DE962190C - Ruettelformmaschine - Google Patents

Ruettelformmaschine

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Publication number
DE962190C
DE962190C DEH2023A DEH0002023A DE962190C DE 962190 C DE962190 C DE 962190C DE H2023 A DEH2023 A DE H2023A DE H0002023 A DEH0002023 A DE H0002023A DE 962190 C DE962190 C DE 962190C
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DE
Germany
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piston
machine according
molding machine
vibrating table
compressed air
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Expired
Application number
DEH2023A
Other languages
English (en)
Inventor
Julius Herring
Wilhelm Schwenteck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rittershaus & Blecher
Original Assignee
Rittershaus & Blecher
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rittershaus & Blecher filed Critical Rittershaus & Blecher
Priority to DEH2023A priority Critical patent/DE962190C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE962190C publication Critical patent/DE962190C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C15/00Moulding machines characterised by the compacting mechanism; Accessories therefor
    • B22C15/10Compacting by jarring devices only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

Es sind bereite Rüttedformmiaschinen bekannt, bei denen entweder alle wesentlichen Arbeitsgänge, wie Pressen, Rütteln, Ab- bzw. Ausheben, pneumatisch oder aber nur das Abheben hydraulisch betätigt werden. Dabei werden die Druckmittel durch besondere Leitungen von außerhalb der Maschine angeordneten Sammelerzeugungsanlagen zugeführt, was zu Druckmittelverlusten führt. Das gilt besonders für die verhältnismäßig hohen
ίο Überdruck erfordernde Druckluft, die zudem teuer in der Erzeugung und unwirtschaftlich im Verbrauch ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Rüttelformmaschine zu schaffen, die insbesondere ein seit langem bestehendes Bedürfnis kleiner und mittlerer Gießereien befriedigt, indem sich die Maschine von besonderen Zuleitungen für die Druckmittel unabhängig macht und den kostspieligen Preßluftweitgehend durch Druckflüssigkeitsbetrieb ersetzt Dementsprechend ist die Rüttelformmaschine gemaß der Erfindung gekennzeichnet durch einen 'eigenen motorischen, insbesondere elektromotorischen Antrieb für einen eingebauten Drucklufterzeuger und Druckflüssigkeitserzeuger, durch den die Verdichtung (Prassen und Rütteln) und die Abhebung hydraulisch betätigbar sind.
Auf diese Weise ist eine Rüttelformmaschine geschaffen, die praktisch standortunabhängig ist und sich aus diesem Grund auch für kleinste Betriebe eignet, zumal sie sich außerdem durch Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit besonders auszeichnet. So< erfolgt das Verdichten nicht schlagartig, sondern ziehend, aber durchdringend, was eine größere Gleichmäßigkeit zur Folge hat. Während bai Preßluftbetrieb die Kondensatbildung leicht zu vorzeitigem Verschleiß Anlaß
gibt, wird dies bei hydraulischem Betrieb vermieden und darüber hinaus eine gute Seihmierwirkung erzielt. Sollte in einem Betrieb elektrischer Strom zum Antrieb der Verdichter nicht vorhanden sein, könnte auch ein anderer Antriebsmotor, z. B. ein Explosionsmotor, verwendet werden.
Zwar ist seit langem bereits eine Kernblasmaschine mit eingebautem Motorkompressor für kleinere Gießereien bekannt. Sie hat und konnte j βίο doch nicht die Schaffung der erfmdungsgemäßen Maschine veranlassen, weil es sich um grundsätzlich verschieden arbeitende Gießereimaschinen handelt; denn bei der im übrigen ausschließlich mit Druckluft arbeitenden Kernblasmaschine dient die Druckluft nicht zur Betätigung mechanischer Triebteile, sondern ausschließlich als Fördermittel, um nach Art eines Injektors Sand in die Kernfoorm zu bringen.
Zur Erzielung eines einfachen und geschlossenen ao Aufbaues der Maschine empfiehlt es sich erfindungsgemäß, einerseits Antrieb und Druckmittelerzeuger im hohlen Maschinenständer unterzubringen und anderseits die hydraulisch betriebenen Abhebe-, Preß- und Rüttelkolben ineinander und in diesem einen pneumatisch bewegten Schlaghammer anzuordnen und in die Druckflüssigkeitsleitung des Rüttelkolbens ein selbsttätig umsteuerndes Ventil einzubauen.
Um die beim Rütteln von Gipsmodellplatten bestehende Bruchgefahr auszuschalten, empfiehlt es sich weiterhin, unterhalb des Rütteltisches, z. B.
unterhalb des Abhebekolbens, ein Flüssigkeitspolster regelbarer Höhe vorzusehen, das die Stöße weich aufnimmt und gewünschtenfalls noch zusätzlich mit einem Luftpolster gekoppelt sein kann. Durch diese Maßnahme lassen sich auch empfindliche Gipsmodellplatten, die man bisher nicht zu rütteln wagte, einwandfrei rütteln.
