DE96384C - - Google Patents

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DE96384C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/27Rotating drums for treating leather

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gerbtrommel.
Nach den alten, zum Gerben von Häuten angewendeten Verfahren wurden die Häute und Felle einer Reihe von Operationen unterworfen, die erst nach Wochen und Monaten die Vollendung des Gerbens ermöglichen. Neuerdings sind nun sehr werthvolle Verfahren entdeckt worden , nach denen die Gerbung in Zeit von wenigen Stunden ohne Nachtheil für das zu erzeugende Leder vollendet werden kann. Bei diesen zur Zeit immer mehr in Aufnahme kommenden . Schnellgerbverfahren werden die zu gerbenden Häute, Felle u. s. w. in der Regel in eine in Umdrehung versetzte Trommel gebracht und darin der Einwirkung der Gerbflüssigkeit ausgesetzt.
Diese Trommeln bestehen aus nur einem einzigen Hohlraum und sind nur zum Theil mit Häuten und Fellen gefüllt, so dafs infolge dessen die Last sich fortwährend auf der inneren Trommeloberfläche unterhalb der Drehungsachse befindet; wenn nun die Trommel langsam gedreht wird, so wird das Gerbgut von der Trommel in deren Drehungsrichtung zunächst etwas gehoben und fällt alsdann wieder herab. Es wird also gerollt und über einander geworfen.
Diese Trommeln sind sehr grofs und kostspielig , und der ganze obere Theil einer solchen Trommel stellt einen nicht ausgenutzten Raum dar; da ferner die ganze Last sich vollständig unterhalb des Drehungsmittelpunktes der Trommel befindet, so ist viel Kraft erforderlich, um die Trommel in Bewegung zu erhalten.
Erfinder hat sich nun die Aufgabe gestellt, das Gerben von Häuten, Fellen u. s. w. bei Anwendpng der vorerwähnten Schnellgerbverfahren zu verbilligen, und es ist ihm dies dadurch gelungen, dafs er eine wasserdichte Trommel anwendet, welche eine Mehrzahl wasserdichter Abtheilungen zum Einbringen der Häute, Felle u. s. w. besitzt, so dafs jede einzelne von diesen Abtheilungen die gleiche Arbeit leistet, wie eine der bisher gebräuchlichen Trommeln. Diese verschiedenen Abtheilungen gestatten, fast den gesammten Innenraum der Trommel auszunutzen, statt wie bisr her nur einen kleinen Theil desselben; ferner werden die Häute u. s. w. bei der Drehbewe-1 gung dieser verbesserten Trommel in jeder einzelnen Abtheilung in der richtigen Weise über einander geworfen, d. h. jede einzelne Füllung in ihrer besonderen Flüssigkeit und derart, dafs sie in diese fortwährend eintaucht und die Häute während der Gerbung nicht aus der Flüssigkeit herausgenommen werden. Eine derart ununterbrochene und gleichmäfsige Einwirkung der Gerbflüssigkeit auf die Häute ist für ein gleichmäfsiges, einheitliches und rasches Gerben sehr wesentlich.
Infolge der Vermehrung der Abtheilungen der Trommel kann eine erheblich gröfsere Menge von Häuten, Fellen u. s. w. in einer und derselben Trommel behandelt werden; dabei ist auch der Umstand von grofser Wichtigkeit, dafs beim Füllen dieser rings um die Drehungsachse der Trommel herumgelagerten Abtheilungen die von der Trommel .zu
tragende Last, welche sich aus dem Gewicht der Häute und demjenigen der Flüssigkeit zusammensetzt, so vertheilt werden kann, dafs die Trommel sich stets im Wesentlichen im Gleichgewicht befindet, da sowohl ober- als unterhalb ihrer Achse fortwährend Häute und Flüssigkeit vorhanden sind. Vermöge dieser gleichmäfsigen Belastung kann die Trommel mit Aufwand einer geringen Kraft in gleichmäfsiger Drehung erhalten werden. Bei Betriebsstätten, in denen viele solcher Trommeln in Gebrauch sind, stellt diese Kraftersparnifs einen sehr wichtigen Factor bei der Berechnung der Herstellungskosten des Leders dar.
Die Erfindung betrifft also eine für die Schnellgerbung von Häuten u. s. w. bestimmte Trommel, deren Innenraum in zwei oder mehr (am besten vier) mit einander nicht in Verbindung stehende Abtheilungen getheilt ist, von denen jede eine Einfüllöffnung mit Deckel besitzt und zur Aufnahme von Gerbflüssigkeit und Häuten eingerichtet ist; die verschiedenen Abtheilungen sind in einer einzigen Ebene angeordnet und drehen sich in gleicher Bewegungsbahn um einen Mittelpunkt, wobei diese Ebene und diese Bewegungsbann senkrecht stehen, wenn die Vorrichtung, wie dies nach der beiliegenden Zeichnung der Fall ist, eine waagrecht angeordnete Drehungsachse besitzt.
In der Zeichnung stellt Fig. ι den Gegenstand der vorliegenden Erfindung dar. Fig. ι ist eine vordere Endansicht und Fig. 3 ein Schnitt nach x-x der Fig. 2.
