DE963545C - Maschine zum Formen und Praegen von Stueckseife - Google Patents

Maschine zum Formen und Praegen von Stueckseife

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DE963545C
DE963545C DES21898A DES0021898A DE963545C DE 963545 C DE963545 C DE 963545C DE S21898 A DES21898 A DE S21898A DE S0021898 A DES0021898 A DE S0021898A DE 963545 C DE963545 C DE 963545C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor
    • C11D13/28Embossing; Polishing

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Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 9. MAI 1957
S 21898 IVa /23 f
Mailand (Italien)
Bekannte Form- und Prägemaschinen für Stückseife, z. B. Wasch- und Toilettenseife, weisen ein Zuführungs- und Vorschubsystem auf, das im wesentlichen folgende Teile umfaßt:
ι. einen meist vertikalen Trichter, der mit den zu prägenden Seifenstücken handbeschickt wird, was die dauernde Anwesenheit einer Arbeiterin erfordert; im Fall automatischer Beschickung des Vertikaltrichters mit einem horizontalen Förderer ist es erforderlich, daß die Stücke wohlgereiht dem Trichter zulaufen und daß der Trichter immer voll bleibt, um Sprung- und Kippbeweguungen der einzelnen Seifenstücke im Trichter und Stockungen der Prägemaschine zu vermeiden;
2. eine Vorschubvorrichtung, die z. B. aus einem Schieber besteht, der die Seifenstücke aus dem· Unterteil des Trichters herausschiebt, derart, daß die Stücke einander vorschieben und so die Presse erreichen und durchlaufen, oder aus einem besonders geformten Stempel, der mit zwei an den Enden backenförmig ausgebildeten Armen versehen ist und nicht nur das Seifenstück aus dem Trichter holt, sondern mit den Backenarmen auch das geprägte Seifenstück aus der Presse hebt.
Zu den bekannten Maschinen gehören insbesondere auch solche, bei denen die Seifenstücke automatisch mittels eines waagerechten Förderbandes zugeführt und vom Förderband die Seifenstücke auf den Arbeitsstand der Maschine vorgeschoben werden. Dabei werden, z. B. die Seifenstücke vom Förderband mittels Backen abgenommen oder mittels Schieber weitergegeben.
Die bekannten Maschinen sind mit folgenden Nachteilen behaftet:
709 512/364
a) Dauernde Anwesenheit einer Arbeiterin, wenn der Trichter von Hand beschickt wird, und Notwendigkeit eines ununterbrochenen Zulaufs von eng aneinandergereihten Seifenstücken, wenn die Beschickung automatisch erfolgt.
b) Beim Aufhören des Zuflusses von Seifenstükken bleibt das letzte Stück in der Presse, weil ein nachfolgendes Seifenstück fehlt, um es herauszudrücken.
ίο c) Wenn die Prägung erhobene oder vertiefte Buchstaben oder Verzierungen aufweist, ist es schwierig, das Seifenstück durch einfachen Schub aus der Presse zu entfernen, und fast immer wird die Prägung dabei beschädigt.
d) Auch bei den zuletzt beschriebenen Maschinen, bei denen die Seifenstück© automatisch mittels eines waagerechten Förderbandes zugeführt und vom Förderband auf den Arbeitsstand der Maschine vorgeschoben werden, besteht der Nachteil, daß das Formen der Seifenstücke nicht bei jeder Zeitfolge der herankommenden Seifenstücke stattfinden kann. Letzteres ist die Aufgabe der Erfindung.
