eingeführt.Bei den Glimmlampen-Anzeigeeinrichtungen waren z. B. die den Sicherungselementen parallel geschalteten Glimmlampen mit den Stirnkontaktenίο der Sicherungen jeweils fest verbunden, so daß eine Kontrolle der Betriebsfähigkeit der Glimmlampe nicht möglich war.Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Kontrolle der Funktionsfähigkeit des Glimmlichtanzeigeröhrchens dadurch ermöglicht, daß das in die Sicherungspatrone eingesetzte, an sich auswechselbare Anzeigeglimmröhrchen einschließlich des entsprechenden Vorsehaltwiderstandes beim Festdrehen des Stöpselkopfes mit Hilfe einer für diesen Zweck besonders vorgesehenen Kontaktfeder bereits in den Stromkreis eingeführt wird, bevor der Sicherungsschmelzdraht die Glimmlampe einschließlich des in Serie geschalteten Vorschaltwiderstandes kurzschließt. Beim Lockerdrehen des Stöpselkopfes bewirkt diese Kontaktfeder in gleicher Weise, daß die Glimmlampe zunächst noch im Stromkreis verbleibt, auch nachdem die Zuführung zum Schmelzleiter bereits unterbrochen ist.Der Erfmdungsgedanke einer solchen Leitungsschutzsicherung mit Glimmlichtanzeige läßt sich im einzelnen den Fig. 1 bis 4 entnehmen. In der Fig. ι a ist der Längsschnitt einer Sicherungspatrone mit den üblichen äußeren Abmessungen (Durchmesser d = 22 mm, Länge I — 50 mm) angegeben, bei der um eine in der Mittelachse 1 für das Glimmlichtanzeigerahrchen vorgesehenen Bohrung acht Schmelzsieherungskanäle 2 bis 9 (vgl. hierzu den Querschnitt senkrecht zur Längsachse in Fig. ι b) gleichmäßig verteilt angeordnet sind. In den einzelnen Schmelzsicherungskanälen ist jeweils ein Schmelzsicherungsdraht in Sand od. dgl. eingebettet enthalten, wie das in der Fig. 1 a angedeutet ist, wo die beiden Schmelzsicherungsdirähte 10 und 11 im Schnitt zu erkennen sind.In der Fig. 2 ist die Konstruktion des Glimmlichtanzeigearöhrehens mit allen wichtigen Konstruktionseinzelheiten angegeben. Die Glimmlampe selbst ist mit ihren Elektroden 12 und 13 und dem der Glimmlampe vorgeschalteten Schultzwiderstand 14 in einem gemeinsamen Glasröhrchen 15 untergebracht, wobei der eigentliche Glimmraum von dem Raum, in welchem der Vorsdhaltwiderstand enthalten ist, durch die Scheidewand 16 vakuumdicht abgetrennt wird. An dem Glimmlichtanzeigeröhrchen sind auf beiden Seiten Kontaktkappen' 17 und 18 aiufgekittet. Während an der unteren Kontaktkappe 17 eine Spiralfeder 19 angeschweißt ist, wird die Kontaktkappe 18 durch eine Kontaktplatte 20 abgeschlossen, die in einem Loch eine eingepreßte, das Glimmlicht bündelnde Linse 21 enthält. An der nach der einen Seite überstehenden Kontaktplatte 20 ist ein Kontaktbolzen 22 angebracht.Die Abb. 3 zeigt ein komplettes Sicherungselement 23 mit dem Stöpselkopf 24, das an Stelle einer normalen Sicherungspatrone eine Leitungsschutzsicherung mit Glimmlichtanzeige gemäß der vorliegenden Erfindung enthält.Das in die Sicherungspatrone (Fig. 1 a) eingesetzte Glimmlichtanzeigerötorehen 15 (Fig. 2) ist mit dem Fußkontakt 26 über die Messingkontaktplatte 27 und die an der Kontaktkappe 17 angeschweißte Kontaktfeder 19 (gemäß Fig. 2) leitend verbunden. Die Kontaktplatte120 am anderen Ende des Anzeigeglimmröhrchens wird durch dien Federdruck der Kontaktfeder 19 mit dem im Stöpselkopf eingepreßten. Messinggewinde 25 in dauernd leitender Verbindung gehalten, auch wenn die Verbindung des in dar Kontaktplatte 20 eingenieteten Kontaktbolzens mit dem oberen Ende des Schmelzsicherungsdrahtes 10 unterbrochen ist. Auf diese Weise kann weder zwischen der Kontaktplatte 20 und dem im Stöpselkopf eingepreßten Messinggewinde noch zwischen dem Fußkontakt 26 und der Messingpaßschraube 28 — alles Stellen, die von außen nur schwer zugänglich sind und daher sich nur schlecht reinigen lassen — ein Schmorkontakt entstehen. Der Unterbrechungsfunke kann sich immer nur zwischen dem jederzeit leicht zugänglichen Kontaktbolzen 22 und der Schmelzsicherungskontaktplatte 29 ausbilden, was z. B. schon bei jedem Einschrauben und Lockerdrehen der Sicherung auftritt.Da bei jeder Unterbrechung der Verbindung zwischen dem Kontaktbolzen 22 und der Schmelzsicherungskontaktplatte 29 der Kurzschluß des Anzeigeglimmröhrchens aufgehoben wird, wird jedes Locker werden der Sicherung — ein z. B. bei Werkzeugmaschinen, die starken