In den Ständern A befinden sich die Lager für die Welle bezw. für die Lagerzapfen B der Trommel C, welch letztere z. B. aus Kesselstahlblech gearbeitet gedacht ist; statt dessen kann auch anderes gleichwerthiges Material verwendet werden. Das Innere der Trommel ist durch mehrere (nach der Zeichnung vier) Scheidewände c in eine entsprechende Anzahl von Abtheilungen zerlegt. Jede von diesen Abtheilungen ist durch eine Einfüllöffnung zugänglich gemacht, an der ein Deckel d zweckmäfsig durch einen wasserdichten Verschlufs gehalten wird; letzterer kann aus einer Stange e bestehen, deren eines Ende in eine Oeffnung eines an der Trommel vorgesehenen Vorsprunges el eintritt, während ihr anderes Ende in einem offenen Schlitz eines zweiten Vorsprunges e2 Aufnahme findet; eine gegen die Aufsenseite des Deckels d wirkende Stellschraube dient dazu, den Deckel fest gegen die Einfüllöffnung zu drücken.
Die Einfüllöffnungen können an irgend einer zweckentsprechenden Stelle der einzelnen Abtheilungen vorgesehen sein. Beim Einbringen der Häute, Felle u. s. w. in die Trommel dreht man letztere so weit herum, bis zwei von den Einfüllöffnungen oberhalb des Achsenmittels der Trommel angelangt sind , und schiebt dann nach Abnahme der Deckel die Häute, Felle u. s. w. in die beiden Abtheilungen hinein, breitet die Häute aus einander und füllt die Gerbflüssigkeit ein. Hierauf befestigt man die Deckel mit wasserdichtem Abschlufs und giebt der Trommel eine halbe Drehung, bis die anderen Abtheilungen und deren Deckel oberhalb des Achsenmittels der Trommel angelangt sind. Man füllt nun auch die anderen Abtheilungen in der oben beschriebenen Weise und versetzt dann die Trommel mit geeigneter Geschwindigkeit in Drehung, bis die Gerbung vollendet ist.
Ihre Drehbewegung erhält die Trommel durch Vermittelung eines Zahnrades D, welches in einen Trieb E einer in gewöhnlicher Weise mit Fest- oder Losscheibe versehenen Welle F eingreift.
Drehbare, mit mehreren Abtheilungen zur Aufnahme von Häuten versehene Trommeln sind zwar bereits verwendet worden. Bei derartigen Trommeln waren aber die Scheidewände der sämmtlichen Abtheilungen durchlocht, um einen freien Uebertritt der Gerbflüssigkeit von der einen Trommelabtheilung zur anderen zu gestatten, so dafs sich die Flüssigkeit fortwährend in der unteren Abtheilung befand und die Häute daher abwechselnd von der Flüssigkeit bedeckt und wieder von derselben frei waren. Auf eine Trommel dieser Art erstreckt sich die vorliegende Erfindung nicht; eine derartige Trommel würde sich auch für die Anwendung des Schnellgerbverfahrens gar nicht eignen, weil die Häute eine ungleichmäfsige Gerbung erfahren würden und weil ferner die fortwährende Ansammlung der Flüssigkeit unterhalb der Drehungsachse der Trommel die durch vorliegende Erfindung ermöglichte Sicherung des Gleichgewichtszustandes unmöglich machen würde.
Statt der gezeichneten und beschriebenen Antriebsmittel können natürlich auch andere angewendet werden, um die Trommel in Umdrehung zu versetzen. Die Trommel kann zwei oder auch mehr Abtheilungen enthalten; die Anzahl der letzteren ist nicht wesentlich, sofern deren nur mehr als eine vorhanden und dieselben auf verschiedenen Seiten der Drehungsachse angeordnet sind, so dafs die gefüllte Trommel durch ihre Belastung im Wesentlichen im Gleichgewicht gehalten wird. Der Gegenstand der Erfindung erstreckt sich auch nicht auf eine aus einem offenen Gestell oder Gerüst bestehende, mit zwei oder mehr Abtheilungen ausgestattete Trommel, sondern bezieht sich nur auf den Fall, dafs von einander unabhängige, mit einander nicht in Ver-
bindung stehende wasserdichte Abtheilungen vorhanden sind.
Bei Anwendung der vorliegenden Gerbtrommel werden die Kosten des Gerbverfahrens im Vergleich zu den alten Verfahren ganz erheblich verringert, indem bei einer in mehrere Abtheilungen zerlegten Trommel jede von diesen Abtheilungen einer ungetheilten Trommel der bisher gebräuchlichen Art gleichkommt. Aufserdem wird eine erhebliche Ersparnifs an Raum und Kraft erzielt, was bei einem grofsen Gerbereibetrieb von grofser Wichtigkeit ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Gerbtrommel, dadurch gekennzeichnet, dafs ihr Innenraum durch eine Anzahl radial angeordneter Scheidewände in zwei oder mehrere gegen einander wasserdicht abgeschlossene Abtheilungen getheilt ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT96384D Active DE96384C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2395315A1 (fr) * 1977-06-23 1979-01-19 Challenge Cook Bros Inc Procede et machine de traitement de peaux

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2395315A1 (fr) * 1977-06-23 1979-01-19 Challenge Cook Bros Inc Procede et machine de traitement de peaux

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