DE95248C - - Google Patents

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DE95248C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D91/00Stitch-separating or seam-indenting machines

Landscapes

  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 71: Schuhwerk.
Gegenstand der Erfindung bildet eine Weiterausbildung der Maschine zum Einkerben der Ränder von Schuhsohlen zwischen den Nahtstichen nach Patent Nr. 87848. In den die Erfindung veranschaulichenden Zeichnungen stellt
Fig. ι eine Draufsicht und
■ Fig. 2 eine Vorderansicht der Maschine dar.
Fig. 3 ist eine von rechts nach links (Fig. 1 und 2) gesehene Seitenansicht,
Fig. 4 ein senkrechter Schnitt nach 2-2 der Fig. i, wobei die zur Linken befindlichen Theile in der Ansicht gezeigt sind.
Fig. 5 ist ein theilweiser waagrechter Schnitt nach 3-3 der Fig. 4.
Fig. 6 zeigt die am Umfange der Curvenscheibe zur Bethätigung des Vorschubhebels befindliche Curvenn.uth zu einer Fläche abgewickelt.
Diese Weiterausbildung der durch das Haupt-Patent geschützten Anordnung besteht darin, dafs die selbsttätige Auffindung des richtigen Stichzwischenraumes seitens des Werkzeuges dadurch unterstützt wird, dafs der in . der Zeichnung mit G bezeichnete Vorschubschlitten zunächst um die Entfernung eines normalen Stiches in der einen Richtung, alsdann um die Entfernung eines kleineren Bruchtheiles eines normalen Stiches in der entgegengesetzten Richtung, hierauf um die Entfernung eines gröfseren Bruchtheiles in der ersten Richtung und schliefslich wieder um die Entfernung eines kleineren Bruchtheiles in der zweiten Richtung gegenüber dem Werkzeuge bei jeder vollen Umdrehung der Curvenscheibe E bewegt wird. Diese Bewegungsweise wird von der erwähnten Curvenscheibe aus auf den Hebel N (Fig. 2) und von diesem auf den Vorschubschlitten G dadurch übertragen, dafs die Curvennuth g jener Scheibe die in Fig. 6 gezeichnete Gestaltung erhalten hat. Aufserdem ist die Einrichtung des in der Zeichnung mit O bezeichneten Werkzeughalters gegenüber derjenigen des Haupt-Patentes insofern eine etwas andersartige, als der Werkzeughalter im vorliegenden Falle durch Reibung in jeder ihm ertheilten Stellung gehalten wird, bis er durch eine auf das wirksame Ende des Einstechwerkzeuges k zur Wirkung gebrachte Kraft aus dieser Stellung wieder herausbewegt wird, während nach dem Haupt-Patente der Werkzeughalter in dereinen Richtung durch eine Feder gehalten und nur in der anderen Richtung durch eine entgegen der Federspannung wirkende Kraft zwangläufig bewegt und aus dieser Stellung herausgedrängt wird, um alsdann durch die Feder in die vorherige Stellung zurückgebracht zu werden, sobald die Wirkung dieser Kraft aufhört.
Die für diese Wirkungsweise erforderliche Reibung ist dadurch erzielt, dafs der Werkzeughalter oben mit einem flachen, polsterartigen Ansatz kl ausgestattet ist, der mit dem
Fortsatze ζ5 des Hebels L in reibende Berührung gelangt und dem in der Mitte und durch den Schlitz z'6 hindurchgehend die nach hinten hervorstehende Stange k- eingeschraubt ist. Auf dieser Stange ist hinter dem Fortsatz z5 eine mit Aushöhlung versehene Metallscheibe / mit darin untergebrachter und durch die Feder /2 gegen den Fortsatz angedrückter Lederscheibe I1 angebracht. Die Spannung der Feder P wird mittelst Stellmutter Z3 (Fig. i, 3 und 4) geregelt.
