-
Verstellvorrichtung für Kraftfahrzeugscheinwerfer, Mikrophone und
Peilantennen Die Erfindung bezieht sich auf eine Verstellvorrichtung für Mikrophone,
Peilantennen usw., insbesondere aber für Kraftfahrzeugscheinwerfer.
-
Es sind Verstellvorrichtungen für Kraftfahrzeugscheinwerfer seit langem
bekannt, die den Scheinwerfer nur um seine horizontale oder vertikale Achse verstellen.
Es sind auch Scheinwerferverstellvorrichtungen entwickelt worden, die gleichzeitig
eine horizontale und vertikale Schwenkung des Scheinwerfers ermöglichen.
-
Als Übertragungselement dient dabei z. B. eine biegsame Welle mit
angeschlossenem Bedienungsgriff. Dabei wird die Seele der biegsamen Welle für die
eine Verstellbewegung benutzt und die Umkleidungshülle der Seele für die andere
Verstellbewegung.
-
Eine andere Verstellvorrichtung bewirkt die horizontalen und vertikalen
Schwenkungen des Scheinwerfers nur mit der biegsamen Welle und einer angeschalteten
Kupplungsvorrichtung für die horizontale sowie für die vertikale Schwenkung.
-
Bei einem Teil der bekannten Verstellvorrichtungen kann mittels des'
Bedienungsgriffes bzw. Bedienungshebels nur jeweils eine Verstellbewegung, bezogen
auf die horizontale und vertikale Achse des Scheinwerfers, erreicht werden.. Sie
gestatten
die Anbringung des Scheinwerfers beliebig weit vom Bedienungsgriff.
Eine andere Verstellvorrichtung läßt zwar eine Verstellung des Scheinwerfers um
seine horizontale bzw. vertikale Achse durch den Bedienungsgriff gleichzeitig zu,
jedoch kann der Scheinwerfer nicht beliebig abseits vom Bedienungsgriff angebracht
werden.
-
Der Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Versstellvorrichtung,
die mittels eines Handgriffes (Handrades) zugleich zwei Verstellbewegungen, bezogen
auf die Achsen des Scheinwerfers, bewirkt, wobei der Scheinwerfer beliebig abseits
vom Bedienungsgriff angebracht sein kann, wie dieses bei Kraftwagen erwünscht ist.
Außerdem ist die Anordnung so getroffen, daß die Verstellungen mit geringer Kraft
ausgeführt werden können, ohne Rücksicht auf Größe und Gewicht des Scheinwerfers.
Die Handhabung der Vorrichtung wird gemäß der Erfindung noch dadurch erleichtert,
daß für jede Verstellung in bezug auf die vertikale bzw. horizontale Achse des Verstellkörpers
(Scheinwerfers) -je ein Untersetzungsgetriebe zwischengeschaltet ist.
-
. Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Bild i zeigt eine
einfache Ausführungsform im Längsschnitt; Bild 2 stellt eine besondere Ausführungsform
des Endstückes der biegsamen Welle mit Bedienungsgriff im Längsschnitt dar; Bild
3 veranschaulicht eine Ausführungsform im Längsschnitt mit zwei Untersetzungsgetrieben;
Bild 4 und 5 stellen entsprechende Querschnitte zu Bild 3 dar.
-
In Bild i ist mit i die Stoßstange bzw. eine Tragplatte an der Karosserie
des Fahrzeuges zur Aufnahme der Gesamtvorrichtung bezeichnet. Das Hauptgehäuse 2
ist mittels der Gewindemutter i" -an der Stoßstange festgeklemmt. In dem Gehäuse
2 ist mittels Kugellager 3 und Spanngewindering 4" das drehbare Kernstück 4 eingesetzt;
das zugleich Träger des zu versstellenden Körpers i i (Scheinwerfer) ist. Der zu
verstellende Körper i i ist gelenkig im Punkt io mit dem drehbaren Gehäuse 4 verbunden.
Andererseits ist der Körper i i im Punkt ioä gelenkig mit dem besonders ausgebildeten
Endstück 8 der biegsamen Welle 7 verbunden. Eine Druckfeder 9 versucht, den zu verstellenden
Körper immer in seiner tiefsten (geneigten) Lage zu halten. An dem Hauptgehäuse
2 befindet sich eine Feststellsicherung i9. Diese besteht aus einer Stahlkugel,
die mittels einer Schraube mit einer Druckfeder eingestellt werden kann und in Vertiefungen
des Teiles 4 einrastet. Eine gleiche Feststellsicherung ist mit 2o bezeichnet und
im drehbaren Kernstück 4 angeordnet. 5 stellt das Unterteil zum Hauptgehäuse 2 dar,
das mittels Schrauben an ihm befestigt ist. An diesem Unterteil 5 befindet sich
die Konusklemmutter 6, die den Mantel der biegsamen Welle 7 am Unterteil 5 festklemmt.
