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Druckmittelmotor , Die Erfindung betrifft einen Druckmittelmotor,
insbesondere Scheibenwischermotor für Fahrzeuge, mit zwei entgegengesetzten Zylindern
und in diesen gleitenden Kalben, einer die beiden Kolben verbindenden Stange, einem
von dieser Stange abgeleiteten Schwenkantrieb und einer ebenfalls von der Stange
aus bewegten Umsteuereinrichtung, welche für verschieden große Kolbenhübe einstellbar
ist.
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Es ist bekannt, derartige Motoren dadurch auf verschieden große Kolbenhübe
einzustellen, daß in beidem Zylindern angebrachte Anschlagstücke entsprechend bemessen,
z. B. lang 'hergestellt und je nach Bedarf gekürzt wurden. Entsprechend wurden auch
zum Umschalten der Druckmittelzufuhr dienende Ansehläge auf beiden Seiten um große
Beträge verstellt, wozu z. B. entsprechend lange Führungen zum Verschieben dieser
Anschläge vorgesehen waren.
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Diese EinstOlung ist jedoch verhältnismäßig umständlich auszuführen.
Sie muß außerdem auf beiden Seiten übereinstimmend vorgenommen werden, was eine
gewisse Sorgfalt erfordert.
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Diese Nachteile werden nach der Erfindung dadurch vermieden, daß der
Kolbenhub in der einen Richtung in großem Bereich veränderbar, in der anderen Richtung
nur fein einstellbar ist, wobei in den nicht ganz ausgenutzten Zylinder ein Füllkörper
derart
eingesetzt ist, daß der tote Raum wesentlich vermindert oder ganz vermieden ist.
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So kann der gewünschte Wischwinkel rasch und sicher eingestellt -werden,
und man benötigt jeweils nur einen Füllkörper statt zweier Ansclhlagstücke.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung .dargestellt.
Sie zeigt einen Längsschnitt durch den Motor.
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Ein Gehäuse i enthält zwei gleichachsige Zylinder 2 und 3. In ihnen
gleiten Kolben ,4 und 5. Sie sind durch eine Kolbenstange 6 .miteinander verbunden
und haben elastische Puffer 7 und B. Kolben und Puffer sind aus einem Stück elastischen
Werkstoffs. Jeder Kolben enthält eine nicht dargestellte metallische Stützscheibe,
die auf die Kolbenstange aufgeschraubt ist. Die Puffer sind sechskantig ausgeführt,
so daß an ihnen ein Schlüssel zum Aufschrauben der Kolben auf die Stange angesetzt
werden kann.
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Die äußeren Enden der Zylinder sind mit Dekkeln 9 und io verschlossen.
In den Zylinder 2 ist ein Füllkörper i i eingesetzt, der mit Hilfe eines Bundes
12 vön dem Deckel 9 in seiner Lage gehalten wird. Er enthält eine Längsnut 13.
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Die Kolbenstange 6 greift mit einer Verzahnung 14. in ein R:itzel-
15.. Dieses sitzt auf einer Welle 16, auf deren aus dem Gehäuse i herausragendem
Ende ein, Wischarm 17 aufgeklemmt ist, der zum Reinigen einer Scheibe eines Kraftfahrzeugs
:dient: In die Kolbenstange 6 sind Sehlitze 18 und 1g eingearbeitet; darin sind
Bolzen 2o und 21 verschiebbar und festklemmbar eingesetzt.
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In der Zylinderwand befinden sich Kanäle 22 und 23, die von den äußeren
Zylinderenden zu Öffnungen 24 und 25 führen, zwischen denen eine Öffnung 26 liegt.
Diese ist über eine Leitung 27 mit einem Abstgllhahn und einer Druckluftquel.le
verbunden. Ein Elachschhieber 28 ist um eine Achse 29 drehbar über die Öffnungen
25 und 26 gelegt und nach zwei Seiten bis zu Anschlägen 30 schwenkbar, so
daß er mit einer Nut 31 jeweils eine der Öffnungen 2q. oder 25 mit der Öffnung 26
verbindet, die andere der beiden außeniliegemden Öffnungen aber nicht verdeckt.
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Auf die Achse 29 -ist noch ein Schalthebel 32 drehbar aufgesetzt.
Er greift mit seinem freien Ende zwischen: die Bolzen 2o und 21 und ist durch eine
Zugfeder 33 mit dem Flachschieber 28 verbunden.
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Der Schlitz 18 ist kurz. Er dient dazu, den Bolzen 2o so einzustellen,
daß er- bei nach rechts gehender Kolbenstange .den Schalthebel 32 so bewegt, daß
er im richtigen Augen'blic'k den Flachschieber 28 umstellt. Diese Justierung ist
für alle Wischwinkel dieselbe und kann meist schon bei.der Herstellung ein für allemal
festgelegt. werden.
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Der Schlitz 19 ist lang; er dient zur Einstellung des Wischwinkels.
Je nach,der Stelilungdes Bolzens 21 macht die Kolbenstange 6 einen mehr oder weniger
großen Weg nach links, bis der Schalthebel 32 und dfer Flachschieber 28 umgelegt
wer6n. Die Einstellung dieses Weges bestimmt den Winkel, den der Wischtrm 17 bestreicht.
Entsprechend der Lage -des erforderlichen Wischwinkels wird der Wischarm auf die
Welle 16 aufgeklemmt.
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Der Füllkörper i i ist dem jeweils eingestellten Hub angepaßt, um
toten Raum zu vermeiden. Erkenn in verschiedenen Längen vorrätig gehalten oder entsprechend
abgedreht werden.
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Bei dieser Art der WisdhNvinkeleinstellung muß also nur ein Anschlag
(Bolzen 21) verstellt und ein Füllkörper i i angepaßt werden, -so daß der Wischer
rasch und genau allen Erfordernissen angepaßt werden kann.
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In der .dargestellten Lage der Umsteu'ereinrichtung strömt Druckluft
durch die Nut 31 und den Kanal 23 in den rechten Zylinder 3 und schiebt die Kaltren
nach links. Vom linken Zylinder geht die verdrängte Luft durch die Längsnut 13,
.den Kanal 22 und die Öffnung 2q. ins Freie. Der Wischhebel schwingt dabei nach
rechts.
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Dies geht so lange, his der Bolzen 21 den Schalthebel 32 berührt .und
um einen bestimmten Winkel gedreht hat. Die Zugfeder 33 läßt dann den Flachschieber
28 zur Umsteuerung nach links schnappen, worauf die Druckluft dem linken Zylinder
zugeleitet -wird und aus dem rechten ins Freie abströmt. Die Zylinder gleiten nach
rechts, der Wischhebel geht nach lffhks, und das Spiel wiederholt sich.
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Statt der dargestellten Umsteuereinrichtung mit einem Flachschieber
können auch andere Einrich.-tunger mit anderen Schiebern oder mit Ventilen verwendet
werden.