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Formen und Prägen von Stückseife, der die Seifenstücke automatisch, mittels eines waagerechten Förderbandes zugeführt werden, von dem die Stücke auf den Arbeitsstand der Maschine vorgeschoben werden, und besteht darin, über dem Förderband einen Anschlag und einen durch diesen Anschlag gesperrten Schieber anzuordnen, der bei jedem Anstoß eines Seifenstückes an den Anschlag ausgelöst und durch ein Antriebsorgan der Maschine betätigt wird. Der Schieber schiebt bei seiner Betätigung ein Seifenstück auf den Arbeitsstand vor.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß das Beschicken von Maschinen zum Formen und Prägen von Seifenstücken keine besondere Sorgfalt erfordert und das geprägte Seifenstück, wie immer die Prägeform beschaffen ist, leicht aus der Presse entfernt werden kann, wie weiter unten noch beschrieben ist. Ein besonderer Vorteil besteht darin, daß die Bewegung der Prägemaschine von der Bewegung des Zuführungsförderers unabhängig ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsfarm steuert bei erfindungsgemäßen Maschinen zum Formen und Prägen von Seifenstücken der Anschlag durch Wirkung des von jedem einzelnen Seifenstück erhaltenen Stoßes den Stromkreis eines Elektromagneten, der seinerseits das Sperrglied des Schiebers steuert. Die Bewegung des Schiebers ist vorteilhafterweiee durch eine Nockenscheibe gesteuert, die bei einem jeden vollständigen Umlauf der Maschine eine ganze Umdrehung ausführt. Es. empfiehlt sich, längs der beiden Längsseiten des Arbeitsistandes. zwei längliche, plattenförmige, zueinander parallele Backen anzuordnen, die drei Bewegungen ausführen, nämlich eine Bewegung der gegenseitigen Annäherung, wodurch die Seifenstücke zwischen den beiden Platten gefaßt werden, eine Hubbewegung, welche die benannten Platten samt den dazwischen festgehaltenen Seifenstücken hebt, und eine Vorschubbewegung, durch welche die Seifenstücke um einen Schritt vorwärts gebracht werden.
Die Backen können verstellbar an beweglichen Platten befestigt sein, wobei die eine dieser Backen mit gefederten Plättchen ausgerüstet ist, welche in einem gegenseitigen Abstand angeordnet sind, der gleich ist dem einem vollständigen Umlauf der Maschine entsprechenden Umlauf.
Diese und sonstige Einzelheiten in Bau und Arbeitsweise der Maschine gemäß der Erfindung sind nachfolgend an Hand einer Ausführungsform beschrieben, die in der Zeichnung dargestellt ist.
Fig. ι ist eine Draufsicht der Maschine, worin die obenerwähnten Hauptelemente sichtbar sind; Fig. 2 ist ein Längsschnitt nach Linie A-A' der Fig. ι;
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach Linie B-B' der Fig. 1;
Fig. 4 ist eine schematische axonometrische Ansicht des Vorschubsystenis mit von einer automatischen elektrischen Vorrichtung gesteuertem Schieber;
Fig. 5 ist die Darstellung eines auf die Herausnahme der Seife aus der Presse bezüglichen Details; Fig. 6 stellt das automatische elektromagnetische Stoppsystem dar;
Fig. 7 ist die schematische Darstellung der elektrischen Vorrichtung, welche den kontinuierlichen Durchgang der Seife auf dem Zuführungsförderer gestattet, wenn die Maschine stillsteht.
Im Zuführungsteil weist die Maschine ein horizontales Förderband 1 auf, das durch einen unabhängigen Antrieb betätigt werden kann, wenn gewünscht wird, daß die Seife kontinuierlich anderen gleichartigen Maschinen zugeführt werden kann, während die betreffende Prägemaschine stillsteht. Hingegen genügt ein einziger Antrieb für Maschine und Förderband, wenn die Seifenstücke nur einer einzigen Prägemaschine zugehen. Ein an einem beliebigen Punkt des Förderbandes 1 befindliches Seifenstück wird in die Lage A gehen und gegen eine Lamelle 2 (Fig. 4) anschlagen, die quer zum Förderband und in einer gewissen Höhe darüber angeordnet ist. Unter dem Druck des Seifenstükkes A schließt die Lamelle 2 zwei Kontakte 7 und 8 (Fig. 4), die zu einem elektrischen Stromkreis gehören, in den ein Elektromagnet 9 eingeschaltet ist. Dieser steuert die Sperrnase 10 eines Hebels 11, auf welchem ein Schieber 12 drehbar gelagert ist. Der Kontakt 8 steht mit einem anderen festen Kontakt 13 in Verbindung, der bei einer jeden Umdrehung der Welle 50 der Maschine von einer Drehbürste 14 bestrichen wird, die auf besagter Welle aufgekeilt und registriert ist, derart, daß der Stromkreis des Elektromagneten 9 zu einem bestimmten Zeitpunkt des Fertigungsganges der Maschine geschlossen wird. Dann zieht dieser Elektromagnet die Sperrnase 10 an und gibt so den Hebel 11 frei, der seinerseits, angezogen von einer Feder 4 und gesteuert durch eine Nockenscheibe 15, den Schieber 12 vorschiebt. Bei dieser Anordnung startet der Schieber 12 stets in Phase mit dem Bewe-
gungszyklus zweier Platten 3 und 3' und schiebt das gegen die Lamelle 2 drückende Seifenstück A zwischen zwei Backen 16 und 16'.
