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Dosiervorrichtung für Flüssigkeiten, insbesondere für Kalkmilch Die
Erfindung betrifft eine Dosiervorrichtung für Flüssigkeiten, insbesondere für Kalkmilch.
Derartige Dosiervorrichtungen werden benutzt, um eine Flüssigkeit, z. B. Kalkmilch,
einem anderen Flüssigkeitsstrcfm, z. B. dem Rohsaft in der Zuckerfabrikation, selbsttätig
in gleichbleibendem Mengenverhältnis zuzuführen. Sobald der Strom der mit dem Zusatz
zu versehenden Flüssigkeit, z. B. der Strom des Rohsaftes in der Zückerfabrik, aufhört,
soll auch die Zugabeflüssigkeit - z. B. Kalkmilch - gesperrt sein, aber bereits
bei dem geringsten Wiedereinsetzen des Hauptflüssigkeitsstromes soll auch die Zugabe
wieder in dem vorgeschriebenen Verhältnis erfolgen.
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Zu diesem Zweck wurden bisher in der Regel Ventile benutzt, aber sie
haben sich gerade bei Kalkmilch nicht bewährt, weil sie bei geringer Öffnung verkrusten
und es betriebsmäßig unter Umständen nötig ist, längere Zeit die Ventile mit geringer
Öffnung zu benutzen: Ähnliche Nachteile haben sich auch bei den Dosiervorrichtungen
gezeigt, die mit Schöpfrädern arbeiten, denn auch diese setzten nach einiger Zeit
so viel Kalk an, daß sie die Menge nicht mehr genau dosieren. Der Kalkansatz macht
sich auch bei den Antriebsteilen, z. B. bei kolbenartigen Schiebern, sehr störend
bemerkbar.
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Deshalb wird durch die Erfindung eine Dosiervorrichtung geschaffen,
die keine Ventile hat unr' in allen Teilen sehr weite Querschnitte besitzt. Dies
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht. daß ein an der Oberkante eines Überlaufbeh.
Iters "eitlieh
verschiebbar angeordnetes überlaufwehr einen Rücklaufbehälter
überbrückt und dadurch. nur den je nach Lage des Wehres darüberfließenden Flüssigkeitsanteil
in die Förderleitung gelangen läßt, Dadurch ist eine Dosierung des in die Förderleitung
gelangenden Flüssigkeitsstromes möglich, ohne daß irgendwelche einengenden oder
der Verkrustung ausgesetzten Stellen notwendig sind. In dem Flüssigkeitsstrom selbst
liegt nur das bewegliche Überlaufwehr. Alle übrigen beweglichen Teile kommen mit
der Flüssigkeit nicht in Berührung.Damit man die gesamte Überlaufmenge der von der
Pumpe geförderten Flüssigkeitsmenge anpassen kann, ist nach der Erfindung die Anbringung
eines zweiten Überlaufs an dem ÜberlaufbehäJter vorgesehen, der sich durch Heben
und Senken eines Schützes einstellen läßt. Die über dieses zweite Wehr strömende
Flüssigkeit gelangt in die Zuflußleitung zurück. Indem man das Schütz an diesem
zweiten Wehr verstellt, wird erreicht,, daß man das Zuteilungsverhältnis zwischen
der mit Zusatz zu versehenen Flüssigkeit --- z. B. Rohsaft - und der zuzusetzenden
Flüssigkeit -z. B. Kalkmilch - den Erfordernissen entsprechend einstellen kann,
Eine Änderung des Zuteilverhältnisses, bedingt durch Schwankungen in der Konzentration
der zuzuteilenden Flüssigkeit, kann man ebenfalls durch Verstellen dieses Wehres
berücksichtigen. Man hat es also in der Hand, die Konzentration der Flüssigkeit
zu beeinflussen, Damit der an den Wehren überlaufende Strom nicht abreißt, kann
erfindungsgemäß die Überlaufkante mit Zacken versehen sein oder auf andere Weise
in einzelne Streifen eingeteilt sein. Dadurch wird der Flüssigkeitsstrom in schmalere
Strahlen aufgeteilt und neigt weniger zum Abreißen und unregelmäßigen Strömen.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
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Fig, i ist eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung; Fig.
