DE95142C - - Google Patents

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DE95142C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D87/00Edge or heel cutters; Machines for trimming the heel breast

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1896 ab.
Der vorliegende, zum Fräsen von Schuhwerksohlen dienende Fräskopf gehört zu derjenigen Art, bei welcher die Messer auswechselbar und im Fräskopf stellbar sind; derselbe ist durch Einrichtungen gekennzeichnet, die es ermöglichen, Sohlen verschiedener Dicken zu fräsen.
Zu diesem Zwecke ist das Fräsrad mit einer gekrümmten Fläche versehen, die schmaler ist als das Fräsrad und dem zu fräsenden Sohlenrande zwischen den Messern als Unterlage dient. Hinter dieser Fläche hat das Fräsrad einen Theil von kleinerem Durchmesser, auf welchem eine den Sohlenrand gegen die hintere Schneidlippe schützende Schutzhülse selbsttätig stellbar ist, deren Verschiebung nach rückwärts unter der Gegenwirkung einer nach Bedarf stellbaren Schraubenfeder erfolgt, damit diese Schneidlippe in den Sohlenrand nicht einschneidet, wenn kurze Messer benutzt werden, während die Vorwärtsverschiebung so begrenzt wird, dafs die Schutzhülse bei Benutzung langer Messer nicht zu weit über diese vortritt.
Fig. ι zeigt den Fräskopf in Schnitt und in Ansicht mit kürzeren Messern,
Fig. 2 einen Schnitt durch den eigentlichen Kopf,
Fig. 3 in Schnitt und Ansicht den Fräskopf mit längeren Messern als in Fig. 1 und mit entsprechend weiter zurückgeschobener Regelungshülse, während
Fig. 4 den; Fräskopf mit vorgeschobener Regelungshülse darstellt.
Der Fräskopf besteht aus einem ringförmigen Fräsrade α3 (Fig. 2), das mit einer Anzahl in bekannter Weise sägelückenartig geneigt liegender Schlitze er" versehen ist, die zur Aufnahme der an beiden Enden mit Schneidlippen 2 bezw. 3 versehenen Fräsmesser a6 (Fig. 1) dienen. Diese Schneidlippen liegen geneigt und zwischen ihnen eine convexe Schneidkante 4.
Der Ring aa ermöglicht, diese Messer selbstthätig in die Schlitze α5 weiter hinein- bezw. aus ihnen weiter herauszuschieben, um die Schneidkante 4 der Messer in Bezug auf den Umfang des Fräsrades as nach Bedarf einstellen zu können.
Der Durchmesser des Fräsrades a3 ist an dessen Hinterseite kleiner als an der Vorderseite. Dadurch entsteht ein Absatz 12 (Fig. 2), an den sich nach der Vorderseite zu eine gekrümmte Fläche 13 anschliefst, die das Bett des rotirenden Fräskopfes bildet, auf welchem der Sohlenrand beim Fräsen aufliegt. An diese Fläche 13 schliefst sich ein Rand 15 an, der etwa den gleichen Durchmesser hat wie der nach hinten zu liegende Theil 14.
Der auf einen dünneren Theil 5 der Fräsradnabe a2 geschobene Ring a1 hat einen äufseren Durchmesser gleich dem des Theiles 14 und trägt Einschnitte ai2, die in der Verlängerung der Aussparungen a6 in Richtung der Fräswelle liegen (Fig. 1 und 2).
Die Nabe <z2 hat vorn Muttergewinde 6, und in dies Gewinde ist ein Schraubenstöpsel a1B eingeschraubt, dessen Flantsch ali über den Einstellring as greift, so dafs dieser beim Einschrauben des Stöpsels gehalten wird.
Die Ausführung des Fräskopfes mit zwei verschieden dicken Theilen, wie in Fig. 2, ermöglicht, bei demselben Fräskopf Fräsmesser zu verwenden, die verschiedene Länge haben
können; denn man kann eine selbsttätig stellbare Schutz- und Regelungshülse benutzen, welche die Sohle gegen die Einwirkung der Schneidlippe 3 schützt, wie in Folgendem beschrieben ist.