Durch die aus Fig. 6 ersichtliche Gestaltung der Curvennuth g der Scheibe E erhält der Vorschubschlitten G sammt den an ihm angeordneten Arbeitstheilen eine doppelte Hin- und Herbewegung von verschieden grofsem Ausschlage, damit dadurch die Sfichzwischenräume, wenn die Stiche erheblich von der gewöhnlichen Länge abweichen, richtig getroffen werden. Die Curvennuth ist folgendermafsen eingerichtet: Angenommen, die Welle der Curvenscheibe E drehe sich in der Pfeilrichtung Fig. 3 und die Curvenscheibe solle von der in Fig. 1 gezeigten Lage aus, welche durch die Mitte des Zapfens, auf welcher die Rolle sich am hinteren Ende des Hebels befindet, angedeutet ist, weiter gedreht werden, dann würde bei dem ersten, 500 betragenden Theile der Drehung dieser Curvenscheibe eine Stillstandsperiode t (Fig. 6) vorhanden sein, soweit die Bewegungen des Vorschubhebels M in Betracht kommen; eine Drehung um weitere 350 würde einem nach links gerichteten Ausschlage t1 oder drei Vierteln des vollen Hubes des hinteren Hebelendes entsprechen; weitere 5 5° Drehung würden einer Stillstandsperiode t~ und abermalige 300 einem rechts gerichteten Ausschlage ta, gleich einem Viertel des vollen Hubes des Hebels, entsprechen; eine weitere Drehung um 6o° entspricht einem Ausschlage i4 nach links, gleich der Hälfte des vollen Hubes des hinteren Hebelendes, womit alsdann die Bewegung dieses Hebels in dieser Richtung beendet sein würde, ebenso die Bewegung des Schlittens G nach rechts. Weitere 300 Drehung wurden einem nach rechts gerichteten Ausschlage i5, entsprechend einem Viertel des vollen Hubes des hinteren Hebelendes, fernere 400 Drehung einer Stillstandsperiode i° und die letzten 60° einem Ausschlage t7, gleich drei Vierteln des Hubes in gleicher Richtung, entsprechen, worauf alsdann der Vorschubhebel und Vorschubschlitten sich in der ursprünglichen Lage befinden werden und eine volle Umdrehung der Curvenscheibe beendet sein wird.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: Bei derjenigen Stellung der Arbeitstheile, welche in der Fig. 1 veranschaulicht ist, ist das vordere Ende des Kipphebels N in seine höchste Lage gehoben, während sich das vordere Ende des Druckhebels P in seiner tiefsten Lage befindet; das hintere Ende des Feststellhebels R1 befindet sich in seiner höchsten Lage, wobei seine Klauen qqxql aufser Eingriff "mit den Sperrzähnen pi sind, indem sie mit dem Zapfen r1 in Berührung gekommen sind und der Vorschubschlitten sich am äufsersten Ende seiner linksseitigen Bewegungsbahn befindet. Wenn nun die Curvenscheibenwelle B in der durch den Pfeil (Fig. 3) angedeuteten Richtung in Umdrehung versetzt wird, so bleiben die Arbeitstheile während des ersten 150 betragenden Theiles der Umdrehung im Ruhezustande, um dem Arbeiter Zeit zu lassen, den Schuh so zu drehen, dafs derjenige Theil der Sohle, auf welchen das Werkzeug einwirken soll, sich fortwährend parallel der Bewegungsrichtung des Vorschubschlittens befindet. Bei einer weiteren Drehung der Welle um 350 geht das vordere Ende des Druckhebels P in seine höchste Lage hinauf, während das hintere Ende des auf die Klauen wirkenden Hebels R1 die Klaue veranlafst, in die Sperrzähne des Hebels R einzugreifen und die untere Arbeitsstückunterlage zu heben und festzustellen. Hierbei bewegt sich das vordere Ende des Kipphebels N mit solcher Geschwindigkeit in seine tiefste Lage, wie dies der Aufwä'rtsbewegung des vorderen Endes des Druckhebels P entspricht, so dafs die Rolle j3 am Werkzeughalter in Berührung mit der unteren Fläche des verstärkten Theiles des Ansatzes j2 am Druckhebel bleibt bezw. in unmittelbarer Nähe dieser unteren Fläche, und die Rolle j in Berührung mit dem unteren Ende der Platte j\
Bei einer weiteren Drehung um 350 werden der Vorschubschlitten und die an demselben befindlichen Theile so vveit nach rechts bewegt, wie dies der normalen Länge des jeweiligen Stiches entspricht. Die Gröfse dieser Bewegung entspricht drei Vierteln der vollen Bewegung des Vorschubschlittens nach dieser Richtung. Das Werkzeug hat man zuvor von dem Arbeitsstück abgehoben und letzteres zwischen die obere und untere Arbeitsstückunterlage eingeklemmt.
