DE960784C - Teilmantelgeschoss mit Bleikern - Google Patents

Teilmantelgeschoss mit Bleikern

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DE960784C
DE960784C DED9207A DED0009207A DE960784C DE 960784 C DE960784 C DE 960784C DE D9207 A DED9207 A DE D9207A DE D0009207 A DED0009207 A DE D0009207A DE 960784 C DE960784 C DE 960784C
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DE
Germany
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lead core
bullet
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DED9207A
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Kuno Deegen
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
    • F42B12/76Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing
    • F42B12/78Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing of jackets for smallarm bullets ; Jacketed bullets or projectiles

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Description

  • Teilmantelgeschoß mit Bleikern Gegenstand der Erfindung ist ein Teilmantelgeschoß für Hochwild. Es sind solche Geschosse bekannt, deren vorderer Teil deformierbar ist, während der hintere Teil eine kompakte Masse darstellt, welche sich beim Aufschlag auf den Wildkörper nicht deformiert, sondern amboßartig auf den vorderen Geschoßteil einwirkt. Dadurch wird die Geschoßmasse des vorderen Geschoßteiles im Augenblick des Aufschlages plötzlich zur Zersplitterung gebracht, wodurch die Querschnittsbelastung stark abfällt, während der hintere nicht deformierbare Teil der Geschoßmasse vollmantelartig seinen Weg nimmt, was der hydrodynamischen Wirkung abträglich ist.
  • Es sind auch Zersplitterungsgeschosse bekannt, deren Geschoßmasse zwar deformierbar ist, wobei dieser Prozeß sich jedoch infolge hoher Fluggeschwindigkeit und Zusammenwirkens mit einer Hohlspitze im Geschoßkopf vollzieht, d. h. die ganze Geschoßmasse zersplittert beim Aufschlag derart, daß hier die Ouerschnittsbelastung plötzlich abfällt, was eine Tiefenwirkung unmöglich macht.
  • Auch Zerlegungsgeschosse sind bekannt, deren Geschoßmasse von vornherein in mehrere Geschoßstücke geteilt ist, die nur durch den Geschoßmantel zusammengehalten werden. Beim Aufschlag auf den Wildkörper werden dieselben infolge Aufreißens des Geschoßmantels frei. Damit aber hat das Geschoß nur noch den Charakter des Postenschusses, wodurch die hydrodynamische Tiefenwirkung entfällt. Die bekannten Verformungsgeschosse geben im Gegensatz zu den vorgenannten Geschoßkonstruktionen ihre Geschoßmasse im Verlauf des Verformungsprozesses durch Splitter ab. Dadurch bleibt die Geschoßmasse möglichst lange erhalten, d. h. der Abfall der Querschnittsbelastung erfolgt allmählich, wodurch eine gewisse Tiefenwirkung gewährleistet ist. Jagdgeschosse dieser Art haben den Nachteil, daß ihre Konstruktion für alle Kaliber die gleiche bleibt, so daß dem unterschiedlichen bzw. kaliberbedingten Verformungswiderstand nicht Rechnung getragen wird. Dies hat bei mittleren und stärkeren Kalibern zur Folge, daß die für den Verformungsprozeß nur begrenzt zur Verfügung stehende Ouerschnittsbelastung auch nur einen Teil der Geschoßmasse wirksam werden läßt. Also steht der Aufwand an Geschoßmasse im entgegengesetzten Verhältnis zu ihrer Wirkung.
  • Diesem Mangel wird durch das erfindungsgemäße Hochwildgeschoß abgeholfen und dadurch eine Vervollkommnung des Büchsenschusses im Hinblick auf rasches und qualfreies Zurstreckebringen des Wildes erzielt.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des neuen Hochwildgeschosses in Ansicht, teilweise im lotrechten Mittenschnitt.
