-
Einhand-Medikamenten-Dosierer Die Erfindung betrifft einen Einhand-Medikamenten-Dosierer
der in dem Patent 945 177 behandelten Art und unterscheidet sich hiervon vor allen
Dingen dadurch, daß zwischen dem Pumparm bzw. dem an seiner Unterseite sitzenden
Ansatz und der das Behälterinnere mit der Außenluft verbindenden Öffnung der Membran
ein von beiden getrennter Verschlußkörper zum Verschließen dieser Öffnung beim Pumpohub
sitzt. Dadurch ist ein sicherer Verschluß der Öffnung beim Pump!hub gewährleistet
und sind Abnutzungserscheinungen weitgehend vermieden.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung sitzt der
Verschlußkörper in der Mitte eines vierarmigen Kreuzes, dessen Arme, mit ihrem Enden
gegen seitliches Verschieben gesichert, auf bzw. in auf dem Behälterdeckel sitzenden
Lagerkörpern liegen und der mit seiner vorzugsweise balligen Unterseite einer die
Mernbranöffnung umgebenden Vertiefung zugekehrt ist, gegen die bzw. deren Rand er
beim Pumphub liegt und dabei die Membranöffnung verschließt. Vorzugsweise ist dabei
die Anordnung .derart, daß der Verschlußkörper mit seinem einen Teil unter und dem
anderenTeil über dem und der zuletzt genannte Teil auf seiner Stirnseite eine vorzugsweise
ballige Vertiefung hat, die zur Aufnahme des Fußes des an der Pumparmunterseite
sitzenden Ansatzes od. dgl. dient.
-
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sitzt der Verschlußkörper
an der Unterseite eines federnden Armes und legt sich in Schließstellung in eine
die Membranöffnung qmgebende, vorzugsweise ballige Ausnehmung. Der federnde
Arm
ist dabei mit seinem einen Ende auf dem die Membran tragenden Verschlußdeckel befestigt,
so daß der Verschlußkörper unter dem am Pumparm sitzenden Ansatz liegt.
-
Nähere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele. Es zeigt Fig. i einen Längsschnitt
durch den Einhand-Medikamenten-Dosierer nach der einen Ausführungsform, Fig. 2 einen
Grundriß der Fig. i, F.ig. 3 einen Längsschnitt durch den Deckel des Dosierers,
der eine zweite Ausführungsform des Verschlusses 'aufweist, Fig. q. einen Längsschnitt
durch eine dritte Ausführungsform eines Einhand-Medikamenten-Dosi,erers.
-
Wie bei dem Hauptpatent besteht der Enhand-Medikamenten-Dosier,#x
aus einem Glasbehälter i, dessen Öffnung durch einen Deckel 2 aus eiastischem. Kunststoff,
der beispielsweise auf der Basis von Polyvinylchloriden, Polyäthylen bzw. Polyamiden
hergestellt sein kann, verschlossen ist. Dieser Deckel weist eine Öffnung 3 auf,
durch die. das Steigrohr q. in den Behälter hineinragt und . dicht über dem Behälterboden
endet. Der außerhalb des Behälters i befindliche- Arm 5 des Steigrohres i,st waagerecht
abgebogen. Seine Mündung 6 besitzt eine muldenförmige Vertiefung 7 zur Aufnahme
der geförderten Flüssigkeit. Im Gefäßdeckel 2 befindet sich ferner :eine Membran
8, die mit einer Öffnung oder Durchbohrung 9 versehen ist. An der Unterseite des
als Pumparm dienenden Armes 5 befindet sich ein Ansatz 15. Der Arm 5 ist zwischen
zwei seitlichen, auf .dem Deckel sitzenden Führungen i i, 12 geführt. Zwischen diesen
Führungen 11, 12 liegt eine Schraubenfeder 1q., die mit ihrem unteren Ende über
einen auf dem Deckel2 befindlichen Führungsstift 13 faßt und mit ihrem oberen Ende
von unten gegen den Pumparm 5 liegt. Im Deckel ist ferner eine Nachfüllöffnung vorgesehen,
die z. B. durch einen Glasstopfen 16 verschließbar ist, der in einer Führung 1q.,
durch die die Öffnung hindurchgeht, geführt ist. Es kann also ein Nachfüllen von
Flüssigkeit erfolgen, ohne daß der Deckel.? abgenommen zu werden braucht. Es wird
dann einfach der eingeschliffene Glasstopfen 16 aus der Führung 14 herausgezogen
und über die dadurch frei gewordene Öffnung die Flüssigkeit eingefüllt, worauf anschließend
der Glasstopfen 16 wieder eingesetzt wird.