Die einstellbaren Backen 16 und 16' sind mit den . Platten 3 und 3' fest verbunden. Die eine der beiden Backen 16, i6', beispielsweise die Backe 16, ist mit einer gewissen Anzahl gefederter Plättchen 17 versehen, die zur Anpassung an geringe Größen-Unterschiede der Seifenstücke und zum besseren
ίο Erfassen derselben dienen.
Die Platten 3 und 3' (Fig. 1, 2 und 3) können drei Bewegungen ausführen, und zwar eine Annäherungsbewegung zueinander (in Richtung senkrecht zur Vorschubrichtung), die von durch Nokkenscheiben 19 bzw. 19' gesteuerten Hebeln 18 bzw. 18' übertragen wird, eine von durch Nockenscheiben 21 bzw. 21' gesteuerten Hebeln 20 bzw. 20' mitgeteilte vertikale Hubbewegung und eine Vorschubbewegung (in Längsrichtung), die durch ebenfalls von gesteuerten Nockenscheiben 51 (51') betätigte Hebel 22 (22') übertragen wird (Fig. 2). Diese drei Bewegungen, die sich erst in dem einen Bewegungssinn (Hingang) und dann im umgekehrten Bewegungssinn (Hergang) abwickeln, bilden einen geschlossenen, einem Umlauf der Maschine entsprechenden Arbeitsgang.
Das in Stellung A befindliche Seifenstück wird durch den Schieber 12 in die Lage B zwischen die Backen 16 und i6' gebracht in dem Augenblick-, in dem die Platten 3 und 3' die gegenseitige Annäherungsbewegung beginnen, und die Seife wird zwischen die Backe 16' und das erste federnde Plättchen 17 geklemmt. Hierauf erfolgen die weiteren Hub- und Vorschubbewegungen und dann die Bewegungen des Senkens und gegenseitigen Entfernens der Platten bis zur Ablage des Seifenstückes in Stellung C entsprechend dem zweiten Druckplättchen 17. Der Arbeitsgang wird dann durch Rückkehr der Platten 3 und 3' in die Ausgangslage vervollständigt. Mit dem zweiten Umlauf wird das Seifenstück von der Backe 16' und dem zweiten Druckplättchen 17 ergriffen und in die Stellung D versetzt und so fort, bis das Seifenstück in die Stellung E in Höhe der Presse gebracht wird. Die Anzahl von Arbeitsgängen, die erforderlich ist, um das Seifenstück bis zur Presse zu bringen, kann nach Wunsch variieren. Bei der beschriebenen Ausführungsform sind es drei, und es befindet sich daher die Presse im Punkt E. Der Zyklus der Bewegungen der Platten 23 und 24 der Presse (Fig. 2) wickelt sich in dem Zeitabschnitt ab, in dem die Platten 3 und 3' die dritte Rückzugbewegung ausführen. In dem Zeitintervall, in dem die untere Platte 23 der Presse sich in gesenkter Lage und die obere Platte 24 der Presse sich in gehobener Lage befindet, tritt eine besondere Vorrichtung zum Zentrieren des Seifenstücks in Wirkung. Diese Vorrichtung besteht aus zwei Armen 41 und 41' (FLg, i, 2 und 3), die sich um das durch die Backe 16' und das dritte Druckplättchen in die Lage £ gebrachte Seifenstück schließen und es bei der Senkbewegung begleiten, bis sie es genau in die öfrnung der Presse einführen. Die diese Zentriervorrichtung bildenden Arme 41 und 41' sind am entgegengesetzten Ende mit Laufbüchsen versehen und gleitbar auf dem Zapfen 42 und haben ihren Drehpunkt an den Stützen 43 und 43'. Diese sind fest verbunden mit den beiden entgegengesetzten, an einer Zahnrolle 45 angreifenden Zahnstangen 44 und 44'. Eine der Zahnstangen wird durch einen Hebel 46 und durch die Nockenscheiben 47 betätigt, die ihr eine wechselweise horizontale Schubbewegung erteilen, welche den Arm 41' dem Seifenstück nähert und ihn wieder davon entfernt. Durch das Spiel an der Zahnrolle 45· erhält der Arm 41 seinerseits eine hin- und hergehende Bewegung der Annäherung und Entfernung in bezug auf das Seifenstück. Die Annäherungsbewegung erfolgt, wenn die beiden Arme 41 und 41' in der oberen Lage sind, und die Wegbewegung erfolgt, wenn besagte Arme in der unteren Lage sich befinden. Die Senk- und Hubbewegung der beiden Arme 41 und 41' wird durch den Zapfen 42 bewerkstelligt, in dessen Zentrum ein Gelenkhebel 48 und 48' gelagert ist, der durch eine Nockenscheibe 49 gesteuert wird, die . die Hebe- und Senkbewegungen des vorgenannten Zapfens 42 in Phase mit den Bewegungen der Platten der Presse erzeugt. Beim darauffolgenden Umlauf wird die geprägte Seife von der Backe i6' und vom vierten elastischen Plättchen 17 wieder auf genommen, gehoben und in die Stellung F vorgebracht. Mit einern weiteren Umlauf wird endlich die Seife zum Abtransport auf einen Förderer 5 in G abgelegt. Dieser Förderer kann die Seife allenfalls auf eine weitere Fördervorrichtung 6 ablegen, die auch als Sammelförderer mehrerer Prägemaschinen vorgesehen sein kann. An den inneren Flächen eines vierten elastischen Druckplättchens 17 und der Backe 16' ragen zwei elliptisch gestaltete Wölbungen vor (Fig. 5), die zur Verbesserung der Greifhaltigkeit an den Seiten des Seifenstücks während der Herausnähme aus der Presse dienen; die hinterlassenen Eindrücke wirken dekorativ.