Das Endstück 8 der biegsamen Welle 7 ist im Drehkörper 4 verschiebbar gelagert und
init einer Anzahl Rundnuten c versehen, in denen die Feststellsicherung 2o einzurasten
vermag. Das drehbare Kernstück 4 ist mit gradmäßig angeordneten Senklöchern d versehen,
wie bei Teil r8 veranschaulicht ist, die die Einrastungen der Feststellsicherung
i9 zulassen. Am zweiten Ende der biegsamen Welle 7 befindet sich das Endstück 7b,
das - drehbar und verschiebbar zugleich im Kernstück r2 gelagert ist. Das Kernstück
12 ist in der Armaturenplatte 13 des Kraftfahrzeuges in bekannter Art mittels Gegenmutter
14 festgeklemmt. Die Konusmutter 15 dient dem Zweck, den Mantel 7" der biegsamen
Welle 7 am Kernstück 12 einzuklemmen. Mit A ist eine Gummimanschette bezeichnet,
die Schutz gegen Verschmutzung bietet.
-
Die Wirkungsweise ist folgende: Wird der Handgriff 16 im Sinne nach
rechts gedreht, so dreht sich die biegsame Welle mit dem Endstück 8 ebenfalls in
dieser Richtung, damit dreht sich auch der Drehkörper 4. mit seinem zu verstellenden
Körper r i (Scheinwerfer) im gleichen Sinn, da das Endstück 8 infolge seiner Anlenkung
im Punkt io dies nicht anders zuläßt. Bei Drehung des Handgriffes in entgegengesetztem
Sinn nach links, dreht sich unter den gleichen Bedingungen auch der Körper i i (Scheinwerfer)
nach links. Da, für den zu verstellenden Körper allgemein bei Kraftfahrzeugen ein
Verstellwinkel von i8o°, bezogen auf die horizontale Ebene, genügt, kann eine Begrenzung
diesbezüglich durchgeführt werden. Je nachdem, ob auf den Handgriff ein Zug bzw.
ein. Schub ausgeübt wird, wird über das Endstück 7b die biegsame Welle 7 mit dem
Endstück 8 im drehbaren Körper 4 hin und her bewegt, und es wird der Körper i r
(Scheinwerfer) seine Lage entsprechend der gestrichelt angedeuteten Lage in der
Zeichnung (in Bild i) ändern. Führt man mit der Zug- bzw. Schubbewegung zugleich
eine Drehbewegung des Handgriffes 16 aus, so führt der Körper i i (Scheinwerfer)
beide Bewegungen zugleich. aus. Da ein Neigungswinkel von 70° für den Körper i i
allgemein bei Kraftfahrzeugen ausreicht, so ist die Zeichnung für die Ausführungsform
auch diesbezüglich ausgeführt.
-
Bild :2 veranschaulicht eine andere Ausführung des Betätigungsendes
der biegsamen Welle 7, die den Bedienungsgriff 16 trägt und mit Feststellsicherungen
versehen ist, wobei dafür die Sicherungen i9 und 2o am Drehkörper 4 wegfallen. Die
biegsame Welle 7 ist mit dem Endstück 18 fest verbunden. Das Endstück 18 ist frei
drehbar und frei verschiebbar im Grundkörper 17 angeordnet. Der Grundkörper 17 ist
mittels Schraube 17a an der Armaturenplatte 13 des Kraftfahrzeuges festgeklemmt.
Der Grundkörper 17 ist mit dem Gewindeverschlußstück 12 versehen, das zugleich die
Könusmutter zum Festklemmen des Mantels 7a der biegsamen Welle aufnimmt. Auf dem
Endstück 18 sitzt fest der Handgriff 16. Mit c sind die Rundnuten und mit d die
Längsnuten. (gemäß 18) bezeichnet. Mit der Vorrichtung nach Bild :2 kann entsprechend
der bei Bild i beschriebenen Wirkungsweise der Körper i i ebenfalls beliebig in
gradmäßig bestimmte Stellungen gebracht und
darin belassen werden.
Im Bild 3 ist entsprechend Bild i die Stoßstange bzw. Tragplatte zur Aufnahme der
Gesamtvorrichtung mit i bezeichnet. 2 stellt das Hauptgehäuse dar, das mittels der
Gewindemutter ia an der Stoßstange od. dgl. festgeklemmt wird. In dem Gehäuse 2
ist mittels Kugellager 3 und Spannring 3a das drehbare Kernstück 4 mit seinem Oberteil
4" eingesetzt, das zugleich Träger des zu verstellenden Körpers i i (Scheinwerfer)
ist. Der Körper i i ist gelenkig im Punkt, io mit dem drehbaren Gehäuse 4, 4" verbunden.