Erschütterungen ausgesetzt sind, häufig auftretender Fall — durch das Aufleuchten des Anzeigeglimmröhrchens erkennbar.Beim Umstecken des Anzeigeglimmröhrchens von einem durchgebrannten Schmelzsicherungsdraiht auf einen neuen muß jedesmal eine die einzelnen Schmelzsicherungskanäle abdeckende Aluoder Kupfersch'Utzkappe 30 durchstoßen werden. Auf diese Weise ist immer ersichtlich, welche Sicherung bereits schon verbraucht bzw. welche Sicherungen noch unversehrt sind. noIn der Fig. 4 ist ein Sicherungselement wie in Fig. 3 dargestellt, bei dem der Sicherungskopf 24 vollkommen festgeschraubt ist und die Schmelzsicherungskontaktplatte 29 mit dem Kontaktbolzen 22 in Verbindung steht. "5;..._,__- ---■" Patentansprüche:i. Leitungsschutesicherung, bei der in einer Sicherungspatrone vorzugsweise der üblichen iao genormten Form und Größe parallel zu einem oder mehreren Schmelzsicherungsdrähten eine Glimmröhre eingebaut ist, die durch, den Sicherungsdraht bzw. wahlweise diuirch einen der Sicherungsdrähte kurzgeschlossen wird und beim Durchbrennen des jeweils der Anzeige-glimmlampe parallel liegenden Schmelzsicherungsd.rahtes zum Aufleuchten kommt, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Sicherungspatrone eingesetzte, an sich auswechselbare Anzeigeglim;mröihrcheni(is) einschließlich desVorschaltwiderstandes (14) mit Hilfe einer Kontaktfeder (19) beim Festdrehen des Stöpselkopfes (24) vor dem Sicherungsschmelzleiter (10) in den Stromkreis (Kopfkontakt 25 und Fußkontakt 26) eingeführt wird bzw. beim Locker drehen des Stöpselkopfes (24) auch dann noch im Stromkreis verbleibt, nachdem die Zuführung (Kontakt zwischen Kontaktplatte 29 und Kontaktbolzen 22) zum Sicherungsleiter (10) bereits unterbrochen ist.
- 2. Leitungsschutzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeglimmröhrchen vorzugsweise in der Mittelachse der Sicherungspatrone angeordnet ist und beim Vorhandensein von mehreren Schmelzsicherungsdrähten in der Patrone wahlweise zu jedem Sicherungsdraht parallel gelegt werden kann.
- 3. Leitungsschutzsicherung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch, gekennzeichnet, daß die Schmelzsicherungsdrähte·, die mit ihrem einen Ende jeweils in einzelne Kontaktkanäle führen, vor Ingebrauchnahme der Sicherung vorzugsweise durch je eine Metallfolie (30) verschlosen sind und die bei Ingebrauchnahme der Sicherung durch den Kontaktbügelführungsstift (22) einzeln durchstochen werden, so> daß immer klar zu erkennen ist, welche Sicherung schon im Gebrauch war.
- 4. Leitungsschutzsiclherung nach den An-Sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Schütze des Anzeigeglimmröhrchens vorgesehene, aus durchsichtigem Material bestehende Abdeckplättchen (21) zut Erzielung einer Konzentrierung des Glimmlichtes linsenförmig ausgebildet ist.
- 5. Leitungsschutzsicherung nach den Ansprüchen ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Anzeigeglimmröhrchen in Serie liegende Vorschaltwiderstand mit dem Glimmröhrchen in einem gemeinsamen Glasrohr untergebracht ist, wobei der eigentliche Glimmraum von dem den Vorschaltwiderstand. enthaltenden Raum durch, eine Scheidewand (16) vakuumdicht abgetrennt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 7<» 632/37 8.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH9841A DE966491C (de) | 1951-09-25 | 1951-09-25 | Leitungsschutzsicherung mit Glimmlichtanzeige |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH9841A DE966491C (de) | 1951-09-25 | 1951-09-25 | Leitungsschutzsicherung mit Glimmlichtanzeige |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE966491C true DE966491C (de) | 1957-08-14 |
Family
ID=7146141
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH9841A Expired DE966491C (de) | 1951-09-25 | 1951-09-25 | Leitungsschutzsicherung mit Glimmlichtanzeige |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE966491C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2164575A1 (de) * | 1971-12-24 | 1973-06-28 | Siemens Ag | Elektrischer schmelzsicherungseinsatz |
-
1951
- 1951-09-25 DE DEH9841A patent/DE966491C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2164575A1 (de) * | 1971-12-24 | 1973-06-28 | Siemens Ag | Elektrischer schmelzsicherungseinsatz |
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