DE956017C - Verfahren zur Veraenderung des Bildinhalts fertiger photographischer Aufnahmen - Google Patents

Verfahren zur Veraenderung des Bildinhalts fertiger photographischer Aufnahmen

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DE956017C
DE956017C DEB31585A DEB0031585A DE956017C DE 956017 C DE956017 C DE 956017C DE B31585 A DEB31585 A DE B31585A DE B0031585 A DEB0031585 A DE B0031585A DE 956017 C DE956017 C DE 956017C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/02Marking or applying text

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Veränderung des Bildinhalts fertiger photographischer Aufnahmen Bei fertig vorliegenden Filmen ist es bisher nicht möglich gewesen, den Bildinhalt anders als durch Aufdrucken, Ausschaben oder Ausschmelzen anderer bisher nicht vorhandener Bildelemente zu verändern. Diese Verfahren können in der Regel nur für eine relativ kleine Anzahl von Bildern angewendet werden, da der technische Aufwand zum Durchführen dieser bekannten Verfahren recht hoch ist.
  • Man hat auch bereits vorgeschlagen, das Negativ eines .fertig vorliegenden Films dadurch in seinem Bildinhalt zu verändern, daß man die 'Negativschicht mit einem Chromsalz sensibilisiert, um .dann in seine dunklen Stellen eine Vorlage einzukopieren, das Chrom auszuwaschen und diejenigen Stellen, bei denen auf dunklem Grunde die neuen Bildteile erscheinen sollen, durch Abschwächer aufzuhellen.
  • Gemäß einem anderen Vorschlag wird der fertig vorliegende Film an bestimmten Stellen - die neue Bildelemente erhalten sollen, insbesondere Inschriften - durch chemische Behandlung von der dort befindlichen photographischen Wiedergabe befreit und diese dann freien Stellen .neu photographisch empfindlich gemacht. Auch kann man die photographischen Wiedergaben mechanisch entfernen und die entfernte Schicht durch eine neue lichtempfindliche Schicht ersetzen, in der dann; die neu einzubringenden Bildinhalte - erzeugt werden. Dieses Verfahren kann sowohl bei Negativ- als auch bei Positivfilmen» benutzt werden. Auch das vorliegende erfindungsgemäße Verfahren gestattet es; in den Bildern eines fertigen Films nachträglich verschiedene, den vorliegenden Bildinhalten fremde Bildinhalte zuzufügen und kann sowohl bei fertig vorliegenden Positiv- wie auch bei Negativfilmen angewendet werden.
  • Im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren wird jedoch beim erfindungsgemäßen Verfahren nicht die ursprünglich vorhandene Schicht einer Chromierung unterworfen, sondern es wird auf die völlig unverändert erhaltene Ursprungsschicht nach bekannten Verfahren eine neue Schicht aufgebracht, die nach dem Belichten in geeigneten Vorrichtungen in der Lage ist, nach photochemischer Behandlung ein Relief in dieser Zusatz-Schicht zu bilden, dessen Dicke den Licht- oder den Schattenwerten der Bildinhalte entspricht, die auf den fertig vorliegenden Filmbildern aufzubringen sind.
  • Wie weiter unten näher beschrieben, kann auch ürfindungsgemäß eine Zwischenschicht vorgesehen Urerden, über die dann erst die Reliefschicht aufzulegen ist.
  • Die Vorteile des neu vorgeschlagenen Verfahrens liegen darin, daß die ursprünglich vorliegende, in ihrem Bildinhalte zu verändernde Schicht nicht einer gesonderten vorbereitenden Behandlung -chemisch zur erneuten Sensibilisierung oder mechanisch mit Entfernen der alten Schicht und erneutem Beschichten - ausgesetzt werden muß, und darin, daß die ursprüngliche Schicht- unverändert erhalten bleibt und selbst keiner Vorbehandlung unterzogen wird, bei der gegebenenfalls sorgfältig darauf geachtet werden muß, daß die unverändert zu lassenden Bilder von der vorbereitenden Behandlung ausgeschlossen bleiben. Die erfindungsgemäß aufzubringende Deckschicht kann auf dem gesamten unveränderten fertig vorliegenden Film aufgetragen werden, ohne Rücksicht darauf, ob nur die zu verändernden Bildteile oder auch andere neu überschichtet werden. Sollen nur einige Teile des Ursprungsfilms in ihrem Bildinhalte verändert werden, so wird eine Neuüberschichtung mit einer relieferzeugenden Schicht im Bereich der zu verändernden Filmlängen vorgenommen.
