DE95940C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H7/00—Gearings for conveying rotary motion by endless flexible members
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Transmissions By Endless Flexible Members (AREA)
- Devices For Conveying Motion By Means Of Endless Flexible Members (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Kraftübertragungsvorrichtungen, die hauptsächlich
für Motorwagen bestimmt sind, jedoch auch zum Uebertragen der Bewegung einer Welle auf eine andere für andere Zwecke Verwendung
finden können.
Wenn ein von einem Motor getriebenes Strafsenfuhrwerk aus der geraden Linie abgelenkt
wird, so bewegt sich bekanntlich das eine der getriebenen Laufräder schneller oder
langsamer als das andere. Obwohl die Kette das einfachste Mittel zum Uebertragen der
Bewegung der Motorwelle auf die getriebene Achse ist, so hat sie doch den Mangel, dafs,
wenn nicht eine besondere Ausgleichvorrichtung vorgesehen ist, ein sehr hoher Zug auf das
Getriebe ausgeübt wird infolge des Gleitens, das zwischen den Laufrädern und dem Boden
stattfinden mufs.
Ein Riemengetriebe überwindet diese Schwierigkeit dadurch, dafs der Riemen auf der treibenden
Scheibe gleitet, doch ist die Anwendung dieses Getriebes praktisch unzulässig infolge
des Umstandes, dafs, da der treibende Motor mit verhältnifsmäfsig hoher Geschwindigkeit im
Vergleiche mit der Laufradachse laufen soll, die Riemscheibe auf der treibenden Welle viel
kleiner sein mufs als jene auf der getriebenen Welle, so dafs wegen der Unterschiede im
Umfange der Riemscheiben, mit welchen der Riemen in Berührung ist, das Gleiten eher auf
der Scheibe der Motorwelle als auf der Scheibe der Laufachse stattfindet.
Nun ist es der Zweck dieser Erfindung, alle Vortheile der Riementransmission bezüglich der
Ermöglichung des Gleitens mit den Vortheilen des Kettengetriebes, insoweit als Nichtgleiten
auf der Motorwelle in Betracht kommt, vereinigt zu erhalten. Zur Erreichung dieses
Zweckes wird eine Uebertragungsvorrichtung benutzt, die mit einem Trieb oder einer Scheibe
der einen Welle, z. B. der Motorwelle, in wirklicher Verbindung steht, dagegen die
Scheibe der getriebenen Welle, z. B. der Laufachse, nur durch Reibung mitnimmt. Bei
einer Ausführungsform ist der Uebertrager eine Kette, die eine Reihe seitlicher Stifte oder
Vorsprünge hat und in deren Glieder die Zähne eines Kettenrades auf der einen Welle
eingreifen, während die seitlichen Stifte reibend auf eine nachgiebige Fläche der glatten Scheibe
auf der anderen Welle einwirken.
Bei einer anderen Ausführungsform wird in die Mitte eines Riemens eine Kette eingefügt.
Die in die Kette eingreifenden Zähne werden in der Mitte des Umfanges der Scheibe
auf der Motorwelle angeordnet. In jedem Falle ist in der Mitte des Umfanges der glatten
Scheibe eine Aussparung gemacht, um den Kettengliedern Raum zum Laufen zu gewähren,
ohne mit dem Umfange der Scheibe in Berührung zu kommen.
Um diese Erfindung klar zum Verständnifs zu bringen, ist sie im Nachstehenden mit Bezug
auf die beiliegende Zeichnung näher beschrieben.
Fig. ι giebt in Seitenansicht eine Anordnung einer gemäfs der Erfindung eingerichteten
Treibvorrichtung.
Fig. 2 ist ein Grundrifs des glatten Rades oder der glatten Scheibe,
Fig. 3 ein in gröfserem Mafsstabe gezeichneter
Grundrifs eines Stückes der Treibkette,
Fig. 4 ein ebenfalls in gröfserem Mafsstabe gezeichneter Schnitt nach der Linie 4-4 der
Fig. i, .
Fig. 5 ein in demselben Mafsstabe wie Fig. 4 gezeichneter Schnitt nach der Linie 5-5 der
Fig. i.
Die Fig. 6 und 7 geben eine Seitenansicht und einen Grundrifs einer anderen Ausführungsform des Uebertragungsmittels, und die
Fig. 8 und 9 zeigen in Ansichten, die den Fig. 4 und 5 ähnlich sind, die in Verbindung
mit diesem Uebertragungsmittel' zu benutzenden Scheiben.