Längs der ganzen Strecke, welche die Seife zwischen dem Zuführungsförderer 1 und dem AbtranspOTtförderer S zurücklegt, sind zwei Führungen 25 und 25' vorgesehen, die am Maschinenstand festgemacht sind und mittels Langlöchern 37 (Fig. 1) eingestellt werden können, um sie den verschiedenen Seifenstückformaten anzupassen, Zu diesem Zweck sind auch die Backen 16 und i6' an den Platten 3 bzw. 3' durch Langlöcher 38 verstellbar angebracht, so daß einfach nach Auswechslung der Preßwerkzeuge Stücke verschiedenen Formats geprägt werden können,
Über den Stellungen C und D befindet sich ein Druckhebel 26 (Fig. 2 und 3), der dazu dient, das Seifenstück in dem Augenblick festzuhalten, in dem sich die Backen öffnen, um es auf dem Stand freizulassen. Es wird dadurch die Möglichkeit eines Haftenbleibens bzw. von Verschiebungen des Seifenstücks vermieden.
Es sei für den Fall bemerkt, daß aus einem beliebigen, von der Maschine unabhängigen Grund eine Verschiebung des Seifenstücks aus seiner richtigen Lage stattfinden und mithin der Stempel dieses
Stück entzweischneiden sollte, ein solcher Zwischenfall kein Stocken der Maschine verursachen würde, da ja die Backen 16' und das Plättchen 17 mit ihrer dreifachen Bewegung die geschnittenen Stücke ausstoßen wurden.
Die Maschine wird mittels eines Druckknopfes
27 zum Anlassen und mittels eines Druckknopfes
28 zum Abstoppen bedient (Fig. 1). Drückt man den Knopf 28, so steht die Maschine nicht augenblicklich still, sondern erst, wenn sich die Platten 23 und 24 an deren oberem Totpunkt und der Schieber 12 in der gesperrten Ruhelage befinden. Dies wird erreicht durch ein Unterbrechersystem mit parallel geschaltetem Relais, wie schematisch in
Fig. 6 dargestellt, wo ersichtlich ist, wie der Druckknopf 28 bei Betätigung den Stromkreis der Spule des Schützes 29 unterbricht, wobei aber die Spule in Nebenschaltung über einen Druckknopf 30 weiter Strom erhält. Der Druckknopf 30 wird durch eine mit den Bewegungen der Maschine in Phase aufgekeilte Nockenscheibe 53 gesteuert, derart, daß er über das Schütz die Maschine in der oben beschriebenen gewünschten Stellung abstoppt.
Um aber zu vermeiden, daß die Trägheit den augenblicklichen Stillstand genau im Augenblick der Unterbrechung bei 30 verhindert, ist die Maschine mit einer Bremse 31 versehen, die zur Wirkung kommt, wenn die Wirkung des Elektromagneten 32 aufhört. Wenn nämlich die Druck-
knöpfe 28 und 30 bei Unterbrechung der Speisung des Motors der Maschine auch den Stromdurchgang durch den Elektromagneten 32 unterbrechen, so löst sich von diesem das Gegengewicht 33, welches durch Schwerkraftwirkung den Riemen 34 spannt; dieser übt dann durch Reibung eine Bremswirkung auf das Rad 31 aus.