  • Bei Farbfilmen können die bekannten Verfahren zur Bildinhaltsänderung nicht angewendet werden, wohingegen das erfindungsgemäße Verfahren ohne weiteres benutzt werden kann, auch wenn es sich um Mehrschichtenfarbfilme handelt. Bei diesen ist die Möglichkeit eines Ersetzens alter Schichtteile durch neue praktisch ausgeschlossen.
  • Wird eine solche aufzubringende Schicht etwa in einem geeigneten Kopiergerät - auch einer Kopiermaschine, wenn eine größere Folge von Bildinhalten gleicher oder verschiedener Art aufgebracht werden -soll - belichtet, so wird in der Zusatzschicht sich eine in bekannter Weise herzustellende Deckschicht ausformen, die in einer weiteren Behandlung der um die Reliefschicht verstärkten Emulsionsschicht - weiter Bildschicht genannt - mit den ursprünglichen Bildinhalten solchen chemisch wirkenden Stoffen den Zutritt zu der Bildschicht mehr oder weniger gemäß ihrer Stärke, ihrer Dicke gestatten, die den Bildinhalt der Bildschicht verändern.
  • Wird z. B. die Aufgabe gestellt, auf dem dunklen - auch dem gefärbten - Teil eines fertigen Positivfilms ein irgendwie geartetes neues Bildelement nachträglich aufzubringen, das bei der Projektion hell erscheinen soll - dieses Bildelement sei weiterhin als Text bezeichnet, ohne damit eine Beschränkung auf Buchstabenfolgen zum Ausdruck zu bringen -, so überziehe man den fertigen Film mit einer bekannten, bei Belichtung ein Relief erzeugenden lichtempfindlichen Schicht. Diese wird dann unter einer Vorlage so belichtet, daß an den Stellen des Positivs, an denen die Abbildung der Vorlage erscheinen soll, durch die Reliefentwicklung - etwa Auswaschen bei Chromgelatine - die Reliefschicht entfernt oder so wesentlich in ihrer Dicke verändert ist, daß bei einer Behandlung des nunmehr nicht mehr an allen Stellen gleich dicken Positivs mit das ursprüngliche Bild ausätzenden oder bleichenden Stoffen in der alten Bildschicht die neu aufzubringenden Texte hell erscheinen. Die für das Ausätzen oder Ausbleichen zu verwendenden Stoffe richten sich in der Auswahl nach der Art des vorliegenden Positivs, das entweder ein Schwarzweißpositiv oder auch ein Farbpositiv sein,kann.
  • Man kann als Vorlage - und das ist die Regel beim zusätzlichen Aufbringen von Texten - eine Schwarzweißvorlage wählen. Dann erscheint das Relief auch mit scharf abgesetzten Böschungen. Aber auch getönte Vorlagen können übertragen werden, wenn man sich dabei der bekannten Rasterreliefmethode bedient. Dann wird die Vorlage in einzelne Elemente aufgeteilt, die für sich i die Reliefschicht ausformen. Diese Schicht wird bei geeigneter Belichtung und Reliefentwicklung - was an sich auch bekannt ist -dann auch ein mehr oder minder wirksames Ausätzen oder Ausbleichen gemäß der Vorlage ermöglichen.