  • Das Geschoß besteht in der Hauptsache aus dem Bleikern und dem diesen umschließenden Mantel aus Tombak oder sonst geeignetem Werkstoff. Die Spitze i des Bleikerns wird von dem Mantel nicht umschlossen, sie liegt frei. Der hintere zylindrische Teil 2 des Geschosses stellt das Führungskaliber dar. Der diesem vorgeschaltete zylindrische Teil 3 bildet den Geschoßkopf. Er ist von kleinerem Durchmesser als das Führungskaliber. Der Durchmesser des Geschoßkopfes kann auf den speziellen: Verwendungszweck (Stärke des Wildkörpers) in Übereinstimmung mit dem Führungskaliber abgestimmt werden. So wird im Verlauf des Verformungsprozesses Geschoßenergie eingespart infolge Reduktion des Verformungswiderstandes der Geschoßmasse aus der Querschnittsdifferenz von Führungskaliber und Geschoßkopf, die der Verformung der Geschoßmasse des Kopfes sowie auch der Verformung des Führungskalibers und seiner Tiefenwirkung zugute kommt. Das gewichtsmäßige Verhältnis des Geschoßkopfes zu dem Führungskaliber kann 1 : 5 bis 5 : i betragen.
  • Den Übergang der beiden Kaliber ineinander bildet ein Kegelstumpf 4, welcher zur Druckübertragung dient. Der Mantel 5 des Geschosses ist im Führungskaliber dünnwandig, also bewußt unterdimensioniert. In der Nähe seines Bodens ist er durch einen inneren Ringwulst 6 verstärkt, an welchem im Schraubengang in entgegengesetzter Richtung zum Büchsendrall innere Verstärkungsrippen 7 sich anschließen. Dadurch erhält der Mantel Stabilität und ist doch in gewissem Sinne nachgiebig. Durch diese besonders geartete Verstärkung des Mantels werden beim Auftreffen des Geschosses auf den Wildkörper das Aufreißen der Länge nach und ein vorzeitiges Herausschleudern des Bleikerns aus dem aufgerissenen Mantel verhindert. Die Tiefenwirkung des Geschosses läßt sich durch Abstimmen der Mantelverstärkung dem jeweiligen Verwendungszweck anpassen.
  • Das Zusammenwirken von Dünnwandigkeit und Mantelverstärkung im Führungskaliber ermöglicht durch Druckübertragung der beiden Kaliber aufeinander sowie durch das Anschneiden der Mantelwandung durch die Züge die Verformung des Führungskalibers bereits an seinem vorderen Rande, im Gegensatz zu dem gewöhnlichen Zylindergeschoß, das erst nach dem ersten Drittel eine Aufstauchung seiner Geschoßsäule erfährt. Dadurch werden Geschoßenergie für den Verformungsprozeß eingespart und Geschoßmasse für die hydrodynamische Tiefenwirkung und das Durchschlagen des Wildkörpers in ausreichendem Geschoßrest erhalten.
  • Im Gegensatz zu den bekannten Geschoßkonstruktionen, die im Grunde genommen nur Abstufungen im Zersplitterungscharakter darstellen, wobei auf hydrodynamische-Tiefenwirkung verzichtet ist in der Annahme, daß den Geschoßsplittern an sich der Hauptwert beizumessen sei, baut die Erfindung auf dem Gedanken der hydrodynamischen Tiefenwirkung auf.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Teilmantelgeschoß für Hochwild, mit Bleikern, der im kalibergroßen zylindrischen Führungsteil von dem einstöckigen Mantel umschlossen ist und vor dem Führungsteil mit einer Stufe in den nicht führenden Geschoßkopf übergeht, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (5) bis zum Vorderende des zylindrischen Teils (3) des Kopfes reicht, dessen Gewicht zwischen einem Fünftel und das Fünffache des Führungsteils (2) beträgt.
  2. 2. Geschoß nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang des abgesetzten Teils in das Führungsteil in an sich bekannter Weise kegelförmig gestaltet ist.
  3. 3. Geschoß nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Geschoßmantels in bekannter Weise in der Nälie des Geschoßbodens verstärkt ist.
  4. 4. Geschoß nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung des Geschoßmantels durch innere Schraubengangrippen gebildet ist, welche in entgegengesetzter Steigung zum Drall verlaufen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 126 943, 203 987, 575 664, 743 914; USA.-Patentschriften Nr. 1 107 948, i 114:205; Preisliste der Rheinisch-Westfälischen Sprengstoff A.-G., Nürnberg (193o), S. 44 und 45.
DED9207A 1951-05-22 1951-05-22 Teilmantelgeschoss mit Bleikern Expired DE960784C (de)

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