Bei einer Drehung um weitere 550 geht das vordere Ende des Kipphebels N in seine höchste Lage hinauf, so dafs der lange Arm des Hebels L und der an demselben befindliche Werkzeughalter nebst Werkzeug durch die Spannung der Feder s2 nach abwärts bewegt werden und die Spitze des Werkzeuges in den Zwischenraum zweier Stiche eintritt, falls der soeben vorbeigelangte Stich die richtige Länge besitzt, wogegen die Spitze des Werkzeuges, falls dieser Stich kürzer oder länger als gewöhnlich sein sollte, lose oben auf dem Stiche liegen bleibt. Bei einer weiteren Drehung um 300 wird der Vorschubschlitten um eine Entfernung nach links bewegt, welche einem Drittel der Länge des normalen Stiches oder
einem Viertel der vollen Bewegung des Schlittens in einer Richtung entspricht, wenn die Spitze des Werkzeuges sich zwischen zwei Stichen befindet; dann nimmt das Werkzeug und sein Halter eine etwas nach links geneigte Lage an, indem der Widerstand, welchen der erhöhte Stich der Bewegung der Spitze des Werkzeuges entgegensetzt, die Reibung zwischen den Theilen k1 und z'5 (veranlafst durch die Spannung der Feder Z2) überwindet. Ist dagegen die Länge des Stiches, über welchen die Theile bei der Bewegung nach rechts hinweggegangen sind, eine geringere als die gewöhnliche Länge, dann legt sich die Spitze des Werkzeuges beim Hinabgehen auf den zweiten von seinem Ausgangspunkte an erreichten Stich und fällt, wenn der Vorschubschlitten, wie oben beschrieben, nach links bewegt wird, in den Zwischenraum zwischen den beiden Stichen hinein und gelangt so an die richtige Stelle. Bei weiterer Drehung um 6o° bewegt sich der Vorschubschlitten um eine solche Entfernung nach rechts, wie diese zwei Dritteln der Länge des normalen Stiches bezw. der Hälfte der Gesammtbewegung des Schlittens nach rechts entspricht, und vollendet damit seine Bewegung nach dieser Richtung. Dabei nimmt das Werkzeug, wenn seine Spitze zuvor in einen Zwischenraum zwischen zwei Stichen eingetreten ist, eine nach rechts zu etwas geneigte Lage an; ist dagegen der Stich, über welchen das Werkzeug bei seiner ersten Bewegung nach rechts hinweggegangen ist, sehr lang, so dafs die Spitze des Werkzeuges bei dessen Niedergang auf diesem langen Stiche liegen geblieben ist, dann bewirkt diese letzte Bewegung nach rechts, dafs das Werkzeug in den Zwischenraum zwischen dem Ende dieses Stiches und dem nächsten rechts davon befindlichen Stiche hineinfällt. Bei einer Drehung um weitere 300 werden der Vorschubschlitten und der den Werkzeughalter tragende Hebel L um eine Entfernung nach links bewegt, welche einem Drittel der Länge des normalen Stiches bezw. einem Viertel der vollen Bewegung in einer Richtung entspricht, womit alsdann die auf Ermittelung der Lage des Zwischenraumes zwischen beiden Stichen gerichtete Thätigkeit beendet ist. Wenn der Stich, über welchen sich das Werkzeug bei der Bewegung nach rechts hinbewegt hat, eine gröfsere als die normale Länge besitzt, dann nimmt das Werkzeug eine nach links leicht geneigte Lage an, indem die letzterwähnte Bewegung des Vorschubschlittens nach links vollendet wird, wobei sich dann die Rolle j3 unterhalb des fortgeschnittenen oder dünneren Theiles des Ansatzes j2 der Platte j1 befindet, so dafs der Werkzeughalter O