  • Will man die Reliefschicht nicht dauernd auf dem Bildfilm belassen, so wird auf die Bildschicht zunächst eine der bekannten löslichen Auswasc'hschichten aufgebracht, über die dann erst die Reliefschicht gelegt wird. Da Auswaschschichten - mit einigen Ausnahmen, die für den hier vorgeschlagenen Zweck nicht zu verwenden sind -dem Hindurchtreten der bildzerstörenden Stoffe wenig Widerstand bieten, ist das Hinzufügen neuer Bildinhalte zum ursprünglichen möglich. Wird die Auswaschschicht entfernt, so kann auch die darüberliegende Reliefschicht vom Bildfilm gelöst werden, der dann mit der alten Stärke wiedergewonnen wird. Das ist besonders dann erwünscht, wenn die Abbildung des ursprünglichen Bildfilms durch .das Auftragen zusätzlicher Schichten eine Qualitätsminderung aufweist, die etwa bei hoher Projektionsvergrößerung stören könnte.
  • Das hier vorgeschlagene Verfahren kann erfindungsgemäß auch für Behandlung von Negativfilmen benutzt werden, gleich ob bei Original- oder Dupnegativen. Man hat nur zu beachten, da'ß hier nicht ein Ausätzen oder Ausbleichen des Negativs erfolgen darf, wenn ein Schwarzweißfilm vorliegt. Wird etwa als Vorlage ein Buchstabe gewählt, so wird das Tiefrelief dieses Buchstabens mit solchen Stoffen ausgefüllt, die das Licht des Kopiergerätes nicht hindurchlassen oder aber gemäß der Tiefe des Reliefs mehr oder weniger schwächen. Es ist erkennbar, daß für die Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung alle aus der Klischeetechnik bekannten Methoden übernommen werden können. So kann auch die Halbtonwirkung nach der Autotypietechnik genutzt werden, sei es unter Verwendung von Hoch- oder Tiefrelieferzeugung.
  • Die Verwendung einer löslichen Zwischenschicht bei der Negativbehandlung zeigt besondere Vorteile. Man kann dann die erfindungsgemäß zusätzlich aufzubringende Reliefschicht, die mit bestimmten wählbaren zusätzlichen Bildelementen versehen ist, wieder entfernen und sie gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren durch eine neue Reliefschicht ersetzen. Es ist dadurch möglich, ein Negativ ohne Text einmal mit einem Text zu versehen, der nur für eine bestimmte Zahl von Kopien benötigt wird und der nach dem Entfernen der Reliefschicht durch einen anderen Text ersetzt wird, etwa durch eine übersetzung des ersten Textes in einer anderen Sprache. Auch Symbole, die für einen Beschauerkreis eine bestimmte, für einen anderen Kreis jedoch unverständliche oder gar entgegengesetzte Bedeutung haben, können ausgetauscht werden und durch benötigte ersetzt werden.
  • Im weiteren Sinne liegt bei der Erfindung die Möglichkeit vor, einen großen Teil der bei der Aufnahme und Herstellung von Filmen verwendeten Maskenverfahren durch ein wesentlich einfacheres Verfahren zu ersetzen.
  • Durch eine mehrfache Wiederholung des Verfahrens im Wechsel zwischen Positiv und Negativ und durch Wahl geeigneter Vorlagen ist es möglich, jeden beliebigen Bildinhalt auszuwechseln. Insbesondere ist das dann möglich,. wenn die Vorlagen unter Benutzung eines vorliegenden Bildes - sei es Positiv oder Negativ, etwa durch einen in seinen Maßen geeignet veränderten durch photographische Methoden gewonnenen und dann zu korrigierenden Abzug - hergestellt werden.
  • In der Farbfilmtechnik ist das erfindungsgemäße Verfahren von erheblicher Bedeutung. Durch Wahl einer entsprechenden Vorlage gewinnt man die Möglichkeit, je nach Wahl der Füllstoffe der Reliefschicht den einen oder den anderen Farbton oder gar alle zu verändern. Das ist von großer Bedeutung, wenn es sich darum handelt, eine große Zahl von Vorführkopien herzustellen, die von einem Negativfilm zu gewinnen sind, dessen Farbverteilung in den einzelnen Szenen so verschieden ist, daß ein durchgängiges Kopieren mit einem konstanten Kopierlicht nicht möglich ist. Hat man jedoch über dem zum Kopieren bestimmten Negativ die korrigierende Reliefschicht aufgebracht, so kann man auf die Benutzung von Kopiermaschinen verzichten, die mit einer Lichtumsteuerung arbeiten.
