DE96074C - - Google Patents

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DE96074C
DE96074C DENDAT96074D DE96074DA DE96074C DE 96074 C DE96074 C DE 96074C DE NDAT96074 D DENDAT96074 D DE NDAT96074D DE 96074D A DE96074D A DE 96074DA DE 96074 C DE96074 C DE 96074C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B7/00Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
    • B41B7/08Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with separate matrices for individual characters or spaces which are selected and assembled
    • B41B7/12Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with separate matrices for individual characters or spaces which are selected and assembled in which a justified line is composed of matrices and a type line is cast in one piece
    • B41B7/16Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with separate matrices for individual characters or spaces which are selected and assembled in which a justified line is composed of matrices and a type line is cast in one piece the lines of matrices being composed and justified by machine operation, e.g. line type casting machines, "intertype" machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Einrichtung zum Giefsen von Zeilentypen nach zusammengestellten Matrizenzeilen umfafst ein Setzschiff zur Aufnahme der zusammengestellten Matrizenzeilen, ein zweites Setzschiif mit zwischenliegender Giefsform und einen Schlitten in solcher Anordnung, dafs dieser die Matrizenzeilen vom ersten Setzschiff in eine Führung über der Giefsform und von dieser nach dem Giefsen der Zeilentypen auf das zweite Setzschiff zur Abführung der Matrizen nach dem Vertheilungsmechanismus verlegt. Parallel zu den beiden Setzschiffen stofsen zwischen Schlitten und darunterliegende Giefsform die einander zugekehrten Enden der um waagrechte Achsen schwingbaren, die Führung mitnehmenden und die Matrizen behufs Heranführung an die Form zwischen sich fassenden Tische ein, auf welchen Justirschieber und Spatienschienen so angeordnet sind, dafs letztere behufs Ausschliefsens der Matrizenzeilen vor dem Abgiefsen zwischen die Matrizen eingeschoben werden können.
Fig. ι bis 24 zeigen die Vorrichtung und Einzelheiten derselben in Ansichten und Schnitten.
Die beiden Setzschiffe DD1 sind mit parallelen Nuthen versehen, deren jede eine Zeile zusammengestellter Matrizen E aufnehmen kann, die Je am unteren Ende ein einziges Schriftzeichen e tragen (Fig. 1 und ao).
Das Setzschiff D empfängt die Matrizenzeile von einem Setzmechanismus, und nachdem es gefüllt ist, wird es, an passenden Führungen F-geführt, in die Maschine eingebracht. Das. andere Setzschiff D1, an Führungen F1 geführt, empfängt die Matrizenzeilen vom ersten Setzschiff, nachdem sie die zwischenliegende Giefsvorrichtung passirt haben.
Die an der unteren Seite mit Zähnen/ versehenen Setzschiffe werden durch Klinke f1 bezw. /2 nach entgegengesetzten Richtungen bewegt, so dafs. ihre Nuthen skh auf einander einstellen Und die Maträzenzeilen von dem einen _ Setzschiff auf das andere geschoben werden können.
Die, Klinke f1 wird von einem Arme einer Welle /3 getragen, auf deren Arm /4 ein Daumen an der Seite einer der Scheiben m21 der im Gestell A gelagerten, mit Riemscheiben C versehenen Antriebswelle B einwirkt. Die : Klinke f2 wird durch einen Arm fr' bewegt, auf weichen ein Daumen an der Seite der Scheibe tofi wirkt (Fig. 1). .
Zwischen den beiden Setzschiffen liegt eine Querführurig G, die derart geschlitzt ist, dafs eine Matrizenzeile von einem Setzschiff in die Führung hinein über die Giefsvomchtung geschoben werden kann und dann von der Führung weiter in das zweite Setzschiff gelangt.
Diese Ueberführung besorgt ein waagrecht hin- und hergehender Stellschlitten H (Fig. 7, 8 und 9) mit zwei Backen, die durch eine Feder h gegen einander hingezogen werden und die Matrizenzeile zwischen sich fassen.