Weitere Vorteile sind aus der nachstehenden Be-Schreibung, den Ansprüchen sowie aus der Zeichnung ersichtlich.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine Rüttelformmaschine in Ansicht von der Bedienungsseite,
Fig. 2 die Maschine in einer Seitenansicht, in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 gesehen, und
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch den Tisch mit schematischer Darstellung des Antriebs und der Leitungen.
Im Hohlständer Z einer Rüttelformmaschine ist ein Elektromotor M untergebracht» der über eine Kupplung I eine Hochdruckzahnradpumpe P und über einen Riementrieb einen Luftkompressor K antreibt, der seinerseits Luft durch ein Filter F ansaugt und verdichtet. Der Verdichter K kann ein Turbo- oder Kolbenverdichter sein. Der Verdichter K steht mit einem Luft- oder Windkessel L, der ebenfalls in die Hohlsäule der Maschine eingebaut ist, in Verbindung. Bei Erreichen eines Höchstdruckes wird der Verdichter in an sich bekannter Weise auf Leerlauf geschaltet. Vom Wind- , kessel L aus führt eine sich verzweigende Leitung 12, 13, 14, 15 mit Ventilen H3 N, 0 zu den einzelnen Verbrauchsstellen.
Die Hochdruckzahnradpumpe P nimmt Öl aus einer im Hohlsockel Z der Maschine angeordneten ölwanne Q auf und drückt es durch verschiedene Leitungen 2, 3, 5, 7, 8, 9 zu den Verbrauchsstellen des Drucköles, das durch die Leitungen 11 und 17 zur Ölwanne zurückfließt. Zwischengeschaltete Ventile A3 B1 C oder Hähne D, E, G sorgen dabei für den ordnungsmäßigen Ablauf der durch das Drucköl erzeugten Bewegungen.
Am Kopfe des Maschinenständers Z ist ein höhenverstellbarer Schwenkarm e vorgesehen, der als Gegenpreßplatte dient. Oberhalb der Ölwanne Q, d. h. unterhalb des Schwenkarmes e, ist ein Rütteltisch b vorgesehen, der als Kolben in einem Preßkolben c verschiebbar lagert, der seinerseits wieder als Kolben in einem Abhebezylinder α längs verschiebbar geführt ist. Der Zylinder» selbst ist in einem als Führungszylinder dienenden Mantel g des Maschinenfußes geführt. In einer mittleren Bohrung des Rütteltisches b ist ein pneumatischer Schlaghammer / gelagert.
Die Wirkungsweise der Maschine ist wie folgt: Die vom Motor M getriebene Pumpe P saugt Öl durch die Leitung 1 von der Ölwanne aus an und drückt es durch die Leitung 2 über das Durchgangs-Rückschlag- und Überdruckventil B ζήτα einfach wirkenden Hahn D, der durch einen seitlich an der Maschine sitzenden Handhebel D' betätigt werden kann. Dieser Hebel und damit der Hahn D wird so umgelegt, daß das Öl durch die Leitung 3 zum Raum 4 unterhalb des Abhebekolbens α strömt. Der Abhebekolben α hebt sich in seine obere Totstellung (Fig. 3). Damit ist die Maschine von der Absenkstellung aus in die Arbeitsstellung geführt. Die im Verlauf der weiter unten zu beschreibenden Arbeitsgänge senkrecht auf den Tisch b wirkenden Druckstöße werden sobald sie ein vorbestimmtes Maß überschreiten, durch die Flüssigkeit im Zylinder 4 über die Leitung 3 an das auch als Überdruckventil wirkende Rückschlagventil B abgeleitet und dadurch abgefangen. Etwaige Ölverluste werden infolge des bis zum späteren Absenken des Kolbens α ständig geöffneten Hahnes D durch das gleichfalls ständig nachdrückende Öl ausgeglichen.
Beim öffnen des Hahnes G durch Umlegen des seitlich am Maschinenständer Z angeordneten Handhebels G' strömt das Drucköl aus der Leitung 2 in das selbsttätige Steuerventil C und weiter in die Leitung 5 in den Zylinderhohlraum 6 im Preßkolben c. Dadurch hebt sich der Tisch b bis zu einer bestimmten Höhe und schaltet dann das Ventil C um. Infolgedessen kann das nachströmende Öl durch die Leitung 7 in die Wanne zurückfließen, so daß Stöße innerhalb der Leitungen durch eine Sperrung nicht eintreten können. Außerdem fließt beim Absenken des Tisches b das öl aus dem Zylinder 6 durch die Leitung 5, 8 in die Wanne zurück. Im unteren Totpunkt des Tisches wird erneut das Ventil C umgeschaltet, so daß in kurzzeitigem
Wechsel der Tisch b auf- und abbewegt wird (Vorrütteln) .