  • Auch wenn ein Negativ ein so schwankendes Kopierlicht erfordert, daß es unmöglich ist, eine ausreichend korrigierende Reliefschicht aufzubringen, so ist es doch immer möglich, mehr oder weniger große Längen des Films mit einem konstanten Kopierlicht zu belichten. Damit ist zumindest die Zahl der Kopierlichtschaltungen vermindert und das Herstellen der Vorführkopien erleichtert.
  • Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sind nicht allein in der Farbfilmtechnik von besonderer Bedeutung, wenn es sich auch dort durch Veränderung der Farbeindrücke besonders stark auswirkt. Beim Schwarzweißfilm ist der Vorteil, die Veränderung des Bildes, nicht so offensichtlich, da hier nur eine Veränderung der Tönung des mehr oder minder durchlässigen Bildes erreicht werden kann. Die Erleichterungen im Durchführen des Kopierens sind aber auch hier offensichtlich und erweisen dieFortschrittlichkeit desVerfahrens.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Verändern des Bildinhaltes fertiger photographischer Aufnahmen (Positive und/oder Negative), auch zum Hinzufügen neuer Bildteile, insbesondere von Texten u. ä. bei kinematographischen Filmen, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Schicht der fertig vorliegenden Bilder eine lichtempfindliche Schicht aufgebracht wird, in der nach der Belichtung und photochemischen Behandlung über der ursprünglichen Bildschicht ein Relief der Änderungen und/oder zuzufügenden Bildinhalte entsteht. a. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß auf die ursprüngliche Bildschicht zunächst eine auswaschbare (auflösbare) Schicht aufgebracht wird, über die die reliefbildende Schicht gelegt wird. 3. Verfahren nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Relief auf Positivbildern als Tiefrelief der zu verändernden und/oder zuzufügenden Bildinhalte - im Bedarfsfalle als Rastertiefrelief ausgebildet -erzeugt wird, mit Hilfe dessen , durch Einwirken von Stoffen, die das ursprüngliche Bild verändern, die Änderungen und/oder zuzufügenden Bildinhalte in der Bildschicht erzeugt werden. q.. Verfahren nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Relief auf Negativbildern zunächst als Tiefrelief der Änderungen und/oder zuzufügenden Bildinhalte - im Bedarfsfalle als Rastertiefrelief ausgebildet -erzeugt wird und dann durch Stoffe ausgefüllt wird, die das Kopierlicht der Tiefe des Reliefs gemäß steuern. 5. Verfahren nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Relief auf Negativbildern als Hochrelief der Änderungen und/oder zuzufügenden Bildinhalte erzeugt wird, dessen Oberfläche - im Bedarfsfalle als Rasterflächenrelief (Autotypiebild) ausgebildet - mit Stoffen überzogen wird, die das Kopierlicht steuern. 6. Verfahren nach Anspruch i und 2 und einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens unmittelbar auf die Bildschicht eine Schicht aufgetragen wird, die durch Lösungsmittel ausgewaschen (ab- oder aufgelöst) werden kann, die keine bildzerstörenden Komponenten enthalten. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß entweder das ursprüngliche Negativ- und/oder die folgenden Kopien mit der Reliefschicht versehen werden, mit der die Änderungen und/oder neuen Bildinhalte erzeugt werden. B. Verfahren nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ändern und/oder Hinzufügen von Bildinhalten auf photographischem Wege hergestellte Vorlagen verwendet werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 202 474, 818 oo2; französische Patentschriften Nr. 802 356, 8o5 475, 1 oi2 146, 1 oi2 185.
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