DE1710373C - Endloses Papiermaschinensieb in Köperbindung - Google Patents

Endloses Papiermaschinensieb in Köperbindung

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Publication number
DE1710373C
DE1710373C DE1710373C DE 1710373 C DE1710373 C DE 1710373C DE 1710373 C DE1710373 C DE 1710373C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
twill weave
warp
paper machine
twill
fabric
Prior art date
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
lan George Edinburgh Cumming (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schlumberger UK Holdings Ltd
Original Assignee
United Wire Ltd
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein endloses Papiermaschi- endloses Papiermaschinengewebe rationell herzu
nensieb in Köperbindung. stellen, wobei der zickzackförrmge Verlaut aer Kett
Derartige Bänder sind im nassen Bereich von fäden im Betrieb große Beständigkeit aufweisen sol
Fourdriiiiermaschinen und anderen Maschinen für Die gestellte Aufgabe wird durch die im Anspruch l
flache sowie großflächige Erzeugnisse dazu bestimmt, 5 angegebene Erfindung gelöst. Ausgestaltungen dei
Zellstoff derart zu leiten und zu entwässern, daß eine Erfindung ergeben sich aus dem Unteranspruch,
Matte oder eine Bahn aus Fasern gebildet wird. Das Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wire
Gewebe kann aus metallischen oder synthetischen nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen nahe:
Kett- und Schußfäden oder mit metallischen Kett- erläutert. Es zeigt
fäden und synthetischen Schußfäden oder mit syn- io F i g. 1 eine Draufsicht auf ein Papiermaschinen
thetischen Kettfaden und metallischen Schußfäden sieb aus dreibindigem Kettköper, wobei der Köper
hergestellt werden. Ein Band wird dadurch gebildet, grat A1-A, von rechts nach links verlauft, wenn mar
daß die Enden einer Gewebebahn verbunden werden, das Gewebe in Richtung des eingezeichneten Pfeil;
wobei die Kettfäden in der Längs- oder Laufrichtung betrachtet, .
des Bandes verlaufen. 15 F i g. 2 eine Draufsicht auf einen Teil des Gewebe;
Durch das Verkreuzen der Kett- und Schußfäden von Fig. 1 in größerem Maßstab, wobei der Köper
entstehen an den Kettfäden Buckel, und zwar sowohl grat A.,-A2 von rechts nach links verläuft, wenn mar
an der Unterseite als auch an der Oberseite des ge- in Richtung des eingezeichneten Pfeils blickt,
webten Bandes. Nach Inbetriebnahme eines Bandes Fig. 3 eine Draufsicht auf die Oberfläche eine;
sind die an der Un^rseite ausgebildeten Kettfäden- ao Gewebes in dreibindigem Köper, wobei der Köper
buckel einem erheblichen Verschleiß auf Grund der grat ΑΆΆ von links nach rechts verläuft, wenn mai
Reibung unterworfen, wenn das Band über Saug- in Richtung des eingezeichneten Pfeils blickt,
kästen geleitet wird oder über andere fest angeord- Fig. 4 in Draufsicht die Oberseite eines Gewebe
nete Oberflächen wie Unterlagen besonderer Form Stücks nach der Erfindung, wobei der Köpergra
oder Beläge, die an Teilen der Papiermaschine an- 25 ArAv A5-An und Aa-AB zickzackförmig in Richtung
gebracht sind. Darüber hinaus wird insbesondere an des eingezeichneten Pfeils verläuft,
logenannten Inverformmaschinen ein ganz erheblicher F i g. 5 eine Vorrichtung zur Umkehrung der 1 ritt
Abrieb durch die zur selbsttätigen Aufteilung in folge der Schäfte zum Weben von Längszickzack
Streifen eingesetzten Messer verursacht. Köperbindung,
Unter besonderen Bedingungen schleifen die Kett- 30 Fig. 6 eine sche/natische Seitenansicht der Tritt
fadenbuckel Nuten in die Oberfläche der Oberteile vorrichtung.
der Saugkasten sowie in die vorstehenden Kanten In Fig. i verlaufen die Kettfaden parallel zui
der zur selbsttätigen Aufteilung in Streifen einge- Laufrichtung 27 des nassen Bereichs einer Maschini
setzten Messer. Diese Nuten sind gewöhnlich ein zur Herstellung von Papier od. ä. Die Naht 28 isit ir
Abbild des in Längsrichtung verlaufenden Musters 35 herkömmlicher Weise geschweißt, gelötet oder ge
der an der Unterseite des Bandes liegenden Kett- heftet und verläuft in einem Winkel zur Querachst
fadenbuckel. 29 des Bandes, während die Achse 29 im rechter
Nuten in dem Oberteil der Saugkästen haben eine Winkel zur Achse 27 liegt.