Andererseits ist am Verstellkörper i i im Punkt io" ein Hebel 23 angelenkt. Dieser
Hebel 23 ist im Punkt 22" an das Zahnrad 22 angelenkt; dieses Zahnrad 22 greift
in das Zahnrad 21 ein, das als Doppelzahnrad mit unterschiedlicher Zähnezahl ausgebildet
ist. Das Zahnrad 21 und das Zahnrad 22 mit den ihnen zugeordneten Wellen 25a und
25 bilden im drehbaren Gehäuse 4 das Untersetzungsgetriebe für die Verstellungen
des Körpers i i (Scheinwerfers), die durch Zug bzw. Schub der biegsamen Welle erreicht
werden. An dem drehbaren Körper 4, 4a ist das Zahnrad 27 frei drehbar um seinen
Haltedorn angeordnet. Mit 5 ist das Unterteil bezeichnet, das mittels Schrauben
am Hauptgehäuse :2 befestigt ist. In diesem Unterteil 5 ist ein Segment .26 mit
Innenverzahnung mittels Schrauben fest angeordnet. Mit 8 ist das Endstück bezeichnet,
das fest mit der biegsamen Welle 7 verbunden ist. Dieses Endstück 8 ist mit einer
Anzahl Rundnuten c und mit einer Anzahl Ringnuten e versehen, außerdem ist noch
eine Längsnut 24a für einen ortsfest verbleibenden Keil 246 angeordnet. Auf dem
Endstück 8 befindet sich das Zahnrad 24, das mit dem ortsfest verbleibenden Keil
zusammen wirkt und auch ortsfest verbleibt infolge der Anordnung des Rades 24 zwischen
drehbarem Gehäuse 4 und Unterteil 5. Die Anordnung der Zahnräder 24, 27 zum verzahnten
Segment 26 stellt das zweite Untersetzungsgetriebe nach Art eines Umlaufrädergetriebes
dar. Mit i9 und 2o sind. die Feststellsicherungen, wie im Bild i gleichfalls vorhanden,
bezeichnet; sie dienen denselben Zwecken. Der Ansatz der biegsamen Welle 7 mit dem
Mantel 7a usw. ist im Bild 3 weggelassen, er ist derselbe wie im Bild i veranschaulicht.
-
Bild 4 stellt den Querschnitt zu Bild 3 dar.
-
Bild 5 veranschaulicht das zweite Untersetzungsgetriebe irri Schnitt
für die Verstellungen, die mittels Drehung der biegsamen Welle bewirkt werden.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Bild 3 ist folgende: Wird die
biegsame Welle gedreht; so dreht sich das Endstück 8 mit dem Zahnrad 24 (infolge
des zugeordneten Keiles 246 in der Nut 24a) und setzt das Zahnrad 27 in Bewegung.
Da das Zahnrad 27 kämmend in das innenverzahnte Segment 26 eingreift, das aber ortsfest
im feststehenden Unterteil 5 des Gehäuses :2 angeordnet ist, so stützt sich das
Rad 27 am Zahnsegment ab und leitet damit die Drehung des Körpers 4, 4a mit dem
zu verstellenden Körper i i (Scheinwerfer) ein. Entsprechend der Drehrichtung der
biegsamen Welle 7 verhält sich auch die Drehung des Drehkörpers 4, 4Q. Entsprechend
der Wirkungsweise nach Bild i ist hier ein Drehwinkel des Drehkörpers 4, 4a von
18o° vorgesehen. Je nachdem, ob auf den Handgriff 16 ein Zug bzw. ein Schub ausgeübt
wird, wird das Endstück 8 im drehbaren Körper 4, 4" hin und her bewegt.
-
Diese Hinundherbewegungen wirken mittels der Ringnuten e auf das Zahnrad
21 kraftschlüssig und. versetzen dasselbe in entsprechende Drehung. Da das Zahnrad
21 als Doppelzahnrad mit unterschiedlicher Zähnezahl ausgebildet ist und mit dem
Zahnrad 22 im Eingriff steht, so wird auch dieses Zahnrad 22 in entsprechende Bewegung
gesetzt und demzufolge wird der Körper i i (Scheinwerfer) mittels des Lenkhebels
23 seine Stellung ändern. Der Körper i i wird somit durch das Endstück 8 der biegsamen
Welle 7 über ein Untersetzungsgetriebe in Bewegung gesetzt. Die Feststellsicherungen
i9 und 2o dienen denselben Zwecken wie die nach Bild i. Die Anordnung nach der Erfindung
stellt eine Verstellvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeugscheinwerfer, dar,
die nur eine leichte und bequeme Bedienung benötigt und mit der mittels eines Scheinwerfers
(Sucher) alle Gegenstände und Flächen im Winkel von 18o°, bezogen auf die horizontale
Ebene, und im Winkel von 70°, bezogen auf die vertikale Ebene, vor dem Fahrzeug
angeleuchtet werden können. Außerdem kann der Scheinwerfer in jeder gewünschten
Stellung jederzeit verbleiben.