Zum Pressen, das gleichfalls hydraulisch erfolgt, wird durch Einstellen des Hebels E' und damit verbundenes Umlegen des einfach wirkenden Hahnes E das Drucköl durch die biegsame Leitung 9 in den Zylinderraum 10 unterhalb des Preßkolbens c gedrückt, so daß dieser sich hebt und mit ihm der darin geführte Tisch b mit der darauf aufgesetzten Form d gegen die Gegenpreßplatte e geführt wird. Dabei wird der in dem Formkasten befindliche Formsand gepreßt, bis durch Umlegen des Handhebels E' der Hahn E umgelegt wird, so daß dieser durch sein Eigengewicht und die Belastung durch den gefüllten Formkasten das Öl aus dem Zylinder 10 durch die Leitung 9 über den Hahn .E und die Rückführleitung 11 in den Behälter Q zurückdrückt.
Während des Pressens findet ein Rütteln (Preßrütteln) statt. Der Kompressor fördert die durch den Filter!7 angesaugte Luft über den Windkessel L über das Durchgangs-Sicherheitsventil H in die Leitung 12, von wo aus sie über den doppelten wirkenden, Hahn N, der mit einem an der Vorderseite der Maschine angeordneten Handhebel N' gekuppelt ist, und die Leitung 13 in den Zylinderraum innerhalb des Tisches b gelangt. Hier betätigt sie den selbsttätig umsteuernden Lufthammer/ im Sinne des Preßrütteins. Luftaustritt erfolgt durch die Leitung 14. Zur Beendigung des Rütteins wird der Hebel iV' wieder zurückgelegt. Die weiter geförderte Luft entweicht alsdann dem Sicherheitsventil H.
Zum Absenken des Tisches wird der Hahn D durch Umlegen des Handhebels D' umgesteuert, so daß der absenkende Kolben α das öl aus dem Raum 4 durch die Leitungen 3, 16 in die Wanne Q zurückdrückt. Der auf dem Tisch b sitzende Formkasten d setzt sich dabei auf eine am Außenzylinder^ angeordnete, an sich bekannte Stiftabhebevorrichtung χ und löst sich so von dem mit dem Tisch absinkenden Modell.
Zum Ablassen der Form steht dem Former Preßluft aus der Leitung 15 zur Verfügung, die von dem Steuerventil des Preßlufthammers f abzweigt und die zweckmäßig als biegsame Leitung mit Absperrhahn O ausgebildet ist.
Damit steht die Maschine wieder in der Ausgangsstellung, und das beschriebene Arbeitsspiel kann wiederholt werden.
Durch das als Überdruckventil wirkende Rückschlagventil B werden die Rüttelstöße weich abgefangen, was insbesondere beim Rütteln der sehr stoßempfindlichen Gipsmodellplatten von Bedeutung ist. Außerdem kann zu dieser Stoßdämpfung ein zusätzliches Luftkissen eingeschaltet werden, indem eine Preßluftleitung an einer geeigneten Stelle oberhalb des Ölraumes eingeführt wird, so daß die Stöße beim Rütteln durch ein kombiniertes Öl-Luft-Kissen aufgenommen werden.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Rüttelformmaschine, gekennzeichnet durch einen in die Maschine eingebauten motorisch, insbesondere elektromotorisch angetriebenen Drucklufterzeuger (K) vorzugsweise für den Betrieb eines Schlaghammers (/),, und einen ebenfalls in die Maschine eingebauten Druckflüssigkeitserzeuger (P) für den Preßkolben (c), den Rütteltischkolben (b) und den den Rütteltisch abhebenden Kolben (a).
2. Rüttelformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulisch betriebenen Abhebekolben (a), Preßkolben (c) und Rütteltischkolben (b) ineinander und in diesem ein pneumatisch bewegter Schlaghammer (/) angeordnet sind, wobei die äußeren Kolben als Zylinder ausgebildet sind und den jeweils benachbarten inneren Kolben führen,
3. Rüttelformmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Druckflüssigkeitszuleitung (2, 5) des Rütteltischkolbens (b) ein selbsttätig umsteuerndes Ventil (C) eingeschaltet ist.
4. Rüttelformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drucklufterzeuger (K), der Druckflüssigkeitserzeuger (P) und der Motor (M) im hohlen Maschinensockel (Z) eingebaut sind.
5. Rüttelformmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die den Rütteltischkolben (b) betätigende Druckrlüssigkeitssäule ein Rückschlagventil (B) eingebaut ist.
6. Rüttelformmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem unterhalb des Abhebekolbens (a) befindliche Hubraum (4) zwecks Schaffung eines über der Druckflüssigkeit liegenden Luftpolsters eine Druckluftleitung zugeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 16 026, 469 567, 540972; französische Patentschrift Nr. 836 373;
USA.-Patentschrift Nr. 1 472 807;
Prospekt der Badischen Maschinenfabrik, Karlsruhe-Durlach, Nr. 1553 (Juli 1940), S. 118/119;
Prospekt der Badischen Maschinenfabrik, Karlsruhe-Durlach, 1925, S. 118;
Prospekt der Maschinenfabrik und Eisengießerei Kallnach (Schweiz) über Zwillingsformmaschine MK 2.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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