Fig. 10 ist ein Grundrifs eines getriebenen Rades, in demselben Mafsstabe wie das in
Fig. 2 gezeigte Rad dargestellt, und geeignet, mit der in den Fig. 7, 8 und 9 veranschaulichten
Kette benutzt zu werden.
α ist der mit vorspringenden Zähnen versehene Kettentrieb auf der treibenden Welle
und b ist das glatte Rad oder die glatte Scheibe auf der getriebenen Welle, c ist die
Treibkette, welche um die Scheibe b herumläuft und mit den Zähnen des Kettentriebes a
in Eingriff steht, so dafs die Kette sicher angetrieben wird, dd sind Stifte, die an den
Seiten der Kette vorspringen und eine Länge haben, welche annähernd der Breite der getriebenen
Scheibe entspricht, e e sind Streifen von Leder oder anderem nachgiebigen Material,
die rings um den Umfang des Rades b so angeordnet sind, dafs zwischen diesen Streifen
eine Rinne f verbleibt, welche das Einlaufen der eigentlichen Kette erlaubt, damit die Stifte
dd mit den nachgiebigen Streifen in reibende Berührung kommen können, wie in Fig. 5
gezeigt ist.
Es ist klar, dafs bei dieser Anordnung die Bewegung der treibenden Welle durch das
Kettenrad α dem Uebertragungsmittel. mitgetheilt wird, ohne irgend eine Möglichkeit
für das letztere, auf dem Rade α zu gleiten, während es andererseits einleuchtet, dafs, weil
die Scheibe b glatt ist, d. h. keine vorspringenden Zähne hat, die Kraft, welche von dem
treibenden Rade durch die Kette übertragen wird, von dem getriebenen Rade durch die
Stifte dd aufgenommen wird, welche frei auf dem Umfange des getriebenen Rades gleiten
können.
Bei der in den Fig. 6 bis 10 gezeigten Ausführungsform
tragen die Stifte dd Lederbänder oder -riemen g g, welche mit den Stiften
durch geeignete Mittel in solcher Weise vereinigt sind, dafs die Riemen in Berührung mit
dem Umfange des Rades b laufen, das in diesem Falle nicht mit einem nachgiebigen
Material bekleidet ist. In dem gezeichneten Beispiel sind die Bänder mit den Stiften durch
kleine Oesen h la vereinigt, in welche die Stifte eingreifen und welche an den Bändern durch
Niete befestigt sind. Um die Bänder e e auf der Scheibe straff zu erhalten, ist das Kettenrad
α so breit gemacht, dafs die Bänder in der in Fig. 8 dargestellten Weise um dasselbe
herumgeführt werden können. Für diesen Zweck können auch lose Scheiben benutzt werden. Das getriebene Rad b ist in seinem
Umfange an jener Stelle ausgenommen, wo die Kette c läuft, wie bei i in den Fig. 9 und 10
angedeutet ist; es ist jedoch klar, dafs diese Aussparung nicht wesentlich ist.
Um dem Uebertragungsmittel die erforderliche Spannung zu erhalten, verbindet der
Erfinder zuweilen damit ein loses Kettenrad, wie z. B. das in Fig. 1 bei j angedeutete, welches
so angeordnet ist, dafs es nach Belieben dem Uebertragungsmittel genähert oder von
demselben entfernt werden kann, um letzteres nach Bedarf mit mehr oder weniger Reibung
auf die Scheibe einwirken zu lassen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zur Uebertragung der Bewegung von einer Welle auf eine andere durch Vermittelung von Scheiben . und einem Riemen oder einer Kette, dadurch gekennzeichnet, dafs das Uebertragungsmittel eine Beschaffenheit besitzt, welche eine wirkliche Verbindung mit der treibenden Scheibe und ein durch Reibung bewirktes Mitnehmen der getriebenen Scheibe sichert, zum Zwecke, ein Gleiten des Uebertragungsmittels auf der treibenden Scheibe zu verhüten, auf der getriebenen Scheibe aber zu erlauben.
- 2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher das Uebertragungsmittel eine Kette mit seitlichen Vorsprüngen bildet, welche auf eine nachgiebige Fläche des zu treibenden Rades reibend einwirken.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95940C true DE95940C (de) |
Family
ID=367126
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95940D Active DE95940C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95940C (de) |
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0
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