infolge des Widerstandes, den der vorherige Stich der Bewegung des Werkzeugendes entgegenstellt und der die Reibung zwischen den Theilen k1 des Werkzeughalters und dem Ansatz z5 des Hebels L überwindet, sich um seinen Drehzapfen ζ'4 bewegen kann. Während des letzten, 1200 betragenden Theiles der Drehung ist das vordere Ende des Druckhebels P um die Hälfte seines vollen Ausschlages nach abwärts bewegt worden und vollendet nunmehr bei einer weiteren Drehung um 150 seine Abwärtsbewegung, wodurch das Werkzeug in das Arbeitsstück hineingedrückt wird, so dafs es den Zwischenraum zwischen zwei Stichen deutlich markirt und infolge Zusammenwirkens des unteren Endes der Platte j1 mit der Rolle j' des Hebels L die Sohle oder den Rahmen einkerbt, ohne dafs der Ansatz jl mit der Rolle j3 in Berührung kommt. Bei einer Drehung um weitere 250 wird das hintere Ende des Hebels i? bis an das äufserste Ende seiner Aufwärtsbewegung gehoben; hierdurch werden die Klauen von den Sperrzähnen des Hebels R ausgerückt und die untere Arbeitsstückunterlage gelöst, worauf während der letzten 6o° der Umdrehung der Vorschubschlitten und die an demselben befindlichen Theile um eine Entfernung nach links bewegt werden, die der Länge des normalen Stiches bezw. drei Vierteln der Gesammtbewegung nach einer Richtung entspricht. Hierbei wird das Arbeitsstück um die Länge des vor der Spitze des Werkzeuges befindlichen Stiches vorgeschoben, einerlei ob dieser Stich eine gröfsere oder geringere als die normale Länge besitzt, so dafs also sämmtliche Maschinentheile in diejenige Lage zurückgelangen, welche sie vor Beginn des Arbeitsganges eingenommen hatten. Damit ist ein voller Arbeitsgang vollendet und der Schuh um einen Stich vorgerückt, welche Thätigkeit sich bei jeder Umdrehung der Curvenscheibenwelle wiederholt, sofern nur der Arbeiter vor Beginn des beschriebenen Arbeitsganges den genähten Schuh so zwischen die Arbeitsstückunterlagen Q. ni gebracht hat, dafs die untere Fläche der Sohle auf den Theilen Q. o4 aufliegt..
Durch die Spannung der Feder /2 wird der Werkzeughalter O gegen den Hebel L angedrückt, so dafs zwischen-diesen Theilen eine genügende Reibung entsteht, um den Werkzeughalter gegenber diesem Hebel in der gleichen Lage zu halten, bis er durch eine auf das wirksame Ende des Werkzeuges bezw. auf die Rolle j3 des Armes O1 zur Wirkung gebrachte Kraft um seinen Drehpunkt an den Hebel bewegt und damit wieder von dem Hebel L entfernt worden ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Maschine zum Markiren der Randnaht der Sohle von genähtem Schuhwerk nach Patent Nr. 87848, bei welcher die selbstthätige Auf-
    findung des richtigen Stichzwischenraumes seitens des Werkzeuges dadurch unterstützt wird, dafs der Vorschubschlitten zunächst um die Entfernung eines normalen Stiches in der einen Richtung, alsdann um dieEntfernung eines kleineren Bruchtheiles eines normalen Stiches in der entgegengesetzten Richtung, hierauf um die Entfernung eines gröfseren Bruchtheiles in der ersten Richtung und schliefslich wieder um die Entfernung eines kleineren Bruchtheiles in der zweiten Richtung gegenüber dem Werkzeuge bewegt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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