Wie einleitend gesagt wurde, kann das Zuführungstransportband ι auch von einem Motor getrieben werden, der vom Motor der Maschine unabhängig ist. In diesem Fall arbeitet das Transportband unabhängig weiter, auch wenn die Maschine aus einem beliebigen Grunde stillsteht. Um zu verhindern, daß sich die Seife gegen die Lamelle 2 anstaut, und auch um die Weiterbeförderung dieser Seife zu einer allfälligen anderen Maschine zu gestatten, ist ein automatisches System vorgesehen, welches gestattet, die Lamelle 2 zu heben und so den auf dem Transportband ankommenden Seifenstücken den Weg freizugeben. Dieses in der schematischen Skizze 7 dargestellte System ist mittels eines elektrischen Stromkreises verwirklicht, in den ein Elektromagnet 35 und zwei in Reihe geschaltete Unterbrechungsvorrichtungen geschaltet sind. Eine dieser Vorrichtungen besteht aus dem Druckknopf 36, der, wenn er gedrückt wird, den Kontakt herstellt. Der Elektromagnet kommt aber nicht zur Wirkung, wenn nicht auch der Kontakt 39, der am Schütz 29 vorgesehen ist, durch die Lamelle 40 kurzgeschlossen wird, d. h.
wenn sich das Schütz in Offenstellung befindet und dem Motor der Prägemaschine keinen Strom gibt.
Die Wirkung des Elektromagneten 35 ist also bedingt durch die Nichtwirkung der Prägemaschine. Unter diesen Umständen zieht der Elektromagnet beim Drücken auf den Knopf 36 die Lamelle 2 an, und so können die Seifenstücke frei auf dem Förderband 1 kufen, wenn dieses einen unabhängigen Antrieb hat.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Maschine zum Formen und Prägen von Stückseife, der die Seifenstücke automatisch mittels eines waagerechten Förderbandes zugeführt werden, von dem die Stücke auf den Arbeitstand der Maschine vorgeschoben werden, gekennzeichnet durch einen über dem Förderband angeordneten Anschlag (2) und einen durch diesen Anschlag gesperrten Schieber (12), der bei jedem Anstoß eines Seifenstücks an den Anschlag (2) ausgelöst, durch ein Antriebsorgan der Maschine betätigt wird und dabei ein Seifenstück auf den Arbeitsstand vorschiebt.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (2) durch Wirkung des von jedem einzelnen Seifenstück erhaltenen Stoßes den Stromkreis eines Elektromagneten (9) schließt, der das Sperrglied (10) des Schiebers (12) steuert.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch go gekennzeichnet, daß die Bewegung des Schiebers (12) durch eine Nockenscheibe (15) gesteuert wird, die bei einem jeden vollständigen Umlauf der Maschine eine ganze Umdrehung ausführt.
4. Maschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß längs der beiden Längsseiten des Arbeitsstandes zwei längliche, plattenförmigen, zueinander parallele Backen (16 und i6') angeordnet sind, die drei Bewegungen ausführen, nämlich eine Bewegung der gegenseitigen Annäherung, wodurch die Seifenstücke (von B bis zu F) zwischen den beiden Platten gefaßt werden, eine Hubbewegung, welche die benannten Platten samt den dazwischen festgehaltenen Seifenstücken hebt, und eine Vorschubbewegung, durch welche die Seifenstücke um einen Schritt vorwärts gebracht werden.
5. Maschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Backen (16 und 16') verstellbar an beweglichen Platten (3, 3') befestigt sind und daß die eine (16) dieser Backen mit gefederten Plättchen (17) ausgerüstet ist, welche in einem gegenseitigen Abstand angeordnet sind, der gleich ist dem einem jeden vollständigen Umlauf der Maschine entsprechenden Vorschub.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 527 375, 523 501, 645, 421 176.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
©709512/364 5.57
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE421176C (de) * 1924-10-29 1925-11-07 Burchard Zietemann Presse zum Pressen von Seifenstuecken u. dgl. mit Vorrichtung zum Zu- und Abfuehren der Presslinge
DE482645C (de) * 1929-09-18 August Krull Fa Vorrichtung zum Pressen und Praegen von Stuecken, Straengen und Platten aus Seife und aehnlichen Massen
DE523501C (de) * 1927-08-11 1931-04-24 Koenig Friedrich August Huette Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von Seifenpressen
DE527375C (de) * 1928-02-02 1931-06-20 Anciens Etablissements A Savy Maschine zum selbsttaetigen Formen und Praegen von Seifenstuecken oder anderen plastischen Massen

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