erhebliche Einschränkung der Lebensdauer des Die Bindung des Gewebes ist dreibindiger Köper
Bandes zur Folge und verursachen fehlerhafte Stellen 40 Der Köpergrat ist mit A1-A, bezeichnet. Der Kopier
in dem Papier oder dem jeweiligen flachen groß- grat An-A3 kann auch nach Fig. 3 verlaufen odei
flächigen Erzeugnis, das in der betreffenden Anlage nach Fig. 4 zickzackförmig in Längsrichtung ver
hergestellt wird. laufen. Der Winkel des Köpergrates wird durch dit
Zur Behebung dieser Nachteile ist es bereits be- Biegsamkeit der Kett-und der Schußfäden beeinflußt
kannt (französische Patentschrift 743 806), das Sieb- 45 Außerdem ist hierbei der Durchmesser der Kett- unc
tewebe mittels eines in Schußrichtung changierenden Schußfäden ebenso zu berücksichtigen wie die An
Webeblattes zu weben, welches die Kettfäden zick- zahl der Kett- und Schußfäden pro Längeneinheit
sackförmig umformt. Da die Kettfaden kräftig abge- In den Fig. 2, 3 und 4 sind die Kettfaden mit der
winkelt werden müssen, damit sie sich in die Papier- Bezugszeichen 25 und die Schußfäden mit den Be-
maschine nicht einschleifen, werden diese zusätzlich 5° zugszeichen 26 angegeben.
beansprucht. Außerdem streckt sich das so gewobene Zur Herstellung eines dreibindigen Kettköp>er
Jrickzackförmige Siebgewebe schnell, weil es nicht Gewebes ist es notwendig, drei Schäfte 1, 2, 3 zi
dauerhaft gebunden ist. verwenden (F i g. 6). Die Tritthebel 24 werden durcl
Nach einem bekannten Verfahren (deutsche Aus- Steuerscheiben 23 (Fig. 5) betätigt. Zu jedem Schaf
lcgcschrift 1 019 158) wird ferner einem aus Kunst- 55 gehören zwei Hebel 24, und zu jedem Hebel 24 gc
Itoffdrähten fertiggewebten Siebgewebe durch Quer- hört eine Steuerscheibe 23. Die Drehung der Steuer
tug in der Gewebeebene in abwechselnder Richtung scheiben in einer bestimmten Richtung bewirkt bei
Wellenform aufgezwungen. Diese wird dann festgc- spiclsweisc ein Rechtsgrat. Ein Linksgrat wird erziel!
halten und fixiert. wenn die Steuerscheiben 23 sich umgekehrt drehen
Nach einem weiteren bekannten Verfahren (fran- 6° fη F i g. 6 ist der Kettbaum mit 30 bezeichnet, wiäh
zösische Patentschrift 1 369 242) wird durch längs- rend die Bezugszeichen 31 und 32 Kettfaden bczeich
weise Streckung des Gewebes bei gleichzeitiger ncn, die ein Webfach bilden, und das Bezugszeiclicr
Querverschiebung ein zickzackförmiger Verlauf der 33 bezeichnet das Gewebe, während das Bezugs
Kettfäden erzielt. Diese Herstellung verlangt eine zeichen 34 den Warenbaum bezeichnet,
besondere Verziehmaschine im Anschluß an den 65 Zur Umkehrung der Trittfolge ist folgende Vor
Webvorgang und daher, wie bei dem zuvor erwähn- richtung vorgesehen:
ten Verfahren, ein zweistufiges Verfahren. Die Hauptwelle 4 ist eine ohne Untcrbreclwnj
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein umlaufende Antriebswelle, deren Drehzahl der halber
Geschwindigkeit der Webmaschine entspricht Die Schaftsteuerwelle 5 ist von der Hauptwelle 4 über eine Gelriebestufe mit vorzugsweise geradverzahnten Rädern 9, 10 oder durch eine Kette und Kettenrader 11, 12 angetrieben. Die Untersetzung der Getriebestufe und der Kettenräder ist gleich und beträgt bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils 3 : 2,
Das Antriebsritzel 9 und das Kettenrad 11 sind drehbar auf der Hauptwelle 4 gelagert; sie sind jedoch in einer bestimmten Anordnung gegenüber der Hauptwelle 4 mittels Radial- und Axiallagern 13 gelagert. Das Zahnrad 10 und das Kettenrad 12 sind beide auf der Schaftsteuerwelle 5 befestigt. Letztere dient als Antrieb für die Steuerscheiben 23.
Zwischen den Rädern 9 und 11 ist auf der Hauptwelle 4 eine Kupplungshälfle 6 angeordnet, die mit der Hauptwelle 4 umläuft und auf dieser axial verschiebbar ist, beispielsweise durch eine Keilverzahnung oder durch Nut und Feder. Wenn die Kupplungshälfte 6 von links nach rechts bewegt wird, kommt sie mit der Kupplungshälfte 8 in Eingriff und löst sich dabei von der Kupplungshälfte 7. Die Kupplungshälften 7 und 8 sind an dem Getrieberitzel 9 bzw. an dem Kettenrad 11 befestigt. Die Welle wechselt die Drehrichtung, wenn die Kupplungshälfte 6 außer Eingriff gebracht wird mit der Kupplungshälfte 7 und in Eingriff kommt mit der Kupplungshälfte 8.