Bei bekannten Fräsköpfen, bei welchen die Messer mit dem Fräskörper aus einem Ganzen bestehen, wird ein Hülfsmesser in Form einer Hülse benutzt, die unter der Gegenwirkung einer Feder stehende Messer trägt, hinter dem Fräskopf auf der Welle desselben steckt und dazu dient, die Kante des gefrästen Sohlenrandes nachzubearbeiten, wenn dieser zu schmal ist, um von der hinteren Lippe der Fräsmesser bearbeitet werden zu können.
Ferner fehlte es bei bekannten Fräsköpfen an einer Unterlage für den Sohlenrand zwischen den1 Messern. Auch fehlte es an einer Einrichtung,, um die Verschiebung des Hülfsmessers zu begrenzen, und es konnte daher die hintere Lippe des Hauptfräsers in die Sohle leicht einschneiden.
Die dargestellte selbstthätige Regelungshülse b'2 sitzt lose auf dem cylindrischen Theil α der Fräswelle. Am hinteren Theil hat sie eine Aussparung mit Muttergewinde b*, in welches das Aufsengewinde einer Hülse b5 eingreift, die eine stellbare Verlängerung der Regelungshülse b2 bildet. Die Regelungshülse b'2 ist nach vorn zu der Hülse bs erweitert. Der beide Theile verbindende Flantsch be (Fig. 3) hat Ausschnitte V (Fig. 1), die den Lederschnitzeln den Durchgang ermöglichen. Der vordere Rand b9 der Hülse b8 ist kegelförmig abgeschrägt, so dais er der schrägen Schneidlippe 3 sich möglichst anpafst, und hat einen inneren Durchmesser, der dem Aufsendurchmesser des dünneren Theiles 14 des Fräsradesa3 genau entspricht, so dafs die Hülse bs auf diesem dünneren Theile 14 frei sich verschieben kann und dabei der Sohle des Schuhwerks Führung giebt.
Die Hülse b 8 hat den Schlitzen a 5 entsprechend geneigte Schlitze, in welche die Schneidlippen 3 der Messer eintreten.
Der Durchmesser der Regelungshülse b"2 und ihres Fortsatzes b5 entspricht dem Durchmesser der Fräswelle, so dafs die Hülse b6 bs eine sichere Führung findet und gegen Kippen geschützt ist, derart, dafs beim Fräsen der Sohle Klemmungen in der Regelungshülse nicht entstehen können und die Fräsarbeit sich glatt vollzieht.
In Fig. ι hat die convexe Schneidkante 4 ■ des Messers ziemlich die gleiche Länge wie die gekrümmte Fläche 13 des Fräsrades Breite hat. In Fig. 3 dagegen ist die convexe Schneidkante 4 des Fräsmessers viel länger, als diese Fräsfläche 13 Breite hat.
Ist nun der Seitenrand der zu fräsenden Sohle nur schmal, die Sohle also nur dünn, so wird die Schneidlippe 3 des Fräsmessers durch die selbstthätig stellbare Hülse b& verdeckt, wie dies besonders aus Fig. 4 ersichtlich ist. Die Schneidlippe 3 kann daher auf den Seitenrand nicht einwirken.
Ist die Sohle ungleichmäfsig idick, so drücken die dickeren Theile der Sohle die Hülse bs der Regelungshülse zurück. Dabei wird die schräge Vorderfläche b9 der Hülse bs in Anlage an der Trittseitenkante der Sohle durch die Schraubenfeder c gehalten, welche die Hülse £5 umschliefst und gegen die Lagerhülse der Fräswelle α sich stützt.
Zur Bemessung der Vorschubbewegung unter der Wirkung der Schraubenfeder c dient die Stellschraube c3 mit Kopf 50, die sich gegen den Ring α1 mit Hülfe der Gegenmutter 51 sicher einstellen läfst.
Ist die zu fräsende Sohle sehr dick, so kann man die kurzen Messer aus dem Fräskopf wegnehmen und längere dafür einsetzen, also solche, die wie in Fig. 3 eine längere Schneidkante 4 haben.
Die gekrümmte schmale Fläche 13 (Fig. 2) des Fräsrades ermöglicht, lange und kurze Messer bei dem Fräskopf zu benutzen. Dies ist nicht möglich bei einem Fräskopf, bei welchem das Bett oder die Fläche des Fräsrades, worauf der Rand der Sohle ruht, ebenso breit ist wie das Fräsrad selbst.