2 zeigt dieselbe Vorrichtung im Grundriß ; Fig.3 ist ein schematischer Schnitt durch
die Vorrichtung längs der Linie III-III der Fig, 2.
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In Fig. i ist i der Einlaßstutzen zum Anschluß der Flüssigkeitszuführung.
Dieser erweitert sich über einen Trichter 2 zu dem in Fig. i nicht sichtbaren Überlaufbehälter
im Inneren des Oberteiles 3 der Vorrichtung. Am oberen Rand des Oberteiles 3 ist
ein Regler 4 angebaut, der über ein Gestänge 5 auf den Wagen 9 wirkt, der an der
linken Behälterseite mit Rollen io auf den Schienen i i läuft. Aus dem Behälter
ragt an der rechten Seite eine Spindel mit einem Handraid 6 heraus, das zum Verstellen
des Schützes am Hilfsüberlauf dient. Die durch diesen Hilfsüberlauf abströmende
Flüssigkeit sowie die Flüssigkeit, die von dem beweglichen Hauptwehr nicht aufgenommen
wird, gelangt in den Rücklaufstutzen 7 und wird dort wieder in die Zuleitung geführt.
Die vom Hauptwehr aufgenommene Flüssigkeit wird durch den Abflußstutzen 8 der Fabrikation
zugeführt. In Fig.2 erkennt man neben den bereits erwähnten Teilen die innere Einteilung
des Behälters. Über dem Zulaufstutzen i liegt der Überlaufbehälter 12. Dieser hat
links die Überlaufkante i9 und rechts eine zweite Überlaufkante 14. Neben der Überlaufkante
i9 liegt der Rücklaufbehälter 15, und neben der Überlaufkante 14 liegt der Rücklaufbehälter
16 mit dem bereits erwähnten Rücklaufatutzen -7. Die beiden Rücklaufbehälter stehen
durch den Umlauf 17 um den Überlaufbehälter 12 herum in Verbindung. Durch eine Wand
von dem Rücklaufbehälter 15 getrennt, liegt neben diesem in gleicher Länge der Abflußbehälter
18 mit dem schon genannten Abflußstutzen B.
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In dem schematischen Schnitt (Fig.3) erkennt man die Aufteilung des
Behälterinneren in den bereits genannten Abteilungen 18, 15, 12 und 16. Der Überlaufbehälter
12 hat an der linken Seite eine feste Überlaufkante i9, die an ihrem Rand 2o ausgezackt
oder mit Teilstegen versehen ist, damit die überlaufende Flüssigkeit in einzelne
Strahlen unterteilt .wird. Unter dieser Kante i9 liegt nach außen geneigt das seitlich
verschiebbare Wehr 21, welches die von der Kante i9 abströmende Flüssigkeit über
den darunter befindlichen Rücklaufraum 15 hinweg in den Ablaufraum i8 leitet. Zwischen
dem Rücklaufraum 16 und dem Hauptüberlaufbehälter i2 befindet sich das schon genannte
zweite Wehr 14, das niedriger ist als die gegenüberliegende Überlaufkante i9. Gegen
dieses Wehr 14 kann von oben eine Schützentafel 22 durch das Handrad 6 und die Spindel
23 herabgelassen werden. Dadurch wird das Verhältnis der Verteilung zufließenden
und der grundsät-:lich zufließenden Flüssigkeitsmenge geregelt. Die eigentliche
Regelung (Einhaltung des Zuteilungsverhältnisses)- geschieht dadurch, daß das Überfallwehr
2i seitlich, d. h. senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 3, verschoben wird. Dieses
Überfallwehr hängt nämlich mit Bändern 24 an dem schon beschriebenen Wagen g. Nur
der Teil des Überfallwehres 21, der jeweils vor der Überfallkante i9 steht, leitet
Flüssigkeit in den Abflußraum 18 hinüber. Der übrige Teil der an der Kante ig abströmenden
Flüssigkeit gelangt in den Rücklaufraum 15.
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Die Stellung des Wagens 9 mit dem Überfallwehr 2i wird über das Gestänge
5 durch den Regler 4 bestimmt. Dieser Regler kann ein Meriibranregler sein, der
auf die jeweils durchströmende Menge der mit Zusatz zu versehenden Hauptflüssigkeit
- des Rohsaftes - anspricht.