Der Stellschlitten wird zunächst nach links bewegt (Fig. 7) und das Setzschiff macht einen Vorgang, so dafs die aus den Matrizen E gebildete Zeile zwischen die Schlittenbacken gelangt. Darauf geht der Stellschlitten H zwischen die Setzschiffe DD1 nach rechts (Fig. 8), bleibt dann stehen, bis das Giefsen beendet ist, und setzt seine Bewegung nach rechts fort.
um die Matrizenzeile dem zweiten Setzschiff!)1 j zuzuführen (Fig. 9). Das Setzschiff D1 geht dann vor und bewegt die Matrizen aus dem Schlitten H heraus, der nun nach links zurückgeht, um eine neue Matrizenzeile vom ersten ! Setzschiff aufzunehmen.
Der Stellschlitten H ist durch Stange ft3 ■mit einem Arm hA einer senkrechten Achse hh verbunden, auf deren Ann he ein Daumen der Scheibe h1 der Antriebswelle B wirkt (Fig. 1 und 2), während eine an einen Arm greifende Feder /;8 die Theile zurückbewegt.
Die Stange hs greift an die linke Backe an, während die rechte Backe so angeordnet ist, dafs sie auf einen Anschlag trifft. Wenn daher der Schlitten nach links bewegt wird, setzt die Backe, an welche die Stange angreift, ihre Bewegung noch weiter fort, nachdem, die andere zum Stillstand gekommen ist, so dafs der Raum zwischen den Backen für das Eintreten der Matrizenzeile erweitert wird.
Wenn der Stellschlitten H in Rechtsstellung ist und die Matrizen durch das Setzschiff D1 hinweggeführt werden, sind die Backen von einander gerückt, um das Herausbringen der Matrizen zu ermöglichen.
Die Führung G ragt über die inneren Enden der beiden Tische II1 vor. die jeder an einer waagrechten Querachse i oben am Gestell drehbar angeordnet sind. Die Führung G ist an dem Tisch Z1 fest und mit dem Tisch I "(Fig. 2 und 17) durch eine Stange i1 verbunden, wodurch ein gemeinsames Auf- und Abschwingen erfolgt. Federn f2, die von den äufseren Enden des Tisches nach dem Gestell A abwärts führen ^ geben den inneren Enden der Theile mit der daran befindlichen Führung G beständig das Bestreben, hoch zu schwingen. Der Niedergang dieser Theile wird durch einen vorragenden Arm K bewirkt, der auf einer waagrechten Achse k des Gestells A sitzt und auf welchen eine Rolle / wirkt, die an dem Hebel L (Fig. 3) einer Achse/1 sitzt, deren Rolle /2 der Einwirkung der Hubscheibe Is der Antriebswelle B unterliegt.
Unter der Führung G liegt der hohle Formcylinder M, der mittelst Zapfens m in einem, j Lager m1 drehbar ist, das durch einen durch j einen Schlitz ma des Hauptgestells führenden j Bolzen m2 befestigt ist. Bei dieser Einrichtung ! kann die Form rück- und vorwärts bewegt j werden (Punktirung Fig. 3), damit ihre ein- j zelnen Theile zugänglich werden. Der Form- | cylinder M ist nur an einem Ende gehalten I (Fig. 3, 4 bis 6 und 10) und ist mit in gleichen Abständen von einander liegenden Längsschlitzen (Fig. 16) versehen, welche die eigentlichen Formen JV aufnehmen, wie in Fig. 10, 11 und 12. Die- vier Formen werden nach einander der Giefsvorrichtung, der Vorrichtung zum Bearbeiten der Basis der Zeilentype und der Vorrichtung zum Auswerfen derselben in das Setzschiff dargeboten.
Jede Form N besteht aus zwei parallelen Schienen η (Fig. 15), die an ihren äufseren Enden durch Zwischenplatten n1 gehalten werden (Fig. 14). Die Zwischenplatten n1 an den inneren Enden der Formen können durch Schrauben befestigt werden. Jede Form N wird in den Schlitz des Formencylinders, der den Vorsprüngen der Form entsprechende Nuthen hat, eingeschoben und durch eine innere Platte n2 mit durch den Cylinder gehenden Schrauben na (Fig. 11) gehalten. Wenn die Form am Platz ist, bietet sie einen für die Zeilentype passenden Schlitz dar, der radial von der Aufsenseite nach der Innenseite des Cylinders führt (Fig. 2, 3, 5 und 10). Um die Länge der Matrizenzeilen ändern zu können, werden die Platten n1 am einen Ende der Form N stellbar gemacht. Jede Platte ηλ ist mit einer Rippe m4 (Fig. 10, 11 und 13) versehen, die in eine der Nuthen ks an der Innenseite des Cylinders eintreten kann, -wodurch die Platte gegen seitliche Verschiebungen gesichert wird. Die Platte n2 ist ferner mit Vorsprüngen n6 versehen, die in Schwalbenschwanzausschnitte n1 der Platte n1 eintreten, wodurch letztere gehalten wird.
Die Tische /71 schliefsen nach dem Niederschwingen ihrer inneren Enden dicht auf der oberen Fläche der Form N ab, und indem sie die Matrizen E zwischen sich fassen, bieten sie die Schriftzeichen der äufseren Seite der am Formcylinder M oben liegenden Form JV dar. Der Schmelztopf O mit waagrechte)· Achse k ist mit einer langen Austrittsöffnung ο versehen, die in den Formcylinder vortritt, dicht gegen die untere Seite der Form gebracht werden kann und Schlitze enthält, durch welche das Metall über die ganze Länge der Form hochgeführt werden kann.
Durch einen Kolben o1, der in einem im Schmelztopf gebildeten Cylinder liegt und über die Oeffnung o2 abwärtsgehen kann, durch die das Metall in den Cylinder eintritt, wird das Metall gegen die Schriftzeichen der Matrizen eingedrückt und dadurch wird eine Zeilentype gewonnen, die oben sämmtliche Schriftzeichen der Matrizen erhaben zeigt.
Der Kolben ö1 wird durch· einen Hebel o3 der Achse Ar mittelst Daumens o5 der Antriebswelle B gehoben und durch eine Feder 0* abwärts geführt (Fig. 3).
Der Schmelztopf O wird gegen die Giel'sform hin und von ihr hinweg mittelst eines Annes o6 bewegt, der der Einwirkung der Rolle o7 des Hebels L unterliegt. Die Zapfen der Rollen / und o7, die auf den Hebel K bezw. den Arm o6 wirken, liegen in Schlitzen des Hebels L (Fig. 3).
Nach jedem Gufs macht der Formcylinder M eine Vierteldrehung, um seine nächste Form' an die Giefsstelle zu führen. Der Zapfen des Forrncylinders ist mit einem Zahnrad me versehen, in welches ein Kegelrad in' der Welle m8 eingreift, an deren unterem Ende ein Kegelrad m9 sitzt, welches absetzend durch einen an einer Hubscheibe der Antriebswelle B gebildeten Zahnbogen m10 gedreht wird.
Die Zeilentypen werden an der Basis, bevor sie aus der Form herausgelangen, durch ein Messer bearbeitet, das sich die Form entlang bewegt. Nach Fig. 4, 5 und 6 kann sich dieses Messer P mit einem Schlitten ρ bewegen, der in Führungen p1 liegt, die vom Gestell in das offene Ende des Formcylinders vorragen. Wenn die Form dem Messer die Basis der Zeilentype gegenüberhält, geht das Messer vor, wie durch Pfeil (Fig. 6) angedeutet, und bearbeitet die Zeilentype, so dafs sie mit der inneren Fläche der Form abschneidet.
Die Bewegung des Messers P erfolgt mittelst einer Stange p2, die mit einem Hebel p3 der Achse p4 verbunden ist (Fig. 3). Der Hebel/»3 wird durch eine Feder ph zurückgezogen, während die Vorwärtsbewegung durch einen Arm p* der Welle p4 erfolgt, auf dessen Rolle ein Daumen ρ 7 der Antriebswelle B wirkt (Fig. 3).
Die nächste Bewegung des Cylinders M führt die Form Λτ nach unten, und die Zeilentype wird ausgeworfen. Das Auswerfen erfolgt durch eine Platte Q. (Fig. 2, 4, 5 und 6), die in senkrechten Führungen q liegt und durch eine Stange von einem Arm ql der Achse q2 bethätigt wird, die einen Arm q3 trägt, auf dessen Rolle das Daumenrad uh der Welle B wirkt, während die Rück- oder Hochbewegung durch eine Feder erfolgt. Die Auswerferachse q2 ist in Lagern der Führung des Messerschlittens gelagert (Fig. 2, 4, 5 und 6).
Der Auswerfer Q. treibt die Zeilentypen aus den Formen abwärts in das Schiff R. Durch einen verschiebbaren Block rl des letzteren werden die Zeilentypen in aufrechter Stellung gehalten, wenn der Satz absetzend durch einen schwingenden Arm r2 vorgeschoben wird, der an einer waagrechten Achse r3 (Fig. 5) sitzt, deren Arm r* eine Rolle trägt, auf die der Daumen r6 der Antriebswelle B wirkt.
Das Justiren auf genaue Druckzeilenlänge erfolgt mittelst Spatienschienen, deren jede vom einen Ende zum anderen absatzweise an Dicke zunimmt.
Die in Fig. 1, 2, 17, 18, 19 und 23 mit S S1 bezeichneten Spatienschienen nehmen vom vorderen nach dem hinteren Ende in Absätzen an Dicke' zu. Jede Spatienschiene besitzt an dem Vorderende einen dünnen Theil mit parallelen Flächen, dann einen dickeren Theil ebenfalls mit parallelen Fäden u. s. w., wobei jeder Theil durch eine schräge Fläche in den nächsten hinüberführt.
Zwei Reihen solcher Spatienschienen S. S1 ragen über die Tische IJ1 vor und ihre dünneren Enden sind gegen einander gekehrt. Die Spatienschienen an der linken Seite sind durch senkrechte Zapfen s mit einem Justirschieber s* verbunden. Auf der anderen Seite der Maschine sind die Spatienschienen S1 zu Paaren gruppirt und ebenfalls durch senkrechte Zapfen je mit drei Justirschiebern s1 s2 s" verbunden.
Ist eine Matrizenzeile für den Gufs in Stellung gebracht, so können beide Reihen Spatienschienen SS1, nachdem sie in geeignete Stellung gebracht sind, von entgegengesetzten Enden durch die Matrizenzeile vorgeschoben werden, um die Zeile zwischen den Backen des Schlittens H aus einander zu drängen. Die Backen sind mit Ansätzen h10 versehen (Fig. 8), die mit Ansätzen der Form zusammentreffen. Die vorderen Enden der Spatienschienen sind bis zu einem gewissen Grade elastisch. Durch Federn s17 werden die Enden sämmtlicher Spatienschienen an einer Seite des Tisches gegen einander gezogen, bevor eine Matrizenzeile zwischen die Spatienschienen in Giefsstellung geführt wird, wie Fig. 18 zeigt.
Um die Enden der erforderlichen Spatienschienen auf die passenden Stellen für den Eintritt in die Matrizenzeile schnell einzustellen, werden die Spatienschienen in jeder Gruppe an den Enden so ausgeschnitten (Fig. 24), dafs sie Zungen verschiedener senkrechter Breite darstellen.
Auswahlplatten TT1 (Fig. 21 und 22) von der allgemeinen Form und Gröfse der Matrizen, nur dafs sie mit einer Kante über die zusammengestellte Matrizenzeile vortreten, wie Fig. 23 zeigt, werden an den Stellen in die Matrizenzeile eingeführt, wo während des Setzens Spatien gebildet werden sollen. Gewöhnlich sind, wenn die zusammengestellten Zeilen vom Schiff D. aufgenommen sind, diese Auswahlplatten bereits am Platz.
Jede Auswahlplatte hat eine vortretende Kante s'A, die in bestimmter Art ausgeschnitten ist, wie Fig. 21 und 22 zeigen. Fig. 21 zeigt Auswahlplatten, welche auf die Spatienschienen an der rechten Seite wirken, und Fig. 22 zeigt Platten für die Spatienschienen an der linken Seite. Die Form der Auswahlplatten an dieser Kante ist derart, dafs, wenn die Matrizenzeile, die Auswahlplatteh an den Stellen enthält, woselbst Spatien zwischen den Wörtern vorhanden sein sollen, der Länge nach von dem Schiff in die Giefsstelhing an den inneren Enden der Spatienschienen, wie in Fig. 18, vorbei vorgeschoben wird, jede Auswahlplatte auf eine der Schienen trifft und sie seitlich vor sich her schiebt. Wenn die
Matrizenzeile vorrückt; wird von der ersten Platte rechts nur die letzte Spatienschiene auf dieser Seite mitgenommen. Die zweite Auswahtplatte nimmt die letzte Spatienschiene auf der linken Seite mit, die dritte Auswahlplatte die letzte der , verbliebenen Spatienschienen ■ rechts u. s. w. Wenn daher die Marrizerizeile ihre Bewegung in die Giefsstellurig beendigt hat, so ist jede Spatienschiene auf dem Tische (Fig. 23) in solcher Stellung, dafs sie in die Matrizenzeile längs einer Auswahlplatte eindringen kann.
Der Justirschieber s* links (Fig. 17, 18 und 19) ist durch eine Stange mit einem aufrechten Hebel sh, und der mittlere Justirschieber sjechts ebenso mit einem Hebel s6 verbunden. Diese beiden Hebel werden durch eine Feder s8 (Fig. 2) gegen einander gezogen j wenn eine Auslösung der Theile erfolgt, wodurch sie die Justirschieber bewegen und die Spatienschienen vorschieben. Der Justirschieber i2 ist an seinen. Seiten mit Vorsprüngen s9 und s10 (Fig. 18 und ig) versehen, die in Nuthen in den Seiten der Nachbarschieber sl und s9 liegen, so dafs der Schieber s2. allein vorrückt, dann den Schieber λ3 vorrücken la'fst und schliefslich den Schieber s1.
Das Zurückziehen: der Justirschieber und Spatienschienen nach dem Gufs erfolgt durch einen Arm s11 der Achse des Hebels se. Dieser Arm unterliegt der Einwirkung eines Daumens s12 der Antriebswelle B, Und der Hebel se ist mit einem Arm si0 versehen, der unter einem entsprechenden Arm. des Hebels s6 vortritt. Der Daumen s12, der durch· den Arm s11 wirkt, bewegt den Hebel s6 und seinen Schieber s2 zurück, und der Hebel s6 veranlagst durch seinen Afm öi0 die Rückbewegung, des Hebels s& und des damit verbundenen Justirschiebers. Der Jüsfirschieber .?* links ist mit einer Schaltstange M8 versehen, in welche die Klinke ü9 eines Winkelhebels u10 eingreift, der durch die Stange w11 eines Hebels w12 bethätigt wird, welcher durch Feder μ14 abwärts und durch Daumen ula aufwärts bewegt wird. Dadurch wird die Klinke veranlafst, den Justirschieber s* rückwärts zu schieben und die Spatienschienen etwas zurückzuziehen.
Die Justirschieber rechts sind je mit einer Schaltstange versehen und die Schaltstangen werden durch Klinken w16 bethätigt, die von Hebeln w17 einer schwingenden Welle getragen werden. Einer dieser Hebel hat einen Arm, der durch eine Stange w18 mit einem Hebel w19 verbunden ist, welcher durch Feder «20 gesenkt und durch Daumen M21 der Antriebswelle B gehoben wird/ Die Schaltstangen dieser Justiz schieber haben Zähne', die entgegengesetzt zu denjenigen der Schaltstange des links liegenden Schiebers gerichtet sind, so dafs der Daumen κ21 die Klinken w16 veranlafst, die einzelnen Schieber rechts gegen die Matrizenzeile vorzurücken
Um die Klinke u9 aus dem Eingriff mit der Schaltstange links zu bringen, ist nach Fig. 2 am Gestell A ein Hebel iv gelagert, dessen eines Ende auf die, Klinke wirkt, während sein anderes Ende durch Arm «λ1 mit Hebel ψ'2 verbunden ist, der durch eine Feder m>* gesenkt und rechtzeitig durch einen Daumen w3 der Hauptwelle B gehoben wird; Eine ähnliche Einrichtung dient zum Ausrücken der Klinken w3ii auf der rechten Seite, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. .
Angenommen, die zusammengestellte Matrizenzeile sei vom ersten Setzschiff D in eine Stellung über die Giefsform N und zwischen die Schlittenbacken vorgerückt und die Enden der einzelnen Spatienschienen seien seitlich bewegt und an die Stellen vertheilt, woselbst . Spatien erscheinen sollen, wie in Fig. 1, 19 und 23.
Die die Spatienschienen tragenden . Justirschieber werden dann ausgelöst und durch die Feder s8 vorgeschoben, wobei die Matrizenzeile auf die erforderliche Lange gebracht wird. Mittelst Klinke und Schaltstange links wird nun der linke Justirschieber mit seinen Spatienschienen und dadurch werden alle Absätze der letzteren aus der Matrizenzeile befördert, so dafs nur noch- Spatienschienentheile mit parallelen Flächen zwischen den Matrizen liegen. Stellung und Länge der zurückziehenden Zähne w8 in Bezug auf die Absätze an den Spatienschienen und die Bewegung der Klinke«9 sind derart, dafs die Spatienschienen gerade nur so viel zurückgezogen werden, dafs ein Absatz derselben gerade aufserhalb der Matrizenzeile liegt.
Wenn die links liegenden Spatienschienen zurückgezogen Werden, gehen die rechts liegenden zufolge Wirkung der Feder um ein Mafs in die Zeile vor, das dem frei gewordenen entspricht.
Nachdem der Vorschub der rechts liegenden Spatienschienen durch die Feder aufgehört hat, werden die theilweise eingedrungenen Stufen durch die rechts liegenden Klinken und Schaltstangen weiter vorgeschoben. Letztere sind so angeordnet, dafs sie den Eintritt der Stufen sichern, bis der Raum zwischen den Matrizen ganz gefüllt ist. Die Justirschienen der rechten Seite werden vorher meist in einer solchen Stellung angehalten werden, dafs an vielleicht zwei Schienen theilweise eingedrungene Stufen verbleiben. Die zahlreichen Fugen in der Zeile ermöglichen es, dies geringe fehlende Mafs vollständig auszufüllen.
Das Schiff mit der zusammengestellten Matrizenzeile wird an einer Seite in die Maschine eingebracht. Die Seiten des Schiffes sind abwärts gekehrt, um den Matrizenzeilen die Längs-

Claims (2)

  1. bewegung zu ermöglichen. An die andere Seite der Maschine wird ein leeres Schiff gebracht! Nachdem im Schmelztopf das Metall geschmolzen ist, wird die Maschine in Gang gesetzt
    Während die Führung G und der Tisch gehöben sind, geht der Stellschlitten H, der eine Matrizenzeile gefafst hält, wie in Fig. 7, vor, bis die Matrizenzeile in die Stellung über der Giefsform (Fig. 2) gelangt ist. Die inneren Enden der Tische l/1, welche die Matrizen zwischen sich fassen, und die Führung G schwingen dann in die Stellung Fig. 8 abwärts und' dann wird der Schmelztopf O gehoben, wodurch die Schriftzeichen an den unteren Enden der Matrize der Mündung der Giefsform gegenüber gelangen.
    Die Matrizen E ragen über die Mündung der Form, durch die sie gehalten werden, weg. Bevor die Theile durch die inneren Enden der Tische zusammengeklernmt werden, werden die Spatienschienen vorgeschoben und die Zeile eingestellt. Durch den Pumpenkolben wird dann die Form mit geschmolzenem Metall gefüllt und dadurch eine Zeilentype gewonnen, die an der oberen Kante die den darüber liegenden Matrizen und Spatienschienen entsprechenden Schriftzeichen und Spatien zeigt. Die inneren Enden der Tische und die Führung G schwingen hierauf hoch, heben die Matrizen von .der Form und der Zeilentype ab, und der Schmelztopf O, dessen Mündung, •vorher gegen die untere Seite der Form gehoben wurde, wie in Fig. 8, geht dann in die. Stellung Fig. 7 zurück.
    Der Stellschlitten H bewegt sich nunmehr vorwärts, führt die Matrizenzeile · auf das zweite Schiff D1 über und kehrt hierauf in. seine Ausgangsstellung über das erste Schiff' D zurück, um die Einführung einer folgenden Matrizenzeile zwischen seine Backen zu ermöglichen.
    Bevor die zuletzt benutzte Matrizenzeile weitergeführt wird, werden die Spatienschienen herausgezogen. Gleich nach Hebung der Matrize wird der Form eine Vierteldrehung ertheilt, der Formcylinder M, welcher die zuletzt abgegossene Zeilentype trägt, rückt nach unten und die Basis der Zeilentype wird durch das Messer bearbeitet, Der Formcylinder M steht dann wiederum ein,en Augenblick still und der Auswerfer Q. bringt die Zeilentype inzwischen aus der Form in das untere Schiff.
    Die Einrichtung bietet genügend Zeit zum Kühlen des Gusses, so dafs der Auswerfer in heifses Metall nicht eindringen oder die Zeileniype in der Form sich festsetzen kann.
    Nachdem ein Setzschiff entleert und das andere gefüllt ist, werden beide aus der Maschine entfernt und durch andere ersetzt.
    Pa τ ent-Ansprüche:
    1, Eine Einrichtung zum Giefsen von Zeilentypen nach zusammengestellten Matrizenzeilen, bei wölcher zwischen einem Setzschiff (D) zur Aufnahme zusammengestellter Matrizen zeilen Und einem zweiten Setzschiff (D1) eins Giefsform (MN) und ein hin- und herbeweglicher Schlitten (W so angeordnet sind, dafs dieser die Matrizenzeilen vom Setzschiff (D) in eine die einzelnen Matrizen in gerader Zeile haltende Führung (C) über der Giefsform und von dieser nach dem Giefsen der Zeilentypen auf das zweite Setzschiff (D1) zur Abführung der Matrizen nach dem Vertheilungsmechanismüs verlegt, während parallel zwischen den beiden Setzschiffen die einander zugekehrten auf- und abschwingbaren Enden der all waagrechten Achsen (i) sitzenden, die Führung (G) mitnehmenden und die Matrizen behufs Heranführung an die Form zwischen sieh fassenden Tische (I P) einstöfsen, und die auf letzteren angeordneten justirschieber und Spatienschienen (S S1) so angeordnet sind, dais letztere vor dem Abgiefsen zwischen die Matrizen (E) der Zeilen behufs Ausschliefsens vorgeschoben. werden können.
  2. 2. Eine Ausführungsform der zu 1. bezeichneten Einrichtung zum Giefsen von Zeilentypen nach zusammengestellten Matrizenzeilen , bei welcher der die Matrizenzeilen des Setzschiffs durch seine Backen erfassende Schlitten (H) von der Antriebswelle (B) mittelst Hubdaumens des Rades (h1) unter Gegenwirkung der Feder (hs), die Tische (H1) mittels Hubscheibe (Is) der Antriebswelle unter Gegenwirkung der Federn (V2) bewegt werden, während ein Daumen (s12) der Antriebswelle nach dem Gufs der Zeilentype das Zurückziehen der Spatienschienen (S S1) vermittelt, deren Justirschieber durch eine auf Hebel (s6s6wirkende Feder (s8) behufs Ausschliefsens der Zeile unabhängig von einander vorbewegi werden können. ,
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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