Aus Fig. ι ist ersichtlich, dafs, wenn das Bett 13 ebenso breit wäre wie das Fräsrad und ein kurzes Messer benutzt würde, die Schneidlippe 3 des Messers nicht durch die Schutzhülse bs verdeckt werden könnte, und dafs sie dann in dem Falle, wo eine dicke Sohle gefräst würde, in den Rand selbst einschneiden müfste. Wird also die Fläche 13 des Fräsrades breit ausgeführt, so kann nur eine Länge von Fräsmessern für den Fräskopf benutzt werden. Wenn die Fläche 13 dagegen schmal hergestellt ist, wie dargestellt und beschrieben, und der übrige Theil 14 des Fr'äsrades einen kleinen Durchmesser hat, derart, dafs über diesen Theil die Schutzhülse bs zur Bedeckung der Lippe 3 greifen kann, so können Messer verschiedener Länge bei einem einzigen Fräskopfe gleich gut benutzt werden.
Die Schutzhülse bs kann bei ihrer Hin- und Herbewegung durch einen nicht dargestellten Stift geführt werden, der an der Regelungshülse b'2 sitzt und in eine Längsnuth der Fräs-.welle α eintritt.
Die selbstthätig stellbare Schützhülse bs hat die weitere Wirkung, dafs sie die innere oder genähte Seite der Sohle gegen die Kappe b gedrückt hält, wodurch ein gleichmäfsiges Niederdrücken gegen die Naht an der Sohlenoberseite durch die Schrägkante der Schneidlippe 2 der Messer herbeigeführt wird.
Um das Mafs der Verschiebung der Schutzhülse bs nach der einen und anderen Seite
gleichmäfsig ausfallen zu lassen, möge ein langes Messer oder ein kurzes benutzt werden, ist die Hülse bs vorgesehen, die man in das Muttergewinde b3 der Regelungshülse £>2 mehr oder minder tief einschrauben kann. Wird ein kurzes Messer benutzt, so schraubt man die Hülse b5 entsprechend vor, wird aber ein langes Messer benutzt, so schraubt man die Hülse weiter zurück.
Die Schutzkappe b wird mittelst des schmalen, ringförmigen Randes 15, der vor dem gekrümmten Bett 13 des Fräsrades α3 liegt, genau concentrisch gehalten, da sich ihr ringförmiger Rand b'20 (Fig. 1 und 3) auf den Rand 15 legt. Dadurch ist eine Verschiebung der Kappe b aus der centrischen Lage heraus und jede Gefahr vermieden, dafs einige der Schneidlippen 2 weniger verdeckt werden könnten als andere; aufserdem wird dadurch vermieden, dafs der Fräskopf unregelmäfsig läuft, etwa infolge des Umstandes, dafs der Rand der Schutzkappe b, der in der Sitzfuge zwischen Sohle und Oberleder sich' dreht, Erschütterungen ausgesetzt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein mit auswechselbaren und stellbaren Messern versehener Fräskopf für Schuhwerksohlen, dadurch gekennzeichnet, dafs, um für dasselbe Fräsrad Messer verschiedener Länge benutzen und eine selbsttätig stellbare Schutzhülse (b8) zum Schutz der Sohlen gegen die Wirkung der hinteren Schneidlippe (3) der Messer anbringen zu können, das Fräsrad (a3) mit einer schmaleren, gekrümmten und dem Sohlenrande als Unterlage dienenden Fläche (13) und hinter letzterer mit einem, freie Axialverschiebung der Schutzhülse (b%) ermöglichenden Theile (14) von kleinerem Durchmesser versehen ist, um auch bei kurzen Messern durch die Vorderfläche (b%) der Schutzhülse stets die Schneidlippe (3) nach Bedarf bedecken lassen zu können, während die unter Federwirkung stehende Regelungshülse (b2) der Schutzhülse mit einer Hülse (b5), beispielsweise durch Gewinde (b3 b^) verbunden ist, um die Bewegung der Schutzhülse (bs) nach rückwärts zu begrenzen, wogegen eine Stellschraube (c3) ihre Vorwärtsbewegung begrenzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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