Die Kupplungshälfte 6 wird mittels einer Stange Ιδ/l eines Kolbens in einem Druckluftzylinder 18 längs der Hauptwelle 4 verschoben, wenn dadurch ein bei 14 gelagerter Hebel 17 verschwenkt wird. Kupplungsschuhe 15 sind gelenkig an dem Hebel 17 befestigt und greifen in eine ringförmige Nut 16 in der Kupplungshälfte 6. Die inneren Stirnflächen der Kupplungshälften 7 und 8 weisen Zähne 19 auf, die mit Zähnen an der äußeren Stirnseite der Kupplungshälfte 6 in Eingriff gelangen.
Eine Zählvorrichtung 20 zum Umsteuern der Trittfolge wird über einen Antrieb 21 betätigt, der an der Hauptwelle 4 befestigt ist. Wenn die eingestellte Anzahl von Schußfäden erreicht ist, hält die Zählvorrichtung 20 die Webmaschine an und schaltet nach einer Wartezeit von etwa 2 bis 3 Sekunden ein elektromagnetisch betätigbares Ventil 22 an dein Druckluftzylinder, der dann den Hebel 17 bewegt, beispielsweise von links nach rechts, wodurch das Getriebe 9, 10 abgeschaltet und der Kettentrieb 11, 12 eingeschaltet wird. Die Webmaschine läuft dann automatisch wieder an mit dem Ergebnis, daß der Köpergrat des Gewebes von nun an umgekehrt verläuft.
Bei einem Gewebe mit 60 Kettfäden mit einem Durchmesser von 0,244 mm pro 25,4 mm und 45 Schußfäden mit einem Durchmosser von 0,2743 mm pro 25,4 mm weicht der Köpergrat um 4,23 mm auf
s einer Gewebestrecke von 228,6 mm ab.
Anders ausgedrückt, beträgt der Winkel des Köpergrates mit der Schußrichtung 178°.
Je nach den Verhältnissen, die bei der betreffenden Maschine zum Herstellen von Papier od. ä. vorliegen,
ίο kann der Abstand zwischen den Umkehrpunkten zwischen 50,8 mm und 1219,2 mm ohne weiteres verändert werden, und die jeweilige Köperbindung kann aus der gesamten zur Verfügung stehenden Anzahl von Köperarten ausgewählt werden, die überhaupt gewebt werden können.
Nach der Erfindung wird in genau bemessener Weise die Erscheinung benutzt, daß die Kett- und Schußfäden in einem Köpergewebe im entspannten Zustand nicht in rechtem Winkel zueinander liegen.
ao Nachfolgendes Beispiel dir.-.; zur Verdeutlichung dieser Erscheinung. Wenn ein Abschnitt eines Köpergewebes mit gleichbleibender Bindung flach ausgebreitet ist, nimmt er die Form eines Parallelogramms (Fig. 2 und 3) an. Wenn ein derartiger Gewebeab-
»5 schnitt in Köperbindung zu einem endlosen Band verbunden wir], verläuft die Verbindungsnaht im Winkel zu der Querachse des Bandes. Wenn ein derartiges Band in einer Maschine zur Herstellung von Papier od. ä. eingesetzt ist, verlaufen die Kettfäden
parallel zur Bahnrichtung im nassen Bereich der Papiermaschine, und die Schußfäden verlaufen parallel zur Verbindungsnaht..
Wenn dagegen eine Gewebebahn in Köperbindung in verschiedenen Abschnitten hergestellt ist, innerhalb derer der Verlauf des Könergrates von Abschnitt zu Abschnitt wechselt durch Umkehrung der Trittfolge der Schäfte, verlaufen die Schußfäden .'.umindest an der Stelle der Umkehrung parallel zu der Querachse, und die Kettfäden verlaufen zickzackförinig.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Endloses Papiermaschinensieb in Köperbindung, bei dem die Kettfaden in Längsrichtung
(Laufrichtung) des Siebes verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Köperbindung eine LHngs-Zickzack-Köperbindung ist.
2. Papiermaschinensieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils gleiche
Richtung des Köpergrates aufweisenden Abschnitte 50,8 bis 1219,2 mm lang sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2288985C2 (ru) * 2002-06-11 2006-12-10 Олбэни Интернэшнл Корп. Промышленная ткань со средствами контроля ее износа

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2288985C2 (ru) * 2002-06-11 2006-12-10 Олбэни Интернэшнл Корп. Промышленная ткань со средствами контроля ее износа

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