-
Abweichend von der Ausführung nach dem Hauptpatent sind nun auf dem
Deckel? vier warzenartige Lagerkörper 18 angeordnet, deren Form aus der Zeichnung
ersichtlich ist. Diese Lagerkörper 18 sitzen dabei vorteilhaft an den Ecken eines
Vierecks. Sie dienen zur Aufnahme der Enden eines Armkreuzes ig. Zu diesem Zweck
sind, wie es insbesondere Fig. i erkennen läßt, die LagerköTper 18 mit einer Vertiefung
17 versehen, in die eine an der Unterseite jedes Armes des Armkreuzes ig sitzende
Rippe 22 od. dgl. faßt. Dadurch ist das Armkreuz gegen seitliches Verschieben gesichert,
kann aber mühelos nach. oben abgehoben werden, falls es erforderlich sein sollte.
In der Mitte des Armkreuzes sitzt ein Verschlußkörper 2o, dessen unteres Ende vorteilhaft
ballig ausgebildet ist und beim Pumphub die Öffnung g der Membran 8 verschließt.
Um diese Öffnung erstreckt sich ein wulstförmiger Kranz 21, gegen dessen Rand sich
der Verschlußkörper 2o beim Pumphub, bei dem er die Öffnung g verschließt, legt.
Der oberhalb desArmkreuzes liegende- Teil 23 des Verschlußkörpers 20 ist auf seiner
Stirnseite vorteilhaft mit einer balligen Vertiefung 24 versehen, in die sich das
entsprechend ausgebildete Ende des Ansatzes 15 beim Pumphub legt.
-
Das Armkreuz ist vorteifhaft aus federndem Material, z. B. elastischem
Kunststoff, hergestellt, so d.aß es nach Beendigung des Pumphubes von selbst wieder
in seine Ursprungslage zurückfedert, wobei der Verschlußkörper 2o die Membranöffnu,ng
g freigibt.
-
Die Betätigung der Vorrichtung erfolgt in derselben Weise, wie beim
Hauptpatent beschrieben, d-. h_ durch leichten Druck mit der Pinzette auf das freie
Ende des Pumparmes 5 wird dieser etwas nach unten bewegt und drückt über seinen
Ansatz 15 den Verschlußkörper 23, 2o dicht gegen die Öffnung und die Innenkante
des Kranzes2i. Ferner wird hierbei die Membran 8 nach unten durchgebogen, wodurch
die in dem Behälter i befindliche Flüssigkeit über das Steigrohr q. und den Pumparm
5 in die Vertiefung 7 der Mündung 6 befördert wird. Beim Nachlassen des Druckes
auf den Pumparm 5 kehrt dieser infolge seiner eigenen Elastizität und, bedingt durch
die Wirkung der Feder 1q., in seine Ursprungslage zurück, wobei der Ansatz 15 den
Verschlußkörperteil 23 freigibt, so daß dieser nunmehr infolge der Federwirkung
der Arme des Armkreuzes ig in seine Ausgangsstellung zurückbefördert wird und der
Teil 2o die Membranöffnung g freilegt. Gleichzeitig federt die Membran 8 ebenfalls
in ihre Ursprungslage zurück.
-
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sitzt der Verschluß'körper 20,
dessen Unterseite vorteilhaft ebenfalls ballig gestaltet ist, an einem federnden
Arm 25, dessen eines Ende mit dem Deckel :2 verbunden ist. Die Öffnung g der Membran
8 ist von einer balligen Vertiefung 26 umgeben. Der Verschlußkörper 20 befindet
sich unter dem unteren, vorzugsweise baldigen Ende des an der Unterseite des Pumparmes
5 befindlichen Ansatzes 15, der in diesem Fall erheblich länger -ist als bei der
Ausführung nach Fig. i und 2.
-
Der federnde Arm 25 kann eine Blattfeder geeigneter Stärke sein.
-
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung entspricht grundsätzlich demjenigen
nach Fig. i und 2, d:. h. daß der Verschlußkörper 2o beim Niederdrücken des Pumparmes
5 durch den Ansatz 15 nach unten bewegt und auf die Öffnung g gedrückt wird, die
er dabei verscfiließt. Gleichzeitig wird durch diesen Druck die Membran 8 nach unten
durchgebogen, wodurch die Pumpwirkung erzeugt wird. Beim Aufheben des Druckes auf
den Pumparm
5 kehrt dieser, wie weiter vorstehend beschrieben,
in seine Ursprungslage zurück. Dabei geht der federnde Arm 2 5 ebenfalls in seine
Ausgangslage zurück, so daß .das Verschlußstück 2o die Öffnung 9 freigibt. Während
dieses Vorganges nimmt die Membran 8 wieder ihre Ausgangsstellung ein.
-
Die Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, die hinsichtlich der Anordnung
des Verschlußkörpers 2o und dies Armkreuzes i9 derjenigen nach Fig. i und 2 ähnelt.
Abweichend davon ist aber jetzt der Verschlußkörper 2o nach. Art einer Düsenzapfennadel
ausgebildet. Zu diesem Zwech sitzt am Ende dcs Versdhlußkörpers 2o ein Schließkegel
27, an den sich ein Zapfen 28 anschließt, der in die Öffnung 9 der Membran hinein-
und gegebenenfalls durch sie hindurchragt. Durch diesen Zapfen erfährt der Verschlußkörper
2o eine gewisse Führung. Der Zapfen 28 sitzt mit Spiel in der gegebenenfalls mit
einer Führung 30 versehenen Öffnung g. Weiter ist vorteilhaft die Membran
8 nach außen gewölbt, um einem Durchhängen bzw. einer Ermüdung entgegenzuwirken.
Durch die neue Membranform wird gleichzeitig eine elastische PumpwiTkung erzielt.
-
Beim Pumpvorgang wird derVerschlußkörper2o durch den Druck des Pumparmes
5 und, bedingt durch die Elastizität der Arme des Armkreuzes 19,
senkrecht
nach unten bewegt. Er verschließt dabei mixt seinem Schließkege127 .die entsprechend
kegelig gestaltete Mündung der Öffnung 9 der Membran B. Bei der weiteren Abwärtsbewegung
drückt er dann die Membran 8 nach unten, wodurch _die im Behälter i befindliche
Flüssigkeit über das Steigrohr 4 'und den' Pumparm 5 in den Auslaß 6 befördert wird.
-
Damit das Steigrohr 4 bei längerem Gebrauch nicht durch die Pumphewegungen
in dem Deckel 2 nach oben verschoben wird, ist es mit einer Ausbauchung oder Wulst
29 versehen, die sich von unten gegen den Deckel 2 legt. Da der Deckel 2 aus Kunststoff
besteht und eine gewisse Elastizität besitzt, kann das Steigrohr 4 beim Einsetzen
durch entsprechenden Druck mit seiner Ausbauchung 29 durch die Öffnung gezwängt
werden. Die Ausbauchung 29 ist so beschaffen, daß der geringfügige Druck, der beim
Pumpen auf den Pumparm 5 ausgeübt wird, nicht ausreicht, um sie durch die Öffnung
des Deckels 2 hindurahzuziehen.
-
Abweichend von der Ausführung nach Fig. i und 2 ist die obere Stirnseite
des Verschlußkörpers 2o kugelig oder ballig gekrümmt, so daß auf den Ansatz 15 verzichtet
werden kann. Infolge der Krümmung werden die Abnutzungsersdhennungen